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PokePark Wii: Pikachus großes Abenteuer – Review / Test

21 Jul

Auf dem Nintendo DS konnten die meisten Pokemon-Titel vollends überzeugen, was die Wii betrifft, sieht die Sache allerdings etwas anders aus, denn hier warten Fans sehnlichst auf einen guten Ableger des Franchises. “PokePark Wii: Pikachus großes Abenteuer” soll diese Lücke aber nun schließen und wir verraten euch, ob dem Titel dies gelungen ist.

PokePark Wii unterscheidet sich spielerisch enorm von den erfolgreichen Handheld-Teilen. Während Teile wie Pokemon Blau/Rot oder aktuell auch Pokemon Soulsilver/Heartgold im Rollenspielgenre Zuhause sind, ist PokePark Wii eher ein Mix aus Action-Adventure und einer Minispielsammlung. Man steuert auch keinen menschlichen Protagonisten, sondern schlüpft in die Rolle von Pikachu. Dieser findet sich plötzlich mit seinen Freunde Endivie, Plinfa und Glumanda im PokePark wieder und bekommt von Mew die Aufgabe, den Park zu retten, indem er das zersplitterte Himmelsprisma wieder ausfindig macht. Um an das begehrte Himmelsprisma zu kommen muss Pikachu Freundschaften mit anderen Pokemon (insgesamt 193 an der Zahl) knüpfen und Wettkämpfe (Minispiele) gegen andere Pokemon gewinnen. So muss man zum Beispiel einen Wettlauf absolvieren, bei einem Wettschießen die meisten Treffer erzielen oder auf dem Surfbrett die beste Figur abgeben. Die Minispiele sind insgesamt sehr abwechslungsreich und der Spieler muss im übrigen nicht ausschließlich mit Pikachu antreten. Wenn man fremde Pokemon beim Fangen besiegt hat, werden diese automatisch als “befreundet” aufgelistet und stehen bei den Minispielen zur Verfügung. Doch Vorsicht: Man muss stets die richtige Wahl treffen und die Stärken und Schwächen der jeweiligen Pokemon berücksichtigen. Neben diesen Wettkämpfen gibt es auch diverse Dialogsequenzen zwischen die Pokemon und hin und wieder muss Pikachu in Echtzeitkämpfen mit anderen Pokemon beweisen, dass er der stärkere ist. Hierbei verfügt Pikachu über einige bekannte Spezialattacken und kann manche Attribute auch gegen Aufpreis aufbessern. PokePark Wii verzichtet komplett auf den Nunchuck und es wird lediglich eine Wiimote in schräger Lage benötigt. Die Steuerung ist extrem einfach und daher perfekt für Kinder geeignet. Der Schwierigkeitsgrad ist das gesamte Spiel über ziemlich niedrig gehalten um das jüngere Publikum nicht allzu sehr zu fordern. Obwohl sich der Titel dank der Minispiele perfekt für einen Multiplayer-Modus eignen würde, wurde auf diesen verzichtet. Gerade mit vier Spielern hätte so manche Minigames überaus viel Spaß gemacht, schade.

Was die Grafik betrifft, ist PokePark Wii überraschend gut gelungen und zählt definitiv zum oberen Durchschnitt. Die Welten sind abwechslungsreich gestaltet, die Vegetationen und Texturen können sich ebenfalls sehen lassen und die Pokemon sind natürlich auch sehr gut modelliert und animiert. In dieser Hinsicht liegen zwischen diesem Spiel und den anderen Wii-Teilen Welten dazwischen. Beim Sound hinterlässt das Spiel ebenfalls einen guten Eindruck. Die Musik passt super zum Spielgeschehen und die 193 Pokemon kommen allesamt mit ihren Originalstimmen daher. Insgesamt gelingt es dem Spiel einfach unglaublich gut die passende Pokemon-Atmosphäre zu erzeugen, was vor allem das jüngere Publikum erfreuen wird.

