Tag Archives: Gamereviews

Die besten iPhone-Spiele – Part VI

20 Jun

Ich habe in den letzten Monaten ja schon viele iPhone-Spiele empfohlen, aber die folgenden fünf Titel haben es wirklich in sich! Die ersten vier zählen sogar zu meinen 20 (vielleicht auch 10) Lieblingsspielen auf dieser Plattform. Das kann vermutlich daran liegen, dass es sehr pixellastige Retrogames sind. ;)

Pix’n Love Rush
Preis: 0,79 Euro

Dieses Spiel ist ein Muss für alle Retrofans. In diesem Jump`n`Run (`Shoot) durchstreift ihr 128 Minilevel und müsst Gegner abschießen, Hindernisse überqueren und Münzen einsammeln. Ziel ist natürlich ein hoher Highscore. Interessant dabei: Das Spiel verfügt über einen 5-Minuten-Modus für kurze Zocksessions oder einen Infinite-Modus für längere Abende. Optisch für mich der gelungenste Titel, sieht wirklich sehr liebevoll gestaltet aus.

CrossLogic Ultimate
Preis: 0,79 Euro

Ich liebe Picross (3D) auf dem Nintendo DS und mit CrossLogic habe ich endlich eine tolle Alternative für das iPhone gefunden. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist dabei einfach nur wahnsinnig, weil man für 79 Cent über 1400 Level bekommt. Eindeutig der beste Picross-Klon, macht sogar so manches besser als das Original.

Canabalt
Preis: 2,39 Euro

Hier spielt man einen Mann auf der Flucht, der von Hochhaus zu Hochhaus hüpft und zwischendurch immer unterschiedlichen Hindernissen aus dem Weg geht. Klingt einfach, spielt sich auch so (mit nur einem Druck auf das Touchpad), ist aber enorm suchterzeugend. Die tolle Retrooptik und der geniale (!) Soundtrack runden das Ganze ab.

Squareball
Preis: 0,79 Euro

Das Spielprinzip ist schwer zu erklären, aber am besten lässt sich Squareball als ein Mix aus Breakout und Sidescroller beschreiben. Das Quadrat, das stets nach oben und unten fliegt, muss der Spieler durch eine Art Labyrinth leiten. SUCHTGEFAHR! Hervorzuheben sind zudem die simple Optik und die tolle Musikuntermalung. Ein absolutes Meisterwerk, glaubt mir!

Pro Zombie Soccer
Preis: 0,79 Euro

Das perfekte Spiel für Fußballmuffel. Typische Fußballspiele werden schließlich so langsam etwas öde, da ist es doch mal eine gelungene Abwechslung, wenn man mit dem runden Leder Zombies in Jenseits schießt. Erinnert zwar sehr stark an Plants VS. Zombies, macht aber irrsinnig viel Spaß.

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UPDATE

Alle Teile des iPad- & iPhone-Specials im Überblick:

Tipps & Links zu kostenlosen iPhone Spielen

Die besten kostenlosen iPhone Spiele – Part I
Die besten kostenlosen iPhone Spiele – Part II

Die besten kostenpflichtigen iPhone Spiele – Part I
Die besten kostenpflichtigen iPhone Spiele – Part II
Die besten kostenpflichtigen iPhone Spiele – Part III
Die besten kostenpflichtigen iPhone Spiele – Part IV
Die besten kostenpflichtigen iPhone Spiele – Part V
Die besten kostenpflichtigen iPhone Spiele – Part VI

Die besten kostenpflichtigen iPad Spiele -Part I

Fortsetzung folgt…

UFC 2010 Undisputed – Review / Test

18 Jun

Mit UFC 2009 Undisputed feierte THQ im vergangenen Jahr ein überaus erfolgreiches Debüt ihrer realistischen Kampfsportreihe. Die Presse und Spieler in aller Welt waren schwer begeistert von diesem Spiel und daher ist es auch nicht überraschend, dass THQ nun die 2010er Ausgabe nachreicht.

