Archiv für Juli, 2008

Best of Appstore: Freewaregames Part I

Veröffentlicht in Apple, Iphone, Ipod, Spiele mit Tags , , , , , , am Juli 30, 2008 von Tim

Vorgestern habe ich ja bereits ein wenig über den neuen Appstore für das iPhone geschrieben. Dort bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass dem Benutzer sowohl im kostenlosen, als auch im kostenpflichtigen Bereich sehr viel geboten wird. Aufgrund der großen Auswahl möchte ich jetzt aber (in mehreren Abschnitten) etwas Klarheit schaffen und die besonders lohnenswerten Programme und Spiele hier erwähnen. Den Anfang machen fünf sehr gelungene Freewaregames.


Aurora Feint: The Beginning
Beginnen wir doch gleich mit dem besten aller Freewaregames im Appstore: Aurora Feint. Dieses Spiel präsentiert sich so unglaublich professionell, so dass man eigentlich auch mehrere Euros für hinblättern könnte (oder müsste). Am besten kann man das Spiel mit dem Geschicklichkeitshit Puzzle Quest vergleichen. Auch hier gilt es mindestens drei gleichartige Objekte in eine Reihe zu bringen. Und wie auch in Puzzle Quest wählt man hier zu Beginn einen Charakter aus und levelt diesen im Laufe des Spiels immer weiter hoch. Natürlich kann man auch von Zaubersprüchen und Items gebrauch machen. Insgesamt macht Aurora Feint: The Beginning so gut wie nichts falsch und kann es ohne Bedenken auch mit Genrehighlights aus dem Nintendo DS Sektor aufnehmen.


Tap Tap Revenge
TTR ist ein Musikrhythmusspiel im Stile der Guitar Hero Reihe. Verschiedenfarbige Töne müssen im Takt getroffen werden indem man den Touchscreen berührt. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bringen dann den nötigen Anspruch ins Spiel. Leider ist es aber noch nicht möglich wie in Tap Tap Revolution seine eigene Songs im Spiel zu verwenden, hoffentlich wird dies noch nachgereicht. In Punkto Präsentation ist Tap Tap Revenge aber seinem Vorgänger deutlich voraus.

Labyrinth Lite Edition
Zu einer gut sortierten Auswahl an iPhone Games gehört natürlich auch ein passendes Spiel welches von dem Bewegungsfeature gebrauch macht. Am empfehlenswertesten ist hierbei Labyrinth Lite Edition. Hier gilt es eine Metallkugel durch ein Holzlabyrinth zu führen ohne dabei an diversen Hindernissen zu scheitern. Optisch ist hier zwar alles sehr simple gehalten, aber dennoch vermittelt dieses Spiel einen gewissen Charme und ein Suchtgefühl. Leider ist das Spiel mit gerade einmal 10 Level sehr kurz.


Advent
Zugegeben, spielerisch gibt es wohl einige bessere Freewaregames, aber lädt man sich Advent auf sein iPhone (oder iPod Touch) spielt man ein wenig Videospielgeschichte nach! Advent ist nämlich einer der Vorreiter im Adventuregenre und jeder Videospielbegeisterte sollte diesen Klassiker aus den 70er wenigstens einmal anspielen. Man darf sich auch nicht von der veralteten Aufmachung abschrecken lassen, denn dieses Text Adventure bietet mehr Tiefgang als man vermuten lässt.


BreakClassic

Jeder Ipod-Besitzer kennt den Geschicklichkeitsklassiker Brick und ich würde mal behaupten die meisten davon haben es geliebt und mehrere Stunden damit verbracht. Für all jene dürfte Break Classic dann auch genau das richtige Spiel sein. Der Vorteil: dank einer relativ aufwendigen Open GL Engine macht das Spiel auch optisch deutlich mehr her als der Ipod Klassiker.

Beautiful Katamari (XBOX 360)

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , , , am Juli 29, 2008 von Tim

Mit Beautiful Katamari, dem mittlerweile vierten Teil der Katamari Reihe, ist diese verrückte Spieleserie auch endlich in der Next-Gen angekommen. Das Spiel ist zwar leider technisch alles andere als auf der Höhe der Zeit (PS2 lässt grüßen…) aber das bekannt bekloppte Spielprinzip wird gekonnt fortgesetzt. So gilt es auch hier wieder „schnellballartig“ verschiedene Gegenstände mit dem Katamariball aufzurollen um später daraus z. B. einen Stern zu formen. Schließlich hat der König des Kosmos versehentlich beim Tennisspielen ein Loch ins Universum geschossen. Neben dem süchtigmachenden Gameplay und dem genialen Nipponflair punktet das Spiel vor allem durch den völlig abgedrehten und abwechslungsreichen Soundtrack. Außerdem nutzt das Spiel nun auch die bekannten Features eines XBOX Live. So gibt es neben Online VS-Battles auch einen Coop Modus und viele verschiedene Ranglisten. Mit neuem Downloadcontent darf auch gerechnet werden und selbstverständlich kommt bei dem Spiel auch im Offlinemultiplayermodus jede Menge Spaß auf! Zu bemängeln wäre noch der nicht ganz zu überzeugende Umfang,nach fünf Stunden ist der „Story-Modus“ nämlich schon durchgespielt. Ansonsten überzeugt Beautiful Katamari aber als total abgedrehtes Geschicklichkeitsspiel welches vor allem für japanophile ein Muss darstellen dürfte. 80% aller Videospieler können mit diesem Spiel aber eh nichts anfangen.

8/10

Ab sofort wird auch von unterwegs geblogged…

Veröffentlicht in Apple, Iphone mit Tags , , , , , , am Juli 28, 2008 von Tim

Bislang haben mich das neue Update für das Iphone und der dazu gehörige neue Appstore eher wenig interessant. Vor einigen Tagen wurde aber etwas wirklich nützliches released, nämlich ein WordPress Programm für das Iphone! Endlich kann ich auch von unterwegs diesen Blog mit Inhalt füttern und sogar die frisch geschossenen Fotos von unterwegs hochladen und verwenden! Ein weiterer Grund weshalb ich dieses Gerät einfach nicht mehr missen möchte. Bei der Gelegenheit ist mir dann aber auch noch aufgefallen, dass es auch einige andere nützliche Programme zum kostenlosen Download gibt. „Remote“, „Fahrplan“, „Moonlight Mahjong“ und das Musikrythmusspiel „Tap Tap Revolution“ zum Beispiel. Mit „Pangea VR“ lassen sich sogar sehr sehenswerte Panoramafotos von unterwegs betrachten, recht lustig ist auch „Phonesaber“ welches ein Lichtschwert für die Hosentasche ermöglicht. ;) Bei den kostenpflichtigen Downloads handelt es sich meistens um Spiele, wie z.B. Super Monkey Ball, Bomberman oder Crash Bandicoot. Die sind sicherlich ihr Geld wert, ich spiel sie aber lieber auf den dazugehörigen Konsolen oder Handhelds. Abschließend hat mich der Appstore wirklich überzeugt und entgegen meiner Erwartungen gab es die wirklich nützlichen Tools sogar gratis!