Fazit:
Mit “PokePark Wii: Pikachus großes Abenteuer” liefert Nintendo auch endlich ein gutes Pokemon-Spiel für die Heimkonsole ab. Dank der guten Minispiele, der vielen Pokemon und natürlich einer sehr guten Atmosphäre wird das Spiel die Herzen vieler Pokemons-Fans höher schlagen lassen. Aber Achtung: Das Spiel ist eindeutig auf das jüngere Publikum abgestimmt und ältere Spiele werden hier stark unterfordert sein. Wer seinen Kindern eine Freude machen will, macht mit diesem Titel aber absolut nichts falsch.

7/10

Vielen Dank an Nintendo für die freundliche Bereitstellung des Testmusters!

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Prince of Persia: Die vergessene Zeit – Review / Test

7 Jun

Pünktlich zum Kinostart von “Prince of Persia: The Sands of Time” setzt Ubisoft das bekannte Franchise fort. Haben die Entwickler dabei aus den Fehlern des Vorgängers gelernt und mit “Die vergessene Zeit” wieder zur alten Stärke gefunden? Der folgende Test wird dies beantworten.

“Prince of Persia: Die vergessene Zeit” spielt zwischen dem ersten und zweiten Teil der “Sands of Time-Trilogie”. Eigentlich wollte unser Protagonist nur das Reich seines Bruders Malik besuchen, doch es kommt natürlich wieder mal völlig anders und der Prinz wird nicht gerade herzlich empfangen. Das Königreich befindet sich nämlich im Krieg und Malik sieht den einzigen Ausweg darin, Salomons untote Armee zu beschwören. Diese ist aber alles andere als eine Hilfe und nun liegt es natürlich am Prinzen selbst, das Reich zu retten und die Armee zu stoppen.

Die Prince of Persia-Reihe hat in den letzten Jahren eine ziemlich rasante Entwicklung durchgemacht. Angefangen als ein 2D-Jump´n´Run, feierte das Franchise als Action-Adventure mit der Sands of Time-Trilogie große Erfolge, ehe der sowohl spielerische, als auch optische Neuanfang vor einigen Jahren enttäuschte. Prince of Persia aus dem Jahre 2008 sah zwar spitze aus, war spielerisch aber zu sehr auf die Casual-Gruppen zugeschnitten. Fans der Serie waren unterfordert und sehnten sich einen Teil in der Sands of Time-Machtart herbei. Und genau diesen Wunsch möchte Ubisoft mit diesem aktuellen Ableger nun erfüllen. Die vergessene Zeit spielt sich tatsächlich fast 1:1 wie die berühmten Vorgänger. Der Fokus liegt auch hier auf den spektakulären Kletter- und Rästeleinlagen und sogar die Steuerung ist ähnlich. Während ca. 70% des Spiels aus eben diesen Passagen besteht, gibt es aber auch hier wieder so manche Actioneinlagen. Diese laufen allerdings anders ab, als in der “Sands of Time-Trilogie”. Während der Prinz damals sehr taktisch und überlegt gegen eine kleine Anzahl von Gegnern vorgehen musste, erinnert das Ganze nun eher an Titel wie Dynasty Warriors. Der Prinz kämpft sich durch große Mengen Untoter und muss dabei weder blocken noch kontern. Hier ist einfach nur Buttonmashing gefragt und die Gegner sind alles andere als herausfordernd. Einzig die Bosskämpfe sind sehr gut in Szene gesetzt und fordern ein wenig Können des Spielers. Mit dem gekonnten Einsatz der neu eingeführten Elementattacken (Feuer, Stein, Eis, Wind) stellen aber auch die Endgegner kein Hindernis dar. Zum Glück sind die Rätsel- und Klettereinlagen da wesentlich kniffliger. Endlich ist es wieder möglich, Gebrauch von der Sanduhr zu machen und nun kann der Prinz sogar Wasserfälle einfrieren, um diese zum Beispiel als Säulen zu verwenden. Ihr merkt schon, hier ist es ausgesprochen wichtig, diese Fähigkeiten sinnvoll einzusetzen, um die Hindernisse zu überwinden. Die ein oder anderen Schalter- oder Zahnraträtsel bringen das Hirn zudem zusätzlich zum brutzeln, wobei diese Passagen etwas zu rar vertreten sind. Insgesamt hat der Schwierigkeitsgrad zugenommen, POP-Veteranen werden aber dennoch keinerlei Probleme bekommen. Schade ist auch, dass das volle Potenzial des Leveldesigns erst gegen Ende des Spiels ausgeschöpft wird. Und mit einer Spielzeit von höchstens zehn Stunden ist der Titel auch viel zu kurz geraten.

