Devil May Cry 4 – Review / Test (XBOX360/PS3)

22 Mrz

Bislang handelte es sich bei Devil May Cry um eine Playstation-exklusive Spielereihe. Mit dem vierten Teil hat sich dies aber völlig geändert. Sowohl auf der Playstation 3 als auch der XBOX 360 machen Dante und Nero den Dämonen das Leben schwer. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie gut Capcom der Nextgen Einstieg dieser erfolgreichen Serie gelungen ist. Ein guter Grund, sich den Titel mal genauer anzusehen…

Der Spieler schlüpft zu Beginn des Spiels in die Rolle des neuen Charakters Nero. Dieser nimmt gerade an einer Zeremonie zu Ehren des Helden Sparda (Vater von Dante) teil, als plötzlich Dante hereinstürmt und ein Blutbad anrichtet. Und so macht sich Nero auf, um Dante aufzuhalten. Das klingt jetzt zwar alles sehr simpel, ich kann an dieser Stelle aber schonmal versichern, dass man im Verlauf des Spieles mit so manchen spannenden Wendungen rechnen darf. Und natürlich darf man später auch wieder Dante spielen. Zu Beginn muss der Spieler jedoch mit Nero vorlieb nehmen.

Obwohl sich beide Charaktere leider ziemlich ähnlich sehen, verfügen sie aber über unterschiedliche Fähigkeiten. So hat der Spieler bei Dante die Möglichkeit zwischen verschiedenen Kampfstilen zu wechseln, während Nero einen dämonischen Arm namens Devil Bringer besitzt, den man sowohl im Kampf als auch als Greifhaken einsetzen kann.

Am Spielprinzip haben die Entwickler zum Glück wenig geändert. Devil May Cry 4 spielt sich noch fast genau so, wie der geniale erste Teil. Und das ist auch gut so. Der Reiz am Spiel ist also nach wie vor, seine Gegner so stylisch wie möglich zu eliminieren, um eine möglichst gute Bewertung zu erhalten. Hin und wieder bringen einige Rätseleinlagen und Bossfights Abwechslung in den Spielverlauf. Mit Hilfe der eingesammelten Orbs lassen sich auch wieder neue Moves und Fähigkeiten, sowie wichtige Gegenstände erwerben. Der Schwierigkeitsgrad wurde dieses Mal gut angepasst, damit man das Spiel auch Anfängern schmackhaft machen kann. Selbstverständlich werden aber auch die erfahreneren Spieler gefordert. Und das nicht nur mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, sondern auch mit knackigen Bonusmissionen.

Das Kampfsystem lässt sich sowohl für Einsteiger, als auch für Profis anpassen, und dürfte überhaupt keine Probleme machen. Nero’s und Dante’s Aktionen gehen allesamt locker von der Hand. Etwas kritisch wird es nur, wenn die Kamera wieder einmal spinnt und die Übersicht verloren geht. Außerdem wird der Spielspaß etwas durch das nervige Backtracking gemindert. Alle Spielorte müssen leider wiederholt aufgesucht werden und so kommt eine gewisse Eintönigkeit auf. Nach sechs bis acht Stunden ist das Abenteuer aber dann auch schon beendet. Einige Extras werden zwar nach dem Durchspielen freigeschaltet, etwas mehr Umfang wäre dennoch wünschenswert gewesen. Zum Glück verfügt Devil May Cry 4 wenigstens über eine Online Highscoreliste.

Richtig genial ist den Entwicklern die grafische Umsetzung des Titels gelungen. Selten präsentierte sich ein Spiel so stylisch wie eben Devil May Cry 4. Das Charakterdesign ist einfach der Wahnsinn, die Zwischensequenzen großartig inszeniert und auch die Umgebung kann sich richtig sehen lassen. Ruckeleinlagen sind so gut wie nicht vorhanden und die gelungenen Animationen der Spielfiguren runden das Ganze dann ab. Einziger Kritikpunkt: einige Levels wirken lieblos gestaltet und es fehlt ein wenig an Abwechslung. Abgesehen davon ist DMC4 grafisch ein Brett. Soundtechnisch macht das Spiel eigentlich auch nichts falsch. Die englische Synchronisation ist mal wieder rundum gelungen und die Soundeffekte kommen in gewohnt guter Qualität daher. Richtig nervig ist jedoch, dass sich die Kampfmusik ständig wiederholt. So gibt es im Prinzip nur zwei Lieder (für jeden Charakter eines) und das geht einem, vor allem im späteren Spielverlauf, schon etwas auf den Geist. Hier wäre ein umfangreicher, rockiger Soundtrack echt wünschenswert gewesen.

Fazit:
Das Nextgendebüt von Devil May Cry ist Capcom voll und ganz geglückt. Anders als zum Beispiel beim kürzlich erschienenen Turok haben die Entwickler wenig am Setting und Gameplay geändert und verlassen sich auf das erfolgreiche Rezept der Vorgänger. Grafisch wurde alles zeitgemäß angepasst und DMC4 überzeugt mit einer nahezu fehlerfreien Optik, die so ziemlich jeden Fan vom Hocker reißen dürfte. Und bis auf das etwas störende Backtracking, die relativ kurze Spieldauer und den sich ständig wiederholenden Soundtrack gibt es kaum etwas wenig an dem Spiel zu bemängeln. Sollte man also wieder richtig Lust auf gute Actionkost haben, so ist Devil May Cry 4 definitiv das richtige Spiel. Kein Spiel auf dem Markt hat so viel Style, wie dieses hier!

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