R-Type Dimensions Review (XBLA)

8 Feb

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Die japanischen Entwickler von Irem erschufen 1987 mit der Arcadeumsetzung von „R-Type“ den wohl bekanntesten Vertreter des Shoot‘em Up-Genres. Es folgten viele weitere Teile und Portierungen für Systeme wie das Super Nintendo, den Amiga, die Playstation oder auch den Game Boy Color. Offiziell wurde die Serie mit dem PS2 Teil „R-Type Final“ abgeschlossen, das Entwicklerstudio Tozai Games hat es sich aber nicht nehmen lassen, den beiden ersten Teilen ein Remake zu spendieren.

Mit einem Preis von 1200 MS Points (ca. 13 Euro) zählt „R-Type Dimensions“ eindeutig zu den teueren Arcadetiteln. Während der Preis bei Spielen wie „Braid“ oder „Castle Crashers“ aufgrund des hohen Umfangs durchaus angemessen ist, wird man hier das Gefühl nicht los, dass es auch 800 MS Points getan hätten. Andererseits bekommt der Spieler für dieses Geld zwei absolute Klassiker des Genres serviert, welche zudem auch liebevoll umgesetzt worden sind und einige nette Neuerungen enthalten. „R-Type Dimensions“ beinhaltet, wie bereits eingangs erwähnt, die beiden ersten Teile der legendären Shooterreihe und insgesamt ist das Spiel in 14 Kapitel unterteilt. Bei den Titeln handelt es sich um traditionelle, horizontale Weltraumshooter (auch Sidescroller genannt). Die so genannten R9-Weltraumschiffe werden nach oben, unten, rechts und links gesteuert und Ziel ist es, die auftauchenden Gegnermaßen abzuschießen, gleichzeitig aber auch eine Kollision geschickt zu vermeiden. Um dies etwas zu erleichtern, lassen sich diverse, hilfreiche Power-Ups einsammeln. Diesen sorgen dann dafür, dass das Schiff mehr Speed und Feuerkraft erhält, oder von einem Schutzschild beschützt wird. Außerdem stehen einem Forcesonden zur Seite, die sich vor und hinter dem Schiff platzieren lassen und einen im Kampf unterstützen. Doch auch trotz dieser zahlreichen Power-Ups ist dieser Titel gewohnt knackig schwer. Im Klassikmodus hat der Spieler lediglich drei Leben zur Verfügung und die Checkpoints sind alles andere als fair verteilt. Demnach gilt es hier, viel zu üben und die Level teilweise auch auswendig zu lernen. Auch der taktische Einsatz der Power-Ups ist hier notwendig. Gelegenheitsspielern wurden die beiden Teile nun aber auch zugänglich gemacht. Dank des Endlosmodus kann man hier unendlich oft kaputt gehen und man wird nie den Game Over Bildschirm erblicken. Ziel ist es dann, am Ende des Spiels so wenig wie möglich draufgegangen zu sein. Zu guter letzt wäre da noch der extrem spaßige Coopmodus. Dieser lässt sich sowohl offline, als auch online spielen. In Puncto Steuerung und Bedienbarkeit macht „R-Type Dimensions“ alles richtig. Die Steuerung ist aufgrund der simplen Tastenbelegung sehr leicht zu merken und das ohnehin schon leichte Spielprinzip trägt zur einfachen Bedienbarkeit bei. Am besten lässt sich das Spiel übrigens mit einem Arcadestick spielen. Hier kommt echtes Spielhallenfeeling auf! ;-)

Technisch gesehen zählt „R-Type Dimensions“ zu den abwechslungsreichsten Arcadetiteln. Das Spiel lässt sich nämlich sowohl im Originalgrafikstil, als auch im neuen Look spielen. Das besondere dabei ist jedoch, dass man diese beiden Stile mit einem einfachen Druck auf die Y-Taste im Spiel wechseln kann. Zusätzlich können auch noch das Bildverhältnis sowie die Perspektive geändert werden. So sorgt die leicht geschwenkte Perspektive „crazy“ für zusätzliches 3D-Feeling. Allgemein kann jeder Fan der Serie mit dem modernen Grafikstil durchaus zufrieden sein, denn hier läuft alles nicht nur angenehm flüssig, sondern auch wesentlich bunter und effektreicher ab. Akustisch hat sich (zum Glück) eher wenig geändert. Die minimal verbesserten Melodien versprühen immer noch jede Menge Charme, auch wenn es einem auf Dauer doch ein wenig auf die Nerven gehen kann.

Fazit:
„R-Type Dimensions“ ist ein würdiges Remake der beiden Shooterklassiker geworden. Beide Teile wurden liebevoll umgesetzt und sinnvoll durch einen Endlosmodus sowie einen Online Coopmodus erweitert. Technisch haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben sowohl Retrofans als auch Gelegenheitsspieler zufrieden zu stellen. Lediglich der, für viele Spieler zu harte, Schwierigkeitsgrad und der recht teure Preis trüben den Gesamteindruck.

8/10

5 Antworten to “R-Type Dimensions Review (XBLA)”

  1. spanksen Februar 9, 2009 um 7:26 am #

    Demo fand ich sehr gut, warte aber noch bis das Teil auf 800 Points runtergeht!

  2. Tim Februar 9, 2009 um 5:33 pm #

    Denke das wird auch nicht mehr allzu lange dauern. ;)

  3. Sothi Februar 15, 2009 um 7:52 pm #

    So einen richtig schönen Sidescroller-Shooter würde ich auch mal wieder gerne zocken, aber das Genre ist leider zusammen mit den 16-Bit Zeiten ausgestorben :(

    Gibt’s was vergleichbares auch für die PS3?

    Aber schöner Bericht!

    Sothi

    • Tim Februar 15, 2009 um 7:57 pm #

      Klar, im PSN Store gibt es sogar einen (in meinen Augen) wesentlich interessanteren Titel. Söldner X heißt das gute Stück.

      Hier mal ein Video:

  4. Sothi Februar 18, 2009 um 11:50 am #

    Hi Tim,

    danke für den Tipp. Habe ich mir direkt doch mal gekauft und die letzten 2 Tage mal sporadisch angezockt. Fazit: Echt nicht übel gemacht (wenn auf „normal“ auch etwas schwer) — zumal der Preis wirklich akzeptabel ist.

    Werde demnächst mal einen Bericht darüber veröffentlichen.

    Grüße,

    Sothi

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