Tag Archives: EA

Die Highlights der E3 2010

16 Jun

Die E3 ist natürlich noch längst nicht vorüber und vielleicht werden noch die ein oder anderen Highlights enthüllt, aber ich möchte hiermit dennoch meine zehn persönlichen Highlights der großen Pressekonferenzen posten. :)


10. The Sly Cooper Collection (PS3)
Den ersten Teil der Sly Cooper-Reihe fand ich grandios, die beiden anderen gingen leider an mir vorbei. Die neu angekündigte Collection ist daher die ideale Gelegenheit, diese Highlights nachzuholen. In diesem Falle dann sogar mit verbesserter Optik, 3D- und Move-Support und Trophies. Was will man mehr?


9. Medal of Honor Multiplayermodus von DICE
Medal of Honor hat mich bis vor kurzem nicht wirklich interessiert. Da jetzt aber bekannt wurde, dass DICE für den Mehrspielerpart verantwortlich ist, bin ich heiß auf dieses Spiel. Ich freu mich auf den Beta-Test, der Ende des Monats starten soll. Call of Duty kann sich warm anziehen.


8. Goldeneye Remake (Wii)
Der beste Shooter und Mehrspielertitel auf dem N64 bekommt ein Remake. Eigentlich ein absolutes Highlight, würde das Spiel noch bei RARE entstehen. Das Remake wird jedoch von Activision entwickelt und daher bin ich noch ein wenig skeptisch. Ich freu mich trotzdem drauf…


7. Kirby Epic Yarn (Wii)
Endlich feiert der süße Vielfrass sein Comeback auf den Heimkonsolen. Das Spiel scheint schon jetzt ein sicherer Hit zu sein, weil es nicht nur optisch, sondern auch spielerisch einen sehr innovativen Eindruck hinterlässt.


6. Need for Speed: Hot Pursuit von Criterion
Zurück zu den Wurzeln lautet hier die Devise und zudem wird der neue NFS-Teil von den absoluten Spezialisten auf dem Gebiet entwickelt. DAS wird vermutlich der beste NFS-Teil überhaupt.


5. Portal 2 für PS3
Klar, Portal 2 ist schon länger bekannt und auch ein Release auf der PS3 ist nicht überraschend. Überraschend war dagegen der Auftritt von Gabe Newell, der ankündigte, dass es sich bei der PS3-Fassung um die beste Konsolenversion halten würde. Wer hätte das nach der ziemlich schlechten Umsetzung der Orange Box erwartet? Und Portal 2 sieht natürlich auch klasse aus, ist auch viel bunter als der Vorgänger und wird spielerisch wieder ein absolutes Meisterwerk.


4. Donkey Kong Country Returns (Wii)
Meine Gebete wurden erhört und endlich kann ich wieder mit Donkey Kong durch den Jungle hüpfen. Dazu wird das Spiel noch von den Retro Studios entwickelt, welche für die geniale Metroid Prime Trilogy verantwortlich sind. Da kann einfach nichts schiefgehen.


3. The Legend of Zelda: Skyward Sword (Wii)
Das neue Zelda für Wii ist natürlich keine Überraschung, viel mehr waren die Fans gespannt darauf, wie es ausschaut und wie es sich spielen lässt. Das von Nintendo gezeigte Material konnte mich überzeugen und die Skepsis bzgl. der Steuerung ist mittlerweile auch verschwunden.


2. Enthüllung des Nintendo 3DS
Ein tolles Gerät. Das Design ist schick, Nintendo hat endlich einen Analogstick hinzugefügt und grafisch ist der 3DS tatsächlich ungefähr auf Gamecube-Niveau. Absolutes Highlight ist aber die 3D-Technik inklusive einer 3D-Kamera. Bin sehr gespannt darauf, dieses Teil in meinen Händen zu halten.


1. Das Line-Up des 3DS
Der Nintendo 3DS ist klasse, aber das richtige Softwareportfolio ist genauso wichtig, wie die Technik. Und hier hat mich Nintendo am meisten beeindruckt. Es ist unglaublich wie viele Publisher dieses Gerät bereits unterstützen und was für geniale Spiele auf einen Schlag angekündigt wurden. Egal ob Mario (Kart), Zelda, Starfox, Kid Icarus, Animal Crossing oder Nintendogs – so ziemlich alle wichtigen Nintendo-Franchises sind vertreten und dazu auch noch bekannte Drittherstellermarken wie Metal Gear Solid, Ninja Gaiden oder Professor Layton. Sensationell.

