Tag Archives: PS3

Modnation Racers – Review / Test

6 Jun



Was kommt dabei heraus, wenn man einen Funracer mit Little Big Planet vermischt? Modnation Racers aus dem Hause Sony. Wir haben das Playstation-exklusive Rennspielabenteuer ausführlich gezockt und möchten nun unsere Eindrücke mit euch teilen.

Nintendo könnte es kaum besser machen…
Das Spielprinzip des berühmten Mario Kart wurde in den letzten Jahren oft kopiert, mit Ausnahme von Sonic & Sega All-Stars Racing konnte allerdings keiner der unzähligen Klone mit dem Nintendo-Klassiker mithalten. Bei Modnation Racers sieht die Sache vollkommen anders aus, denn das Spiel setzt das, was Mario Kart so ausmacht, ähnlich gut um. Damit sind in erster Linie das sehr zugängliche Gameplay, die gute Spielbalance, die interessanten Items und das geniale Streckendesign gemeint. Modnation Racers ist in fast allen Bereichen einem Mario Kart ebenbürtig und hat mit Features, wie z.B. den aufstufbaren Items, sogar etwas Neues zu bieten. Insgesamt hat Mario Kart in einigen Bereichen aber immer noch stark die Nase vorn. Auch wenn die Power-Ups ganz gut ausgewählt sind, sind sie einfach nicht so spaßig und spektakulär. Die Steuerung ist an sich zwar sehr leicht zu bedienen, die Fahrzeugen steuern sich aber einen Tick zu direkt, weshalb etwas Einarbeitungszeit notwendig ist.

Der Aufbau des Einzelspielerparts gestaltet sich genretypisch. Dem Spieler stehen neben fünf Cups inkl. Nebenherausforderungen auch übliche Verdächte wie das Einzel- und Zeitrennen zur Verfügung. Der Schwierigkeitsgrad wird dabei für allem Neulingen Probleme bereiten, denn vor allem die letzten Cups sind sehr schwer und mit Mario Kart absolut nicht zu vergleichen. Der Multiplayer-Modus stellt natürlich auch in Modnation Racers das Herzstück da. Offline können bis zu vier Spieler miteinander fahren, während online Rennen mit bis zu zwölf Fahrern ermöglicht werden. Enttäuschend ist dabei die Auswahl an Spielmodi, denn bis auf normale Rennen und Rennen ohne Power-Ups wird hier nichts geboten. Spielt man mit vier Spielern via Splitscreen muss sogar auf KI-Gegner verzichtet werden. Online läuft das Spiel im Grunde ziemlich gut, aufgrund der sehr kleinen Community muss der Spieler aber oftmals sehr lange auf passende Spielpartner warten. Dies ist größtenteils dem Region Lock zu verdanken, wodurch nur mit Europäern gespielt werden kann.

Play. Create. Share.
Modnation Racers ist quasi das Little Big Planet der Rennspiele. Wer braucht schon Leitfiguren wie Sonic oder Mario auf dem Cover, wenn man sich im Charaktereditor seine Lieblingsfiguren selbst basteln kann? Das passende Fahrzeug kann dabei ebenso einfach erstellt werden, wie eine angemessene Strecke. Verglichen mit Little Big Planet lassen sich die Editoren sogar noch einen Tick leichter bedienen und besonders beliebte Objekte werden in der Lobby sogar hervorgehoben. Das alles kann selbstverständlich auch miteinander ausgetauscht und bewertet werden. Ganz eindeutig die absolute Stärke dieses Titels, schließlich ist es nirgendwo anders möglich, mit Batman, dem Pipboy oder Bayonetta seine Runden zu drehen.