Ubisoft hat sich vom Cel-Shading-Look des Vorgängers abgewandt und dem Spieler wieder einen realistischen Look verpasst. Man könnte von einem “Sands of Time in Nextgen-Optik” reden. Eine technische Meisterleistung ist den Entwicklung zwar nicht gelungen, das Ergebnis kann sich aber durchaus sehen lassen. Vor allem die Architektur im Spiel ist sehr beeindruckend, die Texturen sind hochaufgelöst und die Lichteffekte zählen ebenfalls zu den optischen Highlights des Spiels. Dafür wirken leider die Gesichtszüge der Protagonisten stark veraltet und das Gegnerdesign ist auch alles andere als abwechslungsreich. Von Ruckeleinlagen bleiben Spieler übrigens die ganze Spiellänge über verschont und auch andere Grafikfehler treten nur äußerst selten auf. Mit am besten hat uns übrigens der Soundtrack gefallen. Harry Gregson-Williams liefert hier einen absolut filmreifen Soundtrack ab, der einen das ganze Spiel über begeistert. Liegt vermutlich auch daran, dass er auch den Soundtrack für den Kinofilm gemacht hat.

Fazit:
Mit “Prince of Persia: Die vergessene Zeit” ging Ubisoft auf Nummer sicher und vertraut auf die Stärken der beliebten “Sands of Time-Trilogie”. Fans dieser Spiele werden sich natürlich darüber freuen, gleichzeitig verzichtete Ubisoft aber auch größtenteils auf spielerische Innovationen. Wenn ihr damit leben könnt und mal wieder richtig Lust auf ein typisches Prinice of Persia Abenteuer habt, dann müsst ihr diesem Spiel unbedingt eine Chance geben!

8/10

Race Pro (XBOX 360)

27 Feb

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Selten habe ich ein Spiel gesehen, welches von der Fachpresse so unterschiedliche Wertungen erhalten hat. Während IGN UK gar eine 8.5 vergibt, wurde das Spiel z.B. von games(TM) mit einer Wertung von 50% zerrissen. Dadurch wurde meine Euphorie zu Beginn auch etwas gedämpft, nach dem gestrigen Spontankauf bin ich aber wirklich begeistert von diesem Titel. Für Fans von realistischen Rennspielen ist Race Pro meiner Meinung nach sogar ein absolutes Must-Have! Sicherlich wirkt das Spiel an manchen Stellen unfertig, beinhaltet nur 13 Strecken und ist grafisch gesehen alles andere als eine Referenz, aber am wichtigsten ist bei Spielen dieser Art doch letzten Endes das Fahrgefühl und das hat es hier wirklich insich! Ich würde sogar behaupten, dass bislang noch kein Konsolenracer ein so intensives Fahrgefühl vermitteln konnte. Vor allem in Verbindung mit der genialen Cockpitperspektive und einer laut aufgedrehten Anlage, denn der Sound ist in diesem Spiel der absolute Wahnsinn. Und im Gegensatz zur etwas mauen (aber guten) Streckenauswahl, stehen dem Spieler auch genügend abwechslungsreiche Fahrzeuge zur Verfügung. Dank unterschiedlicher Fahrhilfen können sich sogar Anfänger an dem Spiel versuchen, während Profis selbstverständlich an ihrem individuellen Setup herumwerkeln können. Interessant ist auch der Aufbau des Onlinemodus. Eine Art Warmup dient hier als Lobby, bis sich genügend Spieler zusammengefunden haben. Danach kommt es zu einem Qualifying und schließlich dem Hauptrennen. Lokal kann man durch den Hot-Seat-Modus abwechselnd entweder gegen oder mit einem Freund spielen, ein Splitscreenmodus ist nicht enthalten.