Die Entwickler von Yuke haben bereits beim Vorgänger bzw. Erstling eine grandiose Arbeit geleistet. Denn wirklich viel gab es damals nicht zu bemängeln und daher hat sich in der neuesten Fassung hauptsächlich quantitativ etwas geändert. Waren es 2009 noch rund 80 anwählbare Kämpfer, wurde diese Zahl nun auf über 100 aufgestockt. Zusätzlich verfügen die Kämpfer nun auch über jene Move-Sets, die sie auch in der Realität beherrschen. UFC 2010 Undisputed bekam außerdem einige neue Kampfstile und Attacken spendiert. So ist es jetzt erstmals möglich, seinen Gegner gegen den Käfig zu drücken oder dank der so genannten Meidbewegungen den gegnerischen Schlägen auszuweichen. Die Kämpfe wirken etwas dynamischer und temporeicher und auch die Steuerung funktioniert in der neuesten Version etwas besser. Das Ganze wirkt nicht mehr ganz so überladen, Einsteiger müssen sich dennoch das sehr lange Tutorial anschauen. Um es Einsteigern etwas zu erleichtern, haben die Entwickler die Bodenkämpfe vereinfacht, da dies für viele im Vorjahr eine zu große Herausforderung dargestellt hat. Insgesamt ist UFC 2010 Undisputed zwar ein wenig einsteigerfreundlicher als zuvor, es erfordert aber immer noch jede Menge Einarbeitungszeit.

UFC 2010 Undisputed punktet am meisten durch den riesigen Umfang. Verglichen mit der 2009er Version bekam der Titel einige neue Spielmodi spendiert und wird Fans nun über Monate hin beschäftigen. Neu ist z.B. der so genannte Titel-Modus in dem es gilt, die fünf Weltmeistergürtel der UFC zu erobern und im Modus Titelverteidigung eben auch zu verteidigen. Modi wie die Ultimate Fights, der Turnier-Modus und der Schaukampf erklären sich von selbst und das Herzstück des Titels ist nach wie vor der Karriere-Modus. Der Spieler startet hier mit der WFA-Liga und kämpft sich bis zur UFC hoch. Aber Vorsicht: Durch verlorene Kämpfe kann man auch schnell wieder absteigen! Neben den Kämpfen muss der Spieler auch wieder neue Moves erlernen, mit Sponsoren verhandeln und neuerdings auch Interviews geben. Natürlich können auch wieder eigene Kämpfer erstellt werden, in diesem Fall sogar bis zu 40. Ähnlich wie beim Karrieremodus hat auch der Editor an Komplexität zugenommen und bietet jetzt viel mehr Einstellungs- und Personalisierungsoptionen.

Der Onlinemodus von UFC 2010 Undisputed kann sich wirklich sehen lassen! Denn neben normalen Onlinematches kann der Spieler nun sogar eigene Fight Camps und Ligen erstellen. In den Fight Camps kann man mit anderen Spielern online trainieren und gegen andere Fight Camps antreten. Zu Verbindungsproblemen kommt es dabei äußerst selten, enttäuschend ist dagegen eher die Tatsache, dass man für das Onlineprogramm den beiliegenden Code benötigt. Gebrauchtkäufer schauen also in die Röhre. Zum Glück bliebt ihnen aber wenigstens der ebenfalls überzeugende Offline-Mehrspielerpart.

Auch grafisch hat sich UFC 2010 Undisputed verbessert. Die Kämpfer, die bereits im vergangenen Jahr einen super Eindruck hinterließen, sehen einen Tick besser aus, auch dank der verbesserten Animationen. Bemängelten wir im Vorgänger noch die Präsentation und die fehlenden Arenenatmosphäre, schneidet UFC 2010 auch hier viel besser ab. Vor allem die Arenen wirken optisch spektakulärer. Weniger gut gelungen sind allerdings die Ladezeiten, hier dran müssen die Entwickler im nächsten Jahr unbedingt werkeln! Auch was den Sound betrifft kann UFC 2010 zulegen. Die Musikauswahl ist gelungener, der Raumklang stimmiger und es wurden einige neue Kommentare von den UFC-Sprecher Mike Goldberg und Joe Rogan hinzugefügt.

Fazit:
UFC 2010 Undisputed setzt THQ`s neue Kampfsportserie konsequent fort. Viele Kritikpunkte des Erstlings wurden ausgebessert und zusätzlich haben die Entwickler auch quantitativ jede Menge drauf gepackt. Mehr Kämpfer, mehr Spielmodi und ein besserer Mehrspielerpart werden UFC-Fans jede Menge Freude bereiten und technisch sieht der Titel auch noch um einiges besser aus. Mehr kann man von einer Fortsetzung einfach nicht erwarten.

9/10

Sin & Punishment 2 – Review / Test

17 Jun

Im Jahre 2000 erschien der Railshooter Sin & Punishment in Japan für das N64. Obwohl das Spiel zu den absoluten Highlights der Konsole zählte, hat es dieses Meisterwerk nie bis nach Europa, geschweige denn in die USA geschafft. Die Fortsetzung wurde nun zum Glück weltweit veröffentlicht und wir verraten euch in diesem Test, ob es sich hierbei um eine weitere Wii-Perle handelt.

