Street Fighter IV Review (PC / XBOX360 / PS3)

8 Mär

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Für viele ist Street Fighter II durch die zeitlose Kampfmechanik und die unvergesslichen Charaktere das beste Beat‘em‘Up aller Zeiten. Nach einigen Arcade Portierungen und Remakes für die XBOX 360 und die PS3 erscheint mit Street Fighter IV nun endlich wieder ein völlig neuer Teil der Serie und wir haben uns für euch in den Kampf begeben. Haben wir es hier mit dem neuen König des Genres zu tun oder wurde das Spiel zu unrecht gehyped?

Verglichen mit anderen großen Prügelserien wie Virtua Fighter, Soul Calibur oder Tekken beschränkte sich die Street Fighter-Serie immer auf eine Kampfebene und dies hat sich auch im vierten Teil nicht geändert. Trotz der hübschen 3D-Optik, auf die wir später genauer eingehen, ist das Gameplay in 2D gehalten. Dies hat dann auch den Vorteil, dass sich Street Fighter IV fast genauso, wie der mittlerweile 17 Jahre alte zweite Teil spielt und dieselbe enorme Spieltiefe aufweist. Kenner der Serie kommen daher sofort zu recht und bringen mit Leichtigkeit den ein oder anderen Spezialmove ihres Lieblingscharakters zu Stande. Die Charakterauswahl dürfte auch jedem Fan gefallen, denn neben den klassischen Fightern wie Ryu, Ken, Blanka, Chun Li oder Sagat sind auch Legenden wie Gouken, Gen oder Akuma anwählbar. Außerdem bekam der vierte Teil komplett neue Charaktere spendiert. Da wären zum Beispiel die toughe Agentin Crimson Viper, der aufgedrehte El Fuerte und Ken‘s Erzrivale Rufus. Jeder Charakter besitzt ein eigens für die Konsolenfassung entworfenes Intro (und Outro), welches im schicken Animestil gehalten ist und die Geschichte im Arcademodus voran bringt. Am Ende jedes Durchgangs wartet dann mit Seth ein ziemlich harter Endgegner auf euch, der selbst so manchen Profi ins schwitzen bringen wird. Insgesamt enthält Street Fighter IV acht verschiedene Schwierigkeitsgrade und selbst auf „kinderleicht“ stellt Seth vor allem für Anfänger ein Problem dar. Da heißt es üben, üben und nochmals üben und dafür bietet sich der Herausforderungsmodus förmlich an. Dieser ist wiederum in drei verschiedene Typen unterteilt. Im Time Attack-Modus gilt es, innerhalb einer bestimmten Zeit, eine gewisse Anzahl an Gegner zu besiegen, während der Spieler im Survival-Modus sich mit einer nur bedingt wieder auffüllenden Energieleiste durchboxen muss. Zu guter letzt wäre da noch der Trial-Modus bei dem innerhalb eines Zeitlimits verschiedene Moves ausgeführt werden müssen. Zur Verbesserung der Skills eignet sich dieser Modus auch am besten. All diese drei Modi sind jeweils auf dem Schwierigkeitsgrad „normal“ oder „schwer“ anwählbar. Natürlich ist neben dem Arcade- und der Herausforderungsmodus aber auch wieder der stinknormale Trainingsmodus dabei.