Der bis dato schönste Funracer…
Ein direkter Grafikvergleich zwischen Modnation Racers und Mario Kart Wii wäre, aufgrund der unterschiedlichen Plattformen, natürlich etwas unfair. Modnation Racers ist aber dennoch ohne Zweifel der bis dato schönste Funracer. Stilistisch ist das Spiel einsame Spitze, das Spiel vermittelt ein angenehmes Geschwindigkeitsgefühl und sowohl die Umgebungen, als auch die Schatten- und Spezialeffekte können begeistern. Für einen deutlichen Punkteabzug sorgen jedoch die extremen Ladezeiten. Klar, wer zu C64 Zeiten groß geworden ist, wird sich jetzt denken, wie verwöhnt heutzutage sind, aber Ladezeiten von bis zu 55 Sekunden sind alles andere als normal. Und das trotz einer Zwangsinstallation von mehreren Gigabyte! Soundtechnisch ist Modnation Racers absolut zufrieden stellend. Die 5.1 Spur leistet gute Arbeit, die Hintergrundmusik ist eher unauffällig und die Synchronisation ist auch ganz nett. Mehr sollte man von einem Funracer auch nicht erwarten.

Fazit:
Welcher Funracer ist denn nun der Bessere? Modnation Racers oder Mario Kart Wii? Eine Frage, die leider alles andere als leicht zu beantworten ist. Rein spielerisch hat Mario Kart nämlich immer noch die Nase vorne, dafür kommt Modnation Racers aber mit einer weitaus besseren Technik und drei genialen Editoren daher. Wer sich schon gerne in Little Big Planet kreativ ausgetobt hat, wird mit Modnation Racers vermutlich etwas mehr Spaß haben.

8/10

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Supercar Challenge – Review / Test

21 Sep

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Durch kommende Rennspielhighlights wie Dirt 2, Need for Speed Shift, Forza Motorsport 3 oder Gran Turismo 5 wird vermutlich niemand Supercar Challenge aus dem Hause System 3 auf der Rechnung gehabt haben. Die folgende Review erklärt allerdings genauer, warum es sich bei dieser Low-Budget-Produktion um einen Geheimtipp handelt.

Supercar Challenge ist der indirekte Nachfolger des sehr unterschätzten Ferrari Challenge, welches, genau wie Supercar Challenge, exklusiv für die Playstation 3 erschienen ist. Folgende Spielmodi sind vorhanden: Ein Karrieremodus, einzelne Rennen, ein Turniermodus und zu guter letzt ein Arcademodus. Der Karrieremodus stellt natürlich das Herzstück dieses Spiels dar. Dieser ist in fünf verschiedene Stufen unterteilt und es gilt, jeweils unterschiedliche Rennbedingungen zu erfüllen. um mit den verdienten Rennpunkten zur nächsten Stufe gelangen zu können. Manchmal muss eine bestimmte Anzahl an Siegen oder Podiumsplätzen erzielt werden, ein anderes Mal muss der Rennwagen unbeschadet im Ziel ankommen oder ein kniffliges Regenrennen überstehen. Das Problem bei Supercar Challenge ist aber leider der geringe Umfang und darunter muss vor allem der Karrieremodus leiden. Die 22 Strecken sind zwar prima umgesetzt und sorgen für viel Spielspaß, aber für einen ausführlichen und packenden Karrieremodus sind es doch zu wenige Strecken. Trotzdem muss man die Entwickler loben, denn mit Spa, Montreal, Hockenheim, Silverstone, dem Nürburgring und Monza sind sehr interessante Strecken, die man auch aus der Formel 1 kennt, vorhanden. Viel schlimmer sieht es bei der Wagenauswahl aus. Insgesamt sind 44 verschiedene Fahrzeuge im Spiel vertreten und neben Marken wie Ferrari sind nun auch Aston Martin, Mercedes, McLaren und Chevrolet mit von der Partie. Jedoch macht Ferrari mit 35 Fahrzeugen den größten Teil aus und diese Wagen konnte man bereits im Vorgänger fahren. Hier wird deutlich, dass es sich bei Supercar Challenge um eine Low-Budget-Produktion handelt. Immerhin kann hier der Spieler, ähnlich wie in Forza 2, seinem Wagen individuelle Lackierungen verpassen. Der Editor ist jedoch kein Vergleich zu dem aus Forza 2.