Super Mario Galaxy Review (Wii)

Veröffentlicht in Klassiker, Reviews, Spiele mit Tags , , , , am Juli 28, 2008 von Tim

Die Mario Spiele waren schon immer Zugpferde für Nintendo Konsolen. Jeder liebt und kennt den kleinen dicken Klempner, auch wenn man nicht so viel mit Videospielen vertraut ist. Darum wurden auch große Erwartungen an Super Mario Galaxy gehegt. “Wird das Spiel so revolutionär wie Mario 64 oder eher so enttäuschend wie Mario Sunshine?” dürften sich viele Fans gefragt haben. Die folgende Review dürfte eine Antwort darauf geben.

Natürlich handelt auch Super Mario Galaxy wieder davon, dass Prinzessin Peach vom Bösewicht Bowser entführt wurde. Mit Peach und deren Schloss im Gepäck flüchtet Bowser in die tiefen der Galaxie. Und so liegt es mal wieder an Mario nicht nur die Prinzessin, sondern auch die gesamte Galaxie zu retten. Rosaline und die kleinen süßen Luma-Sternenkinder stehen ihm hierbei zur Seite.

Um Bowser besiegen und Peach befreien zu können muss Mario aber erst genügend Powersterne einsammeln. Dies läuft ähnlich wie bei Mario 64 ab. Es gibt mal wieder eine Oberwelt (in diesem Falle Sternenwarte genannt) von der aus Mario verschiedene Galaxien und Planeten bereisen kann. Hinter jedem Raum stecken verschiedene kleine Galaxien in denen man eine unterschiedliche Anzahl an Powersternen sammeln kann. Hinter jedem Powerstern steckt eine bestimmte Mission. Insgesamt enthält das Spiel 120 Powersterne, hat man 60 eingesammelt lässt sich das Spiel aber schon durchspielen. Sammelt man in den einzelnen Level genügend Sternenteile lassen sich auch neue Galaxien freischalten wenn man die so genannten Gourmet-Lumas damit füttert. Es gibt wirklich genug in diesem Spiel zu tun und auch wenn es eigentlich sehr linear gehalten ist, hat man immer die Entscheidungsfreiheit welche Mission absolviert werden soll. Das Gameplay ansich bleibt der Mario Serie natürlich treu. Es werden Münzen eingesammelt, auf Gegner gehüpft und Power Ups eingesammelt. Dennoch setzt Mario Galaxy hier neue Maßstäbe. Die Schwerkraft macht es nämlich im Spiel möglich, dass Mario von Planet zu Planet statt von Plattform zu Plattform springt. Das Leveldesign ist dementsprechend angepasst worden und hebt somit diese kreativen Einfälle etwas hervor. An Abwechslung mangelt es dem Leveldesign auch nicht, im Gegenteil, selten wurde dem Spieler in einem Jump n Run Spiel so viele abwechslungsreiche Welten geboten. Selbstverständlich wurden dem Spiel aber auch neue Power-Ups spendiert. So gibt es jetzt auch einen Bienen-, Eis-, Geist- und Feder-Mario zu bewundern. Diese Power-Ups erleichtern dann den Weg durch die packend inszenierten Bosskämpfe erheblich.

Die Steuerung ist ziemlich einsteigerfreundlich und leicht zu meistern. Es werden einem in diesem Spiel auch keine lästigen Wiimote Funktionen krampfhaft aufgezwungen, stattdessen spielt man das Spiel ganz simpel mit Wiimote und Nunchuck und nur gelegentlich wird mal hier und da geschüttelt oder die Wiimote geneigt. Der Schwierigkeitsgrad ist perfekt angepasst worden, denn von extrem leicht bis ziemlich knackig ist in Super Mario Galaxy alles vertreten. Allgemein kann man das Spiel allerdings als ziemlich einfach bezeichnen. Auch wenn Super Mario Galaxy im Prinzip ein reines Singeplayervergnügen ist, enthält es zusätzlich noch eine Art Multiplayermodus. Denn während Spieler 1 ganz normal Mario steuert, kann Spieler 2 in dabei unterstützen indem er Sternenteile sammelt und die Gegner aufhält. Eine nette Idee vor allem wenn man weniger erfahrene Spieler miteinbeziehen will.

Viele beschweren sich über die eher schwache grafische Leistung der Wii Konsole. Super Mario Galaxy zeigt allerdings, dass es auch anders geht. So wunderschöne und farbenfroh gestaltete Welten hat man in noch keinem anderen Videospiel erlebt. Hinzu kommt, dass die Animationen erstklassig gelungen sind und die Effekte einen einfach verzaubern. Und auch die Texturen sind für Wii Verhältnisse überdurchschnittlich. Super Mario Galaxy ist also mit Leichtigkeit die Grafikreferenz auf Nintendos Wii. Aber auch akustisch haut einen das Spiel vom Hocker. So ist Super Mario Galaxy musikalisch genial untermalt und die teils bekannten Soundeffekte haben nichts an ihrer Genialität verloren und lassen erfahrene Spieler mal wieder in Erinnerung schwelgen. Trotz allem wäre eine richtige Sprachausgabe mal wünschenswert gewesen, mittlerweile darf bezweifelt werden, ob es so etwas jemals in einem Mario Titel geben wird.

