Tales of Monkey Island: Episode 1 (PC/Wii)

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele am Juli 9, 2009 von Tim

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Pro:
- Monkey Island is back!
- der Flair der Serie wurde perfekt umgesetzt
- bekannt genialer Humor dank schrillen Dialogen und bekloppten Charakteren
- tolle Optik (auch wenn das Design nicht jedem gefallen dürfte)
- perfekte, englische Synchronisation
- gelungene Story
- neue Schauplätze
- gutes Preis-/Leistungsverhältnis
- wunderbare Musik
- die Steuerung erfordert zwar eine gewisse Eingewöhnungszeit, geht aber wesentlich besser von der Hand als beim vierten Teil
- das Spiel wird sowohl Veteranen als auch Einsteiger ansprechen

Contra:
- Rätsel sind zu einfach
- Spiel ist bisjetzt nur online erhältlich…
- … und vorest nur in englischer Sprache verfügbar
- die Wartezeit bis zur nächsten Episode

Fazit:
Eine Fortsetzung zu Monkey Island stand jahrelang ganz oben auf meiner privaten Wunschliste. Jetzt ging nach 9 Jahren ein kleiner Traum in Erfüllung und ich kann Telltale Games nur loben! Nach den tollen Sam & Max und Wallace & Gromit Spielen ist den Jungs mit dieser Monkey Island-Episode ihr bislang bestes Spiel gelungen. Das Gameplay, der Humor, das Design und die Musik wurden nahezu perfekt in die aktuelle Spielegeneration transportiert. Wer nach dem enttäuschenden vierten Teil diesem Spiel etwas skeptisch gegenüber steht, braucht sich wirklich keine Gedanken zu machen. Dazwischen liegen Welten! Monkey Island is back! ARRRRRRRRRRRRR!

9/10

Ghostbusters (PS3/X360/PC)

Veröffentlicht in Spiele mit Tags , , , am Juli 1, 2009 von Tim

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Pro:
- ES IST GHOSTBUSTERS!
- Charme der Serie wird perfekt rüber gebracht
- viele Schauplätze und Charaktere aus den Filmen
- die Geisterjagd macht unglaublich viel Spaß
- viele lustige Gadgets
- detailverliebte Optik
- der erste Ghostbusters Film auf Blu-Ray wird mitgeliefert (PS3-only)
- spaßiger Multiplayermodus
- Spiel wurde von den Originalsprechern synchronisiert
- benutzerfreundliche Steuerung
- toll in Szene gesetzte Bossfights

Contra:
- viel zu kurz
- Spiel wirkt oft etwas unfertig, daher kommt es zu Patzern im Design, Gameplay und der Technik
- Spiel wird manchmal etwas hektisch, übertriebenes Gegneraufkommen
- wenig Rätsel
- Multiplayermodus nur online möglich und kein richtiger Coop-Mode vorhanden

Insgesamt hat mich die Videospielumsetzung von Ghostbusters doch sehr positiv überrascht. Der Titel wirkt zwar hier und da etwas unfertig, vermittelt den Charme der Filme aber bestens. Und dank dem tollen Fanservice und den Originalsprechern wirkt das Spiel auf einen wie ein spielbarer und guter dritter Teil der Ghostbusters-Serie. Schade nur, dass dieses Abenteuer bereits nach gut 6 Stunden vorüber ist und der Multiplayermodus nicht so sehr zum weiterspielen motiviert, wie er eigentlich sollte. Aber egal, Fans MÜSSEN hier zuschlagen.

