Archiv für August, 2009

Tekken 6 Preview (Multi)

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , am August 25, 2009 von Tim

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Mittlerweile sind mit Virtua Fighter 5, Soul Calibur 4, Street Fighter 4 und Dead or Alive 4 nahezu alle großen Prügelserien auf den Nextgensystemen vertreten. Aber eine fehlt noch: Nämlich Tekken. Mit dem sechsten Teil feiert diese kommerziell enorm erfolgreiche Serie nun ihren Einstand. Wir haben einen Blick darauf geworfen.

Tekken 6 ist schon seit über einem Jahr in den Arcadehallen erhältlich, was die Frage aufkommen lässt, warum die Entwickler so lange für Heimkonsolenversion brauchen. Die Begründung wird viele Fans beruhigen: Tekken 6 soll nämlich das umfangreichste Spiel der Reihe werden. Darum enthält der Titel neben den üblichen Spielmodi wie Survival, Time Attack und Arcade auch einen sehr großen Kampagnenmodus. Hier gilt es in Final Fight bzw. Streets of Rage-Manier sich durch Gegnerhorden zu prügeln, nützliche Items aufzusammeln und den Charakter aufzuleveln. Am Ende jedes Levels wartet dann auch ein knackiger Endboss auf den Spieler. Neu bei Tekken 6 ist auch die Möglichkeit, Schusswaffen im Kampf einzusetzen. Doch keine Sorge, wirklich effektiver als Tritte und Schläge sind sie nicht, daher wird es auch keine Probleme beim Balancing geben. Tekken war schon immer für die hohe Anzahl an spielbaren Charakteren bekannt, auf den sechsten Teil trifft dies auch zu, jedoch sollen alle Charaktere bereits von Beginn an verfügbar sein. Früher mussten diese immer erst mühsam freigeschaltet werden, was andererseits aber auch für mehr Langzeitmotivation sorgte. Wer zum aller ersten Mal einen Tekken Teil spielt, bekommt die Gelegenheit, die Story in Form von Texten und Videos nachzuholen. Was die Steuerung betrifft, galt Tekken schon immer als einer der benutzerfreundlichsten Prügelspiele und diese Eigenschaft trifft auch auf diesen Teil zu. Verglichen mit Titeln wie Street Fighter 4 oder Virtua Fighter 5 mangelt es dem Spiel aber auch leider an Spieltiefe. Wer das Spiel aber dennoch etwas professioneller spielen möchte, dem sei an dieser Stelle der schnurlose Tekken-Arcadestick aus dem Hause Hori ans Herz gelegt. Dieser wird zum Tekken-Release sogar in einem Bundle für 150 Euro veröffentlicht. Wir hatten das Teil kurz in der Hand gehabt und es hat einen qualitativ enorm hochwertigen Eindruck hinterlassen. Speziell für den Onlinemodus könnte diese Anschaffung sinnvoll sein, leider können wir hierüber auch nichts berichten, in der Review wird es dazu dann mehr Infos geben.

Technisch hat uns Tekken 6 ein wenig enttäuscht. Trotz detailreicher und bunter Stages sowie hübschen Charakteren und Animationen haut Tekken 6 einen optisch einfach nicht vom Hocker. Das Spiel kann sich grafisch nicht von der Konkurrenz in Form von Virtua Fighter 5 oder Street Fighter 4 absetzen. Hier hätten wir deutlich mehr erwartet.

Tekken 6 ist sicherlich nicht mehr so revolutionär wie zu Playstation 1 Zeiten, aber Fans können sich trotzdem auf einen technisch gelungenen, toll spielbaren und vor allem sehr umfangreichen Prügelspaß freuen. Releasetag ist der 30. Oktober 2009. Prügelfans sollten sich diesen Tag vormerken.

Ersteindruck: sehr gut

Bayonetta Preview

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , am August 25, 2009 von Tim

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Viele Privatbesucher waren von dem SEGA Stand enttäuscht, weil dort lediglich Mario & Sonic bei den olympischen Winterspielen gezeigt worden ist. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass das Produktportfoilio von SEGA zu wünschen übrig ließ. Dem ist aber nicht so, denn hinter geschlossenen Türen wurden Kracher wie Resonance of Fate, Alpha Protocol oder Bayonetta gezeigt. Zu letzterem Titel möchten wir euch hiermit unseren Eindruck schildern.