Fazit:
Für viele Spieler war Super Mario Galaxy eines der meist erwarteten Spiele der letzten Jahre. Und das Warten hat sich wahrlich gelohnt. Denn Nintendo liefert mit diesem Spiel nicht nur das mit Abstand beste Wii Spiel, sondern auch eines der besten Mario Teile aller Zeiten ab. Super Mario Galaxy ist ein wunderschönes und ideenreiches Jump n Run Abenteuer, das sowohl für Casual- als auch Hardcoregamer zugänglich ist. Ein solch abwechslungsreiches und innovatives Leveldesign dürfte man in noch keinem anderen Spiel erlebt haben. Hinzu kommen die neuen Power Ups und die genialen Gravitationselemente, die das Spiel zu etwas einzigartigem machen. Die Steuerung ist kinderleicht und der Schwierigkeitsgrad gelungen angepasst. Und auch in technischer Hinsicht liefert Super Mario Galaxy eine wahre Meisterleistung ab. Denn so gut hat bislang noch kein Wii Spiel ausgesehen und der geniale Soundtrack sowie die tollen Soundeffekte erzeugen Erinnerungen an gute alte Zeiten. Ein nettes, kleines Multiplayerfeature sorgt dann letztlich dafür, dass man dieses Spiel auch angenehm zu zweit spielen kann. Doch trotz allen Lobes hat Mario Galaxy auch so seine Schattenseiten. So mangelt es auch diesem Mario Teil mal wieder an einer richtigen Sprachausgabe und die Story ist leider etwas einfallslos geraten. Diese beiden Kritikpunkte rauben dem Spiel aber nicht den Spielspaß und so dürfte Super Mario Galaxy ein Must-Have Titel für jeden Wii-Besitzer darstellen. Solche perfekten Spiele erlebt man nur alle paar Jahre.

9,5/10

Guitar Hero: Aerosmith Review (Wii/X360/PS2/PS3)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , , , am Juli 27, 2008 von Tim

Es gibt nur wenige Rockbands, die es über Jahrzehnte hin geschafft haben erfolgreich zu bleiben. Neben Größen, wie den Rolling Stones oder Kiss, muss man auch die Rocker von Aerosmith in einem Atemzug nennen. Sagenhafte 38 Jahre ist die Band rund um Frontmann Steve Tyler erfolgreich im Geschäft und es ist immer noch kein Ende in Sicht. Ein eigenes Videospiel hätten sie sich also mehr als verdient. Das dachte sich wohl auch Activision und bringt nun mit „Guitar Hero: Aerosmith“ eine spielbare Discographie dieser Erfolgsband auf den Markt. Ob sich dieses Spiel aber auch wirklich lohnt, oder nur für waschechte Fans geeignet ist, zeigen die folgenden Zeilen.

Am Titel des Spiels lässt sich bereits erahnen, dass „Guitar Hero: Aerosmith“ kein vollständiger „Guitar Hero“-Teil ist. All jene, die mit der Musik von Aerosmith nichts anzufangen wissen und viel Abwechslung erwarten, sollten einen großen Bogen um das Spiel machen. Das Spiel spricht eher allgemein „Guitar Hero“-Süchtige oder eben Fans von Aerosmith an. Zählt man zu der erst genannten Partei bekommt man eine tolle Überbrückung bis zum vierten Teil serviert. Für Aerosmith-Fans hingegen dürfte das Spiel die reinste Offenbarung sein. So dokumentiert das Spiel den Werdegang dieser erfolgreichen Band von 1970 an, bis hin zur Gegenwart. Viele Videos mit Kommentaren und Eindrücken der Bandmitglieder gewähren dem Fan dann noch einen zusätzlichen Einblick. Das Spiel selbst ist im Grunde genommen ein etwas überarbeitetes „Guitar Hero 3″. Nennenswerte Innovationen gibt es leider keine. Und so gilt es im Herzstück des Spiels, dem Karrieremodus, 31 Lieder auf vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu meistern. Der Spieler (oder besser die Band) bereist sechs verschiedene Locations. Es werden jedes Mal zwei Lieder von bekannten Vorbands wie z.B. The Clash, Lenny Krevitz oder Run DMC gespielt und danach noch einmal drei Lieder von Aerosmith. Bis auf eine Ausnahme wird das ganze Spiel über auf die nervigen Battles aus „Guitar Hero 3″ verzichtet. Mit dem gewonnen Geld kann sich der Spieler dann neue Charaktere, Outfits, Gitarre oder Bonussongs kaufen. Zählt man diese mit, enthält das Spiel insgesamt 41 Songs von denen 29 von Aerosmith sind. „Guitar Hero: Aerosmith“ kann zwar locker als eine spielbare Discographie bezeichnet werden, aber dennoch fehlen einige bekannte Songs wie etwa „I Don’t Want To Miss A Thing“. Überhaupt bekommt man bei diesem Spiel zu wenig Umfang für sein Geld geboten. Man hätte genauso eine Art Songpacket für „Guitar Hero 3″ zum Preis von 30 Euro anbieten können. Neben dem Karrieremodus gibt es auch leider nichts weiteres zu entdecken aus ein paar nicht weiter nennenswerten Tutorials. Auch wenn „Guitar Hero: Aerosmith“ spielerisch nur auf „Guitar Hero 3″ basiert, so macht es doch immer noch jede Menge Spaß. Wirkliche Frustmomente, wie in den anderen „Guitar Hero“-Teilen, dürfte es vor allem bei „Guitar Hero“-Profis nicht geben. Der Schwierigkeitsgrad ist wesentlich geringer und leider ist es auch viel leichter möglich Gamescorepunkte zu ergattern. Bereits nach dem ersten Durchspielen hat ein erfahrener Spieler 500 Punkte auf dem Konto. Besitzer einer „Rock Band“-Gitarre schauen leider buchstäblich in die Röhre, denn dieses wird leider nicht von dem Spiel unterstützt.

Der Multiplayermodus ist auch in diesem „Guitar Hero“-Ableger wieder ein absoluter Spielspaßgarant. Lokal können Songs sowohl gegeneinander, als auch kooperativ gespielt werden. Und außerdem enthält das Spiel die bekannten Mehrspielermodi aus den vorherigen Teilen. So ist dieses Mal auch wieder der allseits bekannte Battlemode enthälten, der Pro Duell Modus darf natürlich auch nicht fehlen. Und auch Online wird bei „Guitar Hero: Aerosmith“ so ordentlich abgerockt. Hier gelten die gleichen Möglichkeiten, wie bei dem lokalen Zusammenspiel. Selbstverständlich sind aber auch noch Rangspiele enthalten, genauso wie Highscoretabellen. Der Onlinepart wurde überzeugend umgesetzt und technische Probleme gibt es nur sehr selten. Ob es aber neue Songs zum herunterladen gibt, steht leider noch in den Sternen. Die heruntergeladenen Lieder aus „Guitar Hero 3″ sind aber nicht mit diesem Spiel kompatibel.