Zum Schluss noch eine kleine Kostprobe von Metal Gear Solid 3(DS):

Wahnsinn!

Advertisements

Battlefield: Bad Company 2 – Review / Test

28 Mrz

Call of Duty: Modern Warfare 2 ist nicht nur kommerziell extrem erfolgreich, sondern führt auch seit Monaten die Onlineaktivitätslisten der PS3 und XBOX 360 an. Nun bekommt der Megahit aber eine ernst zu nehmende Konkurrenz aus dem Hause EA: Battlefield: Bad Company 2 von den schwedischen Onlinespezialisten DICE. Wird das Spiel Modern Warfare 2 vom Thron stoßen können? Wir verraten es euch in unserem Testbericht.

Battlefield: Bad Company war damals nicht nur die erste, eigens für Konsolen entwickelte Reihe, sondern bot erstmals auch eine Einzelspielerkampagne. Das besondere dabei war zum einen, dass man sich, Battlefield typisch, sehr frei bewegen konnte und zum anderen die Story mitsamt den Charakteren sich selbst nicht ganz ernst genommen haben. Da steckte einfach jede Menge Humor drin. In diesen Punkten hat sich bei Bad Company 2 sehr vieles geändert, vieles zum positiven, das meiste aber eher zum negativen. Die Freiheit wurde dem Spiel nämlich genommen und alles läuft nun extrem linear ab, wie man es auch vom Genreprimus Modern Warfare 2 kennt. Die Story baut zwar auf Teil 1 auf und auch der chaotische Squad ist vertreten, aber das Spiel ist nun ernster und setzt den Schwerpunkt auf eine bombastische Inszenierung der Marke Call of Duty. Das Spielerlebnis ist jetzt vielleicht intensiver und spannender, der Humor bleibt dabei aber größtenteils auf der Strecke. Aber keine Sorge, ganz ernst geht es hier nie zur Sache, diverse Dialoge bringen einen immer noch zum Lachen, nur eben nicht mehr so häufig. Lobenswert sind hingegen die viel abwechslungsreicheren Schauplätze. Hier kämpft man, wie im Vorgänger, nicht mehr nur in Georgien oder Russland, sondern auch in den USA, Japan, Bolivien oder auch Chile. Ebenfalls abwechslungsreich sind natürlich auch die unzähligen Waffen und Fahrzeuge im Spiel. Bedauerlich ist zwar, das Flugzeuge fehlen, dafür gesellen sich nun aber auch Jet-Skis und Quads zu den üblichen Fahrzeugen wie den Hubschraubern und Panzern dazu. Die Kampagne ist dabei ungefähr genauso lang wie im Vorgänger, im Ablauf aber straffer und kurzweiliger. Sogar Solisten kommen voll auf ihre Kosten, weil Bad Company 2 mit einer Spielzeit von rund acht Stunden deutlich länger ist, als der Großteil der Shooterkonkurrenz. Versteckte Funkstationen und freischaltbare Waffen motivieren zum Weiterspielen, genauso wie die gut ausgewählten Erfolge/Trophies. Dank drei verschiedener Schwierigkeitsstufen ist Bad Company 2 für so ziemlich jede Gruppe von Spieler geeignet. Kenner des Vorgängers werden mit der Steuerung natürlich keinerlei Probleme habe, Anfänger aber ebenso wenig, weil die Bedienung super angenehm und einfach zu handhaben ist.

