Archiv für Februar, 2009

Race Pro (XBOX 360)

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , am Februar 27, 2009 von Tim

racepro1

Selten habe ich ein Spiel gesehen, welches von der Fachpresse so unterschiedliche Wertungen erhalten hat. Während IGN UK gar eine 8.5 vergibt, wurde das Spiel z.B. von games(TM) mit einer Wertung von 50% zerrissen. Dadurch wurde meine Euphorie zu Beginn auch etwas gedämpft, nach dem gestrigen Spontankauf bin ich aber wirklich begeistert von diesem Titel. Für Fans von realistischen Rennspielen ist Race Pro meiner Meinung nach sogar ein absolutes Must-Have! Sicherlich wirkt das Spiel an manchen Stellen unfertig, beinhaltet nur 13 Strecken und ist grafisch gesehen alles andere als eine Referenz, aber am wichtigsten ist bei Spielen dieser Art doch letzten Endes das Fahrgefühl und das hat es hier wirklich insich! Ich würde sogar behaupten, dass bislang noch kein Konsolenracer ein so intensives Fahrgefühl vermitteln konnte. Vor allem in Verbindung mit der genialen Cockpitperspektive und einer laut aufgedrehten Anlage, denn der Sound ist in diesem Spiel der absolute Wahnsinn. Und im Gegensatz zur etwas mauen (aber guten) Streckenauswahl, stehen dem Spieler auch genügend abwechslungsreiche Fahrzeuge zur Verfügung. Dank unterschiedlicher Fahrhilfen können sich sogar Anfänger an dem Spiel versuchen, während Profis selbstverständlich an ihrem individuellen Setup herumwerkeln können. Interessant ist auch der Aufbau des Onlinemodus. Eine Art Warmup dient hier als Lobby, bis sich genügend Spieler zusammengefunden haben. Danach kommt es zu einem Qualifying und schließlich dem Hauptrennen. Lokal kann man durch den Hot-Seat-Modus abwechselnd entweder gegen oder mit einem Freund spielen, ein Splitscreenmodus ist nicht enthalten.

8/10


Lips Review (XBOX 360)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele am Februar 21, 2009 von Tim
176614-lips_stills004_super
Mit Ausnahme von Karaoke Revolution, welches allerdings nie in Europa erschienen ist, hat es bislang noch kein Karaokespiel auf die XBOX 360 geschafft. Hobbysänger mussten daher immer mit einer Playstation Konsole oder der eigenen Dusche Vorlieb nehmen. Mit „Lips“ veröffentlicht Microsoft nun aber endlich eine Antwort auf den Megahit „Singstar“. Ob das Spiel nun genau so ein Partyhit geworden ist, zeigt der folgende Testbericht.

