Archiv für September, 2009

Halo 3: ODST – Review / Test

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , am September 21, 2009 von Tim

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Das Halo-Franchise zählt mit Abstand zu den aktuell beliebtesten Spielreihen und umso erfreuter waren die Fans im vergangenen Jahr, als Bungie das Spin-Off Halo 3: ODST ankündigte. Wir konnten den Titel bereits durchspielen und verraten euch in dieser Review, ob das erfolgreiche Konzept auch ohne den Master Chief funktioniert.

Halo 3: ODST spielt zwischen den Geschehnissen des zweiten und dritten Halo-Teils. Die Allianz hat New Mombasa eingenommen und ist auf der Suche nach einem geheimen Objekt, welches den Krieg entscheiden kann. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Rookies, der Mitglied des Orbital Drop Shock Trooper-Squads ist. Bei deren Mission läuft so ziemlich alles schief und auf der Erde angekommen, ist der Spieler völlig auf sich allein gestellt. Sein Missionsziel ist es nun, zu überleben, die anderen Teammitglieder zu suchen und von diesem Schauplatz zu verschwinden.

Eines vorweg: Halo 3: ODST ist kein liebloses Addon, um an das schnelle Geld zu kommen, nein, hierbei handelt es sich um ein eigenständiges Spin-Off mit einer umfangreichen Singleplayerkampagne. Das Spiel ist dabei in zwei verschiedene Abschnitte unterteilt. In der Rolle des Rookies begibt man sich in Open-World-Manier auf die Suche nach seinen Teamkameraden und hält Ausschau nach versteckten Hinweisen. Hin und wieder bekommt man es mit einigen Patrouillen zu tun, aber im Großen und Ganzen ist der Actionanteil hier deutlich geringer. An den Zielschauplätzen angekommen, kommt es dann zu Flashbacks und der Spieler muss die Erlebnisse des jeweils gesuchten Soldaten nachspielen. Da jeder der Soldaten sich auf bestimmte Themengebiete spezialisiert hat, sind die Abläufe sehr abwechslungsreich. So gilt es in einer Mission eine Brücke in die Luft zu sprengen, während man in einer anderen wiederum im Warthog sitzend gegnerische Panzer ausschalten oder in einem völlig anderen Level seine Gegner mit Hilfe eines Scharfschützengewehrs eliminieren muss. Das Besondere bei Halo 3: ODST ist die völlig andere Spielmechanik, denn im Gegensatz zum Master Chief verfügen die Soldaten nicht über regenerierende Schilde oder andere Spezialfähigkeiten. Neben einem umfangreichen Waffenarsenal bekommen die Soldaten lediglich eine Art Nachtsichtgerät zur Verfügung gestellt. Diese ermöglicht es, dass der Spieler wesentlich durchdachter und taktischer agiert, was aufgrund der geringeren Energieleiste auch erforderlich ist. Letztere kann dann durch Medipacks wieder aufgefüllt werden. Dieses taktischere und realistischere Gameplay hat natürlich auch Auswirkungen auf den Schwierigkeitsgrad. Halo-Fans werden aber dennoch bestens damit zurechtkommen, da die Steuerung größtenteils übernommen wurde. Entgegen vieler Spekulationen ist die Singleplayerkampagne überraschend groß ausgefallen. Mit einer Spielzeit von sechs bis acht Stunden steht diese Halo 3 in nichts nach.

Dass Halo 3 bereits seit zwei Jahren regelmäßig an der Spitze der XBOX-Live-Charts anzutreffen ist, hat seinen Grund, denn der Mehrspielerpart zählte schon immer zu den Stärken dieser erfolgreichen Reihe. Im Falle von Halo 3: ODST wird aber alles bisher Dagewesene in den Schatten gestellt. Das Spiel kommt nämlich mit einer zusätzlichen DVD daher, die, mit Ausnahme der Koopkampagne, den kompletten Mehrspielerpart aus Halo 3 enthält. Sogar drei brandneue Maps sind dabei. Zusätzlich besitzt Halo 3: ODST aber auch einen eigenen Mehrspielermodus. Die komplette Kampagne kann sowohl online als auch offline kooperativ gespielt werden. Außerdem lässt der neue Firefight-Modus das Herz vieler Halo-Fans höher schlagen. Dieser lässt sich mit dem Hordemodus aus Gears of War 2 vergleichen, wirkt aber noch etwas tiefgängiger. Mit bis zu vier Spielern gilt es hier, eine Gegnerwelle nach der anderen zu besiegen. Doch Vorsicht: Der Munitionsvorrat ist nur sehr begrenzt und muss unter allen aufgeteilt werden. Dieser Modus erfordert also jede Menge Taktik und Teamplay und genau das macht ihn zu einem der coolsten Mehrspielermodi, den es in Halo je gegeben hat.

