Need for Speed: Nitro – Review / Test

4 Dez

Mit Ausnahme von Mario Kart Wii oder Excite Truck sieht es auf Nintendos Wii rennspieltechnisch ziemlich mau aus. Das erstmals eigens für Wii entwickelte Need for Speed: Nitro möchten sich diesem Problem annehmen und das Genre um einen überzeugenden Vetreter bereichern. Wie sich dieser Titel schlägt, verrät dieser Test.

Erstmals hat EA in diesem Jahr für beide Rennspielgruppen den passenden Need for Speed Titel parat. Während Freunde von Rennsimulationen zu Need for Speed: Shift für PC, XBOX 360 und Playstation 3 greifen, soll Need for Speed: Nitro die Arcadejünger und das jüngere Publikum ansprechen. Tuningoptionen, ein realistisches Fahrverhalten und weltbekannte Rennstrecken sucht man hier also vergebens. Need for Speed: Nitro wurde speziell für Wii konzipiert und ist an alle jene gerichtet, die auf einen unkomplizierten und kompromisslosen Rennspielspaß aus sind und diesen auch gerne mit Freunden und Familie teilen möchten. Das Gameplay ist absolut frei von Innovationen und erinnert an die Burnout-Serie oder auch ältere Need for Speed Teile. Im Karrieremodus bereist der Spieler die ganze Welt und absolviert unterschiedliche Events wie normale Rennen, Time Attacks, Eliminierungsrennen oder Drag Rennen, ganz wie man es auch von den Vorgängern kennt. Das verdiente Geld kann dann schließlich in den Wageneditor investiert werden, hier kann das Aussehen des Boliden individuell angepasst werden. Und die Auswahl dieser ist ziemlich abwechslungsreich ausgefallen. Die insgesamt 30 Wagen verdeutlichen nämlich, dass es sich bei diesem Spiel um einen waschechten Arcaderacer handelt, sind neben modernen Wagen wie dem Audi R8 oder einem Ford Mustang auch ausgefallene Modelle wie der VW Käfer verfügbar. Das Geschwindigkeitsgefühl ist hierbei, egal welchen Wagen man auch wählt, rasant und muss sich vor einem Burnout wahrlich nicht verstecken. Dank einsetzbarer Boosts werden sogar bis zu 300 Stundenkilometer ermöglicht. Der Einsatz des Boosts ist an einigen Stellen auch ausgesprochen wichtig, weil die Polizei dieses Mal wieder mit von der Partie ist und euch das Leben schwer macht. Trotzdem ist der Schwierigkeitsgrad insgesamt eher niedrig angesetzt, was dem unkomplizierten Gameplay und der tollen Steuerung zu verdanken ist. Letzere lässt auch keine Wünsche offen, weil unglaublich viele Steuerungsvarianten zur Verfügung stehen. Man kann somit die Wiimote schräg halten, zusätzlich aber auch den Nunchuck anschließen, oder einfach nur Gebrauch von einem Classic- oder Gamecube-Controller machen. Dies kommt dann schließlich auch dem lokalen Mehrspielermodus für bis zu vier Spielern zugute. Somit sind vier Wiimotes nämlich nicht zwingend notwendig. Der Mehrspielermodus an sich macht aufgrund von vielen verschiedenen Spielmodi und zuschaltbaren Bots jede Menge Spaß, das Problem ist nur, dass die grafische Qualität stark darunter leiden muss.

Abgesehen vom Mehrspielermodus kann sich Need for Speed Nitro allerdings wirklich sehen lassen. Klar, hier wird absolut keine Meisterleistung vollbracht, aber die Neuausrichtung in Form eines bunten Comiclooks tut dem Spiel gut und passt perfekt zum Genre der Arcaderenner. Die Wagenmodelle sehen für Wii-Verhältnisse überraschend gut aus, die Präsentation ist auf gewohnt hohem Niveau und das Geschwindigkeitsgefühl kommt mit 60fps, wie eben bereits erwähnt, perfekt rüber. Leider ist die Umgebung aber zu detailarm, was durch das hohe Tempo allerdings gut verdeckt wird. Verglichen mit den Vorgängern gelingt der Serie aber optisch ein Schritt in die richtige Richtung. Gleiches gilt für den Sound. Die Motorensounds klingen jetzt viel besser, die Soundeffekte sind stimmiger und der Soundtrack ist EA-typisch mal wieder erste Sahne.

Fazit:
Es war eindeutig die richtige Entscheidung von EA, Nintendos Wii künftig mit eigens dafür entwickelten Need for Speed-Teilen statt mit lieblosen und abgespeckten Portierungen zu versorgen. Need for Speed: Nitro ist weder technisch noch spielerisch ein Meisterwerk, dafür kann aber das unkomplizierte und rasante Arcadegameplay vollends überzeugen und passt bestens zum Portfolio von Nintendos Wii. Nicht zu vergessen, dass man bei diesem Spiel endlich wieder das Gefühl hat, dass es den Entwicklern wichtig war, die Wii-Gemeinde mit einem guten Need for Speed-Ableger zu versorgen. Ein Aufwärtstrend ist also klar erkennbar und Rennspielfreunde können unbesorgt zugreifen.

7/10

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: