Archiv für September, 2008

Pure Review (PC / PS3 / XBOX 360)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , , am September 28, 2008 von Tim

Was Offroad-Racer betrifft, so wurden XBOX 360 User leider mangelhaft bedient. Hin und wieder gab es zwar in dieser Richtung den ein oder anderen netten Racer, aber nichts konnte man auch nur annähernd mit Größen wie dem PS3 Titel Motorstorm vergleichen. Mit „Pure“ haben die Entwickler der Black Rock Studios es sich aber zum Ziel gesetzt, diese Lücke erfolgreich zu schließen. Und bereits auf der Games Convention wurde deutlich, dass Pure das Zeug zu einem Überraschungshit hat. Wie gut das Spiel nun tatsächlich geworden ist, schildert der folgende Testbericht.

Pure lässt sich am ehesten als eine Mischung aus SSX Tricky und Motorstorm vergleichen. Das fahren so genannter Quad-Bikes wird mit halsbrecherischer Luftakrobatik verbunden und diese spektakulären Tricks stellen zudem auch den Schlüssel zum Sieg dar, denn wenn ein Trick erfolgreich absolviert wird, füllt sich die Boost-Leiste und neue Tricks werden freigeschaltet. Insgesamt enthält Pure drei verschiedene Renntypen: Sprintrennen, Wettrennen und Freestyle. Bei den ersten beiden gilt es natürlich als erster im Ziel zu sein. Sprintrennen können jedoch auch ohne Einsatz von Tricks gewonnen werden, während man in Wettrennen nicht den Hauch einer Chance hätte. Der Freestyle Modus ist hingegen komplett auf die Tricks ausgerichtet und hier ist auch die meiste Taktik gefragt. So muss man seinen Quad immer so nah wie möglich am nächsten Hügel landen um so den Punktemultiplikator in die Höhe zu treiben. Dank das Quad-Editors ist der Spieler aber dazu in der Lage, seinen Quad auf den jeweiligen Renntyp anzupassen. Aus über 60.000 unterschiedlichen Anpassungsmöglichkeiten kann man sich in Pure das richtige Quad-Bike zusammenstellen und bis zu zehn Quads können dann in der Garage platziert werden. Mit einem einfachen Tastendruck kann zudem ein Quad automatisch generiert werden. Der Schwerpunkt des Bikes liegt dann entweder auf der Geschwindigkeit oder den Tricks. Neben den vielen Quads muss sich der Spieler aber auch aus sechs verschiedenen Charakteren den richtigen heraussuchen. Diese verfügen dann jeweils über unterschiedliche Sprüche und Tricks. Die Geschwindigkeit oder die Steuerung wird natürlich nicht beeinflusst. Letztere geht ausgesprochen gut von der Hand, lediglich aufwendige Tricks sorgen zu Beginn für einige Frustmomente.

Das Herzstück von Pure ist die so genannte Weltournee. Diese ist in zehn Etappen unterteilt und insgesamt gilt es 50 Herausforderungen zu meistern. Die Strecken sind äußerst abwechslungsreich und enthalten zudem unterschiedliche Fahrwege. Wie es sich für eine Welttournee gehört, werden unter anderem Länder wie Italien, die USA, Neuseeland und Nex Mexico bereist. Innerhalb jeder Etappe muss eine bestimmte Punktzahl erzielt werden um zur nächsten zu gelangen. Leider ist der Schwierigkeitsgrad in Pure aber sehr unausgewogen. Zu Beginn sind Siege kein sonderlich schwieriges Unterfangen, ab der zweiten Spielhälfte wird Pure jedoch ziemlich knifflig und frustig. Hier ist es dann ratsam die einzelnen Strecken mit ihren unterschiedlichen Fahrwegen auswendig zu lernen. In diesem Punkt bieten sich dann die bieden zusätzlichen Spielmodi „Einzelrennen“ und „Freie Fahrt“ förmlich an. Zusätzlich besitzt Pure aber auch einen ausgesprochen spaßigen und technisch sauberen Onlinemode. Mit bis zu 16 Spielern können hier packende Schlammschlachten ausgetragen werden und sollte man mal nicht die 16 Spieler zusammenbekommen, wird der Rest durch Bots ergänzt. Wirklich schade ist nur, dass Pure keinen Splitscreenmodus enthält. Gerade bei Spielen dieser Art wäre das doch angebracht gewesen.

Grafisch dürfte Pure so ziemlich jeden Rennspielfreund ins Staunen versetzen. Bislang sah nämlich noch kein Spiel dieser Art so liebevoll und detailreich aus. Die Animationen sind sehr authentisch und butterweich und die Umgebung überzeugt vor allem durch ihren Detailreichtum und den vielen kleinen Details. Wunderschöne Licht- und Wassereffekte runden das Ganze dann noch einmal ab. Und trotz dieser spektakulären Optik läuft Pure stets flüssig und die Ladezeiten sind ziemlich kurz geraten. Der Soundtrack ist ausgesprochen gut ausgewählt und mit Indie, Hip Hop, Rock und Drum`n`Bass sind auch ausreichend viele Genren vertreten. Die deutsche Sprachausgabe schlägt sich sehr überzeugend und dank dem tollen Raumklang werden dem Spieler heftige Motorensounds um die Ohren gehämmert.

Fazit:
Pure ist nicht nur ein wahrer Überraschungshit geworden, sondern zählt zugleich auch zu den besten Arcaderacern der letzten Jahre. Es macht einfach unglaublichen Spaß durch die detailreichen Strecken zu brettern und atemberaubende Tricks zu vollführen. Zugleich bekommt man als Spieler auch einiges für sein Geld geboten, denn mit knapp 48 Strecken, einem sehr umfangreichen Quadeditor und einem sehr komplexen Onlinemode zählt Pure sicherlich zu den umfangreichsten Offroadrennspielen überhaupt. Aber auch in optischer Hinsicht ist Pure wahrhaftig referenzverdächtig. Die grandiose akustische Umsetzung bestätigt den überaus positiven Gesamteindruck letztendlich noch einmal, wodurch man regelrecht dazu gezwungen ist, eine Kaufempfehlung auszusprechen. Jeder Videospieler, der auch nur ein klein wenig für Arcaderacer übrig hat, muss dieses Spiel gespielt haben. Bleibt nur noch offen, ob die Konkurrenz in Form von Motorstorm 2 dazu im Stande ist, diese überzeugende Leistung zu überbieten.