Um „Singstar“ Konkurrenz zu machen hat sich Microsoft nicht irgendeinen x-beliebigen Entwickler an Board geholt, sondern die erfahrenen japanischen Musikspieleexperten von iNis. Demnach war es dann auch nicht verwunderlich, dass man von einem sehr hochwertigen Produkt ausgegangen ist. Und zumindest die beigelegten Mikrofone bestätigen diesen Eindruck. Sie verfügen nicht nur über ein stylisches Design, sondern kommen auch noch kabellos daher. Außerdem blinkt ein kleines LED Lämpchen immer im Takt zur Musik und es wurde sogar ein Bewegungssensor eingebaut. Dieser ist nur leider nichts weiter, als eine überflüssige Spielerei. Sinnvoll hingegen ist, dass ein weiterer Spieler durch einfaches Schütteln des Mikros dem Spiel beitreten kann. Dies ist auch eines der größten Stärken im Spiel. In „Lips“ geht es direkt zur Sache und wirklich jeder findet dank des sehr hübschen und überschaulichen Menüs zurecht. Für die meisten ist das Spiel wahrscheinlich aber auch zu einsteigerfreundlich. Hier können nämlich keine Schwierigkeitsgrade ausgewählt werden und zudem bewertet das Spiel zu gutmütig. Es lässt zu viele schiefe Töne durchgehen, wodurch auch absolute Neueinsteiger hohe Highscores erzielen werden. Oftmals ist es völlig gleichgültig, ob man ein Lied singt oder summt, den qualitativen Unterschied zwischen einem professionellen Sänger und einem musikalischen Alptraum erkennt „Lips“ hingegen schon.
Die Songsauswahl überzeugt auf ganzer Linie und macht einen sehr abwechslungsreichen Eindruck. Es sind nicht nur aktuelle Interpreten wie Alicia Keys, Duffy oder Rihanna vertreten, sondern auch Klassiker wie Nena oder die Jackson Five. Ähnlich wie bei „Singstar“ wurde „Lips“ hierzulande, was die Musik betrifft, etwas angepasst. Dadurch haben Interpreten wie „De Randfichten“ oder „Roland Kaiser“ den Weg ins fertige Spiel gefunden. Viele Spieler werden damit verständlicherweise nicht viel anfangen können. Deshalb könnte ein Kauf der UK-Version lohnenswert sein. Insgesamt befinden sich 40 verschiedene Songs auf der Spiele-DVD. Sollte man davon einfach nicht genug kriegen, kann man sich im integrierten Store neue Songs zu je 160 MS Points ergattern. Zurzeit lässt die Auswahl aber noch zu wünschen übrig. Doch das ist längst nicht genug, denn „Lips“ ist das einzige Musikspiel, welches es ermöglicht eigene Songs vom MP3 Player zu importieren. Verbindet man die XBOX mit einem PC können die Lieder sogar gestreamt werden. Das Spiel übernimmt Informationen wie etwa den Interpreten, den Songtitel oder Album. Die Songtexte werden natürlich nicht übernommen, daher gilt es hier vor allem in der richtigen Tonlage zu singen. Die einzelnen importierten Songs können sogar Microsoft als Downloadcontent vorgeschlagen werden, was wirklich ein netter Einfall ist. Weniger einfallsreich waren die Entwickler bei den Spielmodi. Modi wie etwa „Bombenspiel“ oder „Herzblatt“ lassen nur sehr wenig Partyspaß aufkommen, lediglich Duelle und Duette vermitteln den nötigen Spielspaß. Die XBOX Live Vision Kamera wurde leider auch völlig ignoriert, wodurch Videoaufnahmen völlig ausgeschlossen sind. Nicht einmal Audioaufnahmen sind möglich, Am aller meisten vermisst man in „Lips“ aber einen Onlinemodus. Das Spiel kann lediglich offline mit bis zu zwei Spielern gezockt werden. Das muss sich beim nächsten Teil wirklich ändern.
Technisch macht „Lips“ eigentlich nur wenige Fehler. Das Menü ist, wie eben bereits erwähnt, sehr modern geraten und außerdem absolut übersichtlich. Die meisten der 40 Songs kommen zusammen mit einem Originalmusikvideo daher und über die Tonqualität der Songs und der Mikrofone kann man sich wahrlich nicht beklagen. Nette Spezialeffekte und eine übersichtliche Anzeige während des Spiels tragen zu dem positiven Eindruck bei. Schwach ist hingegen, dass es in dem Spiel öfters zu Synchronisationsproblemen kommt, die eine Asynchronität zur Folge haben.
Fazit:
Mit „Lips“ ist Microsoft und den Entwicklern von iNis zwar ein guter Einstieg in das Karaokegenre gelungen, aber im direkten Vergleich mit „Singstar“ zieht das Spiel ganz eindeutig den kürzeren. Bei der gut ausgewählten Songliste kommt zwar, vor allem zu zweit, sehr viel Spaß auf, leider agierten die Entwickler jedoch oft zu einfallslos. Die Spielmodi sind alles andere als spaßig und innovativ und zudem ist das Spiel vor allem für Profis deutlich zu einfach geraten, weshalb die Herausforderung fehlt. Außerdem fehlt es dem Spiel an einem Onlinemodus sowie der Einbindung der XBOX Live Vision Kamera. Nichtsdestotrotz gibt das Spiel eine gute Figur als Karaoketitel ab und wird jede Party bereichern.
7/10

SEGA Mega Drive Ultimate Collection Review (X360 / PS3)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , am Februar 16, 2009 von Tim

61ry8kghzyl_sl500_aa240_

Mit über 30 Millionen verkauften Einheiten ist der Mega Drive (bzw. Genesis) die erfolgreichste Konsole der japanischen Kultfirma SEGA. Vor allem auf dem amerikanischen Markt erfreute sich die Konsole größter Beliebtheit. Fans dieses Systems können sich daher über die bald erscheinende Ultimate Collection freuen, welche nicht nur über 40 Klassiker enthält, sondern diese auch in geschmeidigen 720p darstellt. Wie gut sich die Sammlung aber insgesamt schlägt, zeigt der folgende Testbericht.

In den vergangenen Jahren erschienen, vor allem auf der Playstation 2, bereits viele SEGA Collections. Keine kann jedoch mit dieser Ultimate Collection mithalten. Denn hier drauf befinden sich sage und schreibe über 40 gut ausgewählte Mega Drive Klassiker, die Fans in Erinnerungen schwelgen lassen und jüngeren Spielern die Chance geben, ein Stück Videospielgeschichte nachzuholen. Allein Sonicfans kommen bei dieser Collection voll auf ihre Kosten, denn mit den drei Sonic the Hedgehog Teilen, Sonic 3D, Sonic & Knuckles und Sonic Spinball haben es gar sechs Spiele des blauen Igels auf die Disc geschafft. Rollenspielfans dürfen sich unter anderem über Shining Force 1 & 2, Story of Thor, sowie die ersten vier Phantasy Star Teile freuen. Wer gerne die Fäuste sprechen lässt, dem seien die drei Streets of Rage Teile und der Alltimeklassiker Altered Beast ans Herz gelegt. Möchte man sich jedoch lieber mit Schwert oder Axt durch die Levels prügeln, dann dürften die vier vorhandenen Golden Axe Teile sowie Shinobi III genau das richtige sein! Freunde von gemütlichen Puzzlegames kommen natürlich auch nicht zu kurz. Mit Dr. Robotniks Mean Bean Machine, Flicky oder auch Columns kann man hier sein Gehirn zum glühen bringen. Mit Alien Storm, E-Swat, den beiden Vector Man Teilen oder auch Space Harrier sind auch einige Shooterhits vertreten. Insgesamt kommt bei dieser Auswahl wirklich kein Genre zu kurz und für jeden Spieler dürfte das passende Game vorhanden sein. Diese Auswahl hat es in sich und bis auf Spiele wie Gunstar Heroes oder Thunder Force IV sind auch wirklich die meisten Mega Drive Klassiker vertreten.