Grafisch basiert „Guitar Hero: Aerosmith“ auf der „Guitar Hero 3″-Engine. Demzufolge wirkte die gesamte Optik nicht mehr zeitgemäß. Es fehlt dem Spiel einfach an Details und die Animationen wirken nicht mehr ganz so frisch. Dennoch kann für die Präsentation nur ein großes Lob ausgesprochen werden. Das ganze Spiel über fühlt man sich wie auf einem Aerosmith Konzert. Alles wird toll in Szene gesetzt und die Figuren haben nicht nur einen enormen Wiedererkennungswert, sie verhalten sich stellenweise auch wie ihre Originale. So bekommt der Spieler coole Showeinlagen geboten und das Publikum fährt darauf voll ab. Der Sound ist selbstverständlich wieder aller erster Güte. Sämtliche Songs kommen in grandioser Qualität daher und Coverversionen der anderen Bans sind nur selten vorzufinden. Der gut abgemischte 5.1 Sound sorgt für einen gelungenen Raumklang und steigert zudem auch noch die Atmosphäre um ein vielfaches.

Fazit:
Schon im Vorfeld dürfte klar gewesen sein, dass „Guitar Hero: Aerosmith“ kein Spiel für jedermann sein wird. Dieses Spiel ist eindeutig nur für Fans der Band oder für „Guitar Hero“ Süchtige geeignet, denn im Prinzip ist es nur ein teures Addon welches den Werdegang einer großen Band auf gelungene Art und Weise dokumentiert. Egal ob spielerisch oder technisch, dieses Spiel basiert auf „Guitar Hero 3″ und kommt mit keinerlei neuen Ideen daher. Dennoch macht es aber genauso süchtig wie jeder andere „Guitar Hero“ Teil. Vor allem im Multiplayer Modus trumpft das Spiel mal wieder so richtig auf. Im Bezug auf den Umfang wird das Spiel aber leider dem hohen Preis von 70 Euro nicht gerecht. Hier ist es vielleicht doch angebrachter auf „Guitar Hero 4″ zu warten oder zu „Rock Band“ zu greifen.

7,5/10

Family Ski Review (Wii)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , , , am Juli 26, 2008 von Tim

Nintendos Erfolgshit „Wii Fit“ zeigte bereits eindrucksvoll, wieviel Spaß das Skifahren dank der innovativen Steuerung machen kann. Mit „Family Ski“ bringt Bandai Namco nun ein eigenständiges Skispiel auf den Markt und versucht an diesen Erfolg anzuknüpfen. Die Entwickler versprechen einen Skispaß für die ganze Familie und nicht zuletzt durch die Unterstützung des Wii Balance Board könnte das Spiel ein echter Hit werden. Wie gut das Spiel aber nun wirklich abschneidet, seht ihr in dem folgenden Test.

Zu Beginn des Spiels muss sich der Spieler erst einmal für einen Charakter entscheiden. Entweder entscheidet man sich für vorgegebene Charaktere aus dem Spiel oder man verwendet seinen Mii. Ist die Entscheidung getroffen gilt es auch schon den Charakter passend auszurüsten. Sowohl die Kleidung als auch die Ausrüstung kann ganz nach den Wünschen des Spielers angepasst werden. Bevor es mit dem eigentlich Spiel losgeht, sollte man zuvor am besten erst die Skischule aufsuchen. Hier wird alles bis ins kleinste Detail erklärt, was bei der komplexen Steuerung auch zwingend notwendig ist. Gespielt wird entweder mit Nunchuck und Wiimote oder zusätzlich auch noch mit dem Wii Balance Board, wobei letzteres im Mehrspielermodus nicht unterstützt wird. Egal, für welche Methode sich entschieden wird, ein wenig Eingewöhnungszeit ist sowieso von Nöten. Insgesamt geht die Steuerung aber gut von der Hand. Nach dem etwas langen Tutorial kann es aber dann auch endlich mit dem Skifahren losgehen. Entweder wählt man im Modus „Skirennen“ einzelnen Rennen, Slalomrennen oder Buckelpisterennen aus, oder man begibt sich zu dem Herzstück des Spiels, dem Freestylemodus. Hier findet sich der Spieler im Happy Ski Resort wieder, welches in insgesamt 14 unterschiedlich schwere Strecken unterteilt ist. Entweder werden nach Lust und Laune die Berge unsicher gemacht oder es werden die so genannten Herausforderungen absolviert. Insgesamt enthält Family Ski 150 dieser Sorte. Die Missionsziele klingen anfangs zwar abwechslungsreich, später allerdings wiederholt sich alles immer und immer wieder. So müssen entweder normale Rennen gefahren, verloren gegangene Gegenstände gefunden, verletzte Menschen gerettet oder bestimmte Tricks ausgeführt werden. Mit der erhaltenen Belohnung kann man sich dann neue Ausrüstungsgegenstände im Shop kaufen. Leider stellt das Spiel vor allem für Profis keine wahre Herausforderung dar und schon nach wenigen Stunden dürfte sich jeder im Einzelspielermodus satt gespielt haben. Sonderlich viel Umfang wird nämlich leider nicht geboten. Zudem wirkt das ganze Skigebiet viel zu klein und das, obwohl sowieso schon kein echtes Geschwindigkeitsgefühl entsteht. Auftrumpfen kann Family Ski dann aber im Multiplayermodus. Mit bis zu vier Spielern steht hier einem Familienausflug in die Berge nichts im Wege. Natürlich vorausgesetzt, dass vor dem heimischen Fernseher auch genug Platz vorhanden ist. Denn dieser ist bei diesem Spiel wirklich vonnöten. Ein Onlinemodus wäre wünschenswert gewesen, leider ist dieser aber nicht im Spiel integriert.

Grafisch präsentiert sich „Family Ski“ ähnlich wie „Wii Sports“ oder „Wii Fit“ eher minimalistisch. Die Animationen kommen etwas leblos rüber und allgemein wirkt das Spiel ziemlich farblos. Zusätzlich getrübt wird das Ganze noch durch sehr verwaschene Texturen und einen fehlenden 480p Modus. Trotz aller Kritik gibt es aber auch einige sehenswerte Punkte. Der Tag- und Nacht-Wechsel ist zum Beispiel durchaus sehenswert, genauso wie die stellenweise recht hübschen Landschaften. Auch so manche Effekte überzeugen das Auge der Spieler und sorgen am Ende für einen versöhnlichen Gesamteindruck der Grafik. Soundtechnisch hinterlässt „Family Ski“ aber leider auch nur einen durchwachsenen Eindruck. Das Spiel punktet mit einigen netten Liedern bekannter Namco Titeln, für die meisten Spieler dürfte die Musik aber dennoch zu eintönig klingen. Die Soundeffekte wirken eher lahm und der letzte Nerv wird dann noch durch ein künstliches Gebrabbel der Spielfiguren geraubt.