Auch wenn sich die Singleplayerkampagne wirklich sehen lassen kann, ist sie aber im Grunde genommen lediglich eine Art Vorbereitung auf das Herzstück dieses Spiels: Den Mehrspielerpart. Hier spielt Bad Company 2 das volle Potential aus und lässt so ziemlich jeden anderen Genrevertreter alt aussehen. Dank zahlreicher Awards und freischaltbarer Waffen und Gadgets ist das Spiel so motivierend wie kaum ein anderer Shooter. Die Maps sind riesig und dank der zerstörbaren Umgebung kommt zusätzlich Freiheit und Taktik ins Onlinespielgeschehen. Mit den vier Spielmodi Eroberung, Rush, Squad-Rush und Squad-Deathmatch ist zudem für jeden der passende Spielmodus dabei und ganz harte Kerle können sogar auf einen Hardcoremodus zurückgreifen, der z.B. diverse Anzeigen ausblende und das Spiel allgemein noch schwieriger macht. Insgesamt können bis zu 24 Spieler auf den Konsolen miteinander zocken, auf dem PC sind es sogar 32 Spieler. Dank der Squadfunktion kann sich der Spieler dabei mit vier Spielern zusammen tun und nach dem Ableben, bei den Squadpartnern spawnen, was nicht nur für Unterstützung sorgt, sondern auch die Laufwege stark verringert. Bei Bad Company 2 ist deutlich mehr Teamplay gefragt, als bei Titeln wie Modern Warfare 2. Das gute an dem Spiel ist auch, dass man nicht unbedingt der perfekte Killer sein muss, um erfolgreich zu sein. Dank der verschiedenen Klassen punktet man auch, wenn man sich z.B. darauf spezialisert, Fahrzeuge zu reparieren, seine Leute zu heilen oder mit Munition zu versorgen. Abgesehen von den etwas zu starken Kampfhubschraubern ist Bad Company 2 auch perfekt ausbalanciert, für welche Klasse oder für welches Fahrzeug man sich auch entscheidet, man hat immer gute Chancen ordentlich zu punkten.

So genial der Mehrspielerpart auch ist, besitzt er Schwächen, die selbst der größte Battlefield-Fan nicht abstreiten kann. Die Anzahl der Maps könnten insgesamt nämlich höher sein und ein Mapvoting im Spiel wäre wünschenswert gewesen, da der Mapchange immer zufällig erfolgt und dadurch Karten oft wiederholt werden. Eine Spielervermittlung, wie man es von Halo 3 zum Beispiel kennt, hätte dem Titel auch nicht geschadet. Hier kann man sich nämlich nicht mit acht Mann in ein Spiel vermitteln lassen, dies ist nur mit der Squadfunktion für bis zu vier Spieler möglich. DICE hat vermutlich auch nicht mit so einem großen Ansturm auf das Spiel gerechnet, denn noch immer kommt es zu nervigen Problemen mit den Battlefieldserver die teilweise nicht einmal verfügbar sind. Auch der fehlende LAN-Support kratzt ein wenig an dem ansonsten so perfekten Eindruck.

Bad Company 2 basiert, wie der Vorgänger auch, auf der Frostbite-Engine, die hier aber stark aufpoliert wurde. Die Charaktermodelle sehen deutlich besser aus, die Landschaften wirken viel authentischer, die Effekte sind spektakulärer und auch so manche Textur ist jetzt hochauflösender. Hier lässt sich auch noch mehr zerstören, als es noch im ersten Teil der Fall war. Schade ist nur, dass die Häuser von innen ziemlich lieblos aussehen. Störend sind auch einige Grafikmankos wie teilweise auftretendes Tearing und leichte Pop-Ups. Dafür lässt es Bad Company 2 aber beim Ton mächtig krachen. Im Optionsmenü gibt es verschiedene Soundeinstellungen, während “Heimkino” schon für einen super Raumklang sorgt, fühlt man sich bei “Warfare” erst so richtig, wie auf einem Kriegsschauplatz. Absolut referenzverdächtig. Die Synchronisation des Titels ist aber ebenfalls prima gelungen und es stehen sogar mit Englisch und Deutsch zwei Sprachen zur Auswahl. Beide sind auf einem gleich hohen Niveau, während die deutsche Synchro aber einen Tick zu asynchron wirkt.

Fazit:
DICE liefert mit Bad Company 2 ein grandiose Action-Gesamtpaket ab. Die Solokampagne ist zwar etwas schwächer als im Vorgänger, all jene, die sich das Spiel nur wegen der Kampagne kaufen, kommen aber dennoch voll und ganz auf ihre Kosten. Technisch macht das Spiel einige Schritte nach vorne und kann, vor allem mit den sehr weitläufigen Maps, der gelungenen Synchronisation und natürlich der komplett zerstörbaren Umgebung begeistern. Das Meisterstück ist den Jungs aber mit dem sensationellen Multiplayermodus geglückt, der sogar Modern Warfare 2 alt aussehen lässt. Actionfans müssen hier unbedingt zugreifen.

9/10

Need for Speed: Nitro – Review / Test

4 Dez

Mit Ausnahme von Mario Kart Wii oder Excite Truck sieht es auf Nintendos Wii rennspieltechnisch ziemlich mau aus. Das erstmals eigens für Wii entwickelte Need for Speed: Nitro möchten sich diesem Problem annehmen und das Genre um einen überzeugenden Vetreter bereichern. Wie sich dieser Titel schlägt, verrät dieser Test.

