Katamari Forever – Review / Test

2 Nov

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Einige waren überrascht, als mit Beautiful Katamari der erste Next-Gen Teil dieser Reihe ausgerechnet exklusiv auf der XBOX 360 erschienen ist, war die Reihe bislang doch immer Sony exklusiv. Mit Katamari Forever kehrt die Serie nun aber wieder zu ihren Wurzeln zurück und wir haben uns dieses ausgeflippte Stück Software näher angeschaut.

Neben dem völlig durchdrehten Gameplay an sich, ist es vor allem die durchgeknallte Story, welche die Serie so auszeichnet und die Handlung des neuesten Teils wird diesem Ruf gerecht. Der König des Kosmos ist nämlich mit einem Planeten zusammengestoßen und hat alle seine Erinnerungen dabei verloren. Damit sein wichtiges Amt auch passen vertreten wird, haben der Prinz und seine Cousins den so genannten RoboKing gebaut. Dieser etwas depressive Roboter dreht jedoch völlig durch und zerstört alle Sterne im Kosmos. Nun liegt es wieder mal an dem Prinzen und seinen Cousins für Ordnung zu sorgen und dem König dabei zu helfen, die Erinnerungen zurück zu erlangen.

Mindestens genauso so abgedreht wie die Story ist das Gameplay selbst. Noch immer gilt es, mit einem großen Katamari-Ball bewaffnet, unzählige, teilweise völlig absurde, Gegenstände aufzurollen. Je größer der Ball wird, desto größer dürfen die aufzurollenden Gegenstände sein. Das Spiel ist dabei in zwei Abschnitte unterteilt. Bei den Roboking-Missionen müssen die Sterne wieder hergestellt werden, während man bei König des Kosmos Traumsequenzen erfüllen muss, um seine Erinnerungen zurückzubringen. Die Missionen laufen aber größtenteils immer nach dem selben Prinzip ab. Entweder muss eine bestimmte Größe innerhalb eines Zeitlimits erreicht werden oder es gilt, eine vorgegebene Art von Gegenständen (Essen, Geld, Spielzeug etc.) aufzurollen. Es gibt aber auch ausgefallene Ausnahmen wie z.B. ein Level, indem man statt einem Katamari-Ball einen Sumoringer zum aufrollen verwendet, damit dieser das nötige Kampfgewicht erreicht. In einer anderer Mission wiederum müssen so viele Glühwürmchen wie möglich aufgerollt werden oder ein Wüstenlevel muss mit Wasser versorgt werden. Bei diesem Spiel kommt einfach keine Langeweile auf, weil es immer wieder einen durchgeknallte Idee parat hat. Neulingen wird dies nicht auffallen, Veteranen hingegen werden die meisten Levels bekannt vorkommen. Das Spiel ist schließlich eher eine Art “Best-Of Katamari”, was aber wirklich nicht stört, wurden hierfür doch die besten Levels der Serie herausgesucht. Natürlich gibt es aber auch viele neue Levels und der Prinz bekam sogar zwei neue Fähigkeiten spendiert. Zum einen kann er nun (endlich) auch springen und zum anderen sind in den Levels Power-Ups namens “Das Herz des Königs” verteilt, dieses saugen alle Gegenstände in der Umgebung auf, was der Größe des Katamari-Balls zugute kommt. Der Schwierigkeitsgrad von Katamari Forever ist stets knackig, aber fair. Die sehr gewöhnungsbedürftige Steuerung ist aber leider oft ein Hindernis. Dank der beachtlichen Anzahl von über 30 verschiedenen Levels Katamari Forever der umfangreichste Teil dieser Serie. Freischaltbare Extras, Schätze, Spielfiguren oder Kleidungsstück sorgen für jede Menge Wiederspielwert. Und wem das nicht reicht, der darf Gebrauch von dem Mehrspielermodus machen, der entweder kooperativ oder kompetitiv gespielt werden kann. Jedoch ist dieser lediglich lokal verfügbar, der Onlinemodus aus Beautiful Katamari wurde leider gestrichen.

Die Katamari Serie war noch nie für ihre ausgezeichnete Technik bekannt und dies hat sich auch bei neuesten Teil nicht geändert. Im Grunde bekommt der Spieler es hier immer noch mit einer bunten PS2-Optik zu tun. Immerhin ist diese nun aber hochaufgelöst und etwas detailverliebter. Um dieses Manko zu kaschieren, wurden diverse Farbfilter eingefügt, die jedoch ausgesprochen gut zum Spiel passen und sich nach belieben einstellen lassen. Ein Highlight ist aber wieder die bunte und lustige Präsentation, die den Charme der Serie ausstrahlt. Akkustisch bekommt man es hier mit ausgeflippter J-Pop Musik und einigen Remixes bekannter Katamari-Klassiker zu tun. Bedauerlich ist wieder mal, dass nicht einmal die Texte ins deutsche lokalisiert wurden, schließlich könnten auch jüngere Spieler an dem Spiel gefallen finden.

Fazit:
Katamari Forever ist ein sehr gelungenes Best-Of dieses verrückten Franchise geworden, welches zusätzlich aber auch einige neue Ideen und Level mit sich bringt. Trotzdem wünschen wir uns für den nächsten Teil endlich eine aufpolierte Optik und noch mehr solcher bekloppter Einfälle. Fans der Serie und alle, die es noch werden wollen, können aber beruhigt zu diesem Teil greifen. Diese Reihe sollte sich ohnehin jeder zumindest einmal angeschaut haben.

7,5/10

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