Little Kings Story Review (Wii)

13 Mai

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In diesem Jahr scheint es mit dem Softwarerepertoire der Wii etwas bergauf zu gehen. Nach blutigen Hits wie Mad World oder House of the Dead: Overkill erscheint nun mit Little Kings Story ein weiteres, höchst interessantes Spiel. Wir haben uns den Mix aus Strategiespiel, Rollenspiel und Aufbausimulation genauer angeschaut.

Es gibt Spiele, von denen man in der Entwicklungszeit nichts mitbekommen hat, diese dann aber plötzlich kurz vor Release mit beeindruckenden Wertungen in Print- und Onlinemagazinen auf sich aufmerksam machen. Little Kings Story aus dem Hause Marvelous Entertrainment zählt definitiv zu dieser Sorte. Die strengen Kollegen des Edge-Magazins haben den Titel mit starken 9 von 10 Punkten bewertet und auch die Jungs von IGN sind mit einer Bewertung von 91% aus dem Häuschen. Doch was macht Little Kings Story so besonders? Wirft man einen Blick auf das Cover und die Rückseite könnte man glatt meinen, es handle sie hierbei um den typischen Casualkram. Doch falsch gedacht! Little Kings Story ist ein erfrischender Mix aus Spielen wie Pikmin, Harvest Moon und Final Fantasy: My Life as a King. Der Spieler schlüpft hier in die Rolle eines jungen Königs, der ein kleines und nicht sonderlich vermögendes Land regiert. Ziel des Spiel ist es, das Reich weiter auszubauen und am Ende die Weltherrschaft zu erlangen. Neben weisen Beratern sind es vor allem die Dorfbewohner, die den Spieler bei diesem Vorhaben tatkräftig unterstützen. Jedem Bewohner kann ein bestimmter Beruf zugewiesen werden. Bauern sind zum Beispiel primär für die Ausgrabung von Schätzen und Ressourcen zuständig, während Knappen eher für den Kampf und Handwerker vor allem für das Bauen von Brücken und Treppen zuständig sind. Mit den gesammelten Schätzen und Ressourcen fließt letztlich auch das wichtige Geld in die Kasse des Königreichs. Hiermit kann der Spieler dann die Fähigkeiten des Königs verbessern oder nützliche Gebäude erbauen. Jedoch kann in Little Kings Story nicht entschieden werden, an welcher Stelle gebaut werden soll, das übernimmt das Spiel selbst. Neben einer Kirche sind es vor allem Arbeitsplätze und Wohnungen, die wichtig für das Weiterkommen sind. Wohnung erhöhen nämlich die Anzahl der Bewohner, während man diese in den unterschiedlichen Arbeitsplätzen rekrutieren kann. Dank einer Art Kummerkasten bekommen die Bewohner sogar die Möglichkeit, gegenüber dem König Wünsche zu äußern. Diesen muss der Spieler selbstverständlich nachgehen, denn auf die Zufriedenheit des Volkes wird in Little Kings Story großen Wert gelegt. Noch wichtiger sind jedoch die verschiedenen Bosskämpfe, denn nur durch Siege über die bösartigen Kreaturen kann das Königreich vergrößert werden.

Die Steuerung erinnert stark an Pikmin oder Overlord. Auch hier wird die Hauptfigur mit dem Stick gesteuert, während die Gefolgschaft mit einem einfachen Tastendruck befehligt wird. Auf die Pointerfunktion, wie man es beispielsweise aus der Wii Umsetzung von Pikmin kennt, wurde leider verzichtet. Aber auch so lässt sich Little Kings Story sehr angenehm steuern und Probleme mit der Kameraperspektive treten nur äußerst selten auf. Der Schwierigkeitsgrad ist sowohl für Genreneulinge als auch Experten geeignet, Taktik ist natürlich in den meisten Fällen der Schlüssel zum Erfolg. Dank zahlreicher Quests und Schätze ist Little Kings Story ein ausgesprochen umfangreiches Spiel geworden, welches Spieler über Wochen hin beschäftigen wird. Auf Onlinefeatures sowie einen Multiplayermodus wurde hingegen komplett verzichtet.

Optisch haben die Entwickler etwas vollbracht, was nur wenigen Third-Party-Herstellern zuvor gelungen ist. Little Kings Story fühlt sich nämlich wie ein waschechter Nintendotitel an und versprüht den gleichen, liebevollen Charme. Technisch ist das Spiel zwar nicht überragend, dafür aber angenehm farbenfroh und detailreich gestaltet. Allerdings ist der Grafikstil einen Tick zu süß geraten, weshalb er wohl viele erwachsene Spieler damit abschrecken könnte. Einen 480p- und 60hz-Modus bekam das Spiel leider auch nicht spendiert. Musikalisch punktet es dafür aber mit einer gelungenen Auswahl an bekannten Klassikhits. Die eigens für das Spiel entworfene Sprache ist alles andere als nervig und trägt viel zu der entspannten Atmosphäre dieses Spiels bei.

Fazit: Little Kings Story ist einer der Überraschungshits der letzten Jahre und zählt schon jetzt zu den besten Wii Spielen des Jahres. Der gelungene Mix aus Final Fantasy, Pikmin und Harvest Moon wirkt optisch wie ein Spiel aus dem Hause Nintendo, verfügt über einen sehr abwechslungsreichen Spielablauf und ist zudem ausgesprochen umfangreich. Wer nur im Entferntesten etwas mit diesem Genre (und dem Grafikstil) anfangen kann, MUSS hier zugreifen. Zumal es eine ideale Überbrückung bis zum Pikmin 3 Release darstellt.

9/10

2 Antworten to “Little Kings Story Review (Wii)”

  1. Flüge New York Mai 15, 2009 um 10:15 am #

    Ich habe mir little Kings story auch gekauf und bin wie du richtig begeistert. Ich konnte zwar erst kurz reinsehen und habe mich noch nicht wirklich intensiv mit dem Spiel beschäftigt, aber das was ich bereits erkundet habe, hat mich total überzeugt. Ich freue mich jetzt schon auf´s Wochenende, wo ich mir das ganze Spiel man genau ansehen werde. Tippe aber schon auf wenige Stunden schlaf…;-)

  2. Martin Schröter Juli 3, 2009 um 2:02 pm #

    ich kann mir gar nicht vorstellen dass man sowas mit der wiimote steuern kann^^

    übrigens ich mag pineapple

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