8/10


Fable 2 (XBOX360)

8 Nov

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Pro:
– grandiose Charakterentwicklung
– wunderschöne Märchenwelt
– spannende Heldenstory
– die Zusammenarbeit mit dem eigenen Hund
– unzählige Nebenquests
– Verhalten hat Einfluss auf die gesamte Spielwelt
– schier unendliche Möglichkeiten (Jobs, Familie, Häuser, Sex, etc.)
– gelungene Synchronisation
– der Humor
– größtenteils gut umgesetztes Kampfsystem
– das Spiel bietet für Genreneulinge den perfekten Einstieg
– angenehmer Schwierigkeitsgrad

Contra:
– oftmals niedrige Framerate
– langweiliges Ende
– Hauptstory bereits nach 10 Stunden beendet
– enttäuschender Multiplayermodus
– umständlicher Einsatz von Magie
– etwas unübersichtliches Menü
– viele kleine Bugs die den Spielverlauf stören
– Interaktion mit NPCs belanglos

Fazit:
Ganz fehlherfrei ist Fable 2 leider nicht geworden und Herr Molyneux hat auch bei seinem neuesten Werk nicht alle Versprechen eingehalten, aber dennoch ist Fable 2 gerade für Genreneulinge das perfekte Rollenspiel. Veteranen werden aufgrund der vielen Entscheidungs- und Spielmöglichkeiten auch sehr viel Spaß mit diesem Spiel haben.

8,5/10

Star Wars: The Force Unleashed (PS3 / XBOX 360)

27 Sep

Pro:
– sehr interessante Story die zwischen Episode III und IV angesiedelt ist
– genialer Einsatz der dunklen Mächte
– Wiedersehen mit vielen bekannten Charakteren
– tolles Charakterdesign
– liebevoll gestaltene Level
– spaßiges (wenn auch abgeschautes) God of War-Gameplay
– bombastischer Sound
– packende Bosskämpfe
– sehr gute Steuerung

Contra:
– zu linearer und teils abwechslungsarmer Spielablauf
– insgesamt ein sehr fehlerhaftes Spiel mit oftmals nervigen Bugs
– sehr magerer Umfang mit einer Spielzeit von gerade mal 6 Stunden

Fazit:
Force Unleashed zählte eigentlich in diesem Jahr zu den wichtigsten Titel für mich. Meine Erwartungen waren riesig und letzten Endes wurde ich doch ziemlich enttäuscht. Das Spiel besitzt zwar, gerade für einen Star Wars Fan, eine sehr interessante Story und die Grafik ist alles andere als schlecht, aber das sehr eintönige Gameplay, die geringe Spieldauer und die stellenweise nervigen Bugs trüben den Gesamteindruck. Hier wurde sehr viel Potenzial verschenkt aber vielleicht auch der Beginn einer interessanten Spielereihe eingeleitet.

7/10

Übrigens: Zur PSP-, DS-, PS2- und Wii-Fassung kann ich leider nichts berichten. Letztere soll aber über eine sehr gute Steuerung verfügen und da ein anderes Entwicklerstudio an diesen Versionen gearbeitet hat, unterscheiden sich auch die Level und das Gameplay ein wenig.

Tiger Woods PGA Tour 09 – Review / Test (XBOX 360 / PS3)

24 Sep

Der Herbst dürfte bei vielen Sportfans ein großes Loch im Portemonnaie hinterlassen. Denn dann spendiert Electronic Arts dem gesamten Sportspielportfolio ein neues Update. Und neben bekannten Spielreihen wie NHL, Madden NFL oder FIFA darf natürlich auch das Tiger Woods Franchise nicht fehlen. Mit „Tiger Woods PGA Tour 09“ versucht EA vor allem durch neue Onlinefunktionen und einem verbesserten Skillsystem die Käufermasse anzusprechen. Inwiefern sich die Anschaffung dieser Neuauflage lohnt, erfahrt ihr im folgenden Test.

