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Super Monkey Ball: Step & Roll – Review / Test

26 Mrz

Als das Wii Balance Board damals enthüllt wurde, dachte ich als alter SEGA-Fan: “Wie geil würde sich denn bitte ein Super Monkey Ball damit spielen lassen?” Es hat zwar ein wenig gedauert, aber im Juli vergangenen Jahres dachte SEGA wohl ähnlich und kündigte Super Monkey Ball: Step & Roll für Wii an. Seit kurzem ist das gute Stück im Laden erhältlich und wir haben den Affenspaß ausführlich getestet.

Super Monkey Ball ist euch kein Begriff? Kein Problem, denn das Spielprinzip ist schnell erklärt. Super Monkey Ball: Step & Roll ist ein Geschicklichkeitsspiel, in dem es darum geht, Affen (in Glaskugeln steckend) durch knifflige Areale zu manövrieren. Dabei steuert der Spieler jedoch nicht die Affen, sondern schwenkt die Plattform, also das Level selbst. Das Ziel muss dabei binnen 60 Sekunden erreicht werden und eingesammelte Bananen sorgen für mehr Punkte und in höherer Anzahl auch für mehr Leben. Während sich der Wii-Vorgänger Banana Blitz nur mit der Wiimote steuern ließ, hat SEGA nun eine Balance Board-Steuerungsvariante integriert. Auch wenn die Idee durchaus gelungen ist, bringt dies leider zwei Probleme mit sich, denn zum einen funktioniert die Balance Board-Steuerung nicht so gut wie erwartet und zum anderen wird man das Gefühl nicht los, dass auch das Gameplay extrem auf das Balance Board angepasst wurde, obwohl sich das Spiel alternativ weiterhin mit der Wiimote steuern lässt. Der Schwierigkeitsgrad wurde nämlich herunter gesenkt, weil das Leveldesign extrem vereinfacht wurde und zusätzlich wurden einige Gameplayelemente komplett gestrichen, wie z.B. die coolen Bosskämpfe. Die insgesamt 70 Level werden somit leider erst zum Ende hin etwas herausfordernd, während die ersten 20 Level eher wie Einführungsareale wirken.

Die Super Monkey Ball-Reihe ist für einen exzellenten Multiplayermodus bekannt. Nicht wenige dürften sich daran erinnern, wie sie damals diverse Nächte mit Kumpels vor dem heimischen Gamecube verbracht haben. Der Mehrspielerpart von Step & Roll ist allerdings nicht mehr so erstklassig wie in den guten alten Zeiten. Zwar bietet das Spiel immer noch diese diverse Partygames, aber gerade die spaßigen Minigames, wie z.B. das Monkey Bowling, sind nicht mehr enthalten. So ist von sehr belanglosen bis hin zu extrem spaßigen Minigames alles vorhanden. Neu ist der Koop-Modus, welcher jedoch interessanter klingt, als er tatsächlich ist, denn er erinnert extrem an Super Mario Galaxy, weil der zweite Spieler nur eine Nebenrolle spielt und mit dem Cursor Hindernisse aus dem Weg schieben kann. Spaß macht das Ganze dennoch, nur gibt es, gerade auf Nintendos Wii, wesentlich bessere Multiplayertitel.

Der erste Teil der Super Monkey Ball-Serie erschien vor fast acht Jahren auf dem Nintendo Gamecube, der letzte Wii-Ableger kam vor über drei Jahren auf den Markt, trotzdem hat sich Step & Roll grafisch nicht wirklich bzw. nur geringfügig weiterentwickelt. Auch wenn der Schwerpunkt hierbei nicht auf der Optik liegt, wäre doch zumindest eine deutlich sichtbare Verbesserung möglich gewesen. So steckt das Spiel technisch leider immer noch auf dem Gamecube-Niveu fest, kann aber immerhin von sich behaupten, knuffelig und bunt auszusehen. Zumindest wurde das Spiel auf das 16:9 Format angepasst und ein 480p-Modus wird ebenfalls unterstützt. Soundtechnisch kann Super Monkey Ball: Step & Roll leider ebenso wenig begeistern. Neben komischem Affengeschreie bietet das Spiel eine relativ belanglose Hintergrundmusik, die dem Spieler aber wenigstens nicht auf die Nerven geht. Aber auch hier wird man das Gefühl nicht los, dass sich die Entwickler einfach keine Mühe gegeben haben.

