MX vs. ATV Reflex – Review / Test

7 Mrz

Das Entwicklerteam Rainbow Studios ist bekannt für seine guten Motocrossgames. Mit ihrem neuesten Werk MX vs. ATV Reflex möchte man nun aber sogar den gesamten Offroadmarkt ansprechen und es mit Titeln wie Motorstorm oder Dirt 2 aufnehmen. Das folgende Review verrät, ob ihnen dieses Vorhaben gelungen ist.

MX vs. ATV Reflex ist, wie der Titel es bereits vermuten lässt, kein pures Motocrossgame. Das Spiel lässt sich eher als eine etwas realistischere Variante von Motorstorm bezeichnen, denn auch hier sind neben Motocrossbikes auch ATVs, Buggys und sogar Sporttrucks enthalten. Realistischer ist der Titel deshalb, weil es sich vom gesamten Aufbau natürlich eher an den typischen Motocrossgames orientiert, Tricks eine wichtige Rolle spielen und Explosionen und dergleichen, wie man es von Motorstorm kennt, natürlich nicht enthalten sind. Das Herzstück ist hierbei der Karrieremodus, welcher viele unterschiedliche Renntypen enthält. Neben normalen Rundenrennen, die sowohl indoor, als auch outdoor ausgetragen werden, gibt es auch Checkpointrennen, Freestyleevents und auch Freeride-Herausforderungen. Die Anzahl der Strecken geht vollkommen in Ordnung und ist mit unterschiedlichen Austragungsorten auch sehr passend ausgesucht. Bestimmte Events erfordern spezielle Fahrzeuge, die man käuflich erwerben kann. Meistens steht es dem Spieler aber frei, welche Fahrzeuge er verwendet. Anders als in Pure können die Fahrzeuge nicht aufgetunt werden, lediglich ein sehr simpel aufgebautes Setup kann angepasst werden. Der Schwierigkeitsgrad von MX vs. ATV Reflex ist übrigens recht knackig. Vor allem Anfänger haben zu Beginn einen sehr schweren Einstieg, zum Ende hin wird das Spiel dank einer guten Lernkurve aber nur noch wenig Schwierigkeiten bereiten. Das Fahrgefühl der Motocrossbikes ist, wie man es von den Jungs der Rainbow Studios gewohnt ist, tadellos, die Sporttrucks hingegen steuern sich leider etwas zu träge.

Zu den größten Stärken des Titels zählt ohne Zweifel die innovative Steuerung. Zur Erklärung: Mit der rechten Schultertaste beschleunigt man das Gefährt, während man mit dem linken Stick in die bestimmte Richtung lenkt. Der rechte Stick hat dabei mehrere Funktionen. In Verbindung mit dem linken Bumper können kinderleicht unzählige Stunts ausgeführt werden, gleichzeitig kann der Spieler bei einer unsanften Landung damit aber auch QTE-ähnlich die Körperhaltung korrigieren, um einen Sturz zu verhindern. Mit dem rechten Stick kann man sich zudem in Kurven in bestimmte Richtungen lehnen, um das Durchfahren nochmals zu vereinfachen bzw. für mehr Tempo zu sorgen.

Wie es sich für einen guten Offroadtitel gehört, besitzt MX vs. ATV Reflex einen sehr spaßigen Mehrspielermodus. Während offline nur Spiele für bis zu zwei Spieler ermöglicht werden, geht es online so richtig zur Sache, denn hier können bis zu 64 Spieler miteinander zocken, wobei dies stark vom Spielmodus abhängt. Neben normalen Rennen oder auch Turnieren lockern diverse Minigames das Spielgeschehen auf. In einem Spielmodus geht es z.B. darum, Capture the Flag-ähnlich einen Ball so lange wie möglich in Besitz zu halten. Die Onlineperformance des Titels ist dabei stets vorbildlich und nur selten kommt es zu Lags. Es steht noch in den Sternen, ob künftig neue Downloadinhalte angeboten werden, dies ist vermutlich auch abhängig vom Erfolg des Spiels.

Technisch zeigt sich MX vs. ATV Reflex leider nicht ganz von der besten Seite. Insgesamt sieht das Game überdurchschnittlich gut aus, kann aber nicht im Geringsten mit anderen Offroadgames der Marke Motorstorm, Dirt oder Pure mithalten. Dies liegt zum einen an den nicht zeitgemäßgen Texturen, zum anderen aber auch an technischen Patzern wie Pop-Ups oder Freezes. Hinzu kommt das Fehlen von Wettereffekten, welches bei Titeln dieser Art natürlich eine große Rolle spielt. Lobenswert ist hingegen der veränderbare Untergrund. Die Fahrzeuge hinterlassen sichtlich Spuren auf den Strecken und dadurch kann, bis zur letzten Kurve, der gesamte Ablauf verändert bzw. entschieden werden. Was den Sound betrifft, hinterlässt das Spiel einen zwiespältigen Eindruck. Die Motorensounds wirken einfach nicht authentisch genug, während der rockige Soundtrack bestens zum Geschehen passt.

Fazit:
Den Rainbow Studios ist mit MX vs. ATV Reflex ein tolles Offroadgame gelungen, welches technisch zwar nicht mit Konkurrenztiteln wie Motorstorm, Dirt 2 oder Pure mithalten kann, dafür aber dank der Unmengen an Fahrzeugen, Strecken und Renntypen begeistert. Die komplett neue Steuerungsmethode ist zudem super gelungen und könnte das komplette Genre inspirieren. Multiplayertechnisch lässt das Spiel keine Wünsche offen und daher müssen wir letzten Endes eine klare Kaufempfehlung an alle Offroadfans aussprechen.

8/10

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