Sin & Punishment 2 wurde von dem japanischen Kultstudio Treasure entwickelt. In der Vergangenheit haben diese bereits mit Klassikern wie Ikaruga, Bangai-O Spirits oder Gunstar Heroes bewiesen, dass sie zu den absoluten Spezialisten im Shoot`em`Up-Genre zählen. Sin & Punishment 2 setzt die Qualität von Treasure fort, bzw. liefert hiermit vielleicht sogar ihren bislang besten Titel ab.

Das Gameplay ist dabei sehr schnell beschrieben. Sin & Punishment 2 ist ein typischer Railshooter, der Pfad wird also vorgegeben und für den Spieler gilt es, zu ballern was das Zeug hält und den gegnerischen Schüssen auszuweichen. Ab und an muss man auch von Nahkampfangriffen Gebrauch machen oder bestimmte Attacken abwehren. Verglichen mit anderen Titeln ist Sin & Punishment 2 mit einer Länge von ca. sechs Stunden (sieben Level) recht kurz, für Genreverhältnisse ist das Spiel aber ziemlich umfangreich und da es hierbei hauptsächlich darum geht, einen hohen Highscore zu erzielen, ist für jede Menge Wiederspielwert gesorgt. Viele Spieler werden sich aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades die Zähne an diesem Titel ausbeißen und froh sein, wenn sie überhaupt irgendwie die Credits erblicken. Vor allem die Endgegner am Ende jedes Levels fordern alles von einem ab und daher ist es unglaublich wichtig, nicht nur die Taktik der Gegner zu erkennen, sondern auch den gesamten Levelaufbau auswendig zu lernen. Nur so erzielt man beachtenswerte Highscores. Sin & Punishment 2 ist übrigens weitaus abwechslungsreicher als die meisten seiner Genrekollegen. Es gibt viele verschiedene Gegnertypen, teilweise auch Fahrzeugpassagen und natürlich sehr coole Schauplätze wie z.B. ein sehr tolles Unterwasserlevel. Hinsichtlich der Steuerung kann sich der Spieler zwischen einer Steuerungskombination aus Wiimote und Nunchuck oder dem Classic-Controller entscheiden. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, aber insgesamt ist die erste Variante die etwas bessere Wahl.

Bei diesem Spiel bietet sich ein Koop-Modus natürlich an und tatsächlich lässt sich Sin & Punishment 2 auch problemlos zu zweit spielen. Leider ist dieser Mehrspielermodus aber nicht ganz so toll umgesetzt, wie man es sich wünschen würde. Einen richtigen Koop-Modus gibt es nämlich nicht, denn Spieler Zwei steuert hier lediglich ein zusätzliches Fadenkreuz. Dennoch kommt auch hier jede Menge Spielspaß auf. Dieser Modus ist im Übrigen ausschließlich offline spielbar, in Puncto Onlinefeatures kommt Sin & Punishment 2 lediglich mit einer Onlinehighscoretabelle daher. Diese sorgt für einen Hauch von Spielhallenfeeling.

Was Treasure in Sin & Punishment 2 auf den Bildschirm zaubert ist spektakulär! Klar, die beiden Hauptcharaktere mitsamt der Animationen und Gesichtszügen sind alles andere als ein Augenschmaus, aber die Umgebungen in Verbindung mit den unzähligen Gegnern und Geschossen sind der reinste Wahnsinn. Zudem sind die verschiedenen Level nicht nur spielerisch, sondern auch optisch extrem abwechslungsreich und trotz des immensen Gegneraufkommens geht die Framerate niemals in die Knie. Soundtechnisch begeistert der Titel ebenfalls. Die Hintergrundmusik passt perfekt zum Spielgeschehen und die Synchronisation ist auch prima gelungen. Und neben der englischen Sprachausgabe steht sogar die japanische Synchro zur Verfügung, was viele Fans erfreuen wird.

Fazit:
Sin & Punishment 2 ist das reinste Actionfeuerwerk und in diesem Ausmaß sogar plattformübergreifend einzigartig. Es ist einfach unglaublich, was die Jungs von Treasure aus der Wii heraus holen und wie viel Abwechslung dieses Spiel trotz des eher simplen Genres besitzt. So genial dieses Spiel auch ist, Einsteiger werden daran aufgrund des sehr hohen Schwierigkeitsgrades verzweifeln. Nervenstarke Shooterfans hingegen werden vollkommen begeistert sein. Bitte mehr davon!