Technisch basiert ODST natürlich auf der zwei Jahre alten Halo 3-Engine. Für viele mag das nicht allzu positiv klingen, aber es hat auch seine guten Seiten. Dadurch konnten sich die Entwickler nämlich mehr auf den Feinschliff konzentrieren. Und in der Tat sieht Halo 3: ODST etwas schärfer und detaillierter als sein großer Bruder aus. Vor allem die Effekte sind nun viel zahlreicher vorhanden und tragen einiges zur etwas dunkleren Atmosphäre bei. Weniger überzeugend sind hingegen die Animationen und Charaktermodelle der Protagonisten. Verglichen mit aktuellen Genrevertretern wirken diese stark in die Jahre gekommen und alles andere als authentisch. Ansonsten wird Halo 3: ODST die Fans in dieser Hinsicht absolut zufriedenstellen. Der Sound legt sogar noch eine Schippe drauf. Dank der stimmigen Dolby Digital Spur wird die Anlage so richtig beansprucht und es rumst aus allen Lautsprechern. Der Soundtrack ist, verglichen mit den Hauptteilen, erfrischend anders und passt super zum Spielgeschehen. Einzig die deutsche Synchronisation kann wieder mal nicht vollständig überzeugen. Viele Sprecher wirken sehr lieb- und emotionslos, während andere hingegen viel Leidenschaft reingesteckt haben.

Fazit:
Mit Halo 3: ODST ist den Jungs von Bungie ein großartiges Spin-Off gelungen, welches eindrucksvoll beweist, dass Halo auch ohne den Master Chief jede Menge Spaß machen kann. Das etwas düsterere Setting und die taktische Spielmechanik tun der Serie sogar ausgesprochen gut und bringen viel Abwechslung in das Franchise. Die größte Stärke von Halo 3: ODST ist aber das Preis-/Leistungsverhältnis. Für knapp 45 Euro bekommt man eine umfangreiche Singleplayerkampagne, zwei geniale Koopmodi, einen Beta-Zugang zu Halo Reach und den kompletten Multiplayerpart aus Halo 3. Es spricht also rein gar nichts gegen diese Anschaffung, im Gegenteil, Halo 3: ODST ist eines DER Must-Haves in diesem Jahr. Halo-Fans werden absolut begeistert sein.

9/10

Supercar Challenge – Review / Test

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , am September 21, 2009 von Tim

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Durch kommende Rennspielhighlights wie Dirt 2, Need for Speed Shift, Forza Motorsport 3 oder Gran Turismo 5 wird vermutlich niemand Supercar Challenge aus dem Hause System 3 auf der Rechnung gehabt haben. Die folgende Review erklärt allerdings genauer, warum es sich bei dieser Low-Budget-Produktion um einen Geheimtipp handelt.

Supercar Challenge ist der indirekte Nachfolger des sehr unterschätzten Ferrari Challenge, welches, genau wie Supercar Challenge, exklusiv für die Playstation 3 erschienen ist. Folgende Spielmodi sind vorhanden: Ein Karrieremodus, einzelne Rennen, ein Turniermodus und zu guter letzt ein Arcademodus. Der Karrieremodus stellt natürlich das Herzstück dieses Spiels dar. Dieser ist in fünf verschiedene Stufen unterteilt und es gilt, jeweils unterschiedliche Rennbedingungen zu erfüllen. um mit den verdienten Rennpunkten zur nächsten Stufe gelangen zu können. Manchmal muss eine bestimmte Anzahl an Siegen oder Podiumsplätzen erzielt werden, ein anderes Mal muss der Rennwagen unbeschadet im Ziel ankommen oder ein kniffliges Regenrennen überstehen. Das Problem bei Supercar Challenge ist aber leider der geringe Umfang und darunter muss vor allem der Karrieremodus leiden. Die 22 Strecken sind zwar prima umgesetzt und sorgen für viel Spielspaß, aber für einen ausführlichen und packenden Karrieremodus sind es doch zu wenige Strecken. Trotzdem muss man die Entwickler loben, denn mit Spa, Montreal, Hockenheim, Silverstone, dem Nürburgring und Monza sind sehr interessante Strecken, die man auch aus der Formel 1 kennt, vorhanden. Viel schlimmer sieht es bei der Wagenauswahl aus. Insgesamt sind 44 verschiedene Fahrzeuge im Spiel vertreten und neben Marken wie Ferrari sind nun auch Aston Martin, Mercedes, McLaren und Chevrolet mit von der Partie. Jedoch macht Ferrari mit 35 Fahrzeugen den größten Teil aus und diese Wagen konnte man bereits im Vorgänger fahren. Hier wird deutlich, dass es sich bei Supercar Challenge um eine Low-Budget-Produktion handelt. Immerhin kann hier der Spieler, ähnlich wie in Forza 2, seinem Wagen individuelle Lackierungen verpassen. Der Editor ist jedoch kein Vergleich zu dem aus Forza 2.