Fazit:
Mit “Step & Roll” liefert Publisher SEGA den bislang schlechtesten Teil der spaßigen Super Monkey Ball-Serie ab. Dabei war die Idee, dem Spiel eine Balance Board-Unterstützung zu verpassen, wie geschaffen für das Geschicklichkeitsspiel. Doch leider lässt die Umsetzung der Steuerung zu wünschen übrig und aufgrund des, stark an das Balance Board angepassten und vereinfachten, Leveldesigns stellt das Spiel mit der Wiimote keine echte Herausforderung dar. Technisch herrscht hier quasi ein Stillstand und wegen vieler herausgenommener Partygames kommt auch nicht mehr so viel Mehrspielerspaß auf, wie es noch zu Gamecubezeiten der Fall war. Dennoch können Fans der Serie vor allem wegen des günstigen Budgetpreises zuschlagen, sollten sie von den knuffligen Äffchen einfach nicht genug bekommen.

7/10

Sonic & SEGA All-Stars Racing – Review / Test

23 Mrz

Kaum zu glauben, aber wahr: Obwohl Sony`s Playstation 3 und Microsoft`s Xbox 360 vor über vier Jahren auf den Markt gekommen sind, ist bis heute kein einziger vernünftiger Funracer für diese Konsolen erschienen. Mit Sonic & SEGA All-Stars Racing möchte SEGA diese Lücke nun erfolgreich schließen.

Sonic & SEGA All Star Racing konkurriert selbstverständlich in erster Linie mit Mario Kart Wii. Die Entwickler geben dabei auch ganz offen zu, dass man sich hieran stark orientiert hat. Aber das dürfte auch niemanden stören, solange wenigstens gut abgeschaut wurde. In diesem Falle kann man aufatmen, denn auch wenn das Spiel keinerlei Innovationen bieten kann, kommt hier jede Menge Spielspaß auf, was in diesem Genre nunmal das A und O ist. Ein großer Pluspunkt ist zudem, dass sich dieser Titel fast genauso spielt wie Mario Kart Wii. Die Entwickler haben dem Spiel aber zusätzlich den bekannten SEGA-Flair verpasst. Überhaupt ist Sonic & SEGA All-Stars Racing nicht nur für alle Funracer-hungrigen Spieler empfehlenswert, sondern vor allem auch für jene Spieler, die mit SEGA-Konsolen groß geworden sind. Während man in Mario Kart nur Charaktere des Mario-Unversums antrifft, ist die Auswahl an Strecken und Fahrern bei diesem Spiel wesentlich abwechslungsreicher. Neben Figuren aus der Sonic-Reihe (z.B. Sonic, Amy, Knuckles, Dr. Eggman) gibt es somit auch Kultcharaktere wie Ryo Hazuki aus Shenmue, Beat aus Jet Set Radio, die Chuchus aus Chu Chu Rocket oder auch Jacky & Akira aus den Virtua Fighter Spielen. Die Gesamtanzahl an Fahrern beläuft sich auf 20 an der Zahl. Jede Figur hat dabei auch noch eine eigene “Allstar-Spezialfähigkeit”, die Powerups sind ansonsten aber bei jedem Fahrer identisch. Hier gibt es dann Items wie z.B. Raketen & Boxhandschuhe, die als Schildkrötenpanzer-Ersatz fungieren, Sonic`s Schuhe, die dem Spieler zu einem Boost verhelfen oder eine Schildkugel, die einen vor gegnerischen Angriffen bewahrt. Das Spiel lebt auch sehr von seinen Kurvendrifts, diese sorgen auch für weitere Boosts, meistert man das driften perfekt, steigen gleichzeitig auch die Chancen auf den Sieg. Denn auch wenn hier jede Menge Glück mit im Spiel ist, trennt sich auch bei diesem Spiel die Spreu vom Weizen. Die insgesamt 24 Strecken sind aus Serien wie Sonic, Jet Set Radio, House of the Dead (!), Super Monkey Ball oder auch Billy Hatcher and the Giant Egg nachempfunden und hinterlassen einen sehr stimmigen Eindruck. Funracer sind normalerweise natürlich eher was für Multiplayerfreunde, bei Sonic & SEGA All-Stars Racing kommen allerdings auch Solisten voll auf ihre Kosten. Neben Einzel- und Zeitrennen gibt es auch hier unterschiedliche Cups mit diversen Schwierigkeitsgraden und sage und schreibe 64 Missionen, die einen über viele Stunden hin beschäftigen werden. Egal welchen Modus der Spieler auch wählt, nach Abschluss erhält er jedes Mal so genannte SEGA-Meilen, welche er im SEGA-Shop in neue Strecken, Charaktere und sogar Songs investieren kann. Dieses Spiel bietet einen schier unglaublichen Fanservice, auch weil jede Figur mit interessanten Hintergrundgeschichten versehen ist. Am spaßigsten ist dieses Game selbstverständlich im Mehrspielermodus. Insgesamt macht das Spiel zwar sowohl online als auch offline jede Menge Spaß, aber gerade im Netz zeigt es so manche Schwächen. Denn online ist es lediglich möglich, Einzelrennen auszutragen, Turniere können also nicht ausgetragen werden und sogar auf andere Spielmodi wie z.B. einen Battlemode wurde komplett verzichtet. Hier hat Mario Kart Wii deutlich die Nase vorn.