Erstmals hat EA in diesem Jahr für beide Rennspielgruppen den passenden Need for Speed Titel parat. Während Freunde von Rennsimulationen zu Need for Speed: Shift für PC, XBOX 360 und Playstation 3 greifen, soll Need for Speed: Nitro die Arcadejünger und das jüngere Publikum ansprechen. Tuningoptionen, ein realistisches Fahrverhalten und weltbekannte Rennstrecken sucht man hier also vergebens. Need for Speed: Nitro wurde speziell für Wii konzipiert und ist an alle jene gerichtet, die auf einen unkomplizierten und kompromisslosen Rennspielspaß aus sind und diesen auch gerne mit Freunden und Familie teilen möchten. Das Gameplay ist absolut frei von Innovationen und erinnert an die Burnout-Serie oder auch ältere Need for Speed Teile. Im Karrieremodus bereist der Spieler die ganze Welt und absolviert unterschiedliche Events wie normale Rennen, Time Attacks, Eliminierungsrennen oder Drag Rennen, ganz wie man es auch von den Vorgängern kennt. Das verdiente Geld kann dann schließlich in den Wageneditor investiert werden, hier kann das Aussehen des Boliden individuell angepasst werden. Und die Auswahl dieser ist ziemlich abwechslungsreich ausgefallen. Die insgesamt 30 Wagen verdeutlichen nämlich, dass es sich bei diesem Spiel um einen waschechten Arcaderacer handelt, sind neben modernen Wagen wie dem Audi R8 oder einem Ford Mustang auch ausgefallene Modelle wie der VW Käfer verfügbar. Das Geschwindigkeitsgefühl ist hierbei, egal welchen Wagen man auch wählt, rasant und muss sich vor einem Burnout wahrlich nicht verstecken. Dank einsetzbarer Boosts werden sogar bis zu 300 Stundenkilometer ermöglicht. Der Einsatz des Boosts ist an einigen Stellen auch ausgesprochen wichtig, weil die Polizei dieses Mal wieder mit von der Partie ist und euch das Leben schwer macht. Trotzdem ist der Schwierigkeitsgrad insgesamt eher niedrig angesetzt, was dem unkomplizierten Gameplay und der tollen Steuerung zu verdanken ist. Letzere lässt auch keine Wünsche offen, weil unglaublich viele Steuerungsvarianten zur Verfügung stehen. Man kann somit die Wiimote schräg halten, zusätzlich aber auch den Nunchuck anschließen, oder einfach nur Gebrauch von einem Classic- oder Gamecube-Controller machen. Dies kommt dann schließlich auch dem lokalen Mehrspielermodus für bis zu vier Spielern zugute. Somit sind vier Wiimotes nämlich nicht zwingend notwendig. Der Mehrspielermodus an sich macht aufgrund von vielen verschiedenen Spielmodi und zuschaltbaren Bots jede Menge Spaß, das Problem ist nur, dass die grafische Qualität stark darunter leiden muss.

Abgesehen vom Mehrspielermodus kann sich Need for Speed Nitro allerdings wirklich sehen lassen. Klar, hier wird absolut keine Meisterleistung vollbracht, aber die Neuausrichtung in Form eines bunten Comiclooks tut dem Spiel gut und passt perfekt zum Genre der Arcaderenner. Die Wagenmodelle sehen für Wii-Verhältnisse überraschend gut aus, die Präsentation ist auf gewohnt hohem Niveau und das Geschwindigkeitsgefühl kommt mit 60fps, wie eben bereits erwähnt, perfekt rüber. Leider ist die Umgebung aber zu detailarm, was durch das hohe Tempo allerdings gut verdeckt wird. Verglichen mit den Vorgängern gelingt der Serie aber optisch ein Schritt in die richtige Richtung. Gleiches gilt für den Sound. Die Motorensounds klingen jetzt viel besser, die Soundeffekte sind stimmiger und der Soundtrack ist EA-typisch mal wieder erste Sahne.

Fazit:
Es war eindeutig die richtige Entscheidung von EA, Nintendos Wii künftig mit eigens dafür entwickelten Need for Speed-Teilen statt mit lieblosen und abgespeckten Portierungen zu versorgen. Need for Speed: Nitro ist weder technisch noch spielerisch ein Meisterwerk, dafür kann aber das unkomplizierte und rasante Arcadegameplay vollends überzeugen und passt bestens zum Portfolio von Nintendos Wii. Nicht zu vergessen, dass man bei diesem Spiel endlich wieder das Gefühl hat, dass es den Entwicklern wichtig war, die Wii-Gemeinde mit einem guten Need for Speed-Ableger zu versorgen. Ein Aufwärtstrend ist also klar erkennbar und Rennspielfreunde können unbesorgt zugreifen.