8/10

Demons Souls (PS3)

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , am Juni 30, 2009 von Tim

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Pro:
- atmosphärisches Setting (erinnert zum Teil auch etwas an SotC oder Ico)
- geile Grafik
- super Steuerung
- harter, aber fairer Schwierigkeitsgrad (ähnlich wie bei Ninja Gaiden)
- gut inszenierte Bossfights
- man kann sich die zu absolvierenden Level selbst einteilen
- es gibt hier verdammt viel zu entdecken
- komplexe Charakterentwicklung und tiefgängiges Kampfsystem
- nette Onlinefeatures
- gute ENGLISCHE Synchronisation (obwohl das Spiel erst in Asien erschienen ist)
- süchtig machende Jagd nach Items

Contra:
- für Anfänger ist das Spiel jedoch ne Nummer zu knackig
- Onlinefeatures sind zwar was neues, aber etwas gewöhnungsbedürftig und umständlich
- KI hat teilweise einige Aussetzer
- insgesamt hat man hier einen schweren Einstieg, über viele Features und Möglichkeiten muss man sich erst im Internet informieren
- Checkpoints existieren nicht

Trotz der Kritikpunkte ist Demons Souls aber ein verdammt geiles Rollenspiel! In Europa und den USA wurde das Spiel bislang noch nicht veröffentlicht, 2010 wird das Spiel allerdings über Atlus in den USA vertrieben. Wer so lange nicht mehr warten möchte, dem empfehle ich den Import in Asien, zumal das Spiel sowieso schon komplett in englischer Sprache vorhanden ist (mit Ausnahme der Trophies). Euch entgeht nämlich eines der besten Rollenspiele dieser Generation, für mich zählt Demons Souls zu den fünf besten PS3 Titeln.

9/10

Boom Blox Smash Party (Wii)

Veröffentlicht in Reviews mit Tags , , , am Juni 30, 2009 von Tim

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Boom Blox zählte im vergangenen Jahr zu den Überraschungshits auf Nintendos Wii. Das Geschicklichkeitsspiel, das in Zusammenarbeit mit Steven Spielberg entwickelt wurde, begeisterte die Community mit einem erfrischenden und innovativen Gameplay und einem extrem partytauglichen Multiplayermodus. Kann die Fortsetzung nun spielerisch noch einen drauflegen oder haben wir es hierbei nur mit einer lieblosen Fortsetzung zu tun?

Was die Spielmechanik betrifft, hat sich bei Boom Blox Smash Party nicht viel verändert, Einsteiger sei aber an dieser Stelle das Tutorial ans Herz gelegt, bei dem keine Fragen offen bleiben. Noch immer fungiert der Titel als eine Art virtueller „Spielklotzbaukasten“. Der Spieler muss also Jenga-ähnliche Bauwerke zerstören (bzw. dem Einsturz aus dem Weg gehen), Edelsteine aus einem Bauwerk heraussprengen oder bestimmte Blöcke einfärben. Das Interessante hierbei sind die unterschiedlich farbigen Blöcke, die verschiedene Funktionen besitzen. So gibt es Blöcke, die explodieren oder einfach verschwinden und neuerdings auch jene, die andere Blöcke infizieren und somit eine Kettenreaktion auslösen. All dies beeinflusst am Ende den Punktestand und dieser entscheidet letztendlich darüber, ob die Leistung mit Bronze, Silber oder Gold belohnt werden. Bronze ist Pflicht, ansonsten gilt das Level als nicht abgeschlossen. Sollte man allerdings einmal an einem Level festhängen, können andere Welten und Level freigekauft werden, wodurch es in Boom Blox Smash Party zu keinerlei Frustmomenten kommen wird. Neben den neuen Blockarten gibt es aber auch einige neue Werkzeuge, die den Spielablauf etwas auffrischen. So haben es nun z.B. eine Steinschleuder oder auch eine Kanone ins Spiel geschafft. Die Szenarios sind auch um einiges abwechslungsreicher geworden, denn nun sind sogar Unterwasser- und Weltraumlevel verfügbar. Insgesamt wurde die Anzahl der Level gehörig aufgestockt, denn, zählt man die Mehrspielerlevel mit, sind nun über 400 verschiedene Herausforderungen verfügbar. Selbst erfahrene Spieler werden damit unzählige Stunden beschäftigt sein. Sollte dies aber nicht der Fall sein, können auch wieder eigene Level erstellt werden. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Bedienung hierbei aber wesentlich benutzerfreundlicher und die fertigen Ergebnisse können nun auch sehr viel einfacher und übersichtlicher über das Internet getauscht werden.