Sonic & SEGA All-Stars Racing ist mit Abstand der bestaussehendste Funracer auf dem Videospielmarkt. Klar, die Konkurrenz kann man an einer Hand abzählen, aber auch in Zukunft erscheinende Titel wie Modnation Racers oder Joy Ride werden es schwer habe, dieses Spiel zu toppen. Die Strecken mit ihren unterschiedlichen Themen wurden extrem detailverliebt und liebevoll designt, die Präsentation ist ausgesprochen gelungen und auch abseits der Rennstrecke passiert hier unglaublich viel, was die Atmosphäre immens steigert. Licht- und Wassereffekte sehen ebenfalls sehr überzeugend aus und totgeglaubte Charaktere wie Alex Kidd oder Ryo Hazuki wurden sehr gut in die Nextgen transportiert. Wirklich schade ist nur, dass das Spiel, vor allem in den Kurven, oftmals ruckelt. Akustisch macht Sonic & SEGA All-Stars Racing ebenfalls das meiste richtig. Störend ist im Grunde nur der Kommentator, welcher auf Wunsch aber auch problemlos ausgeschaltet werden kann. Die Dolby Digital Spur ist überraschend gut gelungen, die Charaktere wurden von ihren Orignalsprechern vertont und die Musik ist natürlich über jeden Zweifel erhaben, weil die Titel ja auch aus den Originalspielen stammen.

Über die Versionsunterschiede…
Sonic & SEGA All-Stars Racing erscheint für alle aktuellen Heimkonsolen. Inhaltlich unterscheiden sich die Versionen dabei nur geringfügig voneinander. Die Spielmodi (inkl. Onlinemode) und Strecken sind absolut identisch, während man bei der XBOX 360 Fassung aber zusätzlich noch Banjo und Kazooie spielen kann. Die XBOX 360 und Wii Fassung machen auch Gebrauch von der Avatar- bzw. Mii-Funktion. Was die Steuerung angeht, hat die Wii-Fassung natürlich klar die Nase vorn, zumal das Wheel, welches damals Mario Kart beilag, perfekt mit dem Spiel funktioniert. Aber auch die Playstation 3-Version hat dank dem Sixaxis-Support in diesem Punkt einiges zu bieten. Grafisch ist die Playstation 3 Fassung der Sieger, weil hier das Spiel nicht so sehr ruckelt, wie auf der Xbox 360. Die Wii-Version zieht hier natürlich klar den Kürzeren. Dafür müssen Wii-Besitzer nur knapp 40 Euro bezahlen, während die Nextgen Ausgaben knapp 20 Euro mehr zu Buche schlagen. Insgesamt haben alle Plattformen ihre Vor- und Nachteile und auf allen Konsolen kommt der gleiche Spielspaß auf.