7/10

Battlefield 1943 Review (PS3 / XBOX 360)

14 Aug

bf_1943_1

Battlefield 1942 zählt zu den meistgespielten Onlineshootern überhaupt und hat das Genre im Jahr 2002 zudem extrem voran getrieben und populär gemacht. Knapp sieben Jahre später bekommt dieser Klassiker nun ein Remake spendiert, welches überraschenderweise nicht über den Einzelhandel, sondern den Downloaddienst vertrieben wird. Ob dieses Spiel dem Anspruch dieser Reihe gerecht wird, zeigt diese Arcadereview.

Eines vorweg: Battlefield 1943 enthält, im Gegensatz zum Original, keine KI-Bots, daher wird dieser Titel ausschließlich Online gezockt. Gameplay-technisch haben die Entwickler alles beim Alten belassen. Noch immer bekämpfen sich zwei Nationen auf pazifischen Inseln und es gilt, die auf der Insel verstreuten Flaggenpunkte zu erobern. Der Spieler kann sich hierbei zwischen drei Klassen (Infantry, Rifleman und Scout) und verschiedenen Fahrzeugen (Jeep, Panzer, Flugzeug, Boot) entscheiden, welche allesamt unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich bringen. Insgesamt können bis zu 24 Spieler an einer Partie teilnehmen. Im Gegensatz zur Launchphase läuft das Spiel nun auch auf beiden Plattformen flüssig und der Spielspaß muss nicht mehr darunter leiden. Für eine Langzeitmotivation sorgen unterschiedliche Achievements und Onlineränge. Aktuell enthält Battlefield 1943 nur vier unterschiedliche Maps und das wäre auch so ziemlich der größte Kritikpunkt an diesem Spiel, denn auch wenn man mit den vier Maps hunderte von Stunden verbringen kann, wünscht man sich irgendwann auch mal ein anderes Setting als den Pacifik. Mithilfe von zusätzlichen Spielinhalten könnte EA dieses Manko allerdings problemlos beheben und davon ist auch stark auszugehen. Die Battlefield-Reihe hat ihren Ursprung auf dem PC, wo sich Egoshooter bekanntlich wesentlich besser steuern lassen. Aber keine Sorge, Battlefield 1943 orientiert sich an der sehr benutzerfreundlichen Steuerung von Battlefield Bad Company. Egal ob zu Fuss, mit dem Jeep, im Panzer, zu Wasser oder in der Luft: Dieses Spiel steuert sich tadellos und lässt keine Wünsche offen.

Technisch ist Battlefield 1943 etwas besonderes, denn abgesehen von Wipeout HD konnte noch kein Downloadgame eine solch hochwertige Akustik und Optik vorweisen.Verglichen mit aktuellen Shootern wie Resistance 2 oder vor allem Killzone 2 zieht das Spiel optisch allerdings den kürzeren, da es im Grunde nur auf der Battlefield Bad Company-Engine basiert. Die Animationen, Texturen und Explosionen können sich aber wirklich sehen lassen. Akustisch überzeugt das Game durch einen astreinen Soundtrack, realistische Waffensounds und natürlich einen bombigen Raumklang. Etwas anderes ist man von dieser Reihe auch nicht gewohnt. Im Großen und Ganzen ist die Technik also, vor allem für den geringen Anschaffungspreis, wirklich top. Da sollten sich andere Entwickler eine Scheibe von abschneiden.

Battlefield 1943 ist für 1200 MS Points bzw. 14,99 Euro erhältlich und zählt ohne Zweifel zu den teuersten Downloadtiteln. Dafür bekommt der Käufer aber auch so einiges geboten, denn größtenteils wirkt dieses Spiel wie ein Vollpreistitel aus dem Einzelhandel. Die Technik ist auf der Höhe der Zeit, das Gameplay ist zeitlos genial und der Onlinemodus macht einfach nur süchtig. Lediglich die Anzahl der Maps entspricht dem Umfang eines Arcadetitels.