Hier aber mal eine vollständige Auflistung aller enthaltenen Spiele:
Alex Kidd
Alien Storm
Alien Syndrome (muss freigespielt werden)
Altered Beast
Altered Beast Arcade (muss freigespielt werden)
Bonanza Bros.
Columns
Comix Zone
Decap Attack
Dr. Robotniks Mean Bean Machine
Dynamite Headdy
E-SWAT
Ecco the Dolphin
Ecco the Dolphin 2
Fantasy Zone (muss freigespielt werden)
Fatal Labyrinth
Flicky
Gain Ground
Golden Axe
Golden Axe II
Golden Axe III
Golden Axe Warrior (muss freigespielt werden)
Kid Chameleon
Phantasy Star (muss freigespielt werden)
Phantasy Star II
Phantasy Star III
Phantasy Star IV
Ristar
Shining Force
Shining Force II
Shining in the Darkness
Shinobi Arcade (muss freigespielt werden)
Shinobi III
Sonic & Knuckles
Sonic 3D
Sonic the Hedgehog
Sonic the Hedgehog II
Sonic the Hedgehog III
Sonic Spinball
Space Harrier (muss freigespielt werden)
Streets of Rage
Streets of Rage II
Streets of Rage III
Super Thunder Blade
The Story of Thor
Tip Top (muss freigespielt werden)
Vector Man
Vector Man 2
Zaxxon (muss freigespielt werden)

Doch kommen wir doch mal zur Umsetzung der Klassiker. Denn was bringen alle diese netten Games, wenn man sich bei der Umsetzung nur wenige Mühe gegeben hat? Zum Glück kann ich an dieser Stelle alle Fans beruhigen, die Jungs von Backbone Entertainment (welche auch für viele XBOX Live Aracde Hits verantwortlich sind) haben viel Liebe in dieses Projekt gesteckt. Das merkt man auch schon beim Anblick des stylischen und übersichtlichen Hauptmenüs. Hier können die einzelnen Spiele sogar auf einer Skala von eins bis fünf bewertet und auf Wunsch aussortiert werden. Zu jedem Spiel stehen im Museum eine genau Beschreibung, sowie Bilder der Spielehülle und des Moduls parat. Zusätzlich lassen sich sogar einige weitere Spiele und Entwicklerinterviews freischalten. Die komplette Collection besitzt eine Autosavefunktion und zu jedem Titel können drei verschiedene Spielstände erstellt werden, damit man auch direkt dort weitermachen kann, wo man aufgehört hat. Grafisch laufen die Titel in 720p ab und können wahlweise in 4:3 (mit einem optisch auf das Spiel angepassten Spielrand) oder 16:9 dargestellt werden. Auf Wunsch kann zudem eine Glättung aktiviert werden. Diese macht allerdings nicht alle Spiele hübscher, bei einigen Titeln gehen leider zu viele Details verloren. Titel wie Altered Beast wirken dann eher wie ein Aquarellgemälde. Zum Glück bleibt diese Option dem Spieler aber selbst überlassen. Steuerungstechnisch lässt diese Sammlung auch keine Wünsche hoffen. Die einzelnen Buttons können individuell belegt werden und zusätzlich stehen mehrere Steuerungsschemata zur Auswahl. Alle auf der DVD enthaltenen Spiele basieren auf der amerikanischen Originalfassung, demnach sind auch alle Titel nur in englischer Sprache vorhanden. Mit Ausnahme der komplexen Rollenspiele dürften aber auch jene, die diese Sprache nicht beherrschen, keine Probleme bekommen.