Das absolute Highlight dieses Spiels ist das tolle Fahrverhalten. Simulationsfreaks werden hier voll auf ihre Kosten kommen, weil das Spiel in dieser Hinsicht locker mit Gran Turismo oder Forza konkurrieren kann und sich unglaublich realistisch steuert. Dank verschiedenen Fahrhilfen wird das Spiel aber auch erstmals Neulingen zugänglich gemacht. Jedoch spielt es sich selbst hiermit anspruchsvoller als die meisten Arcaderacer. Die KI der Mitstreiter agiert im übrigen ziemlich intelligent. Die Steuerung funktioniert tadellos und lässt keine Wünsche offen. Lokal wird ein Zwei-Spieler-Splitscreen-Modus ermöglicht, online hingegen können Rennen mit bis zu 16 Spielern ausgetragen werden. Und hier handelt es sich auch schon um den nächsten, großen Pluspunkt von Supercar Challenge. Der Onlinemodus funktioniert fehlerfrei und macht jede Menge Spaß. In drei Stunden Onlinespielzeit kam es nie zu störenden Lags und man merkt deutlich, dass sich hier eine kleine, aber feine Community aufgebaut hat.

Verglichen mit dem Vorgänger sind optisch einige Verbesserungen erkennbar. Das Spiel wirkt nun viel realistischer und läuft im Gegensatz zu Ferrari Challenge nun auch absolut flüssig. Die Wagenmodelle sind hübsch modelliert und gut texturiert und die Regeneffekte sowie die Cockpitperspektive können sich echt sehen lassen. Neben der Strecke wirkt alles aber sehr lieblos und insgesamt liefert Supercar Challenge grafisch zwar eine gute Leistung ab, kann aber nicht im geringsten mit aktuellen Rennspielhits mithalten. Die Wagensounds wirken auf den ersten Blick ziemlich realistisch, ich habe mir aber sagen lassen, dass vor allem die Ferraris in Echt völlig anders klingen.

Fazit:
Supercar Challenge wird es sicherlich nicht mit einem Gran Turismo 5 oder Forza 3 aufnehmen können, aber Fans von Rennsimulationen wird es aufgrund des tollen Fahrverhaltens, den weltbekannten Strecken und des gut gelungenen Onlinemodus sehr viel Freude bereiten. Einzig die geringe Anzahl an Boliden, sowie die nur leicht überdurchschnittliche Technik verhindern eine höhere Wertung. Ein kleiner Geheimtipp ist das Spiel aber dennoch.

7,5/10

Wolfenstein Review (XBOX 360 / PS3 / PC)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , am September 21, 2009 von Tim

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Ganz acht Jahre ist es her, als mit Return to Castle Wolfenstein der letzte Wolfenstein-Teil veröffentlicht wurde. Nun kehrt die Mutter aller Egoshooter auf PC, PS3 und XBOX 360 zurück. Welche Entwicklung die Serie durchgemacht hat und ob das Spiel überhaupt mit aktuellen Genrevertretern mithalten kann, zeigt diese Review.

In Wolfenstein schlüpft der Spieler in die Rolle des amerikanischen Soldaten polnischer Herkunft William ‘B.J.’ Blazkowicz. Er hat den Auftrag, die Nazis (die in diesem Spiel Wölfe genannt werden) mit Hilfe einer Untergrundbewegung aus dem Örtchen Isenstadt zu vertreiben und den Einsatz ihrer gefürchteten Superwaffe zu verhindern. Wirklich einfallsreich ist diese Story natürlich nicht, aber sie ist dank der abgefahrenen Sci-Fi-Elemente so herrlich trashig, dass sie einem unterhaltsamen B-Actionmovie gleichkommt. Dieser Flair ist auch einer der größten Pluspunkte dieses Spiels.

Spielerisch darf man bei Wolfenstein auf keinen Fall ein Gameplay der Marke Modern Warefare oder Killzone 2 erwarten. Innovationen sucht man hier vergebens. Wolfenstein spielt sich wie ein Egoshooter der alten Schule. Sprich: Der Ablauf ist sehr linear und unkompliziert gehalten, es wird größenteils auf Rätsel verzichtet und der Fokus liegt ganz klar auf temporeicher Action. Ganz wie man es auch von den Vorgängern oder Titeln wie Doom gewöhnt ist. Dieses altmodische Gameplay bringt aber auch bekannte Mankos mit sich. Da wären zum Beispiel eine kaum vorhandene Gegner-KI, respawnende Gegner und ein teilweise spartanisches Leveldesign. Andererseits punktet das Spiel durch abwechslungsreiche Schauplätze (Krankenhaus, Bauernhof, Schloss, Kirche, Bahnhof usw.), viele verschiedene Gegnertypen und ein sehr interessantes Waffenarsenal. Von bekannten Waffen wie der MP40 oder einem Flammenwerfer bis hin zu einem Teslagewehr oder einer Partikelkanone bleiben hier keine Wünsche offen. Innerhalb das Spiels sind neben geheimen Akten und Büchern auch Goldpakete versteckt, mit diesen lassen sich dann sogar Waffenupgrades finanzieren. Das erhöht die Munitionskapazität, die Zielgenauigkeit und natürlich auch den Schaden der Waffen. Zugleich wird der Spieler dazu motiviert, während dem Durchspielen auch mal die ein oder anderen Ecken genau zu durchsuchen.