Fazit:
Mit Sonic & SEGA All Star Racing kommen jene Spieler, die zuvor neidisch auf Mario Kart Wii blickten, endlich in den Genuss eines vernünftigen Funracers. Das Gameplay entspricht zwar 1:1 dem großen Vorbild, sorgt aber dennoch für jede Menge Spielspaß, vor allem im Mehrspielermodus. Spieler, die mit Sega Konsolen groß geworden sind, können zudem dank der zahlreichen bekannten Sega-Charaktere (samt Strecken) in Erinnerungen schwelgen und selbst totgeglaubte Serien wie Shenmue oder Jet Set Radio zumindest für einen kurzen Moment wieder etwas Leben einhauchen.

8/10

Yakuza 3 – Review / Test

17 Mrz

Am 26. Februar 2009 erschien in Japan ein Spiel, welches in aller Welt heiß erwartet wurde: Yakuza 3. Während sich die Reihe im fernen Ost wie geschnitten Brot verkaufte, floppten die beiden Vorgänger leider hierzulande. Dies war auch der Grund dafür, weshalb ein West-Release des dritten Teils in den Sternen stand. Über ein Jahr später hat SEGA aber Erbarmen gezeigt und das Spiel doch noch in Europa und den USA veröffentlicht. Der folgende Test zeigt, wieso sich das Warten gelohnt hat.

Die Yakuza-Serie ist vermutlich nur den wenigstens Gamern ein Begriff, deshalb möchten wir an dieser Stelle noch einmal kurz erläutern, was den Spieler hier gameplaytechnisch überhaupt erwartet. Für viele Gamer ist die Serie so eine Art kleiner Bruder der ruhmreichen Shenmue-Reihe, denn auch hier läuft der Protagonist durch eine fernöstliche Großstadt, folgt einer spannenden Haupthandlung oder verbringt seine Zeit mit Minigames, Shoppingtouren oder Unterhaltungen mit den Einwohnern. Die Kämpfe werden auch hier mit Martial Arts-Künsten ausgetragen, allerdings kann man in Yakuza auch Gebrauch von umherliegenden Gegenständen/Waffen machen, ganz wie man es aus SEGA-Klassikern wie z.B. Streets of Rage kennt. Die kinoreif in Szene gesetzten (und teilweise sehr langen) Zwischensequenzen erinnern ebenso an Shenmue, wie die zwischenzeitlich auftauchenden und von vielen gehassten Quick-Time-Events. Was Yakuza aber hauptsächlich von den Shenmue-Teilen unterscheidet sind die Action-RPG Elemente. Wie man es aus zahlreichen japanischen Rollenspielen wie zum Beispiel Final Fantasy kennt, besitzt auch Yakuza 3 mehr oder weniger zufallsgenerierte Kämpfe die, nach erfolgreichem Ausgang, für Erfahrungspunkte sorgen, mit denen der Spieler wiederum seine Fähigkeiten aufleveln kann. Grinden ist hier ebenfalls möglich und viele verschiedene Tränke oder Lebensmittel füllen den Gesundheitsbalken wieder auf.