Der Multiplayermodus zählt immer noch zu den absoluten Stärken dieses Spiels. Mit bis zu vier Spielern kann wahlweise kooperativ oder gegeneinander gespielt werden. Das Gute daran ist, dass meistens sogar nur ein Controller benötigt wird, da die meisten Spiele abwechselnd ablaufen. Den Spielspaß mindert das aber nicht, im Gegenteil, die vielen unterschiedlichen Spielvarianten sind für einen unterhaltsamen Abend zu viert wie geschaffen. Erfahrene Jengaspieler wissen, wovon ich rede. Verglichen mit dem Vorgänger sind im zweiten Teil auch deutlich mehr Mehrspielerlevel vorhanden. Allerdings kommt hier auch wieder die Frage auf, weshalb es kein Onlinemultiplayermodus ins fertige Spiel geschafft hat. Hoffentlich wird dies im dritten Teil endlich nachgeholt.

In Sachen Technik hat sich Boom Blox Smash Party leider am wenigsten weiterentwickelt. Optisch kann man den Titel nämlich fast nicht vom Vorgänger zu unterscheiden, die farbenfrohe und knufflige Optik weiß aber immer noch zu gefallen. Das Ganze ist nach wie vor eher minimalistisch gehalten, passt aber perfekt zu dieser Art von Videospiel. Viel wichtiger ist allerdings die tolle Physikengine, die manchmal zwar immer noch zu (un)genau agiert, sich aber verglichen mit dem Vorgänger ein wenig gebessert hat. Zum Sound gibt es nur wenig zu berichten, denn noch immer besteht das Spiel nur aus nervigen Tiergeräuschen und einer abwechslungsarmen Hintergrundmusik. Im Geschicklichkeitsgenre ist dies aber ohnehin nicht weiter wichtig.

Fazit: Boom Blox: Smash Party ist eine sehr gelungene Fortsetzung zu einem der Überraschungshits des letzten Jahres. Mehr Level, neue Spielvarianten, neue Spielfiguren, ein benutzerfreundlicherer Editor und ein noch spaßigerer Mehrspielerpart machen den Titel selbst für Besitzer des Vorgängers interessant. Für alle anderen ist mindestens ein Ableger dieser innovativen und sympathischen Geschicklichkeitsserie sowieso Pflicht! Selten bekommt man heutzutage für 35 Euro soviel Spielspaß und Umfang geboten, ganz zu schweigen von diesem süchtig machenden Multiplayermodus, der plattformübergreifend mit zum Besten zählt.

9/10

Punch-Out!! (Wii)

Veröffentlicht in Reviews am Juni 30, 2009 von Tim

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Vor rund 20 Jahren veröffentlichte Nintendo auf dem NES eines der beliebtesten Sportspiele aller Zeiten: „Punch-Out!!“. Nach dem gelungenen SNES-Teil war es jedoch lange Zeit still um Little Mac und seine Konkurrenten. Nun feiert das kultige Boxspiel auf Nintendos Wii ein Comeback. Ob es sich hierbei um eine erfolgreiche Rückkehr handelt, erfahrt ihr in der folgenden Review.