Wie zu erwarten war halten sich auch in diesem Jahr die Neuerungen in Grenzen. Gameplay-technisch wurde an dem Spiel nämlich so gut wie gar nichts verändert. Das muss allerdings nicht schlechtes bedeuten, denn noch immer spielt sich Tiger Woods PGA Tour 09 absolut großartig und viel gibt es hier auch nicht zu verbessern. Der Spieler kann sich zwischen der sehr sensiblen Sticksteuerung oder dem 3-Click-System entscheiden und dadurch ist das Spiel sowohl für Neueinsteiger, als auch für Fans des Vorgängers sehr zugänglich. Allgemein macht das Spiel nun einen wesentlich benutzerfreundlicheren Eindruck, wodurch auch mehr Spielspaß entsteht. Einen großen Anteil an diesem Erfolg dürfte die neu eingeführte Previewfunktion haben, womit sich der genaue Spielverlauf bereits erahnen lässt. Demnach kann man so schon einigen Fehlern aus dem Wege gehen.

Im letzten Jahr konnte das neu eingeführte Skillsystem bereits viele Fans begeistern. In der diesjährigen Ausgabe der Tiger Woods PGA Tour wurde dieses System nun gründlich verbessert. Während das Skillsystem im Vorjahr mit vorgegeben Werten anfing, wird nun zu Beginn des Spiels ein individueller Wert ermittelt. Tiger Woods Trainer Hank Haney höchstpersönlich steht dem Spieler mit Rat zur Seite und begleitet ihn durch die gesamte sportliche Laufbahn. Erstmals ist es in diesem Spiel möglich, dass sich der Wert durch eine schlechte Leistung auch verschlechtern lässt. Durch die vielen verschiedenen Trainingseinheiten lässt sich dieser aber auch wieder problemlos verbessern und am Ende profitiert der Spieler davon. Ein weiteres neues Feature ist die so genannte „Club Tuner“ Funktion. Früher liess sich „nur“ der selbst erstellte Golfer anpassen, nun kann sogar der Schläger individuell angepasst werden.

Bezüglich des Umfangs bekam Tiger Woods PGA Tour 09 leider auch nur wenig neues spendiert. Lediglich einige neue Golfkurse und Golfspieler wurden integriert. Das Spiel enthält natürlich wieder die bekannten Modi wie den sehr umfangreichen Karrieremodus, Quick-Play oder auch einige nette Minigames. Vor allem der Karrieremodus weiß zu gefallen. Hier gilt es mal wieder mit dem selbsterstellten Golfspieler die PGA Tour, den Fed-Ex Cup und unzählige Tiger Woods Challenges erfolgreich zu absolvieren um letztendlich die Nummer 1 des Golfsports zu werden. Online gestaltet sich Tiger Woods PGA Tour 09 nun deutlich üppiger. Neben den üblichen Verdächtigen wie den Einzelspielen, den Ranglistenmatches und dem Turniermodus gibt es jetzt auch einen „Simultaneous Play“-Modus der es ermöglicht, dass vier Spieler gleichzeitig gegeneinander antreten können. EAs Gamer Net-Dienst ist aber auch wieder mit von der Partie. Hier können die Hobbygolfer ihre eigenen Challenges erstellen und die von anderen bestreiten. Das Rankingsystem motiviert den Spieler dann dazu, in den Leaderboards ganz nach oben zu klettern.

Den Entwicklern war es bei der diesjährigen Version besonders wichtig, das Spiel technisch weiterzuentwickeln. Dies ist ihnen leider aber nur bedingt gelungen. Grafisch wurde der Titel mit einem hübscheren Hauptmenü versehen und die Wassereffekte sehen nun auch um einiges besser aus. Auch die Rasendarstellung hat sich um einiges verbessert und kommt fast an die Referenz Madden NFL 09 heran. Bäume und andere Pflanzen werden nun etwas realistischer dargestellt, die Golfer sind wieder mal toll animiert und allgemein kann man sich auch über die Performance nicht beklagen. Doch warum um alles in der Welt enthält dieses Spiel keine Wettereffekte? Es wäre doch mal schön gewesen eine gemütliche Golfpartie im Regen austragen zu können. Doch leider wird dies hier nicht ermöglicht. Hinzu kommt, dass die Zuschauer absolut lieblos rüber kommen, worunter die Atmosphäre leiden muss. Gleiches gilt für die Soundkulisse, welche ziemlich einen ziemlich öden Eindruck hinterlässt. Die Kommentatoren klingen zudem weder engagiert, noch geben informative Statements ab. Aufgrund der fehlenden deutschen Lokalisierung haben Anfänger mit nicht vorhandenen Englischkenntnissen leider einen ziemlich schweren Einstieg. Wirklich schade, da die früheren Tiger Woods Spiele auch eingedeutscht wurden.