Bayonetta ist ein extrem stylishes Hack`n`Slay Abenteuer, welches von Platinumgames entwickelt wird. Es wird oft auch als billige Devil May Cry Nachamung beschimpft, was völliger Unfug ist, weil es zum einen auch viel Neues zu bieten hat und außerdem auch von ehemaligen Capcommitarbeitern entwickelt wird, welche Resident Evil und Devil May Cry erst berühmt machten. Der Spieler schlüpft hierbei in die Rolle der Hexe Bayonetta, deren Wiederbelebung nach über 500 Jahren katastrophale Ereignisse auslöst. Für sie gilt es, den Grund ihrer Auferstehung herauszufinden und die Zukunft der Menschheit zu sichern. Hierfür muss sie unzählige feindliche Engel niedermetzeln und kolossalen Endbossen (der Marke Shadow of the Colossus oder God of War) entgegentreten. Das intuitive Kampfsystem erlaubt es, dass der Spieler unzählige Moves miteinander verbinden kann. Praktisch: Im Ladebildschirm können diese ausführlich geübt werden. Die spektakulären Moves und Zauberkräfte zählen auch zu den absoluten Stärken des Spiels. So können zum Beispiel eine Guillotine oder auch eine Eiserne Jungfrau beschworen werden, was für eine noch überzogenere Action sorgt. Genial ist auch die Inszenierung der Fights, vor allem die grandios in Szene gesetzten Bosskämpfe müssen sich vor einem Primus wie God of War nicht verstecken.

Grafisch hat Bayonetta einen erstklassigen Eindruck hinterlassen. Wie man es von Games wie Okami oder Madworld gewohnt ist, kann man auch Bayonetta als eine Art Kunstwerk bezeichnen. Das gesamte Setting ist so herrlich schräg, detailverliebt und kunterbunt, zugleich aber auch extrem stylish und sexy. Kein anderes Spiel dieser Gattung lässt sich mit Bayonetta in dieser Hinsicht vergleichen. Untermalt wird das Spiel von einem Mix aus japanischer Pop/Rock-Musik und stimmigen Orchestralkängen. Die englische Synchronisation ist überraschenderweise gut gelungen, was bei japanischen Produktionen schließlich keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Mit Bayonetta hat SEGA ein ganz heißes Ass im Ärmel. Das Schnetzelvergnügen spielt sich großartig, weiß technisch zu begeistern und ist stilistisch einfach ein ganz besonderes Spiel. Für mich zählt dieses Spiel definitiv zu den besten Titeln der Gamescom und ich sehne schon jetzt das 1. Quartal 2010 herbei, denn dann wird Bayonetta veröffentlicht.

Ersteindruck: genial

Alan Wake Preview (XBOX 360)

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , , am August 25, 2009 von Tim

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Alan Wake zählt ohne Zweifel zu den am meist erwarteten XBOX 360 Titeln. Der düstere Psycho Thriller aus dem Hause Remedy könnte das Horror-Genre revolutionieren. Wir durften hinter den Kulissen einen Blick auf das neueste Werk der Max Payne-Macher werfen und möchten unseren Eindruck mit euch teilen.

Alan Wake ist ein Bestseller Thriller Autor, der von einer Schreibblockade geplagt ist und daher mit seiner Frau Urlaub in einem ruhigen Dörfchen machen möchte. Doch es kommt leider anders als erwartet und plötzlich wird seine Frau vermisst und die Geschehnisse, die er in seinem Meisterwerk verfasst hat, scheinen Realität zu werden.

Das Spiel lässt sich am besten als ein Psychological Action Thriller bezeichnen. Es ähnelt einem Silent Hill, besitzt aber eine bedeutend spannendere Erzählweise, die fast schon einem guten Hollywoodstreifen gleich kommt. Auf der Suche nach seiner vermissten Frau trifft Alan natürlich nicht nur auf Verbündete, sondern auch auf schaurige Schattenwesen. Diese werden allerdings nicht einfach nur mit Geschossen eliminiert, denn der größte Verbündete in diesem Spiel ist das Licht. Dies kann eine einfache Taschenlampe sein oder auch der Scheinwerfer eines Autos. Die Gegner ansich sind auch nicht nur in “menschlicher” Form anzutreffen, sondern übernehmen auch mal die Kontrolle von Fahrzeugen. Natürlich werden aber auch die Rätsel nicht zu kurz kommen, in der kurzen Demo konnte man jedoch nur ein einfaches Schalterrätsel bestaunen. Das Spiel findet im übrigen nicht nur nachts statt, es soll auch Szenen bei Tag geben. Hierbei wird das Gegneraufkommen natürlich beschränkt sein, aber auch hier soll man sich vor dunklen Stellen hüten. Das gesamte Spiel ist mit einer Open-World-Technik versehen, der Verlauf des Spiels ist aber eher linear. Wenn man tiefer in die Story eintauchen möchte, kann sich der Spieler dadurch aber mehr mit den einzelnen Orten und Charakteren befassen. Hervorheben sollte man an dieser Stelle noch die exzellente KI der Charaktere. In der Demo wurde zum Beispiel gezeigt, wie man durch das Ausschalten des Lichts seinen Kumpel Barry verängstigen kann.