In „Punch-Out!!“ schlüpft der Spieler in die Rolle von Little Mac, dessen Ziel es ist, den Gürtel der World Videogame Boxing Association (kurz WVBA) zu erobern. Doch der Weg zum Erfolg ist lang und steinig, denn zuerst muss die Konkurrenz im Ring besiegt werden. Alle 13 Kämpfer aus dem Original sind hier wieder mit von der Partie und als Bonus kann sogar Donkey Kong freigeschaltet werden. Kenner der alten Teile werden sich hier direkt zurecht finden, denn was das Gameplay betrifft, bleibt fast alles beim Alten. Das Timing ist auch hier der Schlüssel zum Erfolg und noch immer müssen die Moves der Gegner genau studiert und auswendig gelernt werden. Vor allem im späteren Spielverlauf ist „Punch-Out!!“ extrem fordernd und wird einige Spieler zur Verzweiflung treiben. Für Abhilfe sorgt zum Glück der Trainingsmodus in dem man, ohne Abzug von Energie, gegen Hologramme der Gegner antreten kann. Hat man den heiß ersehnten Titel dann irgendwann in der Tasche, ist „Punch-Out!!“ aber längst nicht durchgespielt. Im Gegenteil, der schwierigste Part beginnt dann erst, denn der neu erworbene Titel muss auch erfolgreich verteidigt werden. Das Problem ist allerdings, dass die Gegner dazugelernt haben, der Schwierigkeitsgrad also immens zugenommen hat. Somit ist man mit „Punch-Out!!“, trotz des geringen Umfangs, länger beschäftigt, als man erwarten würde. Ansonsten wird einem neben dem Karrieremodus aber nichts geboten, mit Ausnahme eines sehr enttäuschenden Mehrspielermodus. Hier können nämlich weder verschiedene Charaktere ausgewählt werden, noch stehen unterschiedliche Spielmodi zur Verfügung. Hinzu kommt eine eher nervige Bildschirmaufteilung, was dazu führt, dass dieser Zwei-Spieler-Modus nur kurzzeitig für Spielspaß sorgen wird. Auf einen Onlinemodus wurde auch gänzlich verzichtet, was äußerst schade ist, denn gerade dieser hätte bei einem Spiel wie diesem wirklich Sinn gemacht.

Was die Steuerung betrifft, lässt „Punch-Out!!“ keine Wünsche offen. Mit sage und schreibe drei Steuerungsvarianten dürfte für jeden die passende Methode vorhanden sein. So ist es möglich, das Spiel entweder mit Remote und Nunchuk, zusätzlich mit dem Balance Board oder nur mit der Remote in schräger Haltung zu spielen. Auch wenn es an allen drei Varianten nichts auszusetzen gibt, werden die besten Ergebnisse mit der Remote erzielt. In schräger Haltung spielt sich „Punch-Out!!“ dann nämlich ähnlich wie zu NES-Zeiten. Wer es gerne realistisch haben möchte kann bedenkenlos zur Methode mit beiden Controllern und dem Balance Board greifen, denn die Bewegungserkennung ist nahezu fehlerfrei.

Optisch ist „Punch-Out!!“ überzeugend ins Jahr 2009 transferiert worden. Das Spiel bekam jetzt einen schicken Cel-Shading-Look serviert, der Stil wurde aber beibehalten, wodurch die Charaktere nach all den Jahren perfekt wiederzuerkennen sind und erfahrene Spieler sich direkt heimisch fühlen werden. Bedauerlich ist allerdings, dass die Präsentation einen eher öden Eindruck hinterlässt und die Optik insgesamt doch etwas zu schlicht gehalten ist. Dafür läuft „Punch-Out!!“ immerhin stets fließend, die Animationen der Spielfiguren sind super gelungen und der Titel versprüht den gleichen Charme wie zu (S)NES-Zeiten. In Puncto Sound kann „Punch-Out!!“ mit einer guten, englischen Synchronisation und einem rockigen Soundtrack punkten, welcher aber leider alles andere als abwechslungsreich ist.