Fazit:
Die SEGA Mega Drive Ultimate Collection ist ein absolutes Muss für jeden SEGA Fan und all jene, die sich für Videospielgeschichte interessieren. Die unzähligen Klassiker wurden nicht nur gut ausgewählt, sondern auch technisch liebevoll umgesetzt. Dank Features wie der Autosavefunktion oder des HD-Supports haben auch Besitzer der Originale einen Grund, die Titel auf ihrer Nextgenkonsole zu spielen. Es gibt nur wenig, was man an dieser Sammlung kritisieren könnte. Vielleicht fehlen noch die ein oder anderen Klassiker und ein Onlinemodus wäre eventuell auch eine interessante Geschichte gewesen, aber sind wir doch mal ehrlich, solche Klassiker spielt man am besten zu zweit vor dem heimischen Fernseher, schließlich möchte man doch an die alten Zeiten erinnert werden.

9/10

R-Type Dimensions Review (XBLA)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , , am Februar 8, 2009 von Tim

diyfjfnshw

Die japanischen Entwickler von Irem erschufen 1987 mit der Arcadeumsetzung von „R-Type“ den wohl bekanntesten Vertreter des Shoot‘em Up-Genres. Es folgten viele weitere Teile und Portierungen für Systeme wie das Super Nintendo, den Amiga, die Playstation oder auch den Game Boy Color. Offiziell wurde die Serie mit dem PS2 Teil „R-Type Final“ abgeschlossen, das Entwicklerstudio Tozai Games hat es sich aber nicht nehmen lassen, den beiden ersten Teilen ein Remake zu spendieren.

Mit einem Preis von 1200 MS Points (ca. 13 Euro) zählt „R-Type Dimensions“ eindeutig zu den teueren Arcadetiteln. Während der Preis bei Spielen wie „Braid“ oder „Castle Crashers“ aufgrund des hohen Umfangs durchaus angemessen ist, wird man hier das Gefühl nicht los, dass es auch 800 MS Points getan hätten. Andererseits bekommt der Spieler für dieses Geld zwei absolute Klassiker des Genres serviert, welche zudem auch liebevoll umgesetzt worden sind und einige nette Neuerungen enthalten. „R-Type Dimensions“ beinhaltet, wie bereits eingangs erwähnt, die beiden ersten Teile der legendären Shooterreihe und insgesamt ist das Spiel in 14 Kapitel unterteilt. Bei den Titeln handelt es sich um traditionelle, horizontale Weltraumshooter (auch Sidescroller genannt). Die so genannten R9-Weltraumschiffe werden nach oben, unten, rechts und links gesteuert und Ziel ist es, die auftauchenden Gegnermaßen abzuschießen, gleichzeitig aber auch eine Kollision geschickt zu vermeiden. Um dies etwas zu erleichtern, lassen sich diverse, hilfreiche Power-Ups einsammeln. Diesen sorgen dann dafür, dass das Schiff mehr Speed und Feuerkraft erhält, oder von einem Schutzschild beschützt wird. Außerdem stehen einem Forcesonden zur Seite, die sich vor und hinter dem Schiff platzieren lassen und einen im Kampf unterstützen. Doch auch trotz dieser zahlreichen Power-Ups ist dieser Titel gewohnt knackig schwer. Im Klassikmodus hat der Spieler lediglich drei Leben zur Verfügung und die Checkpoints sind alles andere als fair verteilt. Demnach gilt es hier, viel zu üben und die Level teilweise auch auswendig zu lernen. Auch der taktische Einsatz der Power-Ups ist hier notwendig. Gelegenheitsspielern wurden die beiden Teile nun aber auch zugänglich gemacht. Dank des Endlosmodus kann man hier unendlich oft kaputt gehen und man wird nie den Game Over Bildschirm erblicken. Ziel ist es dann, am Ende des Spiels so wenig wie möglich draufgegangen zu sein. Zu guter letzt wäre da noch der extrem spaßige Coopmodus. Dieser lässt sich sowohl offline, als auch online spielen. In Puncto Steuerung und Bedienbarkeit macht „R-Type Dimensions“ alles richtig. Die Steuerung ist aufgrund der simplen Tastenbelegung sehr leicht zu merken und das ohnehin schon leichte Spielprinzip trägt zur einfachen Bedienbarkeit bei. Am besten lässt sich das Spiel übrigens mit einem Arcadestick spielen. Hier kommt echtes Spielhallenfeeling auf! ;-)

Technisch gesehen zählt „R-Type Dimensions“ zu den abwechslungsreichsten Arcadetiteln. Das Spiel lässt sich nämlich sowohl im Originalgrafikstil, als auch im neuen Look spielen. Das besondere dabei ist jedoch, dass man diese beiden Stile mit einem einfachen Druck auf die Y-Taste im Spiel wechseln kann. Zusätzlich können auch noch das Bildverhältnis sowie die Perspektive geändert werden. So sorgt die leicht geschwenkte Perspektive „crazy“ für zusätzliches 3D-Feeling. Allgemein kann jeder Fan der Serie mit dem modernen Grafikstil durchaus zufrieden sein, denn hier läuft alles nicht nur angenehm flüssig, sondern auch wesentlich bunter und effektreicher ab. Akustisch hat sich (zum Glück) eher wenig geändert. Die minimal verbesserten Melodien versprühen immer noch jede Menge Charme, auch wenn es einem auf Dauer doch ein wenig auf die Nerven gehen kann.