Die Kampfmechanik wurde nicht einfach nur übernommen, sondern auch durch einige nette Neuerungen erweitert. Da wäre zum Beispiel die Revenge-Leiste, die sich durch jeden eingesteckten Treffer füllt. Erblinkt ein „Ultra-Symbol“ kann der Spieler einen gefährlichen Ultra-Move ausführen, welcher teilweise mehr als die Hälfte der gegnerischen Energie abzieht und sich hervorragend als Finisher eignet. Die Super-Leiste funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip, jedoch füllt sich diese mit jedem geleisteten Treffer, jeder geblockten Attacke oder ausgeführten Spezialmoves. Bei Street Fighter IV ist nicht nur Können, sondern auch viel Taktik gefragt, das merkt man vor allem bei den neu eingeführten Focus-Attacken. Primär schaden sie dem Gegner, haben aber den taktischen Nebeneffekt, dass der Spieler damit eine Attacke des Gegners absorbieren kann. Man bekommt die abgezogene Energie bei geschicktem Einsatz dieses Moves also wieder gutgeschrieben. So einfach all diese Moves vielleicht klingen mögen, dahinter steckt sehr viel Übung. Mit einem normalen XBOX 360 Controller lassen sich diese Moves leider nur schwer umsetzen, mit dem Playstation 3 Pad funktioniert dies schon wesentlich besser. Spieler, die sich langfristig mit Street Fighter IV befassen möchten, sollten jedoch am besten zu einem Arcadestick greifen.

Der Multiplayermodus dürfte für die meisten das absolute Herzstück darstellen. In Street Fighter IV können die packenden Zweikämpfe sowohl offline, als auch online ausgetragen werden und dank des hervorragenden Balancing hat auch jeder Charakter die Chance auf einen Sieg. Dennoch werden online meistens Kämpfer wie Ryu, Ken oder Sagat verwendet. Während bei Titeln wie Soul Calibur oder Tekken oft auch Anfänger als Sieger vom Platz gehen, gewinnt in Street Fighter IV meistens auch der bessere Spieler. Durch einfaches button smashing kommt man hier nicht weit. Die Onlineumsetzung ist sehr gut gelungen und Lags treten nur sehr selten auf. Capcom hat angekündigt, weitere Inhalte online anzubieten und somit kann sich der Spieler unter anderem auf neue Kostüme, Charaktere (z. B. Dee Jay) oder gar Spielmodi freuen. Das so genannte Championship Mode Expansion Pack soll sogar gratis angeboten werden! Man darf also gespannt sein.

Technisch haben die Jungs von Capcom hier eine echte Meisterleistung abgeliefert. Keinem Spielefranchise gelang ein so grandioser Übergang in die Next-Gen! Hier stimmt einfach das Gesamtpaket. Die im Cell-Shading-Look gehaltenen Charaktere sind großartig animiert und detailliert gestaltet und die Stages versprühen den gleichen Charme wie vor 17 Jahren. Sämtliche Spezialmoves werden dank genialer Spezialeffekte optisch hervorgehoben und die Performance geht nie in die Knie. Hinzu kommt eine, vor allem für Beat‘em‘Up Verhältnisse, gelungene Präsentation in Form von stylischen Intros, Outros und Cutscenes. Die Musik hat definitv wieder Mal Ohrwurmpotential, einige dürften aber Probleme haben, sich mit der popigen Titelmusik anzufreunden. In Street Fighter IV kann sich der Spieler bei jedem einzelnen Spieler wahlweise für eine japanische, oder englische Synchronisation entscheiden. Da sollten sich andere Entwickler mal eine Scheibe von abschneiden.

Fazit:
Street Fighter IV wird dem Hype gerecht und darf ohne weiteres als die neue Referenz im Prügelsektor bezeichnet werden. Die unverwechselbaren und toll ausbalancierten Charaktere, die enorme Spieltiefe, der geniale Mehrspielermodus und natürlich die perfekte technische Umsetzung machen aus Street Fighter IV schon jetzt einen ganz heißen Anwärter auf das Spiel des Jahres. Dieses Spiel gehört in jede Sammlung!

10/10

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Eine Antwort to “Street Fighter IV Review (PC / XBOX360 / PS3)”

Trackbacks/Pingbacks

  1. sg-unit.com » klausuren vorbei / streetfighter battle / summer - März 17, 2009

    [...] flo und möter ging es nach der klausur kurz mensen und dann zu einer ordentlichen street fighter 4 schlägerei an der ps3 in flo’s bude. als newbie hab ich natürlich bitter einstecken [...]

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