Das bereits eingangs erwähnte, abgefahrene Sci-Fi Szenario ermöglicht es, dass unser Protagonist vier so genannte Schleierfähigkeiten benutzen kann. Damit kann er kurzzeitig ein Schutzschild aktivieren, den Schaden der Waffen erhöhen, die Zeit anhalten oder einfach nur das Spiel in einer Nebenweltsicht bestreiten um die Schwächen der Gegner genauer zu erkennen. Das alles ist natürlich auch in anderen Spielen vorhanden, aber es sorgt für mehr Abwechslung und eine bessere Einzelspielererfahrung. Das Gegenteil bewirken leider die total überflüssigen Open-World-Elemente die nur für unnötig lange Laufwege sorgen und aufgrund der geringen Anzahl an Nebenmissionen keinen Sinn ergeben. Aber auch trotz der wenigen Nebenmissionen zählt Wolfenstein mit einer Spielzeit von acht bis zehn Stunden (für heutige Verhältnisse) zu den etwas längeren Egoshootern.

Der Mehrspielermodus stellt leider die größte Schwäche dieses Spiels dar. Während id Software die Jungs von Raven Software damit beauftragt hat, den Singleplayerpart zu entwickeln, sind die Endrant Studios für den Mehrspielerpart verantwortlich. Das hier zwei verschiedene Entwickler am Werke waren, merkt man auch schon auf den ersten Blick, denn optisch wirken die beiden Parts wie zwei verschiedene Spiele, da die Grafik im Multiplayermodus stark zurückgeschraubt wurde. Aber auch spielerisch kann der Mehrspielermodus nicht überzeugen. Wer zum Beispiel öfters Enemy Territory gezockt hat, wird schockiert darüber sein, dass es nur noch drei verschiedene Klassen (Engineer, Soldier und Medic) gibt. Viele Spielmodi bekommt der Spieler leider auch nicht geboten. Entweder kann man hier ein normales Team Deathmatch absolvieren, oder es gilt irgendwas zu zerstören bzw. zu verteidigen. Insgesamt kommt hier (anders als in den Vorgängern) einfach kein richtiger Spielspaß auf und das Ganze wirkt extrem unfertig.

Wolfenstein basiert auf der Doom 3-Engine. Das Spiel zwar immer noch gut aus und hat so manche optische Highlights parat, wirkt im Großen und Ganzen aber doch in die Jahre gekommen. Vor allem die Städte wirken sehr altbacken. Überzeugender sind hingegen die coolen CGI-Zwischensequenzen die die Story vorantreiben. Der Sound hinterlässt jedoch einen viel besseren Eindruck. Die Dolby Digital-Spur lässt es so richtig krachen und die musikalische Untermalung ist sehr stimmig und hörenswert. Einzig die deutsche Synchronisation wirkt lieblos.

Fazit:
Was das Gameplay betrifft, ist die Mutter aller Egoshooter noch nicht so recht in der Nextgen angekommen, das hat jedoch auch was gutes, denn Fans von unkomplizierter Oldschool-Action werden hier bestens bedient werden. Hinzu kommen die trashige, aber extrem unterhaltsame Story, die für B-Movie-Flair sorgt und das abwechslungsreiche und aufrüstbare Waffenarsenal in Verbindung mit den Spezialfähigkeiten. Optisch merkt man aber leider, dass die Engine stark in die Jahre gekommen ist und den Mehrspielerpart sollte man am besten ganz ignorieren. Wer die Vorgänger oder andere Titel aus dem Hause id Software aber gerne gespielt hat, der kann auch hier bedenkenlos zugreifen.

8/10

Tales of Vesperia Review (XBOX 360)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele am September 21, 2009 von Tim

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Fans von japanischen Rollenspiele sind zur Zeit mit der XBOX 360 am besten beraten, da hier aktuell die meisten Spiele dieser Art vertreten sind. Aber ein wirkliches Highlight hat bislang noch nicht den Weg in die Nextgen gefunden. Weder ein Blue Dragon, noch ein Lost Odyssey oder Last Remnant konnten 100%ig überzeugen. Tales of Vesperia hingegen hat das Zeug zum ersten echten J-RPG-Highlight. Wie sich die neue Rollenspielhoffnung schlägt, erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Tales of Vesperia spielt in einer Welt namens Terca Lumireis in der die Zivilisation abhängig von dem Blastia, einer uralten Technologie, ist. Die Technologie wird von der Regierung gesteuert und ermöglicht eine Art Schutzbarriere, welche die Städte vor Monsterangriffen schützt. Leider wird die Unterschicht von der Regierung stark vernachlässigt, was zu Unzufriedenheit im Volke führt. Als in der Unterschicht dann sogar die wichtige Blastiatechnologie gestohlen wird und die Regierung nur tatenlos zusieht, übernimmt der mutige und ehemalige Ritter Yuri die Initiative und begibt sich auf die Jagd nach dem Dieb.

Mehr zur Story möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten, schließlich sollt ihr von nervigen Spoilern verschont bleiben. Fakt ist allerdings, dass ich bis jetzt in keinem japanischen Nextgen-Rollenspiel eine so gute Story erleben durfte. Die Geschichte ist nicht nur wunderschön und extrem spannend, sondern auch sehr humorvoll. Sicherlich wird einem vieles aus anderen Rollenspielen bekannt vorkommen, aber die Story hat auch viele Wendungen und Überraschungen parat, sogar jede Menge Sozialkritik ist vorhanden. Das gleiche gilt für die Charaktere auf die Yuri im Laufe des Spiels trifft. Manche erwecken die Wut im Spieler, andere wiederum Zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht oder wieder andere Sorgen für Tränen in den Augen. In Tales of Vesperia wird man in diese zauberhafte Märchenwelt hineingezogen und möchte so schnell nicht mehr heraus. Und das ist auch eines der größten Komplimente die man einem Rollenspiel machen kann.

Doch gehen wir etwas näher auf das Gameplay, speziell das Kampfsystem, ein. Vielen wird es ein wenig bekannt vorkommen, denn es ähnelt Eternal Sonata ziemlich stark. Auch Tales of Vesperia kommt mit einem Echtzeit-Kampfsystem daher, welches dafür sorgt, dass die Kämpfe dynamischer und actiongeladener werden. ToV spielt sich dadurch quasi wie ein Mix aus Prügler und Rollenspiel, was frischen Wind ins Genre bringt. Natürlich spielt die Taktik aber immer noch eine sehr wichtige Rolle. Auf Wunsch kann man allerdings auch in den Automatikmodus wechseln, in dem die Figuren selbstständig nach der vom Spieler entworfenen Taktik agieren. Wie es sich für ein gutes Rollenspiel gehört, enthält Tales of Vesperia auch unzählige Tränke, Waffen, Rüstungen und Spezialfähigkeiten. Die Charakterentwicklung bei diesem Spiel ist enorm komplex und lässt das Herz vieler Rollenspielfans höher schlagen. Die so genannten Artes-Fähigkeiten stellen die wichtigsten Spezialfähigkeiten dar. Sie ermöglichen Heil- und Angriffzauber oder auch spezielle Schläge. Dank einer Shortcut-Funktion können sie sogar Schnelltasten zugewiesen werden, damit der Spieler sie wesentlich leichter abrufen kann. Überhaupt ist die Steuerung bei Tales of Vesperia super einsteigerfreundlich und wird Einsteigern keinerlei Probleme bereiten. Anders sieht es jedoch beim Schwierigkeitsgrad aus. Dieser ist etwas unausgewogen. Ein kleines Beispiel gefällig? Ziemlich früh im Spiel trifft man nämlich auf den stärksten Endboss im Spiel und die Savepoints sind teilweise etwas merkwürdig verteilt. Trotzdem zählt das Spiel verglichen mit anderen Genrevertretern zu den einfacheren J-RPGs und nach ein paar Versuchen geht auch der stärkste Endboss zu Boden. Rollenspieltypisch enthält ToV jede Menge Haupt- und Nebenquests und die Spielzeit ist riesig. Mindestens 80 Stunden wird man sicherlich beschäftigt sein. Die 60 Euro sind also prima angelegt.

Blickt man mal genauer auf die Rückseite des Spiels, fällt einem sofort ein für J-RPGs untypisches Feature auf: Ein Koop-Modus für bis zu vier Spieler. Dieser ist zwar sehr spaßig, aber im Grunde nur für Zwischendurch geeignet, denn lediglich in den Kämpfen kommen die Mitspieler zum Einsatz. Trotzdem ist es mal was neues, gemeinsam mit Freunden so ein Abenteuer zu absolvieren. Bandai Namco ist ja auch für etwas ungewöhnliche Downloadscontents bekannt, das trifft auch auf Tales of Vesperia zu, denn über den XBOX Live Marktplatz kann der Spieler gegen Microsoftpunkte Levelaufstiege, Items oder sogar Geldeinheiten erwerben. Für meinen Geschmack ist das etwas übertrieben und überflüssig, aber Anfängern kann dies andererseits auch aus der Patsche helfen.

