EA Sports Active Review (Wii)

30 Jun

EA-Sports-Active-360

Nintendo ist einer der absoluten Trendsetter auf dem Videospielsektor. Das hat das japanische Unternehmen spätestens mit den hauseigenen Marken auf der Wii bewiesen. Bestes Beispiel: WiiFit. Die Fitnesssoftware hat, nicht nur auf Nintendokonsolen, eine ganze Welle an Konkurrenztiteln ausgelöst. Bislang konnte aber keines davon mit dem Original mithalten. Nun bekommt der Marktführer aber ernsthafte Konkurrenz in Form von EA Sports Active. Wir haben uns diese sportliche Herausforderung mal genauer angeschaut…

EA Sports Active wird ausschließlich in Kombination mit einem Beingurt und einem Trainingsband ausgeliefert. Vor dem Spielstart gilt es also erst einmal, dieses mitgelieferte Zubehör zusammenzubauen. In der Anleitung werden diese Schritte aber sehr verständlich erklärt und zur Not kann der Spieler auch Gebrauch von einer Videoanleitung machen. Danach kann der interaktive Personaltrainer aber auch schon problemlos in Betrieb genommen werden.

Zu Beginn des Spiels wird ein Profil erstellt und die üblichen Daten wie Geschlecht, Größe, Gewicht und Alter werden erfasst. Außerdem kann sich der Spieler, ähnlich wie bei WiiFit, zwischen einem weiblichen und einem männlichen Personaltrainer entscheiden. Wer jedoch nur kurz einmal in das Spiel hinein schnuppern möchte, dem sei der Gästeaccount ans Herz gelegt, bei dem alle verfügbaren Übungen getestet werden können. Daten werden hier jedoch nicht gespeichert. Das Herzstück von EA Sports Active ist die so genannte „30-Tage Herausforderung“, bei der man täglich ca. 20 Minuten diverse, abwechslungsreiche Übungen absolvieren muss. Der Ablauf dieses Workouts gestaltet sich jeden Tag anders und zudem kann sich der Spieler zwischen drei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Anfänger sollten besser mit dem niedrigsten beginnen, denn selbst hier werden sie nach den 20 Minuten sichtlich erschöpft sein. Kein Wunder, schließlich sind mit Tennis, Laufen, Boxen, Inlineskating und Basketball nicht nur langweilige Stretchübungen vorhanden. Verglichen mit WiiFit versteht es EA Sports Active besser, den Spieler zu motivieren. Dies erfolgt zum einen durch Achievements, zum anderen durch eine Prognose, die auflistet, wie viele Kalorien durch das jeweilige Workout verbrannt werden können. Ein weiterer Pluspunkt ist die unglaubliche Einsteigerfreundlichkeit dieses Produktes. Dank einer idealen Menüführung und etlichen Videoanleitungen der Personaltrainer findet der Spieler sich hier stets zurecht. Sollte dies Mal nicht der Fall sein, kann die Anleitung während der Übung mit einem einfachen Druck auf die Minustaste abgerufen werden. Zusätzlich bekommt man aber auch während der Übungen Tipps von den Trainern. Dass Sport allein nicht der Weg zum perfekten Gewicht ist, ist auch den Entwicklern von EA Sports Active klar, darum wird der Spieler in einem Tagebuch nach den Essgewohnheiten, Schlafeinheiten und täglichen Tätigkeiten gefragt. Auch diese Daten werden von dem Programm analysiert und bei der Bewertung miteinbezogen. Wer übrigens mit dem 30-Tage Workout unzufrieden ist, der kann sich auch eigene Trainingsprogramme erstellen.

Auch wenn der Großteil der Übungen auf das mitgelieferte Zubehör angepasst wurde, kann bei EA Sports Active optional auch Gebrauch von dem Wii Balance Board gemacht werden. Aber auch ohne das Balance Board erzielt man hier im Grunde das gleiche Ergebnis, zumal sich die Übungen nur marginal unterscheiden, da die Bewegungserkennung in diesem Spiel nahezu perfekt ist. Im Gegensatz zu WiiFit enthält EA Sports Active auch einen Multiplayermodus für zwei Spieler, der es ermöglicht, gemeinsam Workouts zu absolvieren. Dieser ist zwar technisch prima gelungen, erfordert aber ein zusätzliches Exemplar des Zubehörs, welches separat im Handel erhältlich ist.

Bei Titeln wie diesem wird natürlich eher wenig Wert auf eine anspruchsvolle Technik gelegt, trotzdem hat sich EA hierbei überraschend viel Mühe gegeben. Optisch ist das Spiel WiiFit haushoch überlegen und kann sogar mit einigen Coretiteln mithalten. Das Spiel hinterlässt einfach einen farbenfroheren und detailverliebteren Eindruck als die Konkurrenz. Noch besser ist jedoch der Sound gelungen. Zum einen überzeugt dieser durch eine perfekte deutsche Synchronisation und zum anderen durch einen abwechslungsreichen Soundtrack. Vor jedem Workout kann der Spieler sich seinen Soundtrack selbst auswählen und von der SD-Karte können sogar eigene Songs integriert werden. Vorbildlich.

Fazit:
Auch EA Sports Active kann das reelle Fitnessstudio nicht ersetzen, eignet sich aber bestens als Einstieg in die Sportwelt oder als Ergänzung zu anderen, echten sportlichen Aktivitäten. Das ganze Spiel wirkt wesentlich durchdachter als WiiFit, wird viel besser präsentiert und erklärt und hat zudem auch noch die abwechslungsreicheren Übungen auf Lager, bei denen man deutlich motivierter zur Sache geht. Das Wichtigste ist aber: Nach den täglichen Übungen hat man bei diesem Spiel viel mehr das Gefühl, etwas für seinen Körper getan zu haben und darauf kommt es bei solch einer Software schließlich am meisten an. Nintendo muss sich bei WiiFit Plus ordentlich ins Zeug legen, wenn sie dieses Produkt toppen möchten. Hut ab, EA.

8/10

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