Das absolute Highlight dieses Spiels ist das tolle Fahrverhalten. Simulationsfreaks werden hier voll auf ihre Kosten kommen, weil das Spiel in dieser Hinsicht locker mit Gran Turismo oder Forza konkurrieren kann und sich unglaublich realistisch steuert. Dank verschiedenen Fahrhilfen wird das Spiel aber auch erstmals Neulingen zugänglich gemacht. Jedoch spielt es sich selbst hiermit anspruchsvoller als die meisten Arcaderacer. Die KI der Mitstreiter agiert im übrigen ziemlich intelligent. Die Steuerung funktioniert tadellos und lässt keine Wünsche offen. Lokal wird ein Zwei-Spieler-Splitscreen-Modus ermöglicht, online hingegen können Rennen mit bis zu 16 Spielern ausgetragen werden. Und hier handelt es sich auch schon um den nächsten, großen Pluspunkt von Supercar Challenge. Der Onlinemodus funktioniert fehlerfrei und macht jede Menge Spaß. In drei Stunden Onlinespielzeit kam es nie zu störenden Lags und man merkt deutlich, dass sich hier eine kleine, aber feine Community aufgebaut hat.

Verglichen mit dem Vorgänger sind optisch einige Verbesserungen erkennbar. Das Spiel wirkt nun viel realistischer und läuft im Gegensatz zu Ferrari Challenge nun auch absolut flüssig. Die Wagenmodelle sind hübsch modelliert und gut texturiert und die Regeneffekte sowie die Cockpitperspektive können sich echt sehen lassen. Neben der Strecke wirkt alles aber sehr lieblos und insgesamt liefert Supercar Challenge grafisch zwar eine gute Leistung ab, kann aber nicht im geringsten mit aktuellen Rennspielhits mithalten. Die Wagensounds wirken auf den ersten Blick ziemlich realistisch, ich habe mir aber sagen lassen, dass vor allem die Ferraris in Echt völlig anders klingen.

Fazit:
Supercar Challenge wird es sicherlich nicht mit einem Gran Turismo 5 oder Forza 3 aufnehmen können, aber Fans von Rennsimulationen wird es aufgrund des tollen Fahrverhaltens, den weltbekannten Strecken und des gut gelungenen Onlinemodus sehr viel Freude bereiten. Einzig die geringe Anzahl an Boliden, sowie die nur leicht überdurchschnittliche Technik verhindern eine höhere Wertung. Ein kleiner Geheimtipp ist das Spiel aber dennoch.

7,5/10

Ghostbusters (PS3/X360/PC)

1 Jul

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Pro:
– ES IST GHOSTBUSTERS!
– Charme der Serie wird perfekt rüber gebracht
– viele Schauplätze und Charaktere aus den Filmen
– die Geisterjagd macht unglaublich viel Spaß
– viele lustige Gadgets
– detailverliebte Optik
– der erste Ghostbusters Film auf Blu-Ray wird mitgeliefert (PS3-only)
– spaßiger Multiplayermodus
– Spiel wurde von den Originalsprechern synchronisiert
– benutzerfreundliche Steuerung
– toll in Szene gesetzte Bossfights

Contra:
– viel zu kurz
– Spiel wirkt oft etwas unfertig, daher kommt es zu Patzern im Design, Gameplay und der Technik
– Spiel wird manchmal etwas hektisch, übertriebenes Gegneraufkommen
– wenig Rätsel
– Multiplayermodus nur online möglich und kein richtiger Coop-Mode vorhanden

Insgesamt hat mich die Videospielumsetzung von Ghostbusters doch sehr positiv überrascht. Der Titel wirkt zwar hier und da etwas unfertig, vermittelt den Charme der Filme aber bestens. Und dank dem tollen Fanservice und den Originalsprechern wirkt das Spiel auf einen wie ein spielbarer und guter dritter Teil der Ghostbusters-Serie. Schade nur, dass dieses Abenteuer bereits nach gut 6 Stunden vorüber ist und der Multiplayermodus nicht so sehr zum weiterspielen motiviert, wie er eigentlich sollte. Aber egal, Fans MÜSSEN hier zuschlagen.