9/10

Red Dead Redemption – Review / Test

23 Mai

Was haben Gun, Call of Juarez und Dead Man’s Hand gemeinsam? Richtig, alle drei Spiele gehören dem Westerngenre an, vollends begeistern konnten sie aber nur wenige Spieler. Rockstar Games liefert nun mit Red Dead Redemption einen spielbaren Edelwestern ab, dem dies zu gelingen scheint.

Ganze sechs Jahre nach dem Erscheinen von Red Dead Revolver setzt Rockstar mit Red Dead Redemption die Westernreihe nun fort. In der Zeit hat sich viel getan, denn spielerisch unterscheidet sich RDR stark vom Vorgänger. War dieser noch sehr linear aufgebaut, ist Red Dead Redemption ein Open-World Game, also quasi ein GTA im Wilden Westen. Und auch storytechnisch haben die beiden Teile nur wenig miteinander am Hut. Der Spieler schlüpft dabei in die Rolle des Ex-Gauners John Marston, der von der Regierung beauftragt wurde, einen ehemaligen Bandenkameraden zu jagen. Dabei trifft er natürlich auf ziemlich schrille Charaktere und bereist eine 90 Quadratkilometer große Fläche. Neben sehr spannenden und abwechslungsreichen Hauptmissionen, die ca. 20 Spielstunden in Anspruch nehmen, besteht der Großteil des Spiels aus unzähligen Sidequests, Nebenbeschäftigungen und Minigames. So kann John zum Beispiel seine Zeit damit verbringen auf die Jagd zu gehen, eine Tätigkeit als Kopfgeldjäger auszuüben, Schätze zu suchen oder einfach nur im Saloon einen zu bechern und mit anderen Gaunern zu pokern. In diesem Spiel werden kaum Grenzen gesetzt und man kann nahezu alles machen, was John Wayne und Clint Eastwood in ihren Westernklassikern auch getan hätten. Im Übrigen kann man in diesem Spiel auch selbst entscheiden, ob man sich wie ein Gauner oder ein Held verhält. Wählt der Spieler den guten Weg, wird er vom Volk gefeiert, ist das Gegenteil der Fall, wird er von den Bürgern gemieden, hat dafür aber einen guten Draht zu anderen Schurken. Auch wenn die Welt Anfang des 20. Jahrhunderts weit fortgeschritten war und sogar schon die ersten PKWs existierten, ist diese Entwicklung im Westen noch längst nicht angekommen und daher dienen Kutschen und Pferde als Fortbewegungsmittel. Die Pferde lassen sich dabei so perfekt steuern, wie in keinem anderen Spiel zuvor und überhaupt spielt sich Red Dead Redemption trotz der vielen Möglichkeiten sehr angenehm und einsteigerfreundlich. Dank der so genannten Dead Eye-Funktion lassen sich die Gegner einfach in Zeitlupe über den Haufen ballern, das Deckungssystem ist zwar verbesserungswürdig aber ausreichend und die Checkpoints sind, verglichen mit GTA4, deutlich fairer verteilt. Wenn der Spieler mal ein Minispiel oder eine bestimmte Aktivität nicht so genau versteht, nimmt das Spiel einen an der Hand und erklärt alles bis ins kleinste Detail. Die Hauptstory geht, wie eingangs erwähnt, ca. 20 Stunden lang, wer sich genauer mit den ganzen anderen Aktivitäten beschäftigt, wird mindestens 50 Stunden mit diesem Highlight beschäftigt sein.

Red Dead Redemption bietet einige sehr interessante Multiplayermodi. Klickt man den Mehrspielermodus an, findet man sich zu Beginn in einem freien Modus wieder, welcher zugleich auch eine Art Lobby darstellen soll. Hier kann der Spieler sich auf der ganzen Karte so richtig austoben und es mit anderen Spielern aufnehmen, computergesteuerte Banden ausrotten oder an bestimmten Punkten die einzelnen Spielmodi starten. Neben (Team)Deathmatches gibt es auch Capture the Flag-artige Modi und Rockstar möchte im Laufe des Jahres sogar Coop-Missionen nachreichen. Im gesamten MP-Part verdient der Spieler sich außerdem XP-Punkte, mit denen er neue Outfits, Waffen und Gadgets, sowie schwierigere Modi freischalten kann. Wer nach den unzähligen Stunden im Offline-Part von dem Spiel einfach nicht genug kriegt, wird hiermit sicherlich für mehrere zusätzliche Wochen beschäftigt sein. Einzig die Performance ließ in den Testsessions etwas zu wünschen übrig, wird durch Updates aber bestimmt verbessert werden.