Fazit:
„Family Ski“ ist leider nicht der erwartete Wintersportknüller geworden. Größter Kritikpunkt ist der geringe Umfang. Die Motivation geht relativ schnell zur Neige und schon nach wenigen Stunden hat man alles gesehen. Da nützt einem auch der gelungene Mehrspielerpart nichts mehr. So hätte es auch gereicht wenn Bandai Namco dieses Spiel über Wiiware angeboten hätte. Zum Glück ist den Entwicklern aber immerhin eine gute Steuerung gelungen. Vor allem dank der Balance Board Unterstützung kommt ein richtiges Skigefühl auf. Ein echtes Geschwindigkeitsgefühl sucht man hingegen vergebens und technisch ist dieses Spiel leider auch nur durchschnittlich geworden. Doch trotz all der Kritik ist „Family Ski“ vor allem für die jüngeren Wii Spieler oder auch Skifans geeignet. Denn schlecht ist dieses Spiel nicht, es mangelt nur gehörig am nötigen Feinschliff.

6/10

Boom Blox Review (Wii)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , , am Juli 21, 2008 von Tim

Der Name Steven Spielberg dürfte beinahe jedem Menschen auf diesem Planten ein Begriff sein. Schließlich ist der gute Herr der erfolgreichste Regisseur aller Zeiten und begeisterte das Publikum mit Blockbustern wie Indiana Jones, Jurassic Park oder ET. Nun hat er sich aber zum Ziel gesetzt, sich auch als Videospielproduzent einen Namen zu machen. Sein Erstlingswerk „Boom Blox“ ist kürzlich erschienen und ob er damit einen guten Einstand feiern kann, zeigt dieser Testbericht.

Wenn man Steven Spielberg mit einem Videospiel in Verbindung bringt, dürfte man wohl zuerst an ein episches Blockbusterspiel denken. „Boom Blox“ ist aber überraschenderweise einfach nur ein simples, aber süchtig machendes Geschicklichkeitsspiel geworden. Im Grunde genommen kann man dieses Spiel als eine Art „Spielklotzbaukasten“ bezeichnen. Um alles abwechslungsreicher zu gestalten, enthält das Spiel im Vergleich zu anderen Geschicklichkeitsspielen unzählige, verschiedene Spieltypen. Doch keine Sorge, zu Beginn von „Boom Blox“ wird der Spieler fair und ausführlich in alle Spieltypen eingeführt. Generell ist das Ziel des Spiels, das jeweilige Level mindestens mit einer Bronzemedaille zu meistern, nur so wird das nächste Level freigeschaltet. Die Missionsziele sind, wie eben bereits erwähnt, immer unterschiedlich. So gilt es manchmal in Jenga Manier so viele Blöcke, wie möglich aus dem Turm zu ziehen, ohne ihn zum Einsturz zu bringen, oder man muss einer Spielfigur den Weg zu ihren Kindern bahnen, ohne den Weg zum Einsturz zu bringen. Es geht aber auch wesentlich simpler. Oft müssen einfach nur Blöcke abgeschossen werden, um Punkte zu erzielen, oder Türme mit so wenig Würfen wie möglich zum Einsturz gebracht werden. Hilfreich sind hierbei die unterschiedlichen Blockarten. Bombenblöcke, Chemikalienblöcke oder Verschwindeblöcke haben einen wesentlichen Anteil am Erfolg. In Acht nehmen muss sich der Spieler vor den Strafblöcke, die zum Punkteverlust führen. „Boom Blox“ verfügt über zwei Hauptspielmodi. Zum einen den Entdeckungs- und zum anderen Abenteuermodus. Im Entdeckungsmodus kann sich der Spieler genau entscheiden, welchen Spieltyp er absolvieren möchte, im Abenteuermodus wird eine Geschichte erzählt und die Spieltypen sind gemischt. Insgesamt enthält das Spiel über 300 verschiedene Level. Der Schwierigkeitsgrad steigt hierbei stetig an, wird aber nie unfair oder frustrierend. Die extrem präzise und perfekte Steuerung dürfte daran auch einen großen Anteil haben, zudem geht in diesem Spiel auch niemals der Überblick verloren. Lobenswert ist auch das grandiose Leveldesign in Verbindung mit einer tollen Physikengine. So sorgt das Spiel für ein unglaubliches Suchtgefühl, man möchte „nur noch dieses eine Level spielen“, in Wahrheit vergehen aber mehrere Stunden. Und da man von dem Spiel einfach nicht genug bekommen kann, steht ein genialer Leveleditor zur Verfügung. Die erstellten Level lassen sich sogar via WiiConnect24 mit anderen Spielern tauschen! Selbstverständlich lassen sich auch Unmengen an Extras freispielen, indem der Spieler die Levels mit einer Goldmedaille abschließt. Charaktere, Items oder sogar Spielmodi können so erspielt werden.

Im Mehrspielermodus macht „Boom Blox“ noch mal doppelt so viel Spaß, wie im Singleplayerpart. Mit bis zu vier Spielern avanciert das Spiel zum reinsten Party-Spaß. Wer als Kind mit Freunden Mikado oder Jenga gespielt hat, weiß wovon ich rede. Das besondere an „Boom Blox“ ist aber, dass man hier sowohl gegeneinander, als auch miteinander spielen kann. Beide Seiten haben ihren Reiz und so oder so wird auch hier ein Suchtgefühl vermittelt. Da es meistens abwechselnd zur Sache geht ist „Boom Blox“ auch für alle jene empfehlenswert, die nur einen Controller besitzen. Im Prinzip gibt es nur wenig an diesem Spiel zu kritisieren, der größte Kritikpunkt ist allerdings der fehlende Onlinemodus.