Fazit:
Mit „Tiger Woods PGA Tour 09“ liefert EA Sports eigentlich ein gelungenes Update ihrer erfolgreichen Golfsport-Reihe ab, gleichzeitig werden aber vor allem Kenner dieser Spiele spielerische Innovationen und mehr Umfang vermissen. Das verbesserte Skillsystem tut dem Spiel jedoch sehr gut und fesselt den Spieler nun noch mehr vor den Fernseher. Gleiches gilt für das erweiterte Onlinespiel und den nun noch umfangreicheren Karrieremodus. Die Präsentation von Tiger Woods PGA Tour 09 ist natürlich, EA-typisch, wieder erstklassig und die Grafik hinterlässt bis auf die fehlenden Wettereffekte einen grandiosen Gesamteindruck. Für das nächste Jahr wünsche ich mir lediglich endlich eine deutsche Lokalisierung und vielleicht auch den ein oder anderen neuen Spielmodus. Für Fans des Golfsports ist Tiger Woods PGA Tour 09 natürlich wieder ein absoluter Pflichtkauf. Ob sich die Anschaffung der diesjährigen Fassung aber auch für Gelegenheitsspieler lohnt, ist weiterhin fraglich.

8/10

NHL 2k9 – Review / Test (PS3 / XBOX360)

24 Sep
Jahr für Jahr ziehen die Eishockeygames aus dem Hause EA Sports und 2k Sports in den Kampf um den Eishockeyolymp. Noch vor einigen Jahren konnte die 2k-Reihe mit ihrer Realitätsnähe überzeugen, im vergangenen Jahr hat NHL 2k8 aufgrund der verkorksten Steuerung allerdings deutlich den kürzeren gegenüber NHL 08 gezogen. In diesem Jahr soll sich dies wieder ändern und die Entwickler versprechen, viele der im Vorjahr begangenen Fehler behoben zu haben. Wir haben uns aufs Eis gewagt um NHL 2k9 mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im letzten Jahr hat 2k-Games es sich aufgrund der miserablen Steuerung von NHL 2k8 ein wenig bei der Eishockeyfangemeinde verscherzt. In NHL 2k9 wurde dieser Fauxpas zum Glück beseitigt und so punktet das Spiel schon gleich zu Beginn damit, dass sich der Spieler aus der Stick- und der Buttonsteuerung seine eigene Steuerungsvariante zusammenstellen kann. Jetzt ist das Spiel auch endlich wieder gut spielbar und vor allem bei Fans der Vorgänger dürfte wieder für wesentlich mehr Spielspaß gesorgt sein. Aber noch immer ist NHL 2k9, ganz im Gegensatz zu NHL 2009, alles andere als einsteigerfreundlich. Doch das ist auch ganz und gar nicht das Vorhaben von 2k-Sports. NHL 2k9 soll eher die Profis ansprechen, denn hier liegt der Schwerpunkt eindeutig auf den vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten und dem Realismus. Deshalb wurde nicht nur die Spielgeschwindigkeit wieder ein wenig gesenkt, sondern auch die KI nachgebessert. Die Defensive agiert zwar immer noch etwas zu passiv und auch die Goalies schwächeln gelegentlich, aber die Tore müssen nun hart erarbeitet werden. Glückstreffer sind nur sehr selten vorzufinden. Dies lässt sich unter anderem auf die großartige Puckphysik zurückführen. Die Spezialmoves besonderer Spieler lassen sich nun auch viel einfacher ausführen, wodurch sich der Spielverlauf auch etwas abwechslungsreicher gestaltet. Leider ist auch in dieser 2009er Ausgabe von NHL2k ausschließlich die NHL Lizenz enthalten. Europäische Teams sind also nicht enthalten, was viele DHL-Fans enttäuschen wird. Da hat NHL 2009 eindeutig mehr zu bieten. Verschlimmbessert hat sich NHL 2k9 hinsichtlich des Umfangs. Die beliebten Minigames aus den Vorgänger wurden nämlich fast komplett gestrichen. Im Hauptmenü lässt sich lediglich noch die Mini-Eisbahn auswählen, das beliebte Quizgame wurde in den Ladebildschirm verschoben, damit die Ladezeiten versüßt werden. Einen neuen Spielmodus sucht man leider vergebens. Der Spieler muss mit den bekannten Modi wie etwa Saison, Quickplay, Training, Pond Hockey, Shootout und Franchise Vorlieb nehmen. Letzterer wurde aber immerhin optisch etwas aufgefrischt. Richtig punkten kann NHL 2k9 hingegen durch den wirklich tollen Onlinemodus. Dieser überzeugt nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ. Neben dem schnellen und dem benutzerdefinierten Spiel sowie der Onlineliga kann man im Unterpunkt „Team 2k“ richtige Preise gewinnen indem zufallsgenerierte Onlinematches gewonnen werden. Außerdem ermöglicht es NHL 2k9 online eigene Teams zu bilden wodurch 6 VS 6 Matches ausgetragen werden können. Mit dem 2K Reelmaker können selbsterstellte Replays online veröffentlicht werden und natürlich kann NHL 2k9 auch offline mit Freunden gespielt werden.