Fazit:
Bei „Punch-Out!!“ scheiden sich wieder Mal die Geister. Fans erfreuen sich an dem immer noch vorhandenen Charme der Serie und dem simplen, aber fordernden Gameplay, während anderen hingegen das Gameplay zu altmodisch rüberkommen wird. Technisch hat man sich hier zwar nur auf das Wesentliche konzentriert, insgesamt kann „Punch-Out!!“ in dieser Hinsicht aber dennoch überzeugen. Bedauerlich ist jedoch, dass es diesem Titel extrem am Umfang mangelt und der Multiplayermodus, der die Vorgänger doch so berühmt gemacht hat, einen sehr einfallslosen Eindruck hinterlässt. Ansonsten ist Nintendo dieses Comeback aber gut gelungen. Wer mehr Wert auf den Boxsport legt, sollte allerdings eher zur Fight Night Serie greifen.

8/10

EA Sports Active (Wii)

Veröffentlicht in Reviews mit Tags , , am Juni 30, 2009 von Tim

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Nintendo ist einer der absoluten Trendsetter auf dem Videospielsektor. Das hat das japanische Unternehmen spätestens mit den hauseigenen Marken auf der Wii bewiesen. Bestes Beispiel: WiiFit. Die Fitnesssoftware hat, nicht nur auf Nintendokonsolen, eine ganze Welle an Konkurrenztiteln ausgelöst. Bislang konnte aber keines davon mit dem Original mithalten. Nun bekommt der Marktführer aber ernsthafte Konkurrenz in Form von EA Sports Active. Wir haben uns diese sportliche Herausforderung mal genauer angeschaut…

EA Sports Active wird ausschließlich in Kombination mit einem Beingurt und einem Trainingsband ausgeliefert. Vor dem Spielstart gilt es also erst einmal, dieses mitgelieferte Zubehör zusammenzubauen. In der Anleitung werden diese Schritte aber sehr verständlich erklärt und zur Not kann der Spieler auch Gebrauch von einer Videoanleitung machen. Danach kann der interaktive Personaltrainer aber auch schon problemlos in Betrieb genommen werden.

Zu Beginn des Spiels wird ein Profil erstellt und die üblichen Daten wie Geschlecht, Größe, Gewicht und Alter werden erfasst. Außerdem kann sich der Spieler, ähnlich wie bei WiiFit, zwischen einem weiblichen und einem männlichen Personaltrainer entscheiden. Wer jedoch nur kurz einmal in das Spiel hinein schnuppern möchte, dem sei der Gästeaccount ans Herz gelegt, bei dem alle verfügbaren Übungen getestet werden können. Daten werden hier jedoch nicht gespeichert. Das Herzstück von EA Sports Active ist die so genannte „30-Tage Herausforderung“, bei der man täglich ca. 20 Minuten diverse, abwechslungsreiche Übungen absolvieren muss. Der Ablauf dieses Workouts gestaltet sich jeden Tag anders und zudem kann sich der Spieler zwischen drei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Anfänger sollten besser mit dem niedrigsten beginnen, denn selbst hier werden sie nach den 20 Minuten sichtlich erschöpft sein. Kein Wunder, schließlich sind mit Tennis, Laufen, Boxen, Inlineskating und Basketball nicht nur langweilige Stretchübungen vorhanden. Verglichen mit WiiFit versteht es EA Sports Active besser, den Spieler zu motivieren. Dies erfolgt zum einen durch Achievements, zum anderen durch eine Prognose, die auflistet, wie viele Kalorien durch das jeweilige Workout verbrannt werden können. Ein weiterer Pluspunkt ist die unglaubliche Einsteigerfreundlichkeit dieses Produktes. Dank einer idealen Menüführung und etlichen Videoanleitungen der Personaltrainer findet der Spieler sich hier stets zurecht. Sollte dies Mal nicht der Fall sein, kann die Anleitung während der Übung mit einem einfachen Druck auf die Minustaste abgerufen werden. Zusätzlich bekommt man aber auch während der Übungen Tipps von den Trainern. Dass Sport allein nicht der Weg zum perfekten Gewicht ist, ist auch den Entwicklern von EA Sports Active klar, darum wird der Spieler in einem Tagebuch nach den Essgewohnheiten, Schlafeinheiten und täglichen Tätigkeiten gefragt. Auch diese Daten werden von dem Programm analysiert und bei der Bewertung miteinbezogen. Wer übrigens mit dem 30-Tage Workout unzufrieden ist, der kann sich auch eigene Trainingsprogramme erstellen.