9/10

Star Wars: The Force Unleashed (PS3 / XBOX 360)

Veröffentlicht in Angespielt mit Tags , , , , am September 27, 2008 von Tim

Pro:
- sehr interessante Story die zwischen Episode III und IV angesiedelt ist
- genialer Einsatz der dunklen Mächte
- Wiedersehen mit vielen bekannten Charakteren
- tolles Charakterdesign
- liebevoll gestaltene Level
- spaßiges (wenn auch abgeschautes) God of War-Gameplay
- bombastischer Sound
- packende Bosskämpfe
- sehr gute Steuerung

Contra:
- zu linearer und teils abwechslungsarmer Spielablauf
- insgesamt ein sehr fehlerhaftes Spiel mit oftmals nervigen Bugs
- sehr magerer Umfang mit einer Spielzeit von gerade mal 6 Stunden

Fazit:
Force Unleashed zählte eigentlich in diesem Jahr zu den wichtigsten Titel für mich. Meine Erwartungen waren riesig und letzten Endes wurde ich doch ziemlich enttäuscht. Das Spiel besitzt zwar, gerade für einen Star Wars Fan, eine sehr interessante Story und die Grafik ist alles andere als schlecht, aber das sehr eintönige Gameplay, die geringe Spieldauer und die stellenweise nervigen Bugs trüben den Gesamteindruck. Hier wurde sehr viel Potenzial verschenkt aber vielleicht auch der Beginn einer interessanten Spielereihe eingeleitet.

7/10

Übrigens: Zur PSP-, DS-, PS2- und Wii-Fassung kann ich leider nichts berichten. Letztere soll aber über eine sehr gute Steuerung verfügen und da ein anderes Entwicklerstudio an diesen Versionen gearbeitet hat, unterscheiden sich auch die Level und das Gameplay ein wenig.

PURE Gewinnspiel – die Gewinner

Veröffentlicht in Spiele mit Tags , am September 25, 2008 von Tim

Zu erst möchte ich mich bei allen für die Teilnahme und das Feedback bedanken. Ich denke alle Comments haben mal wieder deutlich gemacht, dass Pure einer der geilsten Arcaderacer der letzten Jahre geworden ist. ;)

Aber nun zu den Gewinnern. Gratulation geht an Hackfresse und Nemesis. Habe euch aber auch soeben per Email benachrichtigt.

Tiger Woods PGA Tour 09 Review (XBOX 360 / PS3)

Veröffentlicht in Reviews mit Tags , , , , am September 24, 2008 von Tim

Der Herbst dürfte bei vielen Sportfans ein großes Loch im Portemonnaie hinterlassen. Denn dann spendiert Electronic Arts dem gesamten Sportspielportfolio ein neues Update. Und neben bekannten Spielreihen wie NHL, Madden NFL oder FIFA darf natürlich auch das Tiger Woods Franchise nicht fehlen. Mit „Tiger Woods PGA Tour 09“ versucht EA vor allem durch neue Onlinefunktionen und einem verbesserten Skillsystem die Käufermasse anzusprechen. Inwiefern sich die Anschaffung dieser Neuauflage lohnt, erfahrt ihr im folgenden Test.

Wie zu erwarten war halten sich auch in diesem Jahr die Neuerungen in Grenzen. Gameplay-technisch wurde an dem Spiel nämlich so gut wie gar nichts verändert. Das muss allerdings nicht schlechtes bedeuten, denn noch immer spielt sich Tiger Woods PGA Tour 09 absolut großartig und viel gibt es hier auch nicht zu verbessern. Der Spieler kann sich zwischen der sehr sensiblen Sticksteuerung oder dem 3-Click-System entscheiden und dadurch ist das Spiel sowohl für Neueinsteiger, als auch für Fans des Vorgängers sehr zugänglich. Allgemein macht das Spiel nun einen wesentlich benutzerfreundlicheren Eindruck, wodurch auch mehr Spielspaß entsteht. Einen großen Anteil an diesem Erfolg dürfte die neu eingeführte Previewfunktion haben, womit sich der genaue Spielverlauf bereits erahnen lässt. Demnach kann man so schon einigen Fehlern aus dem Wege gehen.

Im letzten Jahr konnte das neu eingeführte Skillsystem bereits viele Fans begeistern. In der diesjährigen Ausgabe der Tiger Woods PGA Tour wurde dieses System nun gründlich verbessert. Während das Skillsystem im Vorjahr mit vorgegeben Werten anfing, wird nun zu Beginn des Spiels ein individueller Wert ermittelt. Tiger Woods Trainer Hank Haney höchstpersönlich steht dem Spieler mit Rat zur Seite und begleitet ihn durch die gesamte sportliche Laufbahn. Erstmals ist es in diesem Spiel möglich, dass sich der Wert durch eine schlechte Leistung auch verschlechtern lässt. Durch die vielen verschiedenen Trainingseinheiten lässt sich dieser aber auch wieder problemlos verbessern und am Ende profitiert der Spieler davon. Ein weiteres neues Feature ist die so genannte „Club Tuner“ Funktion. Früher liess sich „nur“ der selbst erstellte Golfer anpassen, nun kann sogar der Schläger individuell angepasst werden.

