Golden Axe: Beast Rider Review (XBOX 360 / PS3)

27 Nov

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Neben Titeln wie Sonic oder Shinobi oder Streets of Rage zählt auch das Metzelabenteuer Golden Axe zu den absoluten Mega Drive-Klassikern. Im Jahre 1989 überzeugte das Spiel vor allem durch eine tolle Optik, jeder Menge Action und einem sehr spaßigen Koop-Modus. Fast 20 Jahre später hat SEGA es sich zum Ziel gesetzt, dieses Franchise wieder zum Leben zu erwecken und daher wurden die Jungs von Secret Level damit beauftragt, Golden Axe: Beast Rider zu entwickeln.

Bei Golden Axe: Beast Rider handelt es sich um das Prequel zu dem allseits bekannten Mega Driver Klassiker. Die Heldin Tyris Flare muss mit ansehen, wie der fiese Darth Adder ihre komplettes Volk abschlachtet und zudem auch noch den Götterdrachen entführt. Von Rachegelüsten getrieben, begibt sich Tyris auf die blutige Reise, um die legendäre goldene Axt wiederzubeschaffen und dem Bösewicht das Handwerk zu legen.

Gameplaytechnisch hat sich Golden Axe in den letzten zwei Jahrzehnten leider nicht im geringsten weiterentwickelt. Im Gegenteil, was damals noch jede Menge Spaß gemacht hat, wirkt heutzutage altbacken und anspruchslos. Ähnlich wie bei Conan läuft man durch extrem lineare Welten und metzelt eine Gegnerhorde nach der anderen nieder. Dabei ist es auch nicht verwunderlich, dass Beast Rider hierzulande nicht erhältlich ist, denn hier fliesst das Blut in Strömen und Körperteile fliegen durch die Gegend. Um dann aber doch noch etwas Abwechslung in das eintönige Missionsdesign zu bringen, soll das Ganze durch Rätseleinlagen und Reittiere aufgelockert werden. Letztere verfügen zwar über unterschiedliche, teils recht interessante Attacken, sind aber wegen ihrer sehr geringen Lebensenergie ziemlich nutzlos. Die Rätselpassagen entpuppen sich letzten Endes auch nur als viel zu einfach geratene Schalterrätsel. Bei dem sehr fragwürdigen Block- und Deckungssystem handelt es sich allerdings um den größten Kritikpunkt dieses Spiels. Während man sich in anderen Actiontiteln mit einer Taste zu verteidigen weiß, muss man in Golden Axe: Beast Rider von zwei Tasten Gebrauch machen. Es gilt nämlich orangene oder blaue Attacken abzuwehren und zu jeder Farbe wurde ein eigene Taste zugewiesen. Dadurch nimmt alles fast schon Züge eines Musikspiels an und vor allem bei einem großen Gegneraufkommen endet dies in purer Verzweiflung. Zum Glück ist aber das Kampfsystem an sich sehr simple geraten und auch für Einsteiger zugänglich. Dem Deckungssystem ist es aber zu verdanken, dass Beast Rider vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden extrem unfair wird. Auf niedrigen Schwierigkeitsgraden dürfte das Spiel aber schon nach ca. sechs Stunden beendet sein und danach sorgen lediglich einige öde Challenges für Wiederspielwert. Schade ist auch, dass der neueste Golden Axe Ableger keinen Koop Modus spendiert bekam. Denn gerade das hat die Serie schließlich so berühmt gemacht. Wenigstens gibt es in diesem Teil ein Wiedersehen mit alten bekannten, wie z.B. dem Zwergen Gilius und dem Barbaren Ax Battler.

Leider vermag Golden Axe: Beast Rider auch technisch nicht zu überzeugen. Der Sprung in die Next-Gen ist absolut missglückt, denn sehr verwaschene Texturen, sehr wenige Gegnertypen, öde Animationen und leichte Framerateeinbrüche trüben den Eindruck. Lediglich die Heldin und die Reittiere sind im Vergleich dazu gut animiert und mit vielen Details versehen und auch die CGI-Zwischensequenzen sind nett anzuschauen. Der Sound ist zwar alles andere als weltbewegend, besticht aber durch einen stimmigen Soundtrack und einen guten Raumklang.

Fazit:
Mit Golden Axe: Beast Rider ist SEGA leider alles andere als ein erfolgreiches Comeback geglückt. Das Spiel ist zu anspruchslos und eintönig und zudem dürfte das katastrophale Verteidigungssystem die meisten Spieler zum verzweifeln bringen. Hinzu kommen die völlig nutzlosen Reittiere sowie eine unterdurchschnittliche Optik und eine langweilige Story. Trotz allem könnte das Spiel aber Fans von anspruchslosen Metzeltiteln a la Conan oder Viking sehr viel Spaß bereiten. Alle anderen sollten aber besser die Finger davon lassen und sich lieber das Original anschauen. Dieses ist zurzeit auch ziemlich günstig über die Virtual Console oder den XBOX Live Marktplatz zu haben.

5/10

3 Antworten to “Golden Axe: Beast Rider Review (XBOX 360 / PS3)”

  1. Nina November 30, 2008 um 3:59 pm #

    Hi,
    ich kann den Kommentar nur unterschreiben: Ein Freund von mir hat sich das Game besorgt und war total enttäuscht davon! Ich kann nur bestätigen, dass es bessere Games gibt … eine ganze Menge bessere, sogar …
    Grüße,
    Nina

  2. ne richtige atze Juli 6, 2009 um 4:20 am #

    tzz ihr habt keine ahnung ich zocke 24/7 und ich find das game klasse schon wegen den kult game s aufm amiga sowie pc (redakteur du trottel gabs das nur aufm mega drive oder what !) egal bin auch etwas juenger JHAMMMER GAME einfach!! fuer leute die etwsd nostalgisch sind yo, peeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeace

  3. Pecky Tuller Februar 5, 2011 um 1:28 am #

    Ich bemerke gerade in diesem Moment dass ich diese Seite wesentlich haufiger aufrufen sollte – da komme ich echt auf geniale Ideen

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