Erst kürzlich legte das Actionfeuerwerk Just Cause 2 die Grafikmesslatte im Open-World Genre weit nach oben. Rockstar gelingt es mit Red Dead Redemption aber zu kontern und diesen Punkt wieder für sich zu erobern. Zwar stören hier und da einige Pop-Ups und die Weitsicht ist auch nicht ganz so beeindruckend wie bei Just Cause 2, dafür begeistert der Titel aber in allen anderen Bereichen. Die Charaktermodelle samt Animationen sind erstklassig, die Physikengine lädt zu sinnlosen Spielereien ein, die Texturen sehen ebenfalls klasse aus und das Wichtigste, das Westernsetting, wurde so gut umgesetzt wie in keinem anderen Spiel zuvor. Der Wilde Westen in Red Dead Redemption wirkt einfach viel lebendiger als die tropische Insel in Just Cause 2. Ebenfalls referenzverdächtig ist der Sound ist Red Dead Redemption. Angefangen bei der, Rockstar-typisch perfekten, englischen Synchronisation, bis hin zur stimmigen musikalischen Untermalung und dem tollen Raumklang bleiben hier keine Wünsche offen. Westernfans können auf der XBOX 360 natürlich auch Gebrauch von eigenen Musikstücken machen und mit bekannten Westernsoundtracks lässt sich das gute Stück natürlich noch besser spielen. ;-)

Fazit:
Red Dead Redemption ist ein Paradies für all jene, die sich nach einem perfekten Westerngame sehnten. Aber auch Spieler, die sich gerne in riesige Welten vertiefen, werden kaum ein besseres Spiel finden. Red Dead Redemption ist einfach viel mehr, als nur ein GTA mit Westernsetting. Es spielt sich angenehmer, aber auch actionreicher und hat sogar viele interessante Ideen parat. Technisch ist es die neue Referenz im Genre und der Mehrspielermodus macht auch jede Menge Spaß. Rockstar hat sich mit diesem Spiel selbst übertroffen und das quasi selbst erschaffene Genre perfektioniert. Auch wenn ihr mit Western nicht allzu viel am Hut haben solltet, dürft ihr euch dieses Meisterwerk nicht entgehen lassen. Ein verdammt heißer Anwärter auf den Titel “Game of the Year 2010”!

10/10

Naruto: Clash of Ninja-Revolution 3 – Review / Test

5 Mai

Das Lineup von Nintendos Wii beinhaltet zwar keine Beat`em`Up-Highlights wie Dead or Alive, Street Fighter, Virtua Fighter oder Tekken, dank toller Prügelspiele wie etwa Tatsunoko vs. Capcom, Super Smash Bros. Brawl oder auch der Naruto: Clash of Ninja Revolution-Reihe ist die Konsole aber auch für Prügelfans sehr interessant. Von letzterem erschien kürzlich der dritte Teil der Serie und wir möchten in diesem Test schildern, wie sie sich entwickelt hat.

Nur knapp ein Jahr nach Clash of Ninja Revolution 2 legt Entwickler Tomy bereits den dritten Teil nach und da ist es nicht weiter verwunderlich, dass man sich als Käufer fragt, was sich in dieser kurzen Entwicklungszeit alles getan hat. Um ehrlich zu sein, hat sich auf den ersten Blick gar nicht so viel verändert. Das fängt schon beim Hauptmenü an, wo keinerlei neue Spielmodi dazu gekommen sind. Immer noch stehen Herausforderungen, der Time-Attack-Mode und der Story-Modus zur Verfügung. Letzterer ist wieder mal das Herzstück, welcher erstmals die Shippuden-Staffeln umfasst und neben neuen Stages und Charakteren auch Geld für den Ingameshop freischaltet, wo der Spieler z.B. neue Songs erwerben kann. Mit insgesamt 40 verschiedenen Kämpfer kann sich das Spiel wirklich sehen lassen und die unterschiedlichen Kampfstile der jeweiligen Kämpfer sind sogar deutlich spürbar. Etwas problematisch ist dabei der sehr unausgewogene Schwierigkeitsgrad, der vor allem Anfänger zu Verzweiflung bringen kann. Die Kombination aus Wiimote und Nunchuk steigert das Frustpotential und sollte daher eher gemieden werden. Mit einem Classic- oder Gamecube-Controller ist der Spieler hier einfach wesentlich besser bedient.

