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Final Fantasy XIII – Review / Test

28 Mrz

Die aktuelle Konsolengeneration hat zwar zahlreiche japanische Rollenspiele im Repertoire, aber so richtige Meisterwerke, wie man es aus den SNES- oder PSX-Zeiten kennt, blieben aus. Rollenspielfans setzten all ihre Hoffnung daher auf Final Fantasy XIII. Kurz nach Release zeigte sich allerdings, dass der Titel polarisiert wie kaum ein anderer. Enttäuschung des Jahres oder Rollenspiel-Meisterwerk? Diese Review zeigt, dass die Wahrheit mal wieder in der Mitte liegt.

Mit insgesamt 13 Hauptteilen und etlichen Spin-Offs zählt die Final Fantasy-Serie neben ruhmreichen Reihen wie Mario oder Mega Man zu den langlebigsten Spieleserien. Wieso die Serie dabei aber nie langweilig wird, liegt daran, dass die Teile storytechnisch nie miteinander verknüpft sind und jeder Teil andere Charaktere besitzt, zu unterschiedlichen Zeiten spielt und sich sogar anders spielen lässt. Final Fantasy XIII ähnelt dabei am ehesten Final Fantasy X, denn auch Teil 13 ist sehr Cutscene-lastig und verfügt über eine ähnliche Charakterentwicklung. Hier gibt es keine echten Levelstufen, stattdessen kann man die erhaltenen Erfahrungspunkte im Kristarium in einzelne Attribute oder Attacken investieren, mit verschiedenen, auf den ersten Blick unwichtigen, Items können später auch Waffen und Accessoires aufgepowert werden. Der Charakterbaum unterscheidet sich dabei je nach Paradigmen-Rolle. Verschiedenen Rollen wie Verteidiger, Augmentor, Manipulator, Verheerer, Heiler und Brecher bringen viel Taktik in das sehr interessante Kampfsystem. Dieses ist nicht mehr in Pseudo-Echtzeit, sondern läuft wieder rundenbasiert ab. Anhand der Angriffleiste kann der Spieler seine Angriffe nach belieben auswählen und einteilen. Enorm wichtig ist es aber, dass man, je nach Situation, im richtigen Moment die Rollen der Kämpfer wechselt. Sollte es in einem Kampf dann einmal eng werden, helfen nicht nur die üblichen Items, sondern auch die so genannten Espen, quasi herbei beschworene Kreaturen, die aber nicht immer zur Verfügung stehen.

Verglichen mit anderen Rollenspielen ist Final Fantasy XIII übrigens, vor allem zu Beginn, recht einfach. Zum Glück ändert sich dies aber im Laufe des Spiels. Überhaupt ist Final Fantasy XIII leider ein extremer Spätzünder. Wer sich bereits über ein zweistündiges Tutorial aufregt, dürfte hier förmlich ausrasten, denn bis alle Gameplay-Elemente zur Verfügung stehen, verstreichen MINDESTENS 20 (!!!) Stunden. Die Sache hat aber auch etwas gutes, denn Genreneulinge werden ganz langsam eingeführt und haben somit keinerlei Probleme mit der Bedienung des Titels. RPG-Fans werden sich dagegen etwas langweilen. Noch schlimmer ist allerdings die Tatsache, dass dieses Spiel in den ersten beiden drittel des Spiels viel zu linear abläuft. Das Spiel ist voll mit Schlauchlevels, besitzt daher ein gutes Tempo, aber trotzdem vermisst man es, durch die Städte zu schlendern und mit unwichtigen NPCs Unterhaltungen zu führen. Ab dem 11. Kapitel wird FFXIII zum Glück aber etwas freier, man kann sich viel freier bewegen und Sidequests annehmen. Städte oder gar Minispiele sucht man aber dennoch vergebens. Im Großen und Ganzen ist das Spiel einfach viel zu sehr auf die Handlung fixiert. Wobei man aber auch eingestehen muss, dass die Handlung und die Charaktere sehr interessant sind. Von dem üblichen J-RPG Kitsch bleibt dieses Spiel aber nicht verschont.