Eine der absoluten Stärken von Yakuza 3 ist der unglaubliche Umfang. Folgt der Spieler ausschließlich der Hauptstory ist der Titel nach 15 bis 20 Stunden beendet. Dieser Teil macht allerdings höchstens 10% des gesamten Spiels aus. Der Großteil von Yakuza 3 besteht nämlich aus den sehr abwechslungsreichen Nebenbeschäftigungen. Man kann hier ganz gemütlich durch die beiden Städte Okinawa und Tokyo laufen und unterschiedliche Arten von Locations aufsuchen. Neben diversen Läden gibt es selbstverständlich auch verschiedene Restaurants oder Kneipen. Zahlreiche, sehr liebevoll umgesetzte Minispiele sorgen für eine noch höhere Langzeitmotivation. Beispiele gefällig? Der Spieler kann sich zum Beispiel in eine Spielhalle begeben und einen Sidescroller am Automaten zocken, den Golfplatz aufsuchen, in einer Bar Billard oder Dart spielen, die Bowlinghalle unsicher machen, in weiblicher Begleitung eine Karaokebar besuchen oder eine Partie Poker spielen. Und das sind nur einige Beispiele. Zusätzlich kann man aber auch insgesamt 123 Nebenmissionen absolvieren, versteckte Schlüssel suchen oder mit dem Handy besondere Schnappschüsse machen, um neue Fähigkeiten zu erlernen. Hier wird es einfach niemals langweilig und wenn man darauf aus ist, Yakuza 3 zu 100% zu beenden, wird man mindestens 60h mit diesem Spiel verbringen. Der Schwierigkeitsgrad ist im übrigen stets fair, verschiedene Schwierigkeitsstufen sorgen dafür, dass für jeden Spieler das passende dabei ist. Scheiter man öfters an einem bestimmten Endboss bekommt der Spieler sogar die Möglichkeit, für diesen einen Kampf den Schwierigkeitsgrad herunter zu senken. Das ist nicht nur vorbildlich, sondern sorgt auch dafür, dass so gut wie niemals Frust aufkommt und man sich ganz auf die riesige Welt konzentrieren kann. Die Steuerung stellt einem ebenso wenig ein Bein und geht ziemlich einfach von der Hand.

Was geschnitten wurde:
Natürlich ist Yakuza 3 nur ein Nischenprodukt, aber trotzdem weist die Serie eine große Fangemeinde auch in westlichen Gefilden auf. Viele Fans haben sich daher wahnsinnig darüber gefreut, dass der Titel, über ein Jahr nach dem Japan-Release, doch noch in Europa und den USA veröffentlicht wird. Die Freude wurde allerdings ein wenig getrübt, da SEGA offiziell bekannt gegeben hat, dass die westliche Fassung gegenüber dem Original “leicht” geschnitten ist. Jedoch nicht was die Gewaltdarstellung betrifft, es sind in diesem Fall inhaltliche Schnitte. Offiziell heißt es, dass die Hostessclubs, sowie ein Japan-Quiz entfernt wurden, in Wahrheit wurde aber noch wesentlich mehr herausgeschnitten. Das Intro wurde komplett geändert und von insgesamt 123 Nebenquests, die teilweise, wunderschöne Storys beinhalten, blieben letzten Endes nur noch 101 Nebenmissionen übrig. Es wurden also fast 20% aller Sidequests geschnitten! Da bleibt natürlich die Frage, ob das westliche Publikum mit den herausgeschnippelten Quests wenig hätte anfangen können, oder SEGA einfach nur zu faul war, diese zu übersetzen. Aber egal: Fakt ist, dass Yakuza 3 immer noch einen immensen Umfang besitzt und man locker 50 bis 60 Stunden mit diesem Spiel verbringen kann.