Auch wenn der Großteil der Übungen auf das mitgelieferte Zubehör angepasst wurde, kann bei EA Sports Active optional auch Gebrauch von dem Wii Balance Board gemacht werden. Aber auch ohne das Balance Board erzielt man hier im Grunde das gleiche Ergebnis, zumal sich die Übungen nur marginal unterscheiden, da die Bewegungserkennung in diesem Spiel nahezu perfekt ist. Im Gegensatz zu WiiFit enthält EA Sports Active auch einen Multiplayermodus für zwei Spieler, der es ermöglicht, gemeinsam Workouts zu absolvieren. Dieser ist zwar technisch prima gelungen, erfordert aber ein zusätzliches Exemplar des Zubehörs, welches separat im Handel erhältlich ist.

Bei Titeln wie diesem wird natürlich eher wenig Wert auf eine anspruchsvolle Technik gelegt, trotzdem hat sich EA hierbei überraschend viel Mühe gegeben. Optisch ist das Spiel WiiFit haushoch überlegen und kann sogar mit einigen Coretiteln mithalten. Das Spiel hinterlässt einfach einen farbenfroheren und detailverliebteren Eindruck als die Konkurrenz. Noch besser ist jedoch der Sound gelungen. Zum einen überzeugt dieser durch eine perfekte deutsche Synchronisation und zum anderen durch einen abwechslungsreichen Soundtrack. Vor jedem Workout kann der Spieler sich seinen Soundtrack selbst auswählen und von der SD-Karte können sogar eigene Songs integriert werden. Vorbildlich.

Fazit:
Auch EA Sports Active kann das reelle Fitnessstudio nicht ersetzen, eignet sich aber bestens als Einstieg in die Sportwelt oder als Ergänzung zu anderen, echten sportlichen Aktivitäten. Das ganze Spiel wirkt wesentlich durchdachter als WiiFit, wird viel besser präsentiert und erklärt und hat zudem auch noch die abwechslungsreicheren Übungen auf Lager, bei denen man deutlich motivierter zur Sache geht. Das Wichtigste ist aber: Nach den täglichen Übungen hat man bei diesem Spiel viel mehr das Gefühl, etwas für seinen Körper getan zu haben und darauf kommt es bei solch einer Software schließlich am meisten an. Nintendo muss sich bei WiiFit Plus ordentlich ins Zeug legen, wenn sie dieses Produkt toppen möchten. Hut ab, EA.

8/10

OMG – die Ankündigung des Jahres…

Veröffentlicht in Spiele am Juni 1, 2009 von Tim

Erst vor wenigen Stunden hat die E3 in Los Angeles angefangen und mit Ausnahme von Microsoft hat noch keine Pressekonferenz von wichtigen Publishern stattgefunden. Trotzdem kam es heute (für mich) zu der Ankündigung des Jahres: The Secret of Monkey Island (Remake des Originals für PC und XBLA) und Tales of Monkey Island (völlig neuer Teil, in Episoden unterteilt, für Wiiware und PC) erscheinen schon bald! Das Remake ist optisch und akustisch (inkl. Synchro!) sogar extrem aufpoliert worden und auf Wunsch kann in den alten Grafiklook geswitched werden. Diese Ankündigung könnte höchstens noch von Shenmue 3 getoppt werden… ;)

inFAMOUS (PS3)