Fazit:
Battlefield 1943 sprengt nicht ohne Grund sämtliche Verkaufsrekorde auf dem Downloadsektor, denn mit Ausnahme der geringen Mapanzahl steht der Titel beliebten Retailgames in nichts nach. Im Bereich der Downloadgames wird die Messlatte sogar regelrecht nach oben gelegt. Wer etwas für Onlineshooter übrig hat, muss sich dieses Spiel definitiv besorgen.

9/10

Boom Blox Smash Party Review (Wii)

30 Jun

boom-box

Boom Blox zählte im vergangenen Jahr zu den Überraschungshits auf Nintendos Wii. Das Geschicklichkeitsspiel, das in Zusammenarbeit mit Steven Spielberg entwickelt wurde, begeisterte die Community mit einem erfrischenden und innovativen Gameplay und einem extrem partytauglichen Multiplayermodus. Kann die Fortsetzung nun spielerisch noch einen drauflegen oder haben wir es hierbei nur mit einer lieblosen Fortsetzung zu tun?

Was die Spielmechanik betrifft, hat sich bei Boom Blox Smash Party nicht viel verändert, Einsteiger sei aber an dieser Stelle das Tutorial ans Herz gelegt, bei dem keine Fragen offen bleiben. Noch immer fungiert der Titel als eine Art virtueller „Spielklotzbaukasten“. Der Spieler muss also Jenga-ähnliche Bauwerke zerstören (bzw. dem Einsturz aus dem Weg gehen), Edelsteine aus einem Bauwerk heraussprengen oder bestimmte Blöcke einfärben. Das Interessante hierbei sind die unterschiedlich farbigen Blöcke, die verschiedene Funktionen besitzen. So gibt es Blöcke, die explodieren oder einfach verschwinden und neuerdings auch jene, die andere Blöcke infizieren und somit eine Kettenreaktion auslösen. All dies beeinflusst am Ende den Punktestand und dieser entscheidet letztendlich darüber, ob die Leistung mit Bronze, Silber oder Gold belohnt werden. Bronze ist Pflicht, ansonsten gilt das Level als nicht abgeschlossen. Sollte man allerdings einmal an einem Level festhängen, können andere Welten und Level freigekauft werden, wodurch es in Boom Blox Smash Party zu keinerlei Frustmomenten kommen wird. Neben den neuen Blockarten gibt es aber auch einige neue Werkzeuge, die den Spielablauf etwas auffrischen. So haben es nun z.B. eine Steinschleuder oder auch eine Kanone ins Spiel geschafft. Die Szenarios sind auch um einiges abwechslungsreicher geworden, denn nun sind sogar Unterwasser- und Weltraumlevel verfügbar. Insgesamt wurde die Anzahl der Level gehörig aufgestockt, denn, zählt man die Mehrspielerlevel mit, sind nun über 400 verschiedene Herausforderungen verfügbar. Selbst erfahrene Spieler werden damit unzählige Stunden beschäftigt sein. Sollte dies aber nicht der Fall sein, können auch wieder eigene Level erstellt werden. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Bedienung hierbei aber wesentlich benutzerfreundlicher und die fertigen Ergebnisse können nun auch sehr viel einfacher und übersichtlicher über das Internet getauscht werden.

Der Multiplayermodus zählt immer noch zu den absoluten Stärken dieses Spiels. Mit bis zu vier Spielern kann wahlweise kooperativ oder gegeneinander gespielt werden. Das Gute daran ist, dass meistens sogar nur ein Controller benötigt wird, da die meisten Spiele abwechselnd ablaufen. Den Spielspaß mindert das aber nicht, im Gegenteil, die vielen unterschiedlichen Spielvarianten sind für einen unterhaltsamen Abend zu viert wie geschaffen. Erfahrene Jengaspieler wissen, wovon ich rede. Verglichen mit dem Vorgänger sind im zweiten Teil auch deutlich mehr Mehrspielerlevel vorhanden. Allerdings kommt hier auch wieder die Frage auf, weshalb es kein Onlinemultiplayermodus ins fertige Spiel geschafft hat. Hoffentlich wird dies im dritten Teil endlich nachgeholt.