Bezüglich des Umfangs bekam Tiger Woods PGA Tour 09 leider auch nur wenig neues spendiert. Lediglich einige neue Golfkurse und Golfspieler wurden integriert. Das Spiel enthält natürlich wieder die bekannten Modi wie den sehr umfangreichen Karrieremodus, Quick-Play oder auch einige nette Minigames. Vor allem der Karrieremodus weiß zu gefallen. Hier gilt es mal wieder mit dem selbsterstellten Golfspieler die PGA Tour, den Fed-Ex Cup und unzählige Tiger Woods Challenges erfolgreich zu absolvieren um letztendlich die Nummer 1 des Golfsports zu werden. Online gestaltet sich Tiger Woods PGA Tour 09 nun deutlich üppiger. Neben den üblichen Verdächtigen wie den Einzelspielen, den Ranglistenmatches und dem Turniermodus gibt es jetzt auch einen „Simultaneous Play“-Modus der es ermöglicht, dass vier Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten können. EAs Gamer Net-Dienst ist aber auch wieder mit von der Partie. Hier können die Hobbygolfer ihre eigenen Challenges erstellen und die von anderen bestreiten. Das Rankingsystem motiviert den Spieler dann dazu, in den Leaderboards ganz nach oben zu klettern.

Den Entwicklern war es bei der diesjährigen Version besonders wichtig, das Spiel technisch weiterzuentwickeln. Dies ist ihnen leider aber nur bedingt gelungen. Grafisch wurde der Titel mit einem hübscheren Hauptmenü versehen und die Wassereffekte sehen nun auch um einiges besser aus. Auch die Rasendarstellung hat sich um einiges verbessert und kommt fast an die Referenz Madden NFL 09 heran. Bäume und andere Pflanzen werden nun etwas realistischer dargestellt, die Golfer sind wieder mal toll animiert und allgemein kann man sich auch über die Performance nicht beklagen. Doch warum um alles in der Welt enthält dieses Spiel keine Wettereffekte? Es wäre doch mal schön gewesen eine gemütliche Golfpartie im Regen austragen zu können. Doch leider wird dies hier nicht ermöglicht. Hinzu kommt, dass die Zuschauer absolut lieblos rüber kommen, worunter die Atmosphäre leiden muss. Gleiches gilt für die Soundkulisse, welche ziemlich einen ziemlich öden Eindruck hinterlässt. Die Kommentatoren klingen zudem weder engagiert, noch geben informative Statements ab. Aufgrund der fehlenden deutschen Lokalisierung haben Anfänger mit nicht vorhandenen Englischkenntnissen leider einen ziemlich schweren Einstieg. Wirklich schade, da die früheren Tiger Woods Spiele auch eingedeutscht wurden.

Fazit:
Mit „Tiger Woods PGA Tour 09“ liefert EA Sports eigentlich ein gelungenes Update ihrer erfolgreichen Golfsport-Reihe ab, gleichzeitig werden aber vor allem Kenner dieser Spiele spielerische Innovationen und mehr Umfang vermissen. Das verbesserte Skillsystem tut dem Spiel jedoch sehr gut und fesselt den Spieler nun noch mehr vor den Fernseher. Gleiches gilt für das erweiterte Onlinespiel und den nun noch umfangreicheren Karrieremodus. Die Präsentation von Tiger Woods PGA Tour 09 ist natürlich, EA-typisch, wieder erstklassig und die Grafik hinterlässt bis auf die fehlenden Wettereffekte einen grandiosen Gesamteindruck. Für das nächste Jahr wünsche ich mir lediglich endlich eine deutsche Lokalisierung und vielleicht auch den ein oder anderen neuen Spielmodus. Für Fans des Golfsports ist Tiger Woods PGA Tour 09 natürlich wieder ein absoluter Pflichtkauf. Ob sich die Anschaffung der diesjährigen Fassung aber auch für Gelegenheitsspieler lohnt, ist weiterhin fraglich.

8/10

NHL 2k9 Review (PS3 / XBOX360)

Veröffentlicht in Reviews mit Tags , , , , am September 24, 2008 von Tim
Jahr für Jahr ziehen die Eishockeygames aus dem Hause EA Sports und 2k Sports in den Kampf um den Eishockeyolymp. Noch vor einigen Jahren konnte die 2k-Reihe mit ihrer Realitätsnähe überzeugen, im vergangenen Jahr hat NHL 2k8 aufgrund der verkorksten Steuerung allerdings deutlich den kürzeren gegenüber NHL 08 gezogen. In diesem Jahr soll sich dies wieder ändern und die Entwickler versprechen, viele der im Vorjahr begangenen Fehler behoben zu haben. Wir haben uns aufs Eis gewagt um NHL 2k9 mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im letzten Jahr hat 2k-Games es sich aufgrund der miserablen Steuerung von NHL 2k8 ein wenig bei der Eishockeyfangemeinde verscherzt. In NHL 2k9 wurde dieser Fauxpas zum Glück beseitigt und so punktet das Spiel schon gleich zu Beginn damit, dass sich der Spieler aus der Stick- und der Buttonsteuerung seine eigene Steuerungsvariante zusammenstellen kann. Jetzt ist das Spiel auch endlich wieder gut spielbar und vor allem bei Fans der Vorgänger dürfte wieder für wesentlich mehr Spielspaß gesorgt sein. Aber noch immer ist NHL 2k9, ganz im Gegensatz zu NHL 2009, alles andere als einsteigerfreundlich. Doch das ist auch ganz und gar nicht das Vorhaben von 2k-Sports. NHL 2k9 soll eher die Profis ansprechen, denn hier liegt der Schwerpunkt eindeutig auf den vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten und dem Realismus. Deshalb wurde nicht nur die Spielgeschwindigkeit wieder ein wenig gesenkt, sondern auch die KI nachgebessert. Die Defensive agiert zwar immer noch etwas zu passiv und auch die Goalies schwächeln gelegentlich, aber die Tore müssen nun hart erarbeitet werden. Glückstreffer sind nur sehr selten vorzufinden. Dies lässt sich unter anderem auf die großartige Puckphysik zurückführen. Die Spezialmoves besonderer Spieler lassen sich nun auch viel einfacher ausführen, wodurch sich der Spielverlauf auch etwas abwechslungsreicher gestaltet. Leider ist auch in dieser 2009er Ausgabe von NHL2k ausschließlich die NHL Lizenz enthalten. Europäische Teams sind also nicht enthalten, was viele DHL-Fans enttäuschen wird. Da hat NHL 2009 eindeutig mehr zu bieten. Verschlimmbessert hat sich NHL 2k9 hinsichtlich des Umfangs. Die beliebten Minigames aus den Vorgänger wurden nämlich fast komplett gestrichen. Im Hauptmenü lässt sich lediglich noch die Mini-Eisbahn auswählen, das beliebte Quizgame wurde in den Ladebildschirm verschoben, damit die Ladezeiten versüßt werden. Einen neuen Spielmodus sucht man leider vergebens. Der Spieler muss mit den bekannten Modi wie etwa Saison, Quickplay, Training, Pond Hockey, Shootout und Franchise Vorlieb nehmen. Letzterer wurde aber immerhin optisch etwas aufgefrischt. Richtig punkten kann NHL 2k9 hingegen durch den wirklich tollen Onlinemodus. Dieser überzeugt nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Neben dem schnellen und dem benutzerdefinierten Spiel sowie der Onlineliga kann man im Unterpunkt „Team 2k“ richtige Preise gewinnen indem zufallsgenerierte Onlinematches gewonnen werden. Außerdem ermöglicht es NHL 2k9 online eigene Teams zu bilden wodurch 6 VS 6 Matches ausgetragen werden können. Mit dem 2K Reelmaker können selbsterstellte Replays online veröffentlicht werden und natürlich kann NHL 2k9 auch offline mit Freunden gespielt werden.