Fazit:
„R-Type Dimensions“ ist ein würdiges Remake der beiden Shooterklassiker geworden. Beide Teile wurden liebevoll umgesetzt und sinnvoll durch einen Endlosmodus sowie einen Online Coopmodus erweitert. Technisch haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben sowohl Retrofans als auch Gelegenheitsspieler zufrieden zu stellen. Lediglich der, für viele Spieler zu harte, Schwierigkeitsgrad und der recht teure Preis trüben den Gesamteindruck.

8/10

Rayman Raving Rabbids: TV Party Review (Wii)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , am Februar 8, 2009 von Tim

rayman-raving-rabbids-tv-party-logo

Seit Einführung der Nintendo Wii Konsole nimmt der sympathische Videospielheld Rayman nur noch eine Statistenrolle in seinen Videospielen ein. Die völlig durchgeknallten Häschen, die in Rayman Raving Rabbids erstmals das Licht der Welt erblickten, stehen seither im Vordergrund. Die Spiele sind dadurch allerdings wesentlich lustiger geworden und haben gerade im Multiplayer deutlich an Reiz dazu gewonnen. Ist den Entwicklern mit dem dritten Teil wieder ein solcher Spielspaßgarant gelungen?

Mindestens genauso verrückt die Häschen ist die dazugehörige Story von Rayman Raving Rabbids TV Party. Rayman flüchtet vor den Hasen, als diese plötzlich durch einen Blitz in Rayman‘s heimisches Fernsehprogramm geraten. Dem guten Rayman gefällt dies natürlich ganz und gar nicht und nun muss er sieben Tage mit ansehen, wie die durchgeknallten Hasen seinen Fernseher unsicher machen.

Im Einzelspielermodus ist das Spiel angenehm übersichtlich wie ein TV-Programm aufgebaut. Man spielt von Montags 07:00 Uhr bis Sonntags 24:00 Uhr täglich eine bestimmte Anzahl an Minigames (bzw. TV-Sendungen) damit der gute Rayman am Ende der Woche endlich einen Weg gefunden hat, die nervigen Hasen loszuwerden. Insgesamt enthält das Spiel dieses Mal knapp 50 verschiedene Minigames. Viele davon ähneln sich zu sehr, weshalb es grob geschätzt ca. 30 verschiedene Spiele sind. Aufgrund des TV-Settings bietet es sich förmlich an, dass die Hasen alle möglichen TV-Sendungen und Filme in den Dreck ziehen. Neben diversen Castingshow und Musiksendungen wird sich auch über Filme wie Star Wars oder Filmhelden wie Chuck Norris lustig gemacht. Die einzelnen Minispiele passen sich dementsprechend an. So muss der Spieler manchmal zu bestimmten Songs tanzen, eine Modeshow aufführen oder einfach nur Hühnerhasen abknallen. Sehr spaßig ist vor allem die Einbindung des Wii Balance Boards. Das ermöglicht es dann, dass man auf dem Hintern ein Motorrad steuert oder Rennen mit dem Traktor fährt. Auch Musikrhythmuselemente eines Guitar Hero sind in Rayman Raving Rabbids TV Party enthalten, genauso wie knallharter Wrestlingkampf. Und auch wenn sich viele Spielkonzepte oft wiederholen, mangelt es diesem Spiel wahrlich nicht an Abwechslung. Um das Ganze dann zusätzlich etwas aufzufrischen werden die Minispiele öfters durch eine Werbepause unterbrochen. Hier sind blitzschnelle Reflexe gefragt, da der Spieler z.B. dem Hasen innerhalb weniger Sekunden eine Zahnbürste um die Ohren schlagen muss. Vor jedem Minigame wird dem Spieler die Steuerung auch ausführlich erklärt, daher ist der Titel für jede Altersgruppe geeignet. Schade ist allerdings, dass man in diesem Spiel, wenn überhaupt, nur wenige Innovationen findet. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass Rayman Raving Rabbids TV Party alleine nur halb so viel Spaß gemacht. Im Mehrspieler Modus mit bis zu acht Spielern entpuppt sich der Titel dann als ein Partyhit, vor allem aufgrund dieses genialen Humors. Viele Minigames lassen sich bedauerlicherweise aber nur abwechselnd spielen. Online kann man an einem „Pimp my Rabbid“-Contest teilnehmen. Wöchentlich werden neue Wettbewerbe nachgereicht, hier muss man seinen Hasen dem Themengebiet entsprechend anziehen und stylen, auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite können dann die besten Hasen gekürt werden. Neben diesem Feature ist aber auch wieder mal eine Highscoretabelle enthalten. Bei einem Wii-Titel ist dies ja auch keine Selbstverständlichkeit.