Über das Gameplay kann man sich streiten, audiovisuell sind sich aber alle darüber einig, dass Final Fantasy 13 hier großes leistet. Kein Spiel kommt mit spektakuläreren Zwischensequenzen daher und der Unterschied zur Ingamegrafik wird immer geringer. Das ist den tollen Modellen, den liebevollen Spielwelten, den sehr guten Gesichtszügen und natürlich auch den sehr ansehnlichen Texturen zu verdanken. Die Animationen sind insgesamt sehr gelungen, einige wirken aber etwas zu albern bzw. zu typisch japanisch. Der Soundtrack stammt zwar nicht mehr von der Legende Nubuo Uematsu, die Musik von Masashi Hamauzu ist aber trotzdem sehr bezaubernd und stimmig. Zur Verärgerung vieler Fans ist keine japanische Sprachausgabe verfügbar, die englische Synchronisation ist aber, vor allem für Genreverhältnisse, extrem gut geworden und vor allem überraschend lippensynchron. Final Fantasy 13 erscheint erstmals auch für die XBOX 360 und die Systemunterschiede halten sich zum Glück in Grenzen. Die Cutscenes sind bei der Playstation 3 Variante hochauflösender und auch allgemein sieht die PS3-Version einen Tick besser aus, aber die XBOX-Umsetzung kann sich dennoch sehen lassen. Aber Achtung: Hier wird das Spiel auf 3 DVDs ausgeliefert, während der PS3 Spieler mit einer Blu-Ray auskommen.

Fazit:
Mit Final Fantasy XIII haben wir es leider doch nicht mit dem erwarteten RPG-Megahit zu tun. Das Spiel macht es einem als Tester aber auch alles andere als einfach, denn was die Handlung, die Bedienung, das Kampfsystem, die Charaktere und die Präsentation betrifft, ist der Titel absolute spitze. Doch warum nur muss Final Fantasy XIII, vor allem in den ersten Spielstunden, so extrem linear ablaufen und kommt dabei auch noch größtenteils ohne jene Freiheiten aus, die man an diesem Genre so besonders zu schätzen weiß. Vielleicht möchte Square Enix das etwas angestaubte Genre wirklich in eine neue, auf das wesentliche beschränkte, Richtung steuern, in diesem Falle verzichtet das Spiel aber einfach auf zu viel altbewährtes und wird selbst so manchen alteingesessnen Final Fantasy-Fan der ersten Stunde enttäuschen. Natürlich ist Final Fantasy XIII aber alles andere als ein schlechtes Spiel geworden, wer aber großen Wert auf eine riesige und frei begehbare Spielwelt bzw. Städte mitsamt diversen Shops und interessanten NPC-Unterhaltungen legt, der greift lieber zu Alternativen wie Tales of Vesperia oder Lost Odyssey. Außerdem ist mit Resonance of Fate ja auch schon der nächste viel versprechende RPG-Titel erschienen.

8/10

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Final Fantasy XIII Preview

3 Sep
ff13-09
Wer sich auch nur im Entferntesten für japanische Rollenspiele interessiert, der dürfte Final Fantasy XIII auf seiner Most-Wanted-Liste ganz oben stehen haben. Wir bekamen die Gelegenheit, uns von der Qualität von FFXIII selbst zu überzeugen und konnten Yoshinori Kitase und Motomu Toriyama einige Fragen stellen.

Das Wichtigste bei einem Rollenspiel ist selbstverständlich die Story, über die wir aber leider auch nicht allzu viel berichten können, da uns lediglich kurzes Gameplaymaterial gezeigt wurde. Kitase und Toriyama versicherten aber, dass die Story den Vorgängern qualitativ in nichts nachsteht.