Optisch kann Alan Wake vor allem mit einem sehr düsteren und stimmigen Setting überzeugen, welches sehr an die Serie Twin Peaks erinnert. Aber auch die grandiosen Licht- und Schatteneffekte sind eine wahre Augenweide. Die Texturen und Animationen sind nicht ganz referenzverdächtig, überzeugen aber dennoch auf ganzer Linie. Lediglich was die Gesichtszüge betrifft, merkt man diesem Spiel die lange Entwicklungszeit an. Ansonsten aber scheinen die Entwickler die Zeit gut genutzt zu haben. Akustisch bietet Alan Wake alles, was man von einem Action Thriller erwartet. Das Spiel wird euch das fürchten lehren!

Auch wenn uns auf der Gamescom lediglich E3-Material gezeigt wurde, sind wir sehr begeistert von Alan Wake. Das Spiel legt in Puncto Story, Erzählweise und Atmosphäre die Messlatte in diesem Genre nach oben und hat sehr gute Chancen auf den Genrethron. Leider ist aber immer noch unbekannt, wann dieses geniale Stück Software erscheinen wird. Vor Frühling 2010 ist aber nicht auszugehen.

Ersteindruck: genial

New Super Mario Bros. Wii Preview

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , , am August 25, 2009 von Tim

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Mit New Super Mario Bros. Wii und Super Mario Galaxy 2 wurden auf der letzten E3 gleich zwei neue Mario-Titel für Nintendos Wii angekündigt. Letzteres wurde auf der diesjährigen Games Com leider nicht gezeigt, dafür konnten wir uns aber New Super Mario Bros. Wii genauer anschauen.

NSMB Wii orientiert sich natürlich stark an dem Vorgänger, welcher für Nintendo DS erschienen ist und kommt daher mit dem selben, gewohnt genialen, 2D-Jump`n`Run-Gameplay in Verbindung mit der kunterbunten 3D-Optik daher. Letztere wirkt auf den ersten Blick leider gar nicht so viel hübscher als auf dem DS. Die Stärken dieses Spiels liegen allerdings sowieso woanders. NSMB Wii überzeugt nämlich vor allem durch das geniale Leveldesign, die exzellente Spielbarkeit und erstmals auch durch einen 4-Spieler-Modus. Dieser wird im Grunde kooperativ gespielt, untereinander kämpft man jedoch um die beste Highscoreplatzierung. Da das gesamte Geschehen nicht im Splitscreen erfolgt, kann es gelegentlich zu Übersichtsproblemen kommen, insgesamt hat sich dieser Mehrspielermodus aber prima spielen lassen. Bedauerlich, dass es keinen Onlinemodus geben wird, das hätte hierbei wirklich Sinn gemacht.

Was den Umfang betrifft, wird New Super Mario Bros. Wii jeden Nintendofan zufriedenstellen. Mindestens acht Welten werden enthalten sein und zudem wurden auch viele neue Power-Ups im Spiel integriert. Außerdem wird es auch wieder einige Geheimwege zu entdecken geben. Die von Shigeru Miyamoto angekündigten Spielhilfen konnten man sich auf der GC leider noch nicht anschauen, aber Neueinstieger müssen sich in der Hinsicht keine Gedanken machen. NSMB Wii wird Veteranen fordern, Anfängern aber auch gleichzeitig einen leichten Einstieg gewähren.

Insgesamt hat uns New Super Mario Bros. Wii prima gefallen und wir sind fest davon überzeugt, dass der Titel zu einem echten Partyhit avanciert. Ein genauer Releasetermin wurde uns nicht genannt, der Titel wird aber rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft in den Läden stehen. Wir freuen uns drauf.