Yakuza 3 ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Ansprüche der Gamer, was die Grafik der aktuellen Konsolengeneration betrifft, immer weiter steigen. Als das Spiel vor einem Jahr in Japan auf den Markt gekommen ist, staunten viele über die tolle Optik dieses Spiels. Speziell die Animationen der Spielfiguren und deren Gesichtszüge waren ein echter Hingucker. Ein Jahr später haut Yakuza 3 aber leider keinen mehr so richtig vom Hocker, obwohl wir uns noch in der gleichen Konsolengeneration befinden. Die gerade angesprochenen Gesichtszüge können sich aber nach wie vor sehen lassen, es ist viel mehr die gesamte Umgebung die etwas altbacken wirkt. Trotz allem ist das technische Gesamtergebnis immer noch über dem Durchschnitt angesiedelt, weil die gesamte Welt von Yakuza 3 eben auch unglaublich detailverliebt gestaltet wurde und es überall, an jedem Werbeplakat etwas zu entdecken gibt. Der Sound ist hingegen absolut up-to-date. Der Soundtrack ist spitze und passt perfekt zum Yakuza-Szenario und die Synchronisation ist extrem hochwertig, allerdings auch nur in japanisch verfügbar. Zudem ist es erforderlich über ausreichend Englischkenntnisse zu verfügen, weil SEGA auf deutsche Untertitel verzichtet hat. Aber über diesen Punkt möchten wir auch gar nicht meckern, schließlich sind wir froh darüber, dass es dieser Titel überhaupt in den Westen geschafft hat.

Fazit:
Das Warten hat sich gelohnt! Auch wenn Yakuza 3 mittlerweile über zwölf Monate auf dem Buckel hat, kann es vollends überzeugen und stellt ein wahres Fest für alle japanophilen Videogamer dar. Technisch sieht man dem Titel zwar sein Alter an, dennoch hat das Spiel so seine optischen Lichtblicke und zählt noch längst nicht zum Durchschnitt. In Puncto Umfang ist das Game der reinste Wahnsinn und wird dank der vielen Minigames, Nebenmissionen und Orte, die es zu entdecken gibt, über Wochen hin beschäftigen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich dieses Spiel im Westen oft genug verkauft, damit SEGA den vierten Teil nachliefert, welcher bereits diese Woche im fernen Osten veröffentlicht wurde.

9
/10

Bayonetta – Review / Test

16 Feb

Bei Genrefans stand Bayonetta vermutlich seit der Ankündigung auf der Most-Wanted-Liste. Die Allgemeinheit wurde aber erst durch Traumwertungen der Famitsu oder des EDGE-Magazins auf Bayonetta aufmerksam. Die folgende Review soll aufklären, ob es sich bei diesem schrillen Actionporno wirklich um einen der besten Spiele aller Zeiten handelt.

Normalerweise sollte man in einer guten und ausführlichen Review immer ein paar Worte zur Story verlieren. Im Falle von Bayonetta ist das jedoch nicht ganz einfach. Die Handlung ist nämlich alles andere als oberflächlich und durchschaubar und, wie das Spiel selbst, total abgedreht. Man wird teilweise sogar an einen “Mindfuckfilm” der Marke David Lynch erinnert. Grob gesagt geht es in Bayonetta aber darum, in der Rolle der gleichnamigen Umbra-Hexe den Grund für deren Auferstehung herauszufinden, Engelsgestalten in den Hintern zu treten und natürlich die Welt zu retten.

Doch zu welcher Art von Videospiel zählt Bayonetta überhaupt? Das Gameplay lässt sich am ehesten mit der Devil May Cry-Serie vergleichen. Es wird auch oft als billige Nachahmung dieses Franchises beschimpft, was jedoch völliger Unfug ist, weil es zum einen auch viel Neues zu bieten hat und außerdem auch von ehemaligen Capcom- bzw. Clover Studiomitarbeitern entwickelt wird, welche Resident Evil und Devil May Cry erst berühmt machten.