Gleiches gilt für den Umfang. Allein für die Hauptstoryline wird der Spieler zwischen 40 und 50 Stunden benötigen. Absolviert man zusätzlich noch die Nebenmissionen, wird Final Fantasy XIII locker doppelt so lange über den Bildschirm flimmern. Im Gegensatz zu anderen RPGs soll man in Final Fantasy XIII auch nicht von nervigen “Auflevel-Passagen” genervt werden und allgemein soll die Final Fantasy-Reihe Anfängern zugänglicher gemacht werden. Neueinsteiger können somit zum Beispiel Gebrauch von einem vereinfachten Kampf- und Zaubersystem machen, während Experten natürlich auf die komplexere Variante zurückgreifen können. Neu ist zudem die Möglichkeit, die rundenbasierten Kämpfe neustarten zu können, womit es zu weniger Frustmomenten kommen wird.

Insgesamt hat Final Fantasy XIII spielerisch einen grandiosen Eindruck hinterlassen, das etwas schnellere und actionlastigere Gameplay scheint der Serie gut zu tun und technisch hat die Serie natürlich enorme Fortschritte gemacht. Besonders hervorzuheben sind die wunderschön modellierten Charaktere und die sehr authentischen Gesichtszüge. Optisch soll es übrigens laut Yoshinori Kitase keine großen Unterschiede zwischen den beiden Nextgen-Konsolen geben.

Auf die Frage hin, ob man in der fertigen Version alternativ auf die japanische Sprachausgabe zurückgreifen kann, gab es leider ein freundliches “Nein”. Die englische Sprachausgabe sei qualitativ so gut, dass eine japanische Synchronisation für Fremdsprachige überflüssig wäre.

Zukünftige Downloadcontents schließt Kitase auch eher aus, was man bei diesem riesigen Umfang aber auch locker verschmerzen kann.

Final Fantasy XIII hat uns insgesamt ziemlich beeindruckt und wir sind fest davon überzeugt, dass es sich hierbei um DAS J-RPG der nächsten Jahre handeln wird. Fans müssen sich noch bis zum Frühjahr 2010 gedulden, dann wird das Meisterstück in Europa nämlich für Xbox 360 und PS3 in die Läden kommen.

Ersteindruck: genial

Square Enix DKΣ3713-Event

2 Aug

Als Square Enix kürzlich auf der E3 Final Fantasy XIII auch für die XBOX 360 ankündigte, waren viele Sony Fans maßlos enttäuscht. Schließlich wurde der Playstation 3 ein exklusiver Systemseller entrissen. Nun scheint sich das Blatt aber wieder zu wenden, denn auf Square Enixs DKΣ3713-Event (02./03. August) wurden bislang folgende Titel angekündigt:

  • Kingdom Hearts 358/2 Days (Nintendo DS, Japan-Release Winter 2008/2009)
  • Kingdom Hearts: Birth by Sleep (PSP, Japan-Release 2009)
  • Dissidia: Final Fantasy bzw. Dissidia: Final Fantasy PSP Bundle (PSP, Japan-Release Dezember 2008 )
  • Final Fantasy Agito XIII (PSP, kein Termin angegeben)
  • Parasite Eve: The Third Birthday (PSP, Japan-Release 2009)
  • Final Fantasy XIII (PS3 Fassung kommt 2009 in die japanischen Läden)
  • Final Fantasy VII Advent Children Complete Blu-Ray inkl. FFXIII Demo (Blu-Ray, Japan-Release März 2009)
  • Final Fantasy Versus XIII (PS3 Exklusivität wurde bekräftigt, aber kein Releasetermin genannt)

Sieht also wieder sehr gut für Sony aus. Aber das Event geht ja noch einen Tag und vielleicht wird ja noch der ein oder andere interessante Titel für andere Konsolen angekündigt. ;) Ein Final Fantasy VII Remake zum Beispiel (BELIEVE!).