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , am Juni 1, 2009 von Tim

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Seit Fallout 3 bin ich vergeblich auf der Suche nach einem Spiel das mich bis zum Ende packt und ich hätte nach der öden Demo niemals gedacht, dass inFAMOUS ein Spiel dieser Gattung ist. Bin nämlich kein großer Fan des Genres und auf Superkräfte stehe ich auch nicht so sehr, aber hier ist das so genial umgesetzt worden. Nach und nach kommen neue Fähigkeiten dazu, bis man sich zum Ende hin fast schon unbesiegbar fühlt. Hätte auch niemals erwartet, dass die Story sogar einige packende Wendungen parat haben wird. Lediglich die Grafik hat mich wegen den Pop-Ups etwas gestört, aber ansonsten ist inFAMOUS ein echter Toptitel.

Pro:
- stylishes Setting
- gelungenes Open-World-Gameplay
- interessante Superfähigkeiten
- ein, verglichen mit anderen Genrevertretern, abwechslungsreiches Missionsdesign
- enormer Umfang (viele Haupt- und Nebenmissionen, versteckte Objekte, Stunts, versch. Enden)
- überraschend packende Story die viele Wendungen parat hat
- fordernder Schwierigkeitsgrad
- gute Steuerung, was bei der Anzahl an Fähigkeiten nicht so einfach ist
- gute, aber nicht fehlerlose Optik
- stimmiger Sound

Contra:

- einige nervige Nebencharaktere
- zum Teil störende Grafikfehler
- insgesamt mangelt es ein wenig an Innovationen

8,5/10

Little Kings Story (Wii)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , am Mai 13, 2009 von Tim

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In diesem Jahr scheint es mit dem Softwarerepertoire der Wii etwas bergauf zu gehen. Nach blutigen Hits wie Mad World oder House of the Dead: Overkill erscheint nun mit Little Kings Story ein weiteres, höchst interessantes Spiel. Wir haben uns den Mix aus Strategiespiel, Rollenspiel und Aufbausimulation genauer angeschaut.

Es gibt Spiele, von denen man in der Entwicklungszeit nichts mitbekommen hat, diese dann aber plötzlich kurz vor Release mit beeindruckenden Wertungen in Print- und Onlinemagazinen auf sich aufmerksam machen. Little Kings Story aus dem Hause Marvelous Entertrainment zählt definitiv zu dieser Sorte. Die strengen Kollegen des Edge-Magazins haben den Titel mit starken 9 von 10 Punkten bewertet und auch die Jungs von IGN sind mit einer Bewertung von 91% aus dem Häuschen. Doch was macht Little Kings Story so besonders? Wirft man einen Blick auf das Cover und die Rückseite könnte man glatt meinen, es handle sie hierbei um den typischen Casualkram. Doch falsch gedacht! Little Kings Story ist ein erfrischender Mix aus Spielen wie Pikmin, Harvest Moon und Final Fantasy: My Life as a King. Der Spieler schlüpft hier in die Rolle eines jungen Königs, der ein kleines und nicht sonderlich vermögendes Land regiert. Ziel des Spiel ist es, das Reich weiter auszubauen und am Ende die Weltherrschaft zu erlangen. Neben weisen Beratern sind es vor allem die Dorfbewohner, die den Spieler bei diesem Vorhaben tatkräftig unterstützen. Jedem Bewohner kann ein bestimmter Beruf zugewiesen werden. Bauern sind zum Beispiel primär für die Ausgrabung von Schätzen und Ressourcen zuständig, während Knappen eher für den Kampf und Handwerker vor allem für das Bauen von Brücken und Treppen zuständig sind. Mit den gesammelten Schätzen und Ressourcen fließt letztlich auch das wichtige Geld in die Kasse des Königreichs. Hiermit kann der Spieler dann die Fähigkeiten des Königs verbessern oder nützliche Gebäude erbauen. Jedoch kann in Little Kings Story nicht entschieden werden, an welcher Stelle gebaut werden soll, das übernimmt das Spiel selbst. Neben einer Kirche sind es vor allem Arbeitsplätze und Wohnungen, die wichtig für das Weiterkommen sind. Wohnung erhöhen nämlich die Anzahl der Bewohner, während man diese in den unterschiedlichen Arbeitsplätzen rekrutieren kann. Dank einer Art Kummerkasten bekommen die Bewohner sogar die Möglichkeit, gegenüber dem König Wünsche zu äußern. Diesen muss der Spieler selbstverständlich nachgehen, denn auf die Zufriedenheit des Volkes wird in Little Kings Story großen Wert gelegt. Noch wichtiger sind jedoch die verschiedenen Bosskämpfe, denn nur durch Siege über die bösartigen Kreaturen kann das Königreich vergrößert werden.