Vor allem technisch hinkte die 2k-Reihe bislang der großen EA Konkurrenz hinterher. Deshalb haben sich die Entwickler vor allem mit der Grafik befasst. Und keine Frage, grafisch hat sich NHL 2k9 um einiges gebessert. Vor allem die Präsentation vermittelt nun mehr TV-Flair und ist zudem auch noch bedeutend informativer als zuvor. Überhaupt erkennt man schon auf den ersten Blick eine gewisse Detailliebe. Das Publikum wird realistischer dargestellt und sorgt damit für eine bessere Arenaatmosphäre. Das gesamte Spiel wurde außerdem laut Angaben der Entwickler mit über 1400 neuen Animationen versehen. Ehrlich gesagt, scheinen sie mit dieser Aussage übertrieben zu haben. Einige tolle Animationen sind zwar auffällig, aber immer noch herrscht hier ein großer Nachholbedarf. Immerhin lief NHL 2k9 die gesamte Spielzeit über absolut flüssig und völlig frei von Performanceproblemen. In Puncto Sound muss an dieser Stelle aber wirklich ein großes Lob ausgesprochen werden. NHL 2k9 zählt zu den wenigen US-Sportspielen die zumindest größtenteils ins deutsche lokalisiert wurden. Lediglich das tolle Kommentatorenduo bestehend aus Randy Hahn & Drew Remenda spricht in englischem Originalton. Der Soundtrack ist sehr stimmig und der Raumklang angenehm atmosphärisch.

Fazit:
Eines muss man den Jungs von 2k Games neidlos anerkennen. Es ist ihnen bestens gelungen die meisten Fehler aus dem Vorjahr zu beheben und somit Boden auf die Konkurrenz gut zu machen. Leider haben sie es aber vernachlässigt, neue Ideen in NHL 2k9 einzubringen. Deshalb ist es mehr als fraglich, ob NHL 2k9 in diesem Jahr mit dem sehr gelungenen NHL 2009 mithalten kann. Aufgrund der ungeheuren Realitätsnähe und die unzähligen Einstellungsmöglichkeiten werden NHL-Profis aber wieder viel Freude mit diesem Spiel haben. Zumal das Spiel online so richtig in Fahrt kommt und sich technisch so manches getan hat. NHL 2k9 ist wahrlich kein schlechtes Spiel geworden, nur hinkt es der Konkurrenz in vielerlei Hinsicht hinterher. Aber im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt und vielleicht erwartet uns dann ein NHL 2k Game in alter Stärke.

7,5/10

Too Human Review (XBOX 360)

Veröffentlicht in Reviews mit Tags , , , , am September 22, 2008 von Tim

Kaum zu glauben, aber die Idee zu Too Human entstand bereits im Jahr 1998. Damals sollte das Spiel noch auf der Playstation erscheinen. Einige Jahre später wurde es leider stiller um Too Human und die kanadischen Entwickler von Silicon Knights sorgten unterdessen mit Spielen wie Eternal Darkness und Metal Gear Solid: The Twin Snakes auf dem Gamecube für Furore. Nach gut zehn Jahren hat es Too Human aber nun endlich auf die heimischen Konsolen geschafft. Wie gut sich der erste Teil dieser geplanten Trilogie schlägt, zeigt die folgende Review.

Die Story von Too Human ist ziemlich ungewöhnlich und setzt sich deutlich von anderen Vertretern des Genres ab. Das Spiel verbindet die nordische Mythologie rund um die Gottheiten Loki, Thor, Odin und Co. mit einem interessanten Science-Fiction-Setting in dem die Menschheit von mächtigen Maschinenwesen bedroht wird. Für den Spieler gilt es in die Rolle der Gottheit Baldur zu schlüpfen, um der Herrschaft der Maschinen ein Ende zu setzen. Bevor man sich aber in die Schlacht begibt, muss man sich, wie es sich für ein richtiges Action RPG gehört, für eine von insgesamt fünf verschiedenen Charakterklassen entscheiden. Im einzelnen wären dies der Berserker, der Kommandosoldat, der Bioingenieur, der Verteidiger und zu guter letzt der Kämpfer. Letzterer ist zum Beispiel ein Allroundtalent während sich der Kommandosoldat auf den Fernkampf und der Berserker auf den Nahkampf spezialisiert. Ist die Entscheidung getroffen, kann das Hack`n`Slay Abenteuer beginnen und der Spieler sich mit dem gewöhnungsbedürftigen Kampfsystem vertraut machen. Mit den Schultertasten macht Baldur gebrauch von Schusswaffen, während mit dem rechten Analogstick die Nahkampfwaffen eingesetzt werden. Durch das Kombinationssystem lassen sich bei einer bestimmten Anzahl von aneinander folgenden Angriffen verschiedene Spezialattacken einsetzen. Aufgrund der sehr ungewöhnlichen Steuerung bedarf das Ganze leider einer recht langen Eingewöhnungszeit, nach einer gewissen Zeit gehen die Angriffe aber gut von der Hand. Wesentlich benutzerfreundlicher gestaltet sich zum Glück die Charakterverwaltung. Sowohl das Inventar als auch die Fähigkeiten lassen sich prima verwalten und so steht dem Aufleveln und der Jagd nach wertvollen Items nichts mehr im Wege. Aufgrund der vielen verschiedenen Items und dem motivierenden Levelsystem schaut man auch getrost über den sehr linearen Spielablauf hinweg. Knifflige Rätsel gibt es hier nämlich nicht, im Grunde wird lediglich eine Gegnerhorde nach der nächsten platt gemacht.
Too Human ist insgesamt in vier Kapitel unterteilt und dürfte bereits nach ca. 15 Stunden beendet sein. Nebenquests sucht man hier leider vergebens und NPCs, die den Spieler mit informativen Nebeninfos versorgen, wird man in Too Human auch nicht antreffen. Bedauerlich ist zudem, dass in Too Human keine Angst vor dem Tod entsteht. Stirbt der Protagonist, findet man sich, nach einer sehr nervigen und langen Sterbesequenz (die sich übrigens nicht abbrechen lässt) beim letzten Checkpoint wieder und alle zuvor erledigten Gegner bleiben eliminiert und alle eingesammelten Items erhalten.