Grafisch war die Rayman Raving Rabbids-Reihe ja noch nie ein Referenzprodukt. Das hat sich auch bei diesem Ableger nicht geändert, denn noch immer sind die Texturen viel zu unscharf, die Effekte versetzen niemanden ins Staunen und überhaupt wirkt vieles zu detailarm. Doch zum Glück wäre da noch die gewohnt geniale Präsentation und der unverwechselbare Stil. Die urkomischen Videosequenzen lassen kein Auge trocken und das Charakterdesign ist sowieso über alle Zweifel erhaben. Hinzu kommen das unvergessliche Lachen der Hasen, viele witzige Soundeffekte und eine musikalische Untermalung die nur wenige Wünsche offen lässt. Dadurch hinterlässt Rayman Raving Rabbids TV Party technisch doch noch einen versöhnlichen Gesamteindruck.

Fazit:
Durch den gewohnt genialen Humor, die vielen amüsanten Minigames, die Einbindung des Wii Balance Boards und das erfrischende Setting ist Ubisoft auch mit dem mittlerweile dritten Teil der Rayman Raving Rabbids Reihe wieder ein absoluter Partyhit gelungen. Schade ist nur, dass sich einige Minigames doch zu sehr ähneln und alleine viel weniger Spielspaß aufkommt. Ansonsten hat sich die Reihe nach dem etwas enttäuschenden zweiten Teil wieder einen Schritt nach vorne entwickelt. Ein „richtiges“ Rayman Spiel wäre aber auch mal wieder etwas Feines, zumal man das Gefühl nicht los wird, dass die Häschen so langsam an Reiz verlieren.

7/10

Scene It? – Kinohits Review (XBOX 360)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , am Februar 8, 2009 von Tim

b5f18cd0af58685d96fb9a8c69cb0508

2007 bewies Microsoft mit „Scene It? Das Filmquiz – Lights, Camera, Action“ dass es auch interessante Alternativen zum Genreprimus „Buzz“ gibt. Anders als bei dem Sony Kassenschlager geht es hier einzig und allein um das Thema Filme, was den Titel vor allem für Cineasten interessant macht. Mit „Scene It? – Kinohits“ möchte Microsoft an den Erfolg des Erstlings anknüpfen und die Serie auch positiv weiterentwickeln. Im folgenden möchten wir die Neuerungen näher besprechen.

Anders als bei „Scene It? Das Filmquiz – Lights, Camera, Action“ ist der neuste „Scene It?“-Teil wahlweise mit vier Buzzern oder einzeln erhältlich. Besitzer des Vorgängers haben also Geld gespart und können ihr Portemonnaie schonen. Die Buzzer an sich haben sich nicht verändert und werden immer noch kabellos und in einem sehr schicken Design an den Mann gebracht. „Kinohits“ lässt sich aber auch prima mit einem normalen XBOX Controller spielen, auch der Einsatz der Guitar Hero Gitarre oder des Arcade Sticks wären theoretisch möglich, da nur die A, B, X und Y Knöpfe benötigt werden. Jedoch kommt nur mit den schicken Buzzern ein waschechtes Quizfeeling auf. Am Spielprinzip wurde zum Glück nur wenig verändert. Noch immer stehen entweder ein kurzes oder ein langes Spiel zur Auswahl. Neu ist hingegen das so genannte freie Spiel in dem sich der Spieler den Ablauf ganz nach belieben zurecht legen kann. Das macht „Kinohits“ zumindest im Einzelspielerpart attraktiver. Wirklich spaßig wird der Titel aber eh erst mit Freunden oder der Familie, denn was gibt es schöneres, als wenn man mit seinem Wissen angeben kann? Im Gegensatz zum Vorgänger sind nun aber auch Onlinepartien mit bis zu vier Spielern möglich. Außerdem ist „Kinohits“ der erste Vollpreistitel der die neu eingeführten NXE Avatare unterstützt. Gerade online ist das doch eine ziemlich nützliche Sache!