Technisch dürfte man schon im Vorfeld nicht allzu viel von einem Geschicklichkeitsspiel erwarten. Doch auch hier gibt „Boom Blox“ eine gute Figur ab. Die Welten sind angenehm farbenfroh und knufflig gestaltet und wirken nie zu übertrieben. HDTV Besitzer dürfen sich darüber freuen dass ein 480p Modus enthalten ist und die Explosionen sehen für Wii-Verhältnisse alles andere als schlecht es. Dennoch ist das Ganze aber eher zweckmäßig. Es mangelt dem Spiel an Details und die Texturen sind ziemlich matschig. Hier ist also noch eindeutig Luft nach oben vorhanden. Beim Sound darf man auch nicht mit einer Meisterleistung retten. Die Soundeffekte sind zwar angenehm und überzeugend, aber im Gegenzug ist der eintönige Soundtrack recht nervig. Für ein Geschicklichkeitsspiel ist das aber völlig normal.

Fazit:
Mit „Boom Blox“ gelingt EA, in Zusammenarbeit mit Steven Spielberg, der mit Abstand beste Third-Party Titel auf Nintendos Wii! Außerdem zählt das Spiel auch zu DEN Überraschungstiteln der letzten Jahre. Es ist einfach unglaublich, wie extrem süchtig machend dieses Spiel ist und wie einfach alles von der Hand geht. Boom Blox zählt zu den wenigen Titeln, die in dieser Art NUR auf Wii möglich sind. Und genau solche Spiele wünscht man sich doch als Besitzer dieser Konsole. Die Qualität des Mehrspielerpart kann locker mit Größen wie „Super Smash Bros. Brawl“ oder „Mario Kart Wii“ mithalten und der Umfang ist einfach unglaublich. Zudem zählt dieser Titel auch noch zu den etwas günstigeren Spielen, weshalb man eine Kaufempfehlung aussprechen muss. Jeder Wii Besitzer sollte sich dieses Spiel einmal anschauen!

8,5/10

Super Smash Bros. Brawl Review (Wii)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , , , , am Juli 21, 2008 von Tim

Man kann von Nintendo behaupten, was man will, es lässt sich aber nicht abstreiten, dass Nintendo für die bekanntesten Charaktere der Videospielgeschichte verantwortlich ist. Egal ob Mario, Link, Donkey Kong, Pikachu oder Kirby…jeder kennt sie und hatte seinen Spaß mit ihnen. Umso genialer war es dann, als 1999 das Beat’em’up „Super Smash Bros.“ für das Nintendo 64 erschienen ist, in welchem sich die genannten Protagonisten erstmals die Schädel einschlagen durften. Heutzutage ist „Super Smash Bros.“ zu einem Systemseller avanciert, der auf vielen Most-Wanted Listen ganz oben wieder zu finden ist. Nach einer unerklärlichen Verspätung seitens Nintendo hat es der neueste Ableger der Reihe „Super Smash Bros. Brawl“ aber nun endlich in die deutschen Händlerregale geschafft und wir haben uns das Spiel mal genauer angeschaut.

Die Super Smash Bros. Reihe genießt mehr Aufmerksamkeit als alle anderen Vertreter des Beat’em’up Genres. Doch was macht dieses Spiel aus? Wie lässt sich der Erfolg erklären? Es dürfte vor allem daran liegen, dass es nur in diesem Spiel möglich ist, sich mit bekannten Charakteren aus der Nintendowelt oder anderen Videospielfranchises die Köpfe einzuschlagen. So stehen dem Spieler in „Super Smash Bros. Brawl“ sagenhafte 35 verschiedene Charaktere zur Verfügung und zu fast jedem gibt es auch noch eine passende Kampfarena (insgesamt 40 an der Zahl). Neben typischen Charakteren wie Mario, Bowser, Link, Kirby oder Yoshi gibt es auch zahlreiche neue Kämpfer zu bestaunen, wie z.B. Solid Snake, Sonic oder Captain Olimar aus Pikmin. Jeder Charakter spielt sich völlig unterschiedlich und verfügt über eigene Spezialmoves. Auch wenn bei SSBB gelegentlich alles etwas chaotisch wirkt, so ist das Kampfsystem dennoch ziemlich komplex. Oftmals muss taktisch vorgegangen und Angriffe abgeblockt werden. Außerdem kann man den Erfolg dadurch begründen, dass Super Smash Bros. Brawl sich in vielerlei Hinsicht von den üblichen Beat’em’up Spielen unterscheidet. Das fängt schon beim Spielprinzip an. Hier verkloppen sich nicht zwei, sondern gar vier Protagonisten und Ziel ist es nicht die Energieleisten des anderen herunter zu prügeln, sondern dem Gegner mit Hilfe von Items und Spezialmoves so stark zu schaden, bis dieser aus der Arena fliegt. Im Vergleich zu den anderen Kampfspielen ist Super Smash Bros. Brawl auch wesentlich umfangreicher. Allein im Einzelspielermodus gibt es so unglaublich viel zu tun. So gibt es neben dem klassischen Arcademodus, in dem man sich durch insgesamt 13 Arenen kämpft, auch noch unzählige weitere Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Ganz neu ist zum Beispiel der Story Modus, auch der Subraum Emissär genannt. Hier wird in guter alter Mario Manier durch unzählige 2D Welten gehüpft und gekloppt. Hin und wieder hat der Spieler es dann sogar mit Endbossen zu tun. Eine wirkliche Handlung ist aber leider nicht vorhanden, dafür wird der Spielverlauf mit netten Zwischensequenzen versüßt. Nach ungefähr acht Stunden dürfte jeder den Abspann erblicken und der Storymodus beendet sein. Aber auch dann ist noch lange nicht Schluss, schließlich gibt es noch zahlreiche Einzelmissionen (Solo / Coop) und Stadionwettbewerbe zu absolvieren. Hier gilt es entweder Scheiben zu zerschlagen, so viele Gegner wie möglich zu besiegen oder einen Sandsack so weit wie möglich in die Ferne zu befördern. Zudem gibt es auch sehr viele Extras die freigespielt werden müssen. Neben Trophäen, Aufklebern und Musiktiteln kann der Spieler auch neue Charaktere, Kampfarenen oder sogar Demoversionen alter Spielklassiker erspielen. Sollte das immer noch nicht reichen, kann man sich mittels Leveleditor auch noch eigene Level erstellen. Insgesamt bietet Super Smash Bros. Brawl vier verschiedene Steuerungmöglichkeiten. Man kann das Spiel mit dem Cubecontroller, dem Classikcontroller, der Wiimote oder der Kombination aus Wiimote und Nunchuck spielen. Welche Methode nun die bessere ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Man macht allerdings mit keiner etwas falsch, SSBB steuert sich immer vorzüglich, sogar die Spezialmoves gehen ganz locker von der Hand.