Technisch hinterlässt Too Human einen sehr schwankenden Eindruck. Die Grafik sorgt lediglich durch die imposanten Architekturen für Aufsehen, ansonsten ist Too Human optisch sehr durchschnittlich. Sowohl das Level- als auch das Charakterdesign sind ziemlich abwechslungsarm geraten und die teilweise sehr schwachen Texturen und Animationen trüben den Eindruck ein weiteres Mal. Hinzu kommen nervige Ruckeinlagen und eine Kameraführung die jeden Spieler zum Verzweifeln bringt. Akustisch macht Too Human Odin sei Dank eine bessere Figur. So wurde das Spiel von überzeugenden Sprechern ins deutsche synchronisiert und zusätzlich mit einer wuchtigen Dolby Digital Spur versehen. Richtig beeindruckend ist der epische Soundtrack der einiges an Atmosphäre rettet.

Ursprünglich planten die Entwickler von Silicon Knights einen 4-Spieler Coop Modus, welcher auch Offline gespielt werden kann. Leider wurde diese Idee nicht in Tat umgesetzt und so steht einem nur ein 2-Spieler Onlinemodus zur Verfügung. Dieser macht dafür aber ziemlich viel Spaß und läuft zudem auch noch recht flüssig. Vor allem entsteht im Zusammenspiel mit einem Freund zumindest ein Hauch von taktischer Vorgehensweise, was im Singleplayerpart nicht der Fall ist. All jene, die einfach nicht genug von Too Human kriegen, können in Zukunft auf dem XBOX Live Marktplatz kostenpflichtig neue Waffen, Rüstungen und Level erwerben.

Fazit:
Leider macht Too Human trotz der sehr langen Entwicklungszeit einen sehr fehlerhaften und unfertigen Eindruck. Der Rollenspielolymp bleibt dem Spiel aufgrund der miserablen Kameraführung, dem zu linearen Gameplay und der vielen grafischen Mankos verwehrt. Doch trotz all dieser Fehler ist Too Human kein schlechtes Videospiel geworden. Denn es macht durchaus Spaß sich durch unzählige Gegnermaßen zu metzeln, den Charakter aufzuleveln und der Story zu folgen. Zumal der Soundtrack erstklassig gelungen ist und das Spiel auch zu zweit richtig Bock macht. Sollten, wie geplant, zwei weitere Teile folgen, wünsche ich mir vor allem einen 4-Spieler Koopmodus und mehr Umfang. Vielleicht haben die Entwickler bis dahin auch alle technischen Probleme in den Griff bekommen. Fragt sich nur, wie lange wir auf den nächsten Teil warten müssen…

7/10

Madden NFL 09 Review (XBOX 360 & PS3 Version)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , am September 22, 2008 von Tim

Dass die Madden NFL-Serie in Nordamerika zu den erfolgreichsten Videospielfranchises überhaupt zählt, dürfte längst kein Geheimnis mehr sein. EA Sports feiert nun mit Madden NFL 09 den zwanzigsten Geburtstag dieser beliebten Reihe. Blickt man auf den ersten Ableger John Madden Football zurück wird erst deutlich, was für einen unglaublichen Fortschritt dieses Spiel in den vergangen Jahren gemacht hat. Football ist und bleibt aber immer noch eine der kompliziertesten Sportarten der Welt und somit hatten Anfänger bei bisher jedem Madden Teil einen schweren Einstieg. Mit Madden NFL 09 soll sich dies aber nun ändern…

Eines vorweg: Spielerisch haben die Entwickler im Vergleich zu Madden NFL 08 nur sehr wenige Änderungen vorgenommen. Der Schwerpunkt liegt schlicht und einfach darin, dieses Footballgame für Neuneinsteiger zugänglicher zu machen. Hierfür wurden drei neue Features eingeführt, welche auf Wunsch auch abgeschaltet werden können. Gleich zu Beginn des Spiels wird dem Spieler mit „Madden IQ“ das erste jener Features vorgestellt. Anhand von offensiven und defensiven Spielzügen auf einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad wird für den Spieler ein individueller Schwierigkeitsgrad erstellt. Der ermittelte Madden IQ-Wert ändert sich dann fortlaufend bei dem Gewinn oder der Niederlage eines Spiels. Leider hat das Ganze dann aber auch einen kleinen Nachteil, denn mit der Zeit wird der Schwierigkeitsgrad etwas unausgewogen. Gewinnt man zum Beispiel viele Spiele hintereinander steigt der Schwierigkeitsgrad zu sehr in die Höhe, bei häufigen Niederlagen ist dann das Gegenteil der Fall. Daher ist es vor allem für fortgeschrittene Spieler sinnvoller, einen der vier üblichen Schwierigkeitsgrade zu wählen. Die so genannten „Back Track“-Funktion ist hingegen sowohl für Anfänger als auch Profis eine sehr informative und nützliche Neuerung. Hier werden die Replays in Zeitlupe knall hart von den Kommentatoren analysiert und Verbesserungsvorschläge abgegeben. Leider lässt sich nicht beeinflussen wann diese Funktion eingesetzt wird, dies liegt im Ermessen des Computers. Zu guter Letzt wäre da noch das „Rewind-Feature“. Ähnlich wie in Timeshift, Prince of Persia oder Braid ermöglicht es diese Funktion das Spiel zurückzuspulen. Knifflige Spielzüge können so wiederholt und von Anfängern geübt werden. Erfahrene Spieler dürften mit diesem Feature wohl eher weniger anfangen wollen, schließlich wird der Realismus hier immens herunter geschraubt.