Die Grafik von Tales of Vesperia ist die reinste Augenweide. Das Spiel verwendet einen ähnlichen Animelook wie in Eternal Sonata, der Unterschied liegt aber darin, dass man hier sogar echte Animesequenzen zu Gesicht bekommt und das Charakterdesign hier wesentlich hübscher ist. Kein Wunder, stammt es doch vom bekannten Mangakünstler Kosuke Fujishima, welcher sich auch für Oh My Goddess verantwortlich zeichnet. Die Schauplätze sind außerdem sehr abwechslungsreich und bunt gestaltet. Insgesamt überzeugt das Spiel optisch einfach auf ganzer Linie. Am Sound gibt es aber auch nur wenig zu bemängeln. Die Hintergrundmusik passt perfekt zum Spielgeschehen und die englische Sprachausgabe ist überraschend gut gelungen. Schade nur, dass man hier keine japanische geschweige denn eine deutsche Synchronisation auswählen kann. Immerhin ist das Spiel mit deutschen Untertiteln versehen.

Fazit:
Kurzum: Tales of Vesperia ist das zurzeit beste japanische Rollenspiel auf der XBOX 360. Das Spiel ist nicht nur extrem umfangreich, sondern bietet auch noch ein temporeiches Kampfsystem, sowie eine komplexe Charakterentwicklung. Die Story zählt mit zum Besten in diesem Genre, die Charaktere wachsen einem sofort ans Herz und der Animelook ist einfach wunderschön. Hinzu kommen eine gelungene Sprachausgabe, ein toller Soundtrack und zu guter letzt ein spaßiger Koop-Modus für Zwischendurch. Ich denke mehr kann sich ein Rollenspielfan nicht wünschen. Wer sich auch nur im geringsten für Rollenspielkost aus Fernost interessiert, muss sich dieses Spiel unbedingt zulegen.

9/10

Another Code R Review (Wii)

Veröffentlicht in Reviews, Spiele mit Tags , , , am September 21, 2009 von Tim

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Adventures sind dank Wii und Nintendo DS wieder voll im Trend. Vor allem das Entwicklerstudio CING konnte das Genre um Highlights wie Hotel Dusk: Room 215 und Another Code bereichern. Letzteres bekommt nun mit Another Code R einen Nachfolger exklusiv für Nintendo Wii. Wir haben dieses Adventure ausführlich für euch getestet.

Die 16-jährige Ashley hat es wirklich nicht einfach. Im Alter von drei Jahren ist ihre Mutter unter mysteriösen Umständen ermordet worden und ihr Vater, der wie ihre Mutter von Beruf Wissenschaftler ist, hat lediglich seine Forschungen im Kopf. Umso überraschender ist es dann, als Ashley von ihrem Vater eine Einladung zu einem Campingausflug erhält. Doch kurz nach ihrer Ankunft wird deutlich, dass dies kein gewöhnlicher Versöhnungsausflug ist. Diesen Ort haben Ashley und ihre Mutter kurz vor deren Tod aufgesucht und dieser Ausflug dient ausschließlich dazu, dass Ashley Erinnerungen in Form von kurzen Flashbacks zurückerlangt. Nur so kann sie das Geheimnis um den mysteriösen Tod ihrer Mutter lüften. Eine spannende Reise in die Vergangenheit beginnt.

Another Code R spielt zwar zwei Jahre nach den Geschehnissen des DS-Vorgänger, aber keine Sorge, selbst wenn man diesen Teil nicht gespielt hat, kommt man hier bestens zurecht, da die Story in Form von Zusammenfassungen wiederholt wird. Das Spiel gehört zwar dem Adventuregenre an, lässt sich aber eher als ein interaktiver Roman betiteln. Soll heißen: Der eigentlich Spielanteil ist deutlich geringer als bei anderen Genrevertetern. Die meiste Zeit verbringt der Spieler mit dem Lesen. Was im Grunde nicht weiter stört, denn die Charaktere sind ausgesprochen interessant, die Dialoge größtenteils sehr informativ und die Story stellt die absolute Stärke dieses Titels dar. Fans von Adventurespielen wird dieser große Leseanteil wenig Probleme bereiten, bei Anfängern kann es jedoch gut sein, dass das ein oder andere Mal Langeweile aufkommt. Vor allem weil einige Dialoge sich wie ein Kaugummi ziehen und zum Teil sehr belanglos sind.