So richtig entfalten sich die Naruto-Prügler meist erst im Mehrspielerpart. Hier hatten wir es im Vorgänger auch mit dem größten Manko zu tun, denn einen Onlinemodus suchte man vergebens. Das hat sich aber nun zum Glück geändert und Tomy hat dem Titel einen spaßigen Onlinepart verpasst. Technisch ist dieser aber zum Teil eher mittelmäßig umgesetzt worden und man muss daher mit Verbindungsproblemen und natürlich dem typischen Codesystem von Nintendo kämpfen. Trotzdem ist dies aber immerhin ein guter Anfang und wir sind uns sicher, dass dieses System im Nachfolger ausgebessert wird. Zum lokalen Multiplayer muss man kaum Worte verlieren, denn dieser wirkt wie
fast 1:1 aus den Vorgängern entnommen, macht aber dennoch mit Freunden jede Menge Spaß.

Dass Clash of Ninja-Revolution 3 sich kaum von den Vorgänger unterscheidet, trifft vor allem auf die Optik zu. Auch wenn man mehrmals genauestens hinsieht, wird man keine Unterschiede feststellen. Natürlich weiß der bekannte Anime-Look aber immer noch zu gefallen und die Charaktere und Schauplätze aus der Serie wurden wieder mal prima nachempfunden. Das ganze Spiel läuft stets flüssig und die Effekte bei den Spezialmoves zählen weiterhin zu den optischen Highlights. Unverständlich ist allerdings, wieso das Spiel, über drei Jahre nach Erscheinen dieser Konsole, weder einen 16:9 Modus, noch Progressive Scan unterstützt. Musik und Synchronisation gehen in Ordnung, wobei die japanische Tonspur immer noch fehlt und dem Ganzen einiges an Atmosphäre nimmt.

Fazit:
Auf der Cover-Rückseite wird das Spiel als “Das Beste Kampfspiel für Wii” betitelt, so ganz trifft diese Beschreibung zwar nicht zu, aber auch der dritte Teil der Clash of Ninja-Revolution Reihe darf sich zur Elite der Wii-Prügelgames zählen und wird nicht nur Naruto-Fans jede Menge Spaß bereiten. Viel hat sich, vergleichen mit Teil 2, zwar nicht getan, dafür wurden Fans aber endlich mit einem angemessenen Onlinemodus belohnt.

8/10

Splinter Cell: Conviction – Review / Test

30 Apr

Drei Jahre nach dem etwas enttäuschenden Splinter Cell: Double Agent erschien kürzlich mit Splinter Cell: Convition der neueste Ableger der ruhmreichen Splinter Cell-Reihe. Lange vor Erscheinen machten die Entwickler bereits deutlich, dass sich dieser Teil von den bisherigen Ablegern stark unterscheidet. Inwiefern sich die Reihe verändert hat, möchten wir euch in diesem Test schildern.

In Splinter Cell: Conviction findet der Spieler einen völlig anderen Sam Fisher vor. Der heutige Sam Fisher ist gealtert, hat die ein oder anderen grauen Haare vorzuweisen und man merkt ihm auf den ersten Blick an, dass er einiges durchgemacht haben muss. Genauer gesagt wurde seine Tochter Sarah entführt, weshalb er Third-Echelon den Rücken zugekehrt hat und nun auf eigene Faust handelt. Dabei agiert er nun nicht nur viel zielstrebiger, sondern auch deutlich brutaler und kompromissloser. Die Art und Weise, wie die Story erzählt wird, erinnert stark an TV-Serien wie 24. Das gesamte Spiel ist jetzt viel actionorientierter und temporeicher und Sam verzichtet zudem auf einen Großteil der Gadgets aus den Vorgängern. Natürlich ist es weiterhin bei dem Großteil der Levels von Vorteil, den Schatten zu nutzen, sich an Gegnern vorbeizuschleichen oder diese ggf. leise zu eliminieren. Letzteres wurde sogar sehr vereinfacht, da nun bis zu vier Gegner gleichzeitig per Knopfdruck markiert und eliminiert werden können. Außerdem wechselt die Optik automatisch in Schwarz/Weiß wenn Sam von den Gegnern nicht erkannt werden kann. Anders als in den Vorgängern gibt es allerdings nur noch sehr wenige Missionen, in denen unser Protagonist nicht erkannt werden darf, während früher die Mission direkt abgebrochen wurde, braucht man sich nun größtenteils keine Gedanken zu machen und kann quasi problemlos in den Rambo-Modus wechseln und alles über den Haufen ballern. Eingefleischten Stealthfans wird dies vermutlich bitter aufstoßen, zumal das gesamte Gameplay stark vereinfacht wurde und für Veteranen selten eine Herausforderung darstellt. Hier wird schnell klar, dass der Spieler sich vor allem auf die packende Handlung fokussieren soll. Der Missionsablauf von Splinter Cell: Conviction ist so abwechslungsreich wie noch nie zuvor. Auf seinem Rachefeldzug muss Sam Fisher diverse Leute verhören, verschiedene Objekte in die Luft jagen, Zielpersonen unbemerkt außer Gefecht setzen, Sicherheitsanlagen deaktivieren oder auch einfach nur gewisse Orte eine bestimmte Zeit lang verteidigen/halten. In einem speziellen Abschnitt schlüpft der Spieler sogar in die Rolle von Sams besten Freund und man begleitet die beiden bei ihren Abenteuern im Irak-Krieg. Diese Stelle ist im Ansatz zwar ganz interessant, das Spiel versucht aber krampfhaft einen auf Call of Duty zu machen und das sinnlose Geballer verliert schnell an Reiz. Zum Glück ist dieser Abschnitt aber eher kurz und erzählt immerhin ein wenig aus Sam Fishers Vergangenheit. Kurz ist leider auch die Singleplayerkampagne an sich geworden. Alle drei Schwierigkeitsgrade dürften jeweils maximal 10 Spielstunden in Anspruch nehmen und für Wiederspielwert sorgen lediglich die Ingame-Achievements, welche Punkte liefern, die wiederum in Waffen- und Gadgetupgrades investiert werden können. Die Steuerung wirkt anfangs etwas überladen, stellt mit steigender Spielzeit aber keinerlei Probleme mehr dar.

Bei dem Mehrspielerpart hat sich Ubisoft sichtlich viel Mühe gegeben. Das Spiel kommt sogar mit einer eigenständigen Koop-Kampagne daher, welche sowohl lokal, als auch online absolviert wird. Zusätzlich sind aber mit auch die meisten Spielmodi aus den Vorgängern vorhanden. Interessanterweise ist die Multiplayerkampagne sogar stellenweise spannender und spaßiger als die Einzelspielerkampagne. Störend ist lediglich die nicht ganz zufrieden stellende Performance, die Ubisoft unbedingt in den Griff kriegen muss.

Splinter Cell: Conviction sieht einfach klasse aus. Vor allem im direkten Vergleich mit bislang einzigen Nextgen-Ableger Double Agent sieht man deutlich, wie stark sich die Serie optisch weiterentwickelt hat. Egal ob Spielfiguren, die Animationen dieser, Texturen oder Licht/Schatteneffekte, Splinter Cell: Conviction überzeugt in allen Bereichen. Das wahre Highlight ist jedoch die gesamte Inszenierung im Fernsehserien-Stil. Außerdem erzeugt das Spiel wieder mal eine tolle Atmosphäre, wobei der tolle Sound einiges dazu beiträgt. Der Soundtrack ist vermutlich der beste der gesamten Reihe und der Raumklang lässt keinerlei Wünsche offen. Natürlich wird Sam Fisher auch weiterhin von Martin Keßler, der Synchronstimme von Nicholas Cage gesprochen und überzeugt ebenso wie der Rest der deutschen Lokalisation.

Fazit:
Die Neuorientierung ist Ubisoft vollends gelungen und tut nicht nur dem Franchise, sondern auch dem gesamten Genre gut. Splinter Cell: Conviction ist brutaler, temporeicher und spannender geworden und spielt sich zugleich auch deutlich intuitiver und auch innovativer als seine Vorgänger. Trotzdem ist es aber verständlich, dass viele Fans mit dem zu geringen Stealth-Anteil etwas unzufrieden sein werden. Die Schwerpunkte liegen bei diesem Teil einfach woanders und wenn man sich damit abfindet und interessiert der Story folgt, erlebt man ein Actionerlebnis, das seinesgleichen sucht.

9/10

Just Cause 2 – Review / Test

30 Apr

Mit Just Cause lieferte Publisher Eidos im Jahre 2006 einen kleinen Überraschungshit ab und brachte zugleich auch jede Menge frischen Wind in das, von Grand Theft Auto so dominierte, Open-World Genre. Das volle Potenzial konnte der tropische Actionspaß aber nicht ausschöpfen. Mit Just Cause 2 legen die Entwickler der Avalanche Studios nach. Wie sich das Spiel im Vergleich zum Vorgänger schlägt, verrät dieser Testbericht.

All jenen, denen Just Cause absolut nichts sagt, sei das Spielprinzip schnell erklärt. Just Cause 2 ist ein Open-World Spiel, welches GTA und Mercenaries miteinander vermischt und dem Ganzen zusätzlich ein tropisches Szenario verpasst. Eine Story ist dabei zwar durchaus vorhanden, wird aber sehr unspektakulär und fast schon trashig erzählt, wodurch sie eher in den Hintergrund rückt. Primär ist Just Cause 2 eines: nämlich ein absoluter Actionspielplatz. Ziel des Spiels ist es nämlich für Chaos zu sorgen. Hierfür stehen dem Spieler unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung und der Spielablauf gestaltet sich daher extrem frei. Man kann Rennen absolvieren, Missionen der drei dort ansässigen Gruppen annehmen, Militärfestungen stürmen oder auch einfach nur Dörfer erobern. Völlig egal, was man macht, wichtig ist es nur, die Chaos-Leiste zu füllen, um die insgesamt sieben Hauptmissionen freizuschalten. Mit Ausnahme der Rennen lässt sich der Großteil selbstverständlich mit Gewalt regeln und der Spieler kann nach Herzenslust nahezu alles in die Luft jagen, was er auf dem Bildschirm erblickt. Hundert verschiedene Fahrzeuge, etliche Waffen und die Kombination aus Fallschirm und Enterhaken sorgen dabei für einen nie da gewesenen Freiraum, was die Zerstörung betrifft. In Just Cause 2 kann man die Gegner an fast alles Erdenkliche fesseln und, verbunden mit den Fahrzeugen, extrem spektakuläre, kreative Stunts ausführen. Mit einer Fläche von 1000 Quardatkilometern ist Just Cause 2 zudem zweifelsohne das bislang größte Open-World Game. Panau, der Ort des Spiels, beinhaltet weit über 300 Orte, die bereist werden können und mit Schnee-, Stadt-, Dschungel- und Wüstengebieten ist für jede Menge Abwechslung gesorgt. Wer darauf aus ist, das Spiel zu 100% abzuschließen, der wird vermutlich mindestens 200 Spielstunden reinstecken müssen. Ganz abgesehen davon, dass Eidos regelmäßig neue Downloadinhalte nachliefert und den Wiederspielwert damit nochmals erhöht. Die Steuerung von Just Cause 2 funktioniert stets tadellos und selbst die Kombination aus Enterhaken und Fallschirm lässt sich überraschend einfach steuern.

Just Cause 2 ist leider alles andere als frei von Kritikpunkten. Verglichen mit dem Vorgänger macht das Spiel aber vieles besser. Nicht nur die Spielwelt ist nun vergrößert worden, sondern auch das Missionsdesign ist nun viel abwechslungsreicher. Viele Fehler des Erstlings sind allerdings immer noch vorhanden. So bekam auch der zweite Teil keinen Multiplayermodus spendiert, obwohl es sich für einen Koop-Modus bestens geeignet hätte. Die KI der Gegner ist zwar etwas besser als zuvor, lässt aber, gemessen an heutigen Standards, immer noch extrem zu wünschen übrig. Außerdem trüben teilweise extrem lange Laufwege den Spielspaß und ein angemessenes Deckungssystem hätte bei einigen Gefechten für deutlich weniger Frust gesorgt.

Just Cause 2 ist der reinste Augenschmaus! Generell haben Open-World Spiele bekanntlich damit zu kämpfen, dass sie aufgrund der enormen Fläche Abstriche in puncto Optik machen müssen und sich auch oft mit Grafikfehlern wie nervigen Pop-Ups herumplagen müssen. Just Cause 2 bildet hierbei endlich eine Ausnahme. Das Spiel sieht, nicht nur für Genreverhältnisse, großartig aus, bietet eine geniale Weitsicht, wunderschöne Vegatationen & Texturen und eine Streamingtechnologie, die, trotz der Größe von 1000 Quadratkilometer, Pop-Ups (fast) vollkommen ausschließt. Fehlerfrei ist das Spiel aber auch hier nicht. Die Gegner gleichen nämlich einer Klonarmee und die Welt wirkt auch etwas leblos, wenn man sie z.B. mit Grand Theft Auto 4 vergleicht. Auch hinsichtlich des Tons weiß Just Cause 2 zu gefallen und besitzt eine exzellente Dolby Digital Spur, die musikalisch stimmig begleitet wird und eine solide Synchronisation.

Fazit:
Just Cause 2 ist ein tolles Actiongame geworden, welches viele Kritikpunkte des Vorgängers ausmerzen und gleichzeitig jede Menge neue Akzente setzen konnte. Die gigantische Spielwelt, die damit verbundene großartige Optik und natürlich die Art und Weise, wie man hier alles kurz und klein ballern kann, zeichnen das Spiel aus. Kritikpunkte wie die enttäuschende KI, die unspektkuläre Story, das fehlende Deckungssystem und die teilweise extrem langen Laufwege verwehren aber eine Traumwertung. Trotzdem: Wer den Schwerpunkt auf gnadenlose Action legt, ist hier goldrichtig.

8/10