Doch egal ob offline oder online, der Ablauf bei „Kinohits“ ist natürlich immer gleich. Ziel ist es, am Ende einer bestimmten Rundenanzahl die meisten Punkte auf dem Konto zu haben. Diese werden durch richtig beantwortete Fragen erzielt. Je früher man die Antwort abgibt, desto mehr Punkte erhält man. Auf Wunsch lässt es sich auch einstellen, dass man bei einer falschen Antwort Punkte abgezogen bekommt. Der Fragenkatalog enthält nun an die 2000 neue Fragen und diese sind wiederum in 21 verschiedene Kategorien unterteilt. Noch immer gilt es nicht nur zu erraten, wie ein bestimmter Film heißt, oder wer dort Regie führte. Oft müssen auch Filme chronologisch sortiert werden oder man muss Zitate vervollständigen und Schauspieler anhand von Jugendfotos erraten. Die eher unbeliebten Kategorien aus dem Vorgänger wurden zum Glück gestrichen und durch neue, wesentlich interessantere ersetzt. So gibt es nun auch ein Filmkreuzworträtsel und für alle Gamer ein ganz besonderes Schmankerl. In einer bestimmten Kategorie werden Filme nämlich retrolike als Videospiel dargestellt und der Spieler muss anhand dessen den Filmnamen erraten. Das klingt nicht nur komisch, sondern wurde auch sehr liebevoll umgesetzt. Zukünftig möchte Microsoft zusätzlich auch noch Fragenpakete via XBOX Live anbieten. Das Spiel merkt sich übrigens welche Fragen bereits gestellt worden sind, dadurch kommt es seltener (aber eigentlich immer noch zu häufig) zu Wiederholungen der Fragen. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad aller Fragen ziemlich hoch angesiedelt. Im Prinzip ist das Spiel nur etwas für echte Filmfreaks, das liegt zum Teil auch daran, dass die im Spiel gezeigten Filme teilweise bis in die 40er Jahre zurückreichen. Zum Glück haben die Entwickler aber auch endlich das Gleichgewicht zwischen Blockbustern, Klassikern und deutschen Produktionen gefunden. Im Vorgänger kamen nämlich zu viele Fragen zu deutschen Produktionen. Dieses Mal ist der Anteil an Blockbusterproduktionen stark gestiegen, wodurch auch jüngere Spieler mehr Siegeschancen haben.

Von Quizspielen erwartet niemand eine technische Bestleistung, darum ist „Scene It? – Kinohits“ in diesem Bereich bestenfalls durchschnittlich gut geworden. Die Präsentation lässt immer noch stark zu wünschen übrig, auch wenn einige Animationen nun verbessert worden sind und man hier und da einige nette Spielereien erkennen kann. Doch es gibt auch etwas überaus positives zu berichten. Der unglaublich nervige Sprecher (und gleichzeitig auch die Synchronstimme von Brendan Fraser) ist nicht mehr von der Partie. Er wurde durch zwei angenehmere Sprecher ersetzt und diese wiederholen sich auch nicht mehr ganz so oft. Allerdings kann man auch bei denen nicht über alle Witze lachen und manches wirkt lieblos abgelesen.

Fazit:
„Scene It? – Kinohits“ ist mal wieder ein absolutes Pflichtprogramm für alle Cineasten und all jene, die es noch werden wollen. Durch einen noch abwechslungsreicheren Fragenkatalog, mehr Humor, den Einsatz der NXE Avatare und einen äußerst spaßigen Onlinemodus hat das Spiel sehr viel Boden auf die „Buzz“-Reihe gut gemacht. Wer eine XBOX 360 besitzt, oft Besuch bekommt und zudem von Quizspielen nicht abgeneigt ist, dem kann man dieses Spiel nur wärmstens empfehlen.

8/10

Animal Crossing: Lets go to the City Review (Wii)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , am Februar 8, 2009 von Tim

animal-crossing-city-folk-11

Die putzige Lebenssimulation Animal Crossing hat sich in der Vergangenheit auf dem Gamecube und vor allem dem Nintendo DS als wahrer Kassenschlager entpuppt. Mit einigen neuen Locations, Wii-Speak Support und natürlich angepasster Steuerung versucht der neueste Ableger „Let‘s go to the City“ nun auch auf Nintendos Wii die Herzen der Spieler zu erobern.

Animal Crossing: Let‘s go to the City lässt sich am ehesten mit Titeln wie Die Sims oder Second Life vergleichen. Das Spiel besitzt demnach keine echte Handlung und der Spieler verfügt über eine absolute Spielfreiheit. Lediglich zu Beginn des Spiels muss man einigen Verpflichtungen nachgehen. So beginnt das Spiel auf dem Rücksitz eines Busses. Kater Olli stellt dort Fragen bzgl. des Namens, Geschlechts, der Uhrzeit und des Datums. Außerdem muss der Spieler sich einen passenden Namen für das Dorf einfallen lassen. Im Dorf angekommen gilt es dann, sich eine passende Unterkunft zu suchen. Das Problem ist aber, dass man zu Beginn vollkommen pleite das Dorf betritt. Zum Glück stellt der Ladenbesitzer Tom Nook einem aber ein geeignetes Häuschen zur Verfügung. Einziger Hacken hierbei: man muss schnellstmöglich das Haus abbezahlen indem man Jobs für Tom Nook erledigt. Daher muss der Spieler einige Blumen pflanzen oder auch Botengänge für Tom absolvieren, um die begehrten Sterne, die Währung dieses Spiels, zu ergattern. Ist das Haus aber dann endlich abbezahlt, kann der Spieler tun und lassen, was er will. Animal Crossing ist ein endloses Spiel, welches sich ständig verändert und zudem vollkommen in Echtzeit abläuft. Demnach passt sich das Game der Tages- und Jahreszeit, sowie den Wetterbedingungen an. Spielt man zum Beispiel Mitternachts, ist Tom Nooks Laden geschlossen, da er nur zwischen 08:00 und 23:00 Uhr geöffnet hat. Für Abwechslung sorgen unterschiedliche Events die nur an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Jahreszeiten stattfinden. Neben einem Angelturnier und einem Flohmarkt wird natürlich auch an Silvester und das Weihnachtsfest gedacht. Auch das Umfeld ändert sich ständig, denn viele Charaktere aus der Nachbarschaft verlassen das Dorf irgendwann wieder und neue ziehen mit der Zeit wieder ein. Zudem verhalten sich die Bewohner vollkommen unterschiedlich und während die meisten überaus freundlich rüberkommen, gibt es selbstverständlich auch viele launige Dorfeinwohner.