Und so steuert der Spieler Sexyhexie-Bayonetta durch unglaublich bunte und abgefahrene Welten, metzelt Engel nieder und tritt kolossalen Endgegnern der Marke Shadow of the Colossus oder God of War entgegen. Das intuitive Kampfsystem erlaubt es, dass der Spieler unzählige Moves miteinander verbinden kann. Praktisch: Im Ladebildschirm können diese ausführlich geübt werden. Die spektakulären Moves und Folterattacken zählen auch zu den absoluten Stärken des Spiels. So können zum Beispiel eine Guillotine oder auch eine Eiserne Jungfrau beschworen werden, was für eine noch überzogenere Action sorgt. Genial ist auch die Inszenierung der Fights, vor allem die grandios in Szene gesetzten Bosskämpfe müssen sich vor einem Primus wie God of War nicht verstecken. Der Actionanteil in Bayonetta überwiegt zwar deutlich, dennoch bekommt man es hin und wieder auch mit Schalterrätseln oder nervigen, weil recht hastigen Quick-Time-Events zu tun. Der Spielablauf von Bayonetta ist übrigens sehr linear. Obwohl das Kampfsystem unglaublich komplex und vielseitig ist, gehen die Moves prima von der Hand, weil die Spiel- und Bedienbarkeit hier seines gleichen sucht. Der Schwierigkeitsgrad hat es dabei aber wirklich in sich und erinnert etwas an die Ninja Gaiden-Serie. Aber auch hier ist das Spiel stets fair und wenn sich der Spieler von Anfang an das Blocken und Kontern angewöhnt, klappt das Ganze schon viel besser. Um den Kampf gegen die Engelsgestalten etwas zu vereinfachen, kann man sich natürlich, ganz wie man es von God of War oder Devil May Cry kennt, mit erhaltenen Orbs Heilgegenstände oder neue Waffen kaufen und diese aufrüsten. Mit einer Spiellänge von 15 bis 20 Stunden zählt Bayonetta vermutlich zu den längeren Hack`n`Slay-Titeln. Diverse versteckte Items, Charaktere und Challenges sorgen ebenso wie die höheren Schwierigkeitsgrade für einen enormen Wiederspielwert.

Optisch hinterlässt Bayonetta größtenteils einen klasse Eindruck. Wie man es von Titeln wie Okami oder Madworld gewohnt ist, kann man auch Bayonetta als eine Art Kunstwerk bezeichnen. Das gesamte Setting ist so herrlich schräg, detailverliebt und kunterbunt, zugleich aber auch extrem stylish und sexy. Kein anderes Spiel dieser Gattung lässt sich mit Bayonetta in dieser Hinsicht vergleichen. Während japanophile Gamer dieses Design vergöttern werden, wird es aber vermutlich auch viele westliche Gamer geben, die damit einfach nicht anfangen können. Objektiv betrachtet ist das Design zwar unglaublich kreativ, abgedreht und kunterbunt, aber eben auch sehr speziell. Untermalt wird das Spiel von einem Mix aus japanischer Pop/Rock-Musik und stimmigen Orchestralkängen. Die englische Synchronisation ist überraschenderweise gut gelungen, was bei japanischen Produktionen schließlich keine Selbstverständlichkeit darstellt. Zudem passt der britische Akzent perfekt zur Protagonistin.

Fazit:
Platinum Games liefern mit Bayonetta ein absolutes Meisterwerk ab. Das Unternehmen, das zum Großteil aus ehemaligen Capcommitarbeitern besteht, hat mit Devil May Cry quasi das moderne, fernöstliche Hack`n`Slay-Genre erfunden und nun mit Bayonetta eben dieses perfektioniert. Sowohl stilistisch, als auch spielerisch ist dieser Titel eine absolute Wucht. So viele kreative und abgedrehte Einfälle bekommt man in einem einzigen Titel nur selten zu sehen, zumal dieses Genre für seine Kreativität alles andere als berühmt ist. Aber trotz all des Lobes wird dieses schrille und äußerst japanische Design nicht jeden ansprechen. Jene sollten, trotz der enormen, spielerischen Qualität, vermutlich lieber auf God of War 3 warten oder zu Dantes Inferno greifen.

9/10

Bayonetta – Release vorverlegt

14 Dez

Auf der Gamescom hat mich Bayonetta förmlich umgehauen. Umso trauriger war ich dann auch, weil SEGA das Spiel, obwohl es bereits fertig gestellt ist