Auch in Bezug auf den Umfang bietet Madden NFL 09 nur sehr wenige Neuerungen. Noch immer sind der Franchise- und der Superstarmodus das Herzstück des Spiels und Mini- oder Quickgames sorgen für schnelle Unterhaltung. Neu hinzugefügt wurden allerdings die „Madden Moments“. Hier gilt es berühmte Momente aus der Geschichte des amerikanischen Footballs nachzuspielen. Es müssen dann bestimmte Kriterien erfüllt werden um diese Herausforderungen erfolgreich zu absolvieren. Unter dem Menüpunkt „Madden Test“ kann der Spieler seinen Madden-IQ verbessern bzw. neu ermitteln. Natürlich stellt Madden NFL 09 aber auch noch einige weitere Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung um z.B. ganze Spielzüge üben zu können. Die Footballlegende John Madden steht auch immer in Form eines Hologramms mit Rat und Tat zur Seite. Anhand seiner sehr informativen Tipps kann noch so mancher NFL-Profi etwas lernen.

Optisch macht Madden NFL 09 mal wieder eine hervorragende Figur. Noch nie vermittelte ein Sportspiel eine so realistische und intensive Präsentation im TV-Stil. Viele neue Anzeigenfenster sorgen nicht nur für noch mehr Atmosphäre, sondern auch für mehr Informationsgehalt. Die ohnehin schon genial gut aussehenden Spieler bekamen zusätzlich auch einige neue Animationen spendiert und die Rasendarstellung zählt auch zum besten in der Geschichte der Sportspiele. Einige neue Kameraperspektiven geben dem Spieler zusätzlich den nötigen Überblick. Getrübt wird der ansonsten überaus positive Eindruck durch gelegentliche Clippingfehler und leichtes Kantenflimmern. Ansonsten ist Madden NFL 09 in optischer Hinsicht nahezu makellos. Beim Sound sieht das auch nicht anders aus. Der Soundtrack ist mit Tracks von Linkin Park und Franz Ferdinand richtig stimmig und der Dolby Digital klang sorgt mal wieder für ein 1a Stadionfeeling. Und auch die Kommentatoren liefern wieder einen überzeugenden Job ab. Störend ist lediglich, dass dieses Spiel mal wieder nicht ins deutsche übersetzt wurde. So wird der ohnehin schon nicht leichte Einstieg noch einmal um ein vielfaches erschwert.

Natürlich darf auch ein ordentlicher Multiplayermodus in Madden NFL 09 nicht fehlen! Offline wird es den Spielern ermöglicht, mit bis zu vier Spielern packende Matches auszutragen. Online kann hingegen mit bis zu zwei Spielern gezockt werden. Neu ist die Möglichkeit Online-Ligen mit bis zu 32 Teams zu erstellen. Insgesamt hat sich das Onlinespiel im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig verbessert. Der Spielablauf ist nicht mehr ganz so laggy wie früher. Für die Statistiker unter uns bietet EA Sports selbstverständlich wieder die Highscorelisten an und neue, herunterladbare Spielinhalte wird es sicherlich auch irgendwann geben.

Fazit:
Jedes Jahr stellt sich der Footballfan die Frage, ob sich die Anschaffung des neuen Madden Teils überhaupt lohnt, oder man bei Vorgänger bleiben soll. Meistens kann diese Frage nie eindeutig beantwortet werden, doch im Falle von Madden NFL 09 lautet die Antwort „Ja!“. Denn dank der neuen Features „Back Track“, „Rewind“ und „Madden IQ“ ist es den Entwicklern endlich gelungen, das Spiel für Anfänger einsteigerfreundlicher zu gestalten. Hinzu kommen einige Neuerungen im Umfang und eine sehr gelungene Onlineliga mit bis zu 32 Teams. Technisch legt Madden NFL 09 die Latte noch einmal höher, wodurch es im Prinzip nur wenig an diesem Titel zu bemängeln gibt. Madden NFL 09 ist, auch aufgrund der mangelnden Konkurrenz, wieder der absolute Pflichtkauf für Fans des amerikanischen Footballs. Einziger Unterschied: diesmal dürfen sich auch absolute Neulinge an dieses Werk wagen.

9/10

PURE Gewinnspiel

Veröffentlicht in Spiele mit Tags , , , am September 8, 2008 von Tim

Den 25. September sollten sich Fans von Offroad-Rennspielen besser schon einmal vormerken. Denn dann erscheint mit PURE eines der viel versprechendsten Rennspiele dieses Jahres. Kein geringer als der berühmte ATV-Rennfahrer und Filmregisseur Wes Miller hat den Entwicklern der Black Rock Studios unter die Arme gegriffen um ein authentisches und schwindelerregendes Trendsportspiel zu entwickeln.

Anlässlich des baldigen Releasetermins von PURE verlose ich in Zusammenarbeit mit den Black Rock Studios zwei Exemplare des neuen Wes Miller Films „Huevos 10″. Die DVD ist randvoll mit spektakulärer Quadaction und dürfte die Herzen vieler ATV-Fans höher schlagen lassen.