Der Spielverlauf ist logischerweise ziemlich linear gehalten, was den Einstieg für Anfänger wiederum erleichtert. Überhaupt scheint der Schwierigkeitsgrad in Another Code R eher gering zu sein. Die Rätsel sind allgemein zwar sehr nett, größtenteils aber viel zu einfach. Die größte Schwäche des Vorgängers, nämlich eine Spielzeit von gerade mal fünf Stunden, wurde zum Glück völlig ausgemerzt. Die Spielzeit hat sich sogar verfünffacht, denn von 20 bis 25 Stunden Spielzeit sollte man hier mindestens ausgehen. Das ist zugleich auch ein kleiner Indiz dafür, dass hier vieles unnötig in die Länge gezogen wird. Die Steuerung von Another Code R ist denkbar simple. Auf den Nunchuk wird komplett verzichtet und alles erfolgt über die Wiimote, ganz wie man es von anderen Adventurespielen kennt. Hin und wieder kommen natürlich auch die Bewegungssensoren zum Einsatz, was den Spielfluss etwas auflockert.

Another Code R kann sich optisch wirklich sehen lassen. Es unterstützt den 480p bzw. 60 Hz-Modus, bietet einen sehr gelungenen Cell-Shading-Look, sowie ein wunderschönes Charakterdesign. Man merkt wie die Welt mit viel Liebe zum Detail erstellt worden ist, auch wenn manche Texturen etwas lieblos und matschig wirken. Der Soundtrack ist zwar alles andere als abwechslungsreich, hat aber eine sehr entspannende Wirkung. Aufgrund der hohen Textmenge ist es allerdings ausgesprochen bedauerlich, warum dieses Spiel nicht synchronisiert worden ist. Es hätte dem Spiel nämlich wirklich gut getan und so manchen Lesefaulen vor dem Einschlafen gehindert. Das ist mal wieder typisch Nintendo.

Fazit:
Auch mit Another Code R ist den Entwicklern aus dem Hause CING ein tolles Adventurespiel gelungen. Die Story mitsamt ihrer interessanten Charaktere reißt einen mit, auch wenn hier so manches ein wenig in die Länge gezogen wird. Die Rätsel sind zwar etwas leicht, fordern im Großen und Ganzen aber auch erfahrene Spieler. Einzig die fehlende Synchronisation und der damit verbundene hohe Leseaufwand wird so manchen Spieler am Kauf hindern. Ansonsten aber werden Adventurefans mit diesem Spiel sehr viel Spaß haben.

7,5/10

Wolfenstein (XBOX 360 / PS3 / PC)

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , am September 4, 2009 von Tim

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Pro:
- unkomplizierter Oldschool-Ballerspaß
- trashige Story mit B-Movie Flair
- ordentlicher Umfang
- ausgefallene Waffen
- abwechslungsreiche Gegner
- interessante Spezialfähigkeiten
- Waffenupgrades sorgen für Sammelfieber
- perfekte Bedienbarkeit
- gute Physikengine

Contra:
- überflüssiges und unfertig wirkendes Open-World-Feature
- technisch zwar größenteils überzeugend, aber nicht auf der Höhe der Zeit
- enttäuschender Multiplayermodus
- wird spielerisch einigen zu altmodisch sein

Fazit:
Verglichen mit Genregrößen wie Killzone 2 oder Modern Warfare zieht Wolfenstein selbstverständlich den kürzeren, wenn man allerdings (wie ich) auf unkomplizierten Ballerspaß der 90er Jahre steht, dann wird man mit diesem Spiel nicht enttäuscht werden. Die Singleplayerkampagne ist knallbunt, durchgedreht, humorvoll und einfach mal eine Abwechslung zu den anderen, ernsten WW2-Titeln. Schade nur, dass der Mehrspielerpart so verhunzt wurde.

8/10

Final Fantasy XIII Preview

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , , am September 3, 2009 von Tim
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Wer sich auch nur im Entferntesten für japanische Rollenspiele interessiert, der dürfte Final Fantasy XIII auf seiner Most-Wanted-Liste ganz oben stehen haben. Wir bekamen die Gelegenheit, uns von der Qualität von FFXIII selbst zu überzeugen und konnten Yoshinori Kitase und Motomu Toriyama einige Fragen stellen.

Das Wichtigste bei einem Rollenspiel ist selbstverständlich die Story, über die wir aber leider auch nicht allzu viel berichten können, da uns lediglich kurzes Gameplaymaterial gezeigt wurde. Kitase und Toriyama versicherten aber, dass die Story den Vorgängern qualitativ in nichts nachsteht.

Gleiches gilt für den Umfang. Allein für die Hauptstoryline wird der Spieler zwischen 40 und 50 Stunden benötigen. Absolviert man zusätzlich noch die Nebenmissionen, wird Final Fantasy XIII locker doppelt so lange über den Bildschirm flimmern. Im Gegensatz zu anderen RPGs soll man in Final Fantasy XIII auch nicht von nervigen “Auflevel-Passagen” genervt werden und allgemein soll die Final Fantasy-Reihe Anfängern zugänglicher gemacht werden. Neueinsteiger können somit zum Beispiel Gebrauch von einem vereinfachten Kampf- und Zaubersystem machen, während Experten natürlich auf die komplexere Variante zurückgreifen können. Neu ist zudem die Möglichkeit, die rundenbasierten Kämpfe neustarten zu können, womit es zu weniger Frustmomenten kommen wird.