In Animal Crossing: Let‘s go to the City gibt es viele Möglichkeiten, seine Zeit zu vertreiben. Neben den eben bereits erwähnten Jobs und Events gibt es auch viele interessante Locations. In der Schneiderei zum Beispiel kann man nicht nur Kleider kaufen, sondern auch eigene entwerfen. Diese werden dann teilweise sogar von anderen Bewohnern getragen. Im Spiel lässt sich das eigene Haus natürlich auch vergrößern und individuell einrichten, hierfür empfiehlt sich ein Besuch in Tom Nooks Laden. Hier findet der Spieler allerlei Einrichtungsgegenstände. Im Museum lassen sich interessante Fossilien betrachten. Abenteurer können sich auch selbst auf die Suche nach Fossilien machen, was den Museumsbesitzer wohl sehr erfreuen dürfte. Ähnlich wie auf dem DS verfügt der neueste Ableger auch wieder über einige Onlinefeatures. Im Rathaus kann man Nachrichten via Wii-Fi verschicken und natürlich kann der Spieler auch wieder Dörfer von Freunden besuchen. Außerdem können bis zu drei weitere Spieler in die eigene Gemeinde einziehen und natürlich können auch wieder einige Minispiele gemeinsam absolviert werden. Neu ist zudem die Einführung von Wiispeak, welche Sprachchats ermöglicht. Das Gerät wird vor den Fernseher gestellt, wodurch keine lästigen Headsets nötig sind. Technisch wird das Ganze souverän umgesetzt und die Soundqualität geht mehr als in Ordnung. Natürlich wurde die Steuerung auch an die Wii-Konsole angepasst, der Großteil wird allerdings ganz normal über den Analogstick gesteuert. Lediglich bei den Minispielen kommt das typische Wii-Gefuchtel zum Einsatz. Am Titel des Spiels konnte man wohl bereits erahnen, dass jetzt auch ein Besuch der Großstadt ermöglicht wird. Dies trifft allerdings nur bedingt zu. Mit dem Bus kann man zwar die Stadt aufsuchen, mehr als ein paar Geschäfte wird man allerdings nicht auffinden. Auch hier kann der Spieler sein Äußeres verändern und Einrichtungsgegenstände käuflich erwerben. Interessant sind hingegen das Auktionshaus und das Theater, welches dem Spielcharakter neue Emotionen beibringt. Insgesamt lassen sich die Neuerungen an einer Hand abzählen und größtenteils ähnelt Let‘s go to the City zu sehr seinem Vorgänger.

Der Grafikstil von Animal Crossing ist zwar sehr bunt und knufflig, dadurch aber auch sehr gewöhnungsbedürftig. Kinder werden damit viel Freude haben, aber für viele Erwachsene wird es sehr schwer werden, sich damit anzufreunden. Was aufgrund des überzeugenden Gameplays leider sehr schade ist. Technisch ist der Titel so oder so deutlich unter dem typischen Wii-Niveau, wobei man hin und wieder eine gewisse Liebe zum Detail erkennen kann. Musikalisch macht das Spiel aber einen viel besseren Eindruck und überzeugt durch eine angenehme und harmonische Hintergrundmusik. Das Spiel verfügt zwar nicht über eine richtige Synchronisation, dafür blubbert jeder Charakter in Animal Crossing andere Töne vor sich hin. Letzten Endes enttäuscht die technische Vorstellung leider vor allem deshalb, weil sich das Spiel in dieser Hinsicht, im Vergleich zum ersten Teil auf dem Gamecube nur geringfügig weiterentwickelt hat.

Fazit:
Der neuste Animal Crossing Teil hat nur wenig von seinem Charme verloren und begeistert durch einen enormen Umfang und eine absolute Spielfreiheit. Es gibt nur wenige Spiele die eine derartige Langzeitmotivation besitzen und in denen der Spieler so viel entdecken kann. Hinzu kommt ein toll umgesetzter Onlinemodus, sowie einige neue Locations und Events. Schade ist nur, dass Let‘s go to the City zu sehr seinen Vorgängern ähnelt, sowohl technisch, als auch spielerisch. Fans der Reihe können aber wieder Mal bedenkenlos zugreifen und auch Fans der Sims-Spiele sollten sich Animal Crossing: Let‘s go to the City ruhig einmal anschauen.

8/10