In Sachen Technik hat sich Boom Blox Smash Party leider am wenigsten weiterentwickelt. Optisch kann man den Titel nämlich fast nicht vom Vorgänger zu unterscheiden, die farbenfrohe und knufflige Optik weiß aber immer noch zu gefallen. Das Ganze ist nach wie vor eher minimalistisch gehalten, passt aber perfekt zu dieser Art von Videospiel. Viel wichtiger ist allerdings die tolle Physikengine, die manchmal zwar immer noch zu (un)genau agiert, sich aber verglichen mit dem Vorgänger ein wenig gebessert hat. Zum Sound gibt es nur wenig zu berichten, denn noch immer besteht das Spiel nur aus nervigen Tiergeräuschen und einer abwechslungsarmen Hintergrundmusik. Im Geschicklichkeitsgenre ist dies aber ohnehin nicht weiter wichtig.

Fazit: Boom Blox: Smash Party ist eine sehr gelungene Fortsetzung zu einem der Überraschungshits des letzten Jahres. Mehr Level, neue Spielvarianten, neue Spielfiguren, ein benutzerfreundlicherer Editor und ein noch spaßigerer Mehrspielerpart machen den Titel selbst für Besitzer des Vorgängers interessant. Für alle anderen ist mindestens ein Ableger dieser innovativen und sympathischen Geschicklichkeitsserie sowieso Pflicht! Selten bekommt man heutzutage für 35 Euro soviel Spielspaß und Umfang geboten, ganz zu schweigen von diesem süchtig machenden Multiplayermodus, der plattformübergreifend mit zum Besten zählt.

9/10

Die besten Spiele des Jahres – Platz 9

7 Dez

deadspace

Dead Space (PC / XBOX 360 / PS3)
Platz 9 geht an EAs Gruselhit Dead Space. Das Spiel ist zugleich aber auch mein persönlicher Überraschungshit 2008, denn was hier abgeliefert wird, hätte ich EA niemals zugetrautet. Spielerische Innovationen sucht man zwar vergebens, dafür bedient sich der Titel aber vorbildlich bei den Größen dieses Genres. Und auch storytechnisch ist Dead Space zwar keine Revolution, aber wer Filme wie Alien oder Event Horizon mag, wird hier seine Freude haben. Ich frage mich aber immer noch warum dieses Game hierzulande ungeschnitten erschienen ist, denn die Splattereffekte sind teilweise schon sehr heftig. Abschließend möchte ich noch meinen geschätzten Kollegen Kornfanbob zitieren: „Für Zocker mit Eiern in der Hose ist Dead Space ein Must-Have!“ <- besser lässt es sich nicht beschreiben! ;-)

Boom Blox Review (Wii)

21 Jul

Der Name Steven Spielberg dürfte beinahe jedem Menschen auf diesem Planten ein Begriff sein. Schließlich ist der gute Herr der erfolgreichste Regisseur aller Zeiten und begeisterte das Publikum mit Blockbustern wie Indiana Jones, Jurassic Park oder ET. Nun hat er sich aber zum Ziel gesetzt, sich auch als Videospielproduzent einen Namen zu machen. Sein Erstlingswerk „Boom Blox“ ist kürzlich erschienen und ob er damit einen guten Einstand feiern kann, zeigt dieser Testbericht.