Im Prinzip dient aber der komplette Singleplayerpart nur als eine Art Vorbereitung. So richtig in Fahrt kommt Super Smash Bros. Brawl erst im Multiplayermodus mit bis zu vier Spielern! Und auch hier ist die Auswahl alles andere als gering. Den Storymodus kann man zu zweit kooperativ durchspielen, genauso wie einige einzelne Missionen. Die meisten Spieler dürften sich aber für den klassichen Brawl Modus entscheiden. Hier schlägt man sich zu viert die Schädel ein und am Ende gewinnt derjenige mit den meisten Kills. Der Survival Brawl kann als eine Art Last Man Standing bezeichnet werden, der letzte Überlebende gewinnt. Im Münzkampf gilt es, so viele Münzen wie nur möglich einzusammeln. Alle Spielmodi lassen sich wahlweise jeder-gegen-jeden oder im Team austragen und außerdem lässt sich alles nach belieben anpassen. Aber nicht nur Offline geht es in diesem Spiel so richtig zur Sache, zum ersten Mal ist es möglich, sich auch Online zu prügeln. Auch hier entpuppt sich Super Smash Bros. Brawl als wahrer Partyspaß und zudem läuft hier alles überraschend flüssig ab. Nur sehr selten kommt es zu leichten Verbindungsproblemen.

Im Vorfeld befürchteten einige Fans schon, dass sich „Super Smash Bros. Brawl“ technisch nur geringfügig von dem Vorgänger „Super Smash Bros. Melee“ unterscheiden dürfte. Zum Glück trifft dies aber nicht zu. Es hat sich grafisch nämlich wirklich einiges getan. Die Entwickler gingen hier einfach mit viel mehr Liebe zum Detail an die Arbeit, was vor allem an den klasse detaillierten Charakteren zu sehen ist. Das Spiel ist noch farbenfroher als seine Vorgänger und läuft zudem in angenehm flüssigen 60 Bildern pro Sekunde. Auch in Hinsicht auf die Animationen weiß das Spiel zu begeistern. Und die passenden Hintergründe strahlen noch mehr Charme aus, als zuvor schon. Lediglich das recht nervige Kantenflimmern trübt den Gesamteindruck etwas. Vergleicht man dieses Spiel mit der Grafikreferenz „Super Mario Galaxy“, zieht es aber leider deutlich den kürzeren. Trotz allem kann für die grafische Umsetzung ein großes Lob ausgesprochen werden. Akkustisch lässt es Nintendo dieses Mal so richtig krachen. Der Soundtrack hat es wahrlich in sich und sucht sowohl qualitativ als auch quantitativ seinesgleichen. Insgesamt enthält das Spiel über 200 (!!!) verschiedene Musiktitel. Teilweise neue Lieder, größtenteils natürlich ältere aus den bekannten Spieleserien. Dadurch schwelgt man in Erinnerung und wird von dem Retrofieber angesteckt. Die bekannt genialen, nintendotypischen Klänge runden dann alles noch einmal ab.

Fazit:
„Super Smash Bros. Brawl“ ist einfach ein unglaubliches Spiel geworden. Das Spielprinzip ist noch suchterzeugender als zuvor und inhaltlich schlägt der Titel alles bisher dagewesene. Noch kein Spiel hat es so bravourös geschafft so viele unterschiedliche Spielereihen gekonnt miteinander zu verbinden. Egal ob on- oder offline, zu viert ist das Spiel der reinste Wahnsinn und ein Hit auf jeder Party. Unglaublich, wie viel es in diesem Spiel zu entdecken und wie wenig es hier zu bemängeln gibt. Für den nächsten Teil kann man sich höchstens eine etwas bessere Grafik wünschen, ansonsten macht Super Smash Bros. Brawl aber alles richtig. Und so kann an dieser Stelle nur eine absolute Kaufempfehlung an jene ausgesprochen werden, die sich nur im geringsten für Nintendo begeistern.

9/10

Rock Band Review (X360 / PS3 / PS2 / Wii)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , , , am Juli 21, 2008 von Tim

Ende 2005 brachten die Entwickler von Harmonix mit „Guitar Hero“ wohl eines der besten und bedeutendsten Musikspiele auf den Markt. Das Spiel löste eine Welle der Begeisterung aus und sorgte für Verkaufszahlen, wie man es von Spielen dieser Art nie erwartet hätte. Mittlerweile zählt die Reihe sogar zu den erfolgreichsten Videospielfranchises überhaupt. Anfang 2007 kaufte Activision allerdings sämtliche Rechte auf und gab die Entwicklungsarbeit an Neversoft weiter. Kein Grund zur Sorge für Harmonix, denn wenig später wurde das Konkurrenzprodukt „Rock Band“ angekündigt, welches das Genre revolutionieren sollte. Ob sie alle Pläne in Tat umsetzen konnten, zeigt die folgende Review.

Im Grunde genommen unterscheidet sich „Rock Band“ nur sehr gering von „Guitar Hero“. Neben der Möglichkeit eigene Charaktere zu erstellen und der Soli im Gitarrenpart, gibt es spielerisch eher wenig Innovationen. Es gilt immer noch die Töne in Form von (bis zu) fünf verschieden farbigen Punkten zu treffen. Anders als in „Guitar Hero“ stehen dem Spieler bei „Rock Band“ aber mehr Instrumente zur Verfügung. Spielt man bei Guitar Hero ausschließlich mit der Gitarre, so kommen bei „Rock Band“ auch das Schlagzeug und das Mikrofon zum Einsatz. Sowohl die Drums, als auch die passende Gitarre und das Mikrofon sind im Bundle erhältlich. Allerdings ist der Preis mit ca. 240 Euro wirklich happig, zumal die Instrumente leider eher enttäuschend verarbeitet sind. Besitzer einer „Guitar Hero-Gitarre sollten sich am besten das Spiel und die Drums einzeln erwerben, für den Gesangpart reicht auch ein normales USB-Mikrofon oder das XBOX-Headset. Ganz egal wie man sich entscheidet, der Kauf der Drums ist Pflicht. Zwar gibt es für jedes der drei Instrumente eine eigene Solotour, aber das Schlagzeug übt einfach den größten Reiz aus. Zumal der Gitarrenpart vor allem für „Guitar Hero“-Veteranen viel zu einfach sein dürfte. Mit dem Schlagzeug hingegen stellt das Spiel eine knifflige Herausforderung dar. Insgesamt gibt es vier unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und an die 70 verschiedenen Songs, die gemeistert werden müssen. Egal ob The Who, The Hives, Rolling Stones, Metallica, Bloc Party oder Tokio Hotel (!!!), die Songliste ist extrem abwechslungsreich und hier sollte für jeden etwas passendes enthalten sein. Glücklicherweise sind die meisten Songs im Original vorhanden, lästige Coverversionen sind nur selten vorzufinden. Mit dem Music Store trumpft „Rock Band“ dann so richtig auf. Via XBOX Live kann man über 100 verschiedene Songs käuflich erwerben und es werden jede Woche immer mehr. Natürlich werden dort auch Songpacks oder sogar ganze Alben angeboten. Einzelne Songs kosten um die 160 MS Points. Im Gegensatz zu „Guitar Hero“ kann man vor dem Kauf auch erst mal in die Songs reinhören. Außerdem wird der Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Lieder angezeigt.