Insgesamt hat Final Fantasy XIII spielerisch einen grandiosen Eindruck hinterlassen, das etwas schnellere und actionlastigere Gameplay scheint der Serie gut zu tun und technisch hat die Serie natürlich enorme Fortschritte gemacht. Besonders hervorzuheben sind die wunderschön modellierten Charaktere und die sehr authentischen Gesichtszüge. Optisch soll es übrigens laut Yoshinori Kitase keine großen Unterschiede zwischen den beiden Nextgen-Konsolen geben.

Auf die Frage hin, ob man in der fertigen Version alternativ auf die japanische Sprachausgabe zurückgreifen kann, gab es leider ein freundliches “Nein”. Die englische Sprachausgabe sei qualitativ so gut, dass eine japanische Synchronisation für Fremdsprachige überflüssig wäre.

Zukünftige Downloadcontents schließt Kitase auch eher aus, was man bei diesem riesigen Umfang aber auch locker verschmerzen kann.

Final Fantasy XIII hat uns insgesamt ziemlich beeindruckt und wir sind fest davon überzeugt, dass es sich hierbei um DAS J-RPG der nächsten Jahre handeln wird. Fans müssen sich noch bis zum Frühjahr 2010 gedulden, dann wird das Meisterstück in Europa nämlich für Xbox 360 und PS3 in die Läden kommen.

Ersteindruck: genial

Gran Turismo Mobile / Gran Turismo 5 Preview

Veröffentlicht in Angespielt, Spiele mit Tags , , , am September 3, 2009 von Tim

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Waschechte Racingfans dürften mit der diesjährigen GamesCom wohl vollends zufrieden gewesen sein, denn neben Highlights wie Need for Speed: Shift, Forza 3 oder Colin McRae: Dirt 2 konnte man sogar Gran Turismo Mobile und Gran Turismo 5 anspielen. Welchen Eindruck die beiden Sony-Systemseller hinterlassen haben, zeigt diese kurze Preview.

Wer denkt, dass es sich bei Gran Turismo Mobile nur um eine abgespeckte Fassung des großen Bruders handelt, der irrt sich gewaltig. In Puncto Umfang kann es der Titel nämlich locker mit den meisten Konsolenracern aufnehmen. Unglaubliche 800 Autos werden in der finalen Fassung enthalten sein, insgesamt 60 verschiedene Streckenvarianten werden fahrbar sein. Profis müssen natürlich ohne ein Force Feedback auskommen, können aber beruhigt sein, denn sowohl auf der PSPgo, als auch auf der normalen PSP steuert sich Gran Turismo Mobile gewohnt realistisch. Das Fahrverhalten orientiert sich im übrigen nicht an Gran Turismo 4, sondern an Gran Turismo 5. Je nachdem wie man den Wagen bzw. das Spiel konfiguriert ist es eine echte Herausforderung den Boliden nicht von der Strecke abkommen zu lassen.

Technisch erwartet man natürlich so einiges von Gran Turismo Mobile. Die Entwickler sind zwar Meister auf diesem Gebiet, können aber auch keine Wunder vollbringen. Deshalb erreicht Gran Turismo Mobile nicht ganz PS2-Niveau, stellt jedoch alle anderen PSP-Racer in den Schatten. Die Wagen sind klasse modelliert und auch die neue Cockpitperspektive sieht spitze aus, nur mussten die Zuschauer und die Landschaften darunter leiden. Diese wirken nämlich viel zu steril. Aber das wären auch so ziemlich die einzige Mankos, insgesamt sind wir vom “Handtaschen Gran Turismo” nämlich schwer begeistert.

Fans der Serie sollten sich schonmal den Oktober vormerken. Käufer der PSPgo bekommen den Titel übrigens geschenkt. Zu guter letzt möchten wir uns auch noch ein wenig Gran Tursimo 5 widmen. Hierzu schreiben wir bewusst weniger, weil man das meiste bereits aus der Prologue Fassung kennen dürfte. Neu war allerdings ein verbessertes Schadensmodell, welches uns deutlich besser gefallen hat als bei Forza 3. Ohne Zweifel, der Titel spielt sich prima, wirkt extrem realistisch und sieht zudem auch Bombe aus, aber ob Gran Turismo 5 in all diesen Punkten Forza 3 schlagen wird, muss sich erst noch herausstellen. Hinsichtlich des Umfangs wird Gran Turismo 5 aber definitiv neue Maßstäbe setzen. In jedem Fall werden beide Rennspielfraktionen bestens bedient sein.

Ersteindruck: genial