Ersteindruck: sehr gut

Battlefield 1943 Review (PS3 / XBOX 360)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , am August 14, 2009 von Tim

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Battlefield 1942 zählt zu den meistgespielten Onlineshootern überhaupt und hat das Genre im Jahr 2002 zudem extrem voran getrieben und populär gemacht. Knapp sieben Jahre später bekommt dieser Klassiker nun ein Remake spendiert, welches überraschenderweise nicht über den Einzelhandel, sondern den Downloaddienst vertrieben wird. Ob dieses Spiel dem Anspruch dieser Reihe gerecht wird, zeigt diese Arcadereview.

Eines vorweg: Battlefield 1943 enthält, im Gegensatz zum Original, keine KI-Bots, daher wird dieser Titel ausschließlich Online gezockt. Gameplay-technisch haben die Entwickler alles beim Alten belassen. Noch immer bekämpfen sich zwei Nationen auf pazifischen Inseln und es gilt, die auf der Insel verstreuten Flaggenpunkte zu erobern. Der Spieler kann sich hierbei zwischen drei Klassen (Infantry, Rifleman und Scout) und verschiedenen Fahrzeugen (Jeep, Panzer, Flugzeug, Boot) entscheiden, welche allesamt unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen. Insgesamt können bis zu 24 Spieler an einer Partie teilnehmen. Im Gegensatz zur Launchphase läuft das Spiel nun auch auf beiden Plattformen flüssig und der Spielspaß muss nicht mehr darunter leiden. Für eine Langzeitmotivation sorgen unterschiedliche Achievements und Onlineränge. Aktuell enthält Battlefield 1943 nur vier unterschiedliche Maps und das wäre auch so ziemlich der größte Kritikpunkt an diesem Spiel, denn auch wenn man mit den vier Maps hunderte von Stunden verbringen kann, wünscht man sich irgendwann auch mal ein anderes Setting als den Pacifik. Mithilfe von zusätzlichen Spielinhalten könnte EA dieses Manko allerdings problemlos beheben und davon ist auch stark auszugehen. Die Battlefield-Reihe hat ihren Ursprung auf dem PC, wo sich Egoshooter bekanntlich wesentlich besser steuern lassen. Aber keine Sorge, Battlefield 1943 orientiert sich an der sehr benutzerfreundlichen Steuerung von Battlefield Bad Company. Egal ob zu Fuss, mit dem Jeep, im Panzer, zu Wasser oder in der Luft: Dieses Spiel steuert sich tadellos und lässt keine Wünsche offen.

Technisch ist Battlefield 1943 etwas besonderes, denn abgesehen von Wipeout HD konnte noch kein Downloadgame eine solch hochwertige Akustik und Optik vorweisen.Verglichen mit aktuellen Shootern wie Resistance 2 oder vor allem Killzone 2 zieht das Spiel optisch allerdings den kürzeren, da es im Grunde nur auf der Battlefield Bad Company-Engine basiert. Die Animationen, Texturen und Explosionen können sich aber wirklich sehen lassen. Akustisch überzeugt das Game durch einen astreinen Soundtrack, realistische Waffensounds und natürlich einen bombigen Raumklang. Etwas anderes ist man von dieser Reihe auch nicht gewohnt. Im Großen und Ganzen ist die Technik also, vor allem für den geringen Anschaffungspreis, wirklich top. Da sollten sich andere Entwickler eine Scheibe von abschneiden.

Battlefield 1943 ist für 1200 MS Points bzw. 14,99 Euro erhältlich und zählt ohne Zweifel zu den teuersten Downloadtiteln. Dafür bekommt der Käufer aber auch so einiges geboten, denn größtenteils wirkt dieses Spiel wie ein Vollpreistitel aus dem Einzelhandel. Die Technik ist auf der Höhe der Zeit, das Gameplay ist zeitlos genial und der Onlinemodus macht einfach nur süchtig. Lediglich die Anzahl der Maps entspricht dem Umfang eines Arcadetitels.

Fazit:
Battlefield 1943 sprengt nicht ohne Grund sämtliche Verkaufsrekorde auf dem Downloadsektor, denn mit Ausnahme der geringen Mapanzahl steht der Titel beliebten Retailgames in nichts nach. Im Bereich der Downloadgames wird die Messlatte sogar regelrecht nach oben gelegt. Wer etwas für Onlineshooter übrig hat, muss sich dieses Spiel definitiv besorgen.

9/10