Die Steuerung erinnert stark an Pikmin oder Overlord. Auch hier wird die Hauptfigur mit dem Stick gesteuert, während die Gefolgschaft mit einem einfachen Tastendruck befehligt wird. Auf die Pointerfunktion, wie man es beispielsweise aus der Wii Umsetzung von Pikmin kennt, wurde leider verzichtet. Aber auch so lässt sich Little Kings Story sehr angenehm steuern und Probleme mit der Kameraperspektive treten nur äußerst selten auf. Der Schwierigkeitsgrad ist sowohl für Genreneulinge als auch Experten geeignet, Taktik ist natürlich in den meisten Fällen der Schlüssel zum Erfolg. Dank zahlreicher Quests und Schätze ist Little Kings Story ein ausgesprochen umfangreiches Spiel geworden, welches Spieler über Wochen hin beschäftigen wird. Auf Onlinefeatures sowie einen Multiplayermodus wurde hingegen komplett verzichtet.

Optisch haben die Entwickler etwas vollbracht, was nur wenigen Third-Party-Herstellern zuvor gelungen ist. Little Kings Story fühlt sich nämlich wie ein waschechter Nintendotitel an und versprüht den gleichen, liebevollen Charme. Technisch ist das Spiel zwar nicht überragend, dafür aber angenehm farbenfroh und detailreich gestaltet. Allerdings ist der Grafikstil einen Tick zu süß geraten, weshalb er wohl viele erwachsene Spieler damit abschrecken könnte. Einen 480p- und 60hz-Modus bekam das Spiel leider auch nicht spendiert. Musikalisch punktet es dafür aber mit einer gelungenen Auswahl an bekannten Klassikhits. Die eigens für das Spiel entworfene Sprache ist alles andere als nervig und trägt viel zu der entspannten Atmosphäre dieses Spiels bei.

Fazit: Little Kings Story ist einer der Überraschungshits der letzten Jahre und zählt schon jetzt zu den besten Wii Spielen des Jahres. Der gelungene Mix aus Final Fantasy, Pikmin und Harvest Moon wirkt optisch wie ein Spiel aus dem Hause Nintendo, verfügt über einen sehr abwechslungsreichen Spielablauf und ist zudem ausgesprochen umfangreich. Wer nur im Entferntesten etwas mit diesem Genre (und dem Grafikstil) anfangen kann, MUSS hier zugreifen. Zumal es eine ideale Überbrückung bis zum Pikmin 3 Release darstellt.

9/10

Bin zurück…

Veröffentlicht in Sonstiges am Mai 13, 2009 von Tim

Da bin ich wieder!

Ich habe diesen Blog die letzten beiden Monate wegen der heute absolvierten Abschlussprüfung vernachlässigt. Jetzt kann ich mich aber wieder voll und ganz dieser Seite zuwenden. :) Was meine Leidenschaft zu Videospielen betrifft, gibt es viel neues zu erzählen und daran will ich euch natürlich Teil haben lassen.

Freut euch also auf Themen wie den Amiga CD32, den NES, die besten kostenpflichtigen iTunes Apps und vieles mehr…