Vor allem technisch hinkte die 2k-Reihe bislang der großen EA Konkurrenz hinterher. Deshalb haben sich die Entwickler vor allem mit der Grafik befasst. Und keine Frage, grafisch hat sich NHL 2k9 um einiges gebessert. Vor allem die Präsentation vermittelt nun mehr TV-Flair und ist zudem auch noch bedeutend informativer als zuvor. Überhaupt erkennt man schon auf den ersten Blick eine gewisse Detailliebe. Das Publikum wird realistischer dargestellt und sorgt damit für eine bessere Arenaatmosphäre. Das gesamte Spiel wurde außerdem laut Angaben der Entwickler mit über 1400 neuen Animationen versehen. Ehrlich gesagt, scheinen sie mit dieser Aussage übertrieben zu haben. Einige tolle Animationen sind zwar auffällig, aber immer noch herrscht hier ein großer Nachholbedarf. Immerhin lief NHL 2k9 die gesamte Spielzeit über absolut flüssig und völlig frei von Performanceproblemen. In Puncto Sound muss an dieser Stelle aber wirklich ein großes Lob ausgesprochen werden. NHL 2k9 zählt zu den wenigen US-Sportspielen die zumindest größtenteils ins deutsche lokalisiert wurden. Lediglich das tolle Kommentatorenduo bestehend aus Randy Hahn & Drew Remenda spricht in englischem Originalton. Der Soundtrack ist sehr stimmig und der Raumklang angenehm atmosphärisch.

Fazit:
Eines muss man den Jungs von 2k Games neidlos anerkennen. Es ist ihnen bestens gelungen die meisten Fehler aus dem Vorjahr zu beheben und somit Boden auf die Konkurrenz gut zu machen. Leider haben sie es aber vernachlässigt, neue Ideen in NHL 2k9 einzubringen. Deshalb ist es mehr als fraglich, ob NHL 2k9 in diesem Jahr mit dem sehr gelungenen NHL 2009 mithalten kann. Aufgrund der ungeheuren Realitätsnähe und die unzähligen Einstellungsmöglichkeiten werden NHL-Profis aber wieder viel Freude mit diesem Spiel haben. Zumal das Spiel online so richtig in Fahrt kommt und sich technisch so manches getan hat. NHL 2k9 ist wahrlich kein schlechtes Spiel geworden, nur hinkt es der Konkurrenz in vielerlei Hinsicht hinterher. Aber im nächsten Jahr werden die Karten neu gemischt und vielleicht erwartet uns dann ein NHL 2k Game in alter Stärke.

7,5/10