Monster Hunter Tri – Review / Test

23 Mai

Über 10 Millionen verkaufte Einheiten können nicht täuschen, Capcom’s Monster Hunter-Serie zählt ohne Zweifel zu den erfolgreichsten Franchises der letzten Jahre, vor allem in Japan. Bislang war die Serie Sony-exklusiv, für Monster Hunter Tri ging Capcom allerdings mit Nintendo einen Deal ein und wir haben uns das fertige Produkt genauestens angesehen.

So erfolgreich die Monster Hunter Serie auch ist, in Europa und den USA ist das Spiel immer noch vielen Spieler kein Begriff. Darum möchten wir das Spielprinzip genauer erklären. Im Grunde beschreibt der Name es ganz gut, denn in Monster Hunter Tri geht es größtenteils darum, riesige Monster zu erjagen oder zu fangen und mit den damit erbeuteten Rohstoffen die Ausrüstung zu verbessern oder gar neu zu erschaffen. Dabei ist das Spiel keineswegs mit den üblichen Jagdsimulationen der Marke Deer Hunter zu vergleichen, sondern lässt sich eher als ein stark japanisch angehauchtes Action-RPG bezeichnen. Allerdings kann der, übrigens selbst erstellte Charakter, kann neue Fähigkeiten erlernen oder im Level aufsteigen, alles beschränkt ausschließlich auf das aufwerten der Rüstungen und Waffen. Genau dies macht aber den Reiz an der Serie aus und motiviert den Spieler dazu, es über Monate hin zu spielen. Da ist es auch vollkommen egal, dass Spiel Quests fast immer nach dem gleichen Prinzip ablaufen, die Hauptsache ist, dass am Ende neue Rohstoffe dabei herauskommen. So überschaulich und einfach das alles auch klingen mag, Monster Hunter Tri ist alles andere als einsteigerfreundlich. Das jagen der Monster, wetzen der Klingen, grillen des Fleischs und kombinieren von Items will gelernt sein und erfordert einige Stunden an Einarbeitungszeit. Hier leistete Capcom leider keine gute Arbeit, denn der Einstieg wird viele Spieler unnötig überfordern und viele dazu bringen, den Titel im Schrank liegen zu lassen. Der Schwierigkeitsgrad ist hingegen sehr angenehm, steigt mit der Zeit aber auch stark an, was kein Nachteil ist, denn selten ist man in Videospielen so stolz darauf, ein Monster besiegt zu haben. Gesteuert wird Monster Hunter Tri wahlweise via Nunchuk + Wiimote oder mit dem Classic Controller (Pro). Letztere Option wird empfohlen und geht wesentlich einfacher von der Hand. Auch wenn die Steuerung, aufgrund der Einstiegsprobleme, zu Beginn etwas überladen wirkt, ist sie im Großen und Ganzen doch sehr gut umgesetzt worden.

Monster Hunter Tri ist eines der wenigen Wii-Spiele, die einen über mehrere hundert Stunden hin beschäftigen werden. Das liegt unter anderem auch daran, dass es in zwei Zweige aufgeteilt ist, nämlich das Dorf und die Stadt. Das Dorf stellt dabei den Offlinepart des Spiels dar. Hier gilt es, wahlweise auch per Splitscreen zu zweit, diverse Quests zu erfüllen und der dünnen Storyline zu folgen. Online ist das ganze hingegen wesentlich größer aufgebaut. Hier kann man mit bis zu vier Leuten auf Monsterjagd gehen und es stehen einem, verglichen mit dem Offline-Part, sehr viel mehr Quests zur Verfügung. Mit jeder Quest erhält man hier Gildenpunkte mit denen sich der Gildenrang verbessern lässt. Es gilt, je höher der Gildenrang, desto schwierigere Quests stehen zur Verfügung. Dank dem mitgelieferten Wii-Speak kann man auch Chats verzichten und sich, in einer etwas enttäuschenden Qualität, über das Mikrofon unterhalten.

Monster Hunter Tri besitzt eine für Wii-Verhältnisse tolle Optik. Zwar ist hier immer noch einiges auf Gamecube-Niveau, aber, was die Weitsicht, die Modellierung und Animationen der Monster und die Vegatationen betrifft, sieht das Spiel spitze aus. Mit Ruckeleinlagen oder Pop-Ups kommt man es hier nie zu tun, dafür stören aber die häufig auftretenden Ladebildschirme. Musikalisch weiß Monster Hunter Tri ebenfalls zu gefallen, verfügt aber nicht gerade über eine große Auswahl an Songs. Auf eine Synchronisation hat Capcom komplett verzichtet, die Charaktere im Spiel kommunizieren in der üblichen “Sims-Sprache”, was aber auch nicht weiter stört.

Fazit:
Monster Hunter Tri ist der bislang beste Teil der gesamten Reihe und tut dem Softwarelineup der Wii unglaublich gut. RPG-Freunde, die sich gerne im Item-Sammelwahn befinden, werden mit diesem Spiel große Freude haben. Aber auch wenn ihr auf knackige und toll inszenierte Bosskämpfe steht, solltet ihr einen Blick auf dieses Spiel werfen. Zudem wird man auf dieser Konsole kaum ein besseres Onlinespiel finden und vom Umfang brauchen wir gar nicht erst anfangen, kein Wii-Spiel wird euch länger beschäftigen.

9/10

Eine Antwort to “Monster Hunter Tri – Review / Test”

  1. MMOGamer Mai 25, 2010 um 7:49 am #

    Wirklich ein gut geschriebenes Review. Und ein das Spiel sieht auch echt gut aus und so wie du es beschreibst scheint es auch ne Menge Spielspaß zu versprechen. Werds mir demnächst mal in der Videothek ausleihen wenn es Das Game dort gibt und mal antesten. Hab bisher noch nie ein RPG auf der Wii gespielt, wäre also eine Premiere ^^

    LG
    MMOGamer

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