Wenn ihr an diesem Gewinnspiel teilnehmen möchtet, müsst ihr einfach Gebrauch von der Kommentarfunktion machen und mir euren Eindruck zur PURE Demo schildern, welche sich seit letztem Donnerstag über den XBOX Live Marktplatz und den PSN Store gratis herunter laden lässt. Hat das Spiel eure Erwartungen erfüllt und kann es mit Größen wie Motorstorm mithalten? Postet eure Meinung und denkt daran, eure Emailadresse anzugeben! ;)

Einsendeschluss ist der 22. September 2008. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mein Kommentar zur GC08

Veröffentlicht in Spiele mit Tags am September 2, 2008 von Tim

Vor etwas mehr als einer Woche endete die diesjährige Games Convention in Leipzig und obwohl ich dort jede Menge Spaß hatte und viele neue Erfahrungen sammeln konnte, war ich doch ein klein wenig enttäuscht. Irgendwie machte es den Anschein, als würde die Messe so langsam aus allen Nähten platzen. Noch störender war es aber, dass nur sehr wenige exklusive Neuankündigungen gezeigt wurden. Das meiste wurde schon auf der E3 gezeigt. Sehr schade war es zudem, dass Nintendo auf dieser Messe nicht vertreten war.

Vielleicht war dies dann auch ein Grund dafür, weshalb sich Microsoft nicht so recht angestrengt hat. Gezeigt wurden im Prinzip nur bereits bekannte Games wie Lips, Fable 2, Banjo & Kazooie oder Halo Wars. Letzteres hat mir beim anspielen zumindest sehr viel Spaß bereitet und dürfte wohl einer DER Strategiespiele auf dem Konsolenmarkt werden. Die Age of Empires-Macher haben da ein wirklich angehm spielbares und zudem sehr benutzerfreundliches Spiel auf die Beine gestellt.

Irgendwie schien es so, als hätte lediglich Sony seine Hausaufgaben gemacht. Meiner Meinung nach sind sie auch der Gewinner dieser Messe, denn keine andere Firma hatte so viele hochkarätige Videospiele im Gepäck. Kracher wie Resistance 2, Killzone 2, Heavy Rain oder Little Big Planet haben einen großartigen Eindruck hinterlassen und vor allem Heavy Rain und LBP dürften neue Maßstäbe setzen. Während bei Heavy Rain vor allem die unglaubliche Grafik und das revolutionäre Storytelling überzeugt haben, punktete Little Big Planet durch die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten im Level- und Charaktereditor. Neben all diesen klasse Games stellte Sony aber auch einige neue Hardwarebundles der PS3 sowie ein neues PSP Modell vor, welches mit einem verbessertem Display sowie einem Mikrofon daher kommt.

Aber nicht nur Sony kam mit einem tollen Line-Up zur Games Convention. Auch Ubisoft und SEGA hatten eine sehr abwechslungsreiche Auswahl anzubieten, welche sowohl den Casual- als auch den Coreuser ansprechen dürfte. Ubisoft glänzte zum Beispiel mit den Highlights Prince of Persia, Far Cry 2, Naruto 2 und Tom Clancys End War. Natürlich kam aber auch die Casualreihe „Spiele für mich“ nicht zu kurz. Relativ überraschend war außerdem die Ankündigung eines neuen Anno Teils für den PC. Mir hat dieses Line-Up ziemlich gut gefallen. Aber da ich ja bekanntlich eher auf die japanischen Spiele stehe, musste ich mir einfach die neuesten SEGA Games anschauen. Hier gab es dann Spiele wie Sonic Unleashed, Samba de Amigo, House of the Dead: Overkill (Weltpremiere!), Mad World, Yakuza 2, Golden Axe oder auch Valkyria Chronicles zu sehen. Alle Spiele hinterließen einen positiven Eindruck und vor allem Sonic Unleashed hätte ich wesentlich schlechter eingeschätzt. Sonic Fans dürfen sich also endlich wieder auf einen gelungenen Teil freuen.

Am Capcom stand gab es (wie zu erwarten war) relativ wenige Spiele zu sehen. Immerhin konnte ich mein absolutes Most-Wanted Game Street Fighter IV anspielen. Ich hab zwar in sämtlichen Multiplayersessions den Arsch aufgerissen bekommen, aber es hat unendlich viel Spaß gemacht und ich freue mich wahnsinnig auf den Release. Mit Starcraft 2 und Guitar Hero IV hatte Activision Blizzard zwei weitere von mir heiß ersehnte Games im Line-Up. Ich denke auch bei diesen Spielen dürfte nicht mehr viel schief gehen und wir können uns schon mal auf zwei absolute Knüller gefasst machen. Extrem überrascht war ich von Disney. Neben all den üblichen Lizenzgames rund um Hanna Montana oder Mickey Mouse zeigten sie mit Pure eine ernstzunehmende Motorstorm Konkurrenz.

Square Enix (bzw. Koch Media) und EA waren selbstverständlich auch auf der GC vertreten. Als großer Fan von Final Fantasy und Dragon Quest fand ich es jedoch enttäuschend, dass der Stand von Square Enix ziemlich klein ausgefallen war. Dafür konnte man aber Games wie Chrono Trigger DS (*sabber*), Infinite Undiscovery oder auch Dragon Quest IV anspielen. Fans von japanischen Rollenspielen dürfte sicherlich ihre Freude mit all diesen Titeln haben. EA hatte nur kaum Titel im Sortiment, die mich ansprechen konnten. Mirrors Edge zählte aber definitiv zu den Highlights dieser Messe und auch von Spielen wie Dead Space oder Left 4 Dead darf viel erwartet werden.

Zum Abschluss noch meine TOP10 der Games Convention 2008 (ohne Reihenfolge):

  • Street Fighter IV (Capcom)
  • Mirrors Edge (EA)
  • Halo Wars (Microsoft)
  • Valkyria Chronicles (SEGA)
  • Guitar Hero IV (Activision Blizzard)
  • Starcraft 2 (Activision Blizzard)
  • Pure (Disney)
  • Heavy Rain (Sony)
  • Little Big Planet (Sony)
  • Chrono Trigger DS (Square Enix / Koch Media)

GC08: SEGA Line-Up

Veröffentlicht in Angespielt mit Tags , am September 2, 2008 von Tim

SEGA zählte auf der diesjährigen Games Convention zu den Publishern, die eines der abwechslungsreichsten und auch größten Line-Ups aufzuweisen hatten. Von Action-Adventures über Rollenspiele bis hin zu Rhythmusspielen war wirklich für jeden das passende dabei. Wir haben uns einen Teil des Line-Ups etwas genauer angeschaut und möchten euch hiermit einen kleinen Einblick gewähren.