Wenn man Steven Spielberg mit einem Videospiel in Verbindung bringt, dürfte man wohl zuerst an ein episches Blockbusterspiel denken. „Boom Blox“ ist aber überraschenderweise einfach nur ein simples, aber süchtig machendes Geschicklichkeitsspiel geworden. Im Grunde genommen kann man dieses Spiel als eine Art „Spielklotzbaukasten“ bezeichnen. Um alles abwechslungsreicher zu gestalten, enthält das Spiel im Vergleich zu anderen Geschicklichkeitsspielen unzählige, verschiedene Spieltypen. Doch keine Sorge, zu Beginn von „Boom Blox“ wird der Spieler fair und ausführlich in alle Spieltypen eingeführt. Generell ist das Ziel des Spiels, das jeweilige Level mindestens mit einer Bronzemedaille zu meistern, nur so wird das nächste Level freigeschaltet. Die Missionsziele sind, wie eben bereits erwähnt, immer unterschiedlich. So gilt es manchmal in Jenga Manier so viele Blöcke, wie möglich aus dem Turm zu ziehen, ohne ihn zum Einsturz zu bringen, oder man muss einer Spielfigur den Weg zu ihren Kindern bahnen, ohne den Weg zum Einsturz zu bringen. Es geht aber auch wesentlich simpler. Oft müssen einfach nur Blöcke abgeschossen werden, um Punkte zu erzielen, oder Türme mit so wenig Würfen wie möglich zum Einsturz gebracht werden. Hilfreich sind hierbei die unterschiedlichen Blockarten. Bombenblöcke, Chemikalienblöcke oder Verschwindeblöcke haben einen wesentlichen Anteil am Erfolg. In Acht nehmen muss sich der Spieler vor den Strafblöcke, die zum Punkteverlust führen. „Boom Blox“ verfügt über zwei Hauptspielmodi. Zum einen den Entdeckungs- und zum anderen Abenteuermodus. Im Entdeckungsmodus kann sich der Spieler genau entscheiden, welchen Spieltyp er absolvieren möchte, im Abenteuermodus wird eine Geschichte erzählt und die Spieltypen sind gemischt. Insgesamt enthält das Spiel über 300 verschiedene Level. Der Schwierigkeitsgrad steigt hierbei stetig an, wird aber nie unfair oder frustrierend. Die extrem präzise und perfekte Steuerung dürfte daran auch einen großen Anteil haben, zudem geht in diesem Spiel auch niemals der Überblick verloren. Lobenswert ist auch das grandiose Leveldesign in Verbindung mit einer tollen Physikengine. So sorgt das Spiel für ein unglaubliches Suchtgefühl, man möchte „nur noch dieses eine Level spielen“, in Wahrheit vergehen aber mehrere Stunden. Und da man von dem Spiel einfach nicht genug bekommen kann, steht ein genialer Leveleditor zur Verfügung. Die erstellten Level lassen sich sogar via WiiConnect24 mit anderen Spielern tauschen! Selbstverständlich lassen sich auch Unmengen an Extras freispielen, indem der Spieler die Levels mit einer Goldmedaille abschließt. Charaktere, Items oder sogar Spielmodi können so erspielt werden.

Im Mehrspielermodus macht „Boom Blox“ noch mal doppelt so viel Spaß, wie im Singleplayerpart. Mit bis zu vier Spielern avanciert das Spiel zum reinsten Party-Spaß. Wer als Kind mit Freunden Mikado oder Jenga gespielt hat, weiß wovon ich rede. Das besondere an „Boom Blox“ ist aber, dass man hier sowohl gegeneinander, als auch miteinander spielen kann. Beide Seiten haben ihren Reiz und so oder so wird auch hier ein Suchtgefühl vermittelt. Da es meistens abwechselnd zur Sache geht ist „Boom Blox“ auch für alle jene empfehlenswert, die nur einen Controller besitzen. Im Prinzip gibt es nur wenig an diesem Spiel zu kritisieren, der größte Kritikpunkt ist allerdings der fehlende Onlinemodus.

Technisch dürfte man schon im Vorfeld nicht allzu viel von einem Geschicklichkeitsspiel erwarten. Doch auch hier gibt „Boom Blox“ eine gute Figur ab. Die Welten sind angenehm farbenfroh und knufflig gestaltet und wirken nie zu übertrieben. HDTV Besitzer dürfen sich darüber freuen dass ein 480p Modus enthalten ist und die Explosionen sehen für Wii-Verhältnisse alles andere als schlecht es. Dennoch ist das Ganze aber eher zweckmäßig. Es mangelt dem Spiel an Details und die Texturen sind ziemlich matschig. Hier ist also noch eindeutig Luft nach oben vorhanden. Beim Sound darf man auch nicht mit einer Meisterleistung retten. Die Soundeffekte sind zwar angenehm und überzeugend, aber im Gegenzug ist der eintönige Soundtrack recht nervig. Für ein Geschicklichkeitsspiel ist das aber völlig normal.

Fazit:
Mit „Boom Blox“ gelingt EA, in Zusammenarbeit mit Steven Spielberg, der mit Abstand beste Third-Party Titel auf Nintendos Wii! Außerdem zählt das Spiel auch zu DEN Überraschungstiteln der letzten Jahre. Es ist einfach unglaublich, wie extrem süchtig machend dieses Spiel ist und wie einfach alles von der Hand geht. Boom Blox zählt zu den wenigen Titeln, die in dieser Art NUR auf Wii möglich sind. Und genau solche Spiele wünscht man sich doch als Besitzer dieser Konsole. Die Qualität des Mehrspielerpart kann locker mit Größen wie „Super Smash Bros. Brawl“ oder „Mario Kart Wii“ mithalten und der Umfang ist einfach unglaublich. Zudem zählt dieser Titel auch noch zu den etwas günstigeren Spielen, weshalb man eine Kaufempfehlung aussprechen muss. Jeder Wii Besitzer sollte sich dieses Spiel einmal anschauen!

8,5/10