Am Titel des Spiels lässt sich schon erahnen, dass dieses Spiel vor allem für den Mehrspielermodus kreiert wurde. Gründet man zusammen mit bis zu drei Freunden eine Band, entfaltet sich „Rock Band“ erst so richtig! Sind die Positionen Schlagzeug, Leadgitarre, Bass und Gesagt passend besetzt, kann es auch schon mit dem Herzteil des Spiels, der Welttournee losgehen. Hier gilt es natürlich um die Welt zu reisen, die Fans zu begeistern und unterschiedliche Veranstaltungen zu absolvieren. Leider ist die Welttournee aber nur lokal (ab 2 Spielern) spielbar. Online kann man nur die einzelnen Songs kooperativ spielen. Selbstverständlich kann sowohl Offline als auch Online gegeneinander gespielt werden, unterschiedliche Spielmodi bringen hier sogar etwas Abwechslung hinein. Via XBOX Live lässt sich „Rock Band“ im übrigen fabelhaft spielen. Nur selten kommt es zu Verbindungsproblemen oder sonstigen Störungen.

Grafisch ist „Rock Band“ zwar alles andere als ein Meisterwerk, die Konkurrenz schlägt das Spiel aber um Längen. So präsentiert sich „Rock Band“ wesentlich authentischer und erwachsener als „Guitar Hero“, kommt aber dennoch wunderbar farbenfroh daher. Insgesamt wirkt das Spiel auch etwas lippensynchroner als „Guitar Hero“. Die Animationen der Bandmitglieder wurden zudem perfekt auf die jeweiligen Songs angepasst und viele unterschiedliche Effekte runden den positiven Eindruck letzten Endes ab. Eine wirklich erstklassige Leistung liefert das Spiel aber im Bereich Sound ab. Rock Band zählt zu den wenigen Spiele für die der Kauf einer 5.1 Anlage fast schon ein Muss ist. Durch den genialen Raumklang kommt bei jedem Song ein echtes Konzertfeeling auf das für Gänsehaut sorgt. Wenn der Spieler mit seinen Musikkünsten das Publikum überzeugt, wird als Dank sogar mitgesungen und mitgegrölt. Ein unbeschreibliches Gefühl.

Fazit:
Harmonix ist mit „Rock Band“ ein wahres Meisterwerk geglückt. Der Anschaffungspreis ist zwar ziemlich hoch, aber dafür ist das Spiel das reinste Paradies für alle Musikfans! Ein unglaubliches Gefühl wenn man zusammen mit Freunden eine Band gründet und stundenlang zu den toll ausgewählten Songs abrockt. Und auch alleine wird man über viele Stunden hin beschäftigt sein, schließlich gilt es alle Instrumente zu beherrschen. Doch trotz all des Lobes gibt es auch einige Schattenseiten. So ist die mitgelieferte Hardware enttäuschend verarbeitet und die Drums sind teilweise viel zu laut. Außerdem wäre es wünschenswert gewesen, wenn die Welttournee auch Online spielbar wäre. „Guitar Hero“ Profis dürfte zudem der Gitarrenpart viel zu einfach sein. Hier ist man mit Guitar Hero also wesentlich besser bedient. Optisch ist „Rock Band“ zwar überzeugend, ein Steigerungspotenzial ist allerdings dennoch vorhanden. Meisterlich ist hingegen der Sound, der für eine geniale Konzertatmosphäre sorgt. Und aufgrund des großen Sortiments im Music Store dürfte jeder Spieler noch über Monate hin mit diesem Spiel beschäftigt sein. Nicht nur deshalb dürfte „Rock Band“ die aktuelle Referenz im Musikspielsektor sein. Doch schon in wenigen Monaten erscheinen „Guitar Hero 4″ und „Rock Band 2″ und dann werden die Karten wieder neu gemischt.

9/10

Battlefield: Bad Company (PS3/X360)

Veröffentlicht in Spiele mit Tags , , , , , am Juli 20, 2008 von Tim


Pro:

- spannende Einzelspielerkampagne
- lustige Charaktere im Einzelspielerpart
- super Synchronisation
- toller Soundtrack
- genialer Multiplayermodus mit bis zu 24 Spielern
- freischaltbare Waffen
- viele abwechslungsreiche Waffen, Fahrzeuge und nützliche Gegenstände
- eine genial zerlegbare Umgebung
- wunderschöne Grafik
- ausführliche Onlinestatistiken
- großartiges Punktesystem welches Online extrem motiviert

Contra:
- stellenweise einige Soundprobleme
- teils nervige Grafikfehler (Kantenflimmern und Clippingfehler)
- bislang nur 1 Onlinespielmodus (ein weiterer wird aber gratis nachgereicht)
- Kampagne leider etwas kurz geraten
- an einigen Stellen etwas frustig (Singleplayer)

Fazit:
Battlefield: Bad Company kann die Genrereferenz Call of Duty 4 zwar nicht vom Thron stürzen, bietet aber dank der erfrischenden Story, einige innovativen Einfällen und einem tollen Onlinemodus eine gelungene Abwechslung. Wer es nicht so ernst mag, dürte dieses Spiel gegenüber CoD4 sogar bevorzugen. Fakt ist, dass die Battlefield Reihe endlich wieder zu bekannter Stärke zurückgekehrt ist und sich wieder einen festen Platz in diesem Genre erarbeitet hat. Aufgrund des sehr gelungenen Singleplayerparts ist das Spiel zudem auch endlich für Solisten sehr geeignet. Technisch liefert dieses Spiel auch eine mehr als respektable Leistung ab. 9/10