8/10

Demons Souls (PS3)

30 Jun

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Pro:
– atmosphärisches Setting (erinnert zum Teil auch etwas an SotC oder Ico)
– geile Grafik
– super Steuerung
– harter, aber fairer Schwierigkeitsgrad (ähnlich wie bei Ninja Gaiden)
– gut inszenierte Bossfights
– man kann sich die zu absolvierenden Level selbst einteilen
– es gibt hier verdammt viel zu entdecken
– komplexe Charakterentwicklung und tiefgängiges Kampfsystem
– nette Onlinefeatures
– gute ENGLISCHE Synchronisation (obwohl das Spiel erst in Asien erschienen ist)
– süchtig machende Jagd nach Items

Contra:
– für Anfänger ist das Spiel jedoch ne Nummer zu knackig
– Onlinefeatures sind zwar was neues, aber etwas gewöhnungsbedürftig und umständlich
– KI hat teilweise einige Aussetzer
– insgesamt hat man hier einen schweren Einstieg, über viele Features und Möglichkeiten muss man sich erst im Internet informieren
– Checkpoints existieren nicht

Trotz der Kritikpunkte ist Demons Souls aber ein verdammt geiles Rollenspiel! In Europa und den USA wurde das Spiel bislang noch nicht veröffentlicht, 2010 wird das Spiel allerdings über Atlus in den USA vertrieben. Wer so lange nicht mehr warten möchte, dem empfehle ich den Import in Asien, zumal das Spiel sowieso schon komplett in englischer Sprache vorhanden ist (mit Ausnahme der Trophies). Euch entgeht nämlich eines der besten Rollenspiele dieser Generation, für mich zählt Demons Souls zu den fünf besten PS3 Titeln.

9/10

inFAMOUS (PS3)

1 Jun

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Seit Fallout 3 bin ich vergeblich auf der Suche nach einem Spiel das mich bis zum Ende packt und ich hätte nach der öden Demo niemals gedacht, dass inFAMOUS ein Spiel dieser Gattung ist. Bin nämlich kein großer Fan des Genres und auf Superkräfte stehe ich auch nicht so sehr, aber hier ist das so genial umgesetzt worden. Nach und nach kommen neue Fähigkeiten dazu, bis man sich zum Ende hin fast schon unbesiegbar fühlt. Hätte auch niemals erwartet, dass die Story sogar einige packende Wendungen parat haben wird. Lediglich die Grafik hat mich wegen den Pop-Ups etwas gestört, aber ansonsten ist inFAMOUS ein echter Toptitel.

Pro:
– stylishes Setting
– gelungenes Open-World-Gameplay
– interessante Superfähigkeiten
– ein, verglichen mit anderen Genrevertretern, abwechslungsreiches Missionsdesign
– enormer Umfang (viele Haupt- und Nebenmissionen, versteckte Objekte, Stunts, versch. Enden)
– überraschend packende Story die viele Wendungen parat hat
– fordernder Schwierigkeitsgrad
– gute Steuerung, was bei der Anzahl an Fähigkeiten nicht so einfach ist
– gute, aber nicht fehlerlose Optik
– stimmiger Sound

Contra:

– einige nervige Nebencharaktere
– zum Teil störende Grafikfehler
– insgesamt mangelt es ein wenig an Innovationen

8,5/10

F.E.A.R. 2: Project Origin Review (X360 / PS3 / PC)

8 Mrz

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F.E.A.R. zählt noch heute zu den besten Gruselshootern der letzten Jahre. Der Egoshooter orientierte sich geschickt an Max Payne und einigen japanischen Horrorfilmen und baute sich dadurch schnell eine riesige Fangemeinde auf. Nun treibt die gefürchtete Alma in der Fortsetzung F.E.A.R. 2: Project Origin wieder ihr Unwesen und wir haben uns das Spiel genauer angeschaut.

Die Story von F.E.A.R. 2 beginnt genau dort, wo der erste Teil geendet hat. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Sergeant Michael Becket und erhält den Auftrag, die Wissenschaftlerin Genevieve Aristide in Sicherheit zu bringen. Doch Alma funkt dem ganzen dazwischen und macht dem Squad das Leben zur Hölle…

Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber eines ist sicher: F.E.A.R. 2 besitzt, wie der Vorgänger auch schon, eine packende Story mit vielen Überraschungen und Wendungen. Insgesamt erreicht die Story aber nicht ganz die Klasse des ersten Teils, vor allem weil vieles etwas zu wirr erzählt wird und daher Anfänger öfter Probleme bekommen, der Story zu folgen. In Puncto Atmosphäre hinkt F.E.A.R. 2 leider auch etwas hinter her. Zwar ist das Spiel nach wie vor sehr stimmig und wahrlich nichts für schwache Nerven, aber viele der Schockeffekte wurden einfach nur aus dem Vorgänger oder anderen Titeln der Entwickler übernommen. Dadurch geht oft der Reiz verloren und vor allem Kenner des ersten Teils sind eher gelangweilt als geschockt. Da hilft auch die deutlich erhöhte Brutalität nichts. Im Gegenteil, F.E.A.R. hat schließlich damals bewiesen, dass man auch ohne herumliegende Körperteile und literweise Blut den Spieler in Angst und Schrecken versetzen kann. Natürlich hat aber auch F.E.A.R. 2 seine gruseligen Momente, jedoch sind diese nun deutlich seltener vorhanden.

Im Gegensatz zur Story und Atmosphäre hat sich F.E.A.R. 2 spielerisch sogar ein wenig weiterentwickelt. Noch immer lebt das Gameplay von der Story und der Atmosphäre und man ballert sich durch unzählige Gegnermaßen. Neu ist jedoch die Möglichkeit, Möbelstücke als Deckung zu benutzen. Außerdem sind die Locations nun wesentlich abwechslungsreicher und auch bunter gestaltet. Der Spieler rennt hier nicht mehr nur von einem Büroraum zum anderen, sondern dieses Mal kommen auch Häuserschluchten oder ein Kindergarten zum Einsatz. Im ganzen Spiel bekommt Sgt. Becket zudem zwei Mal die Gelegenheit, in einen Mech-ähnlichen Kampfanzug zu schlüpfen und alles über den Haufen zu ballern, was ihm vor die Linse kommt. Dies stellt nicht nur eine angenehme Abwechslung, sondern auch das Highlight dieses Spiels dar. Ansonsten ist natürlich auch wieder die bekannte Bullettimefunktion mit von der Partie und die KI der Gegner wurde quasi 1:1 aus dem ersten Teil übernommen. Daher wirkt die KI auch etwas veraltet, hinterlässt insgesamt aber noch einen soliden Job und die Schusswechsel sind nach wie vor sehr dynamisch und gut in Szene gesetzt. Die Steuerung geht noch immer sehr leicht von der Hand und bereitet selbst absoluten Anfängern keinerlei Probleme. Überhaupt wird man bei F.E.A.R. 2 das Gefühl nicht los, dass der Schwierigkeitsgrad heruntergeschraubt wurde. Erfahrene Spieler sollten daher besser direkt auf dem Schwierigkeitsgrad „Schwer“ beginnen und am besten die Bullettimefunktion verweigern, sonst ist F.E.A.R. 2 nämlich viel zu einfach und man sieht bereits nach gut acht Stunden den Abspann. Neben dem recht kurzen Singleplayerpart ist natürlich auch wieder ein Multiplayermodus enthalten. Dieser erfolgt entweder via XBOX Live oder System Link. Rein technisch betrachtet ist dieser auch ziemlich ordentlich umgesetzt worden und auch die typischen Mehrspielermodi sind enthalten, jedoch wirken die Maps sehr ideen- und lieblos. Immerhin sind immer genügend Spieler anzutreffen. Lobenswert ist hingegen die Kompatibilität zwischen der geschnittenen und ungeschnittenen Fassung. Ein gemeinsames Onlinematch funktioniert nämlich problemlos und das ist eigentlich eher eine Seltenheit.

F.E.A.R. 2 basiert, wie der Vorgänger auch schon, auf der Havok 2 Grafikengine. Diese ist zwar wahrlich nicht mehr die jüngste, sorgt aber auch heute noch für den ein oder anderen offenen Mundwinkel. Vor allem was die Licht- und Explosionseffekte betrifft, braucht sich F.E.A.R. 2 nicht vor der Konkurrenz zu verstecken. Die Level sind sehr detailreich und aufwendig gestaltet und die Animationen der Charaktere sind immer noch überzeugend. Auf der XBOX 360 läuft das Spiel auch absolut stabil, während es auf der Playstation 3 gelegentlich zu Framerateeinbrüchen kommt. Insgesamt kann sich der Spieler über die Optik wirklich nicht beklagen, verglichen mit Referenztiteln wie Killzone 2 oder Crysis sieht man der Engine jedoch ihr Alter an. Wesentlich positiver schaut es beim Sound aus. Die Soundkulisse ist ausgesprochen stimmig und trägt sehr viel zur Atmosphäre bei. In Verbindung mit einer passenden Anlage lässt es F.E.A.R. 2 so richtig krachen und die deutsche Synchronisation ist überraschend gut gelungen. Daumen hoch!