Sonic Unleashed (Wii / X360 / PS3)
In Sonic Unleashed versucht der fiese Bösewicht Dr. Eggman mal wieder die Weltherrschaft an sich zu reißen. Für Sonic gilt es die Kraft der Chaos Emeralds wieder zurück zu gewinnen um so die Welt vor dem Untergang zu bewahren.

Nach den beiden Enttäuschungen „Sonic the Hedgehog“ und „Sonic und die geheimen Ringe“ scheint „Sonic Unleashed“ endlich wieder ein viel versprechendes Sonic Abenteuer zu werden. Den Entwicklern ist es nämlich gelungen das Gameplay der alten 2D Sidescroller Teile in eine wunderschöne 3D-Welt zu integrieren. Aufgefrischt wird das Ganze dann durch eine enorme Geschwindigkeit sowie einigen Quick Time Events. Besonders hervorzuheben ist auch das abwechslungsreiche Leveldesign. Für Sonic gilt es nämlich die ganze Welt zu bereisen und so bekommt der Spieler zu jedem Kontinent auch das passende Level in Höchstgeschwindigkeit geboten. Richtig beeindruckt hat uns zum Beispiel eine Passage in der Sonic eine Art chinesische Mauer überqueren muss. Neben dem bekannten Highspeed Gameplay haben die Entwickler aber auch etwas kampflastigere Passagen eingefügt. Nachts verwandelt sich Sonic nämlich in einen Werehog, welcher zwar deutlich langsamer, dafür aber bedeutend härter zur Sache geht.

Fans der Sonic-Reihe können sich schon einmal auf den November diesen Jahres freuen, dann soll „Sonic Unleashed“ nämlich in Europa erscheinen.

Valkyria Chronicles (Playstation 3)
Für Fans von japanischen Strategie-Rollenspielen dürfte Sega`s neuestes Werk „Valkyria Chronicles“ wohl genau das richtige Spiel sein. Das Spiel ist in einer fiktiven Welt angesiedelt, die an das Europa des frühen 20. Jahrhunderts erinnert. Gespielt wird zwar rundenbasiert, die einzelnen Befehle lassen sich aber in Echtzeit verwirklichen. Man kann „Valkyria Chronicles“ also am besten als eine Mischung aus Strategieierollenspiel und 3rd-Person-Shooter beschreiben. Natürlich ist bei diesem Spiel vor allem taktisches Geschick gefragt und das beginnt schon bei der Zusammenstellung der Truppe. Hierbei stehen dem Spieler über 100 verschiedene Figuren zur Verfügung, welche unterschiedliche Fähigkeiten besitzen. Neben den Figuren können aber auch Panzer und andere Fahrzeuge im Kampf verwendet werden.

Dank der genialen Canvas-Grafikengine ist „Valkyria Chronicles“ das mit Abstand schönste Spiel seiner Art. Das Spiel wirkt wie ein Aquarellgemälde in Bewegung, gemischt mit einem passenden Animezeichenstil.

Im November diesen Jahres erscheint das Taktik-RPG auf den heimischen Playstation 3 Konsolen.

House of the Dead: Overkill (Wii)
Als Sega und Headstrong Games im Vorfeld eine Weltpremiere für die GC 08 ankündigten, gingen viele davon aus, dass es sich dabei um einen neuen Jet Set Radio Teil handeln dürfte. Nun hat sich aber herausgestellt, dass sich Sega Fans auf etwas völlig anderes freuen können. Nämlich auf einen neuen House of the Dead Teil.

Das Spiel trägt den Untertitel Overkill und scheint ein ziemlich spaßiger und brutaler Railgun-Shooter zu werden. Durch die Präsentation, die Farbfilter und das Charakterdesign vermittelt „House of the Dead Overkill“ einen gewissen B-Movie Flair wie man es aus Filmen wie zum Beispiel dem Grindhouse Projekt von Tarantino und Rodriguez kennt.

Anfang nächsten Jahres erscheint der Shooter exklusiv für Nintendo Wii. Aufgrund der ziemlich heftigen Gewaltdarstellung wird das Spiel aber leider nicht in Deutschland erscheinen. Somit müssen die Fans zu ihrem Importhändler ihres Vertrauens greifen.

Samba de Amigo (Wii)
Sega Fans dürften dieses Spiel noch von ihrer geliebten Dreamcast kennen. Dort zählte das Musik-Partyspiel zu den absoluten Must-Haves und mittlerweile hat dieser Klassiker einen ziemlich hohen Sammlerwert.

Da kommt es den meisten doch gerade recht, dass dieses Spiel nun auch auf Nintendo Wii seinen Einstand feiern kann. Das Spielprinzip ist ziemlich simple aber sehr spaßig und suchterzeugend. Wahlweise mit zwei Wiimotes oder einer Wiimote und einem Nunchuck Controller gilt es zu mehr als 40 Sambasongs die Maracas zu schütteln. Bei all diesen Gute-Laune Songs ist ein perfektes Taktgefühl gefragt, mit schicken Tanzbewegungen lassen sich zudem weitere Punkte erzielen.

„Samba de Amigo“ bietet selbstverständlich auch die Möglichkeit gegen einen weiteren Freund anzutreten. Wahlweise gegen- oder miteinander. Spielt man kooperativ gilt es sogar die Bewegungen zu synchronisieren. Einen Onlinemodus wird es allerdings nicht geben, dafür aber eine Online-Bestenliste und eine Freundesliste. Am Umfang mangelt es „Samba de Amigo“ aber wahrlich nicht. Neben dem Herzstück, dem Karrieremodus, gibt es zusätzlich noch den Singleplay-, Trainings- und Rekordmodus sowie einigen netten Minispielen.

Hierzulande erscheint „Samba de Amigo“ bereits im September diesen Jahres.