Fazit:
Wer F.E.A.R. geliebt hat, wird auch mit F.E.A.R. 2: Project Origin jede Menge Spaß haben! Spielerisch hat die Fortsetzung sogar leicht die Nase vorne, jedoch erreichen die Story und die Atmosphäre nicht ganz die Klasse des Erstlings. Doch dank der guten Optik und der grandiosen Soundkulisse lehrt Alma dem Spieler auch im zweiten Teil das Fürchten und daher sollten alle Horrorfans mal einen Blick auf diesen Titel werfen.

8/10

Ratchet & Clank: Quest for Booty – Review / Test (PS3)

11 Okt

Wer kennt das nicht? Ein sehr begehrtes Videospielfranchise wird nur alle paar Jahre fortgesetzt und als Fan wartet man teilweise verzweifelt auf den Nachfolger, weil man unbedingt die Story abschließen möchte. Im Falle von Shenmue schauen die Fans leider immer noch buchstäblich in die Röhre, die Macher der Ratchet & Clank-Reihe hingegen sind da sehr gütig und erzählen in ihrer Kurzepisode „Quest for Booty“ die Story des verrückten Duos weiter. Inwiefern sich eine Anschaffung lohnt, zeigt der folgende Testbericht.

Eines vorweg: Ratchet & Clank: Quest for Booty darf nicht als vollwertige Fortsetzung angesehen werden. Für den Preis von knapp 15 Euro erhält der Spieler lediglich ein kleines Addon falsches die Zeit bis zum Nachfolger von Tools of Destruction verkürzen soll. Die Story von Quest for Booty knüpft nahtlos an Tools of Destruction an. Am Ende des Spiels wurde Clank entführt und so begibt sich der tapfere Ratchet nun allein auf eine waghalsige Rettungsaction, in der fiese Piraten ihre Finger im Spiel haben. Spielerisch ist Quest for Booty absolut identisch mit Tools of Destruction. Auch hier gilt es Hüpfpassagen und Rätsel zu meistern und natürlich Gebrauch von mächtigen Schusswaffen zu machen. Insgesamt ist alles aber wesentlich kleiner gehalten. Es gibt weniger Waffen als bei Tools of Destruction und aufgrund der geringen Spieldauer von ca. drei Stunden sind auch die Fähigkeiten wesentlich schneller aufgelevelt. Das Piratenszenario stellt aber eine erfrischende Abwechslung dar und das Leveldesign ist auch wieder absolut großartig. Zudem steht Quest for Booty in Bezug auf den beliebten Humor der Serie seinen großen Brüdern in nichts nach. Verdanken kann man dies auch den wieder mal genialen deutschen Synchronsprechern. Wenn doch nur jedes Videospiel so überzeugend synchronisiert werden würde. Grafisch hat sich Quest for Booty zwar nicht weiterentwickelt, aufgrund des Detailreichtums und den erstaunlich scharfen Texturen ist das Spiel technisch aber immer noch die Referenz auf dem Jump‘n‘Run Sektor.

Fazit:
Durch den fairen Preis von knapp 15 Euro kommen Fans der Ratchet & Clank Reihe mit Quest for Booty voll auf ihre Kosten. Das Spiel ist zwar mit seiner Länge von gerade mal drei Stunden extrem kurz, dafür wird aber jeder bestens unterhalten und die Story rundum Clank wird spannend weitererzählt. Zudem ist Quest for Booty optisch eine wahre Augenweide und der großartige Humor der Reihe sorgt mal wieder für Tränen in den Augen vieler Spieler. Schade ist nur, dass das Spiel nach dem durchspielen absolut nutzlos ist und im Regal verstauben wird. Aber wie eingangs erwähnt lässt sich das durch den günstigen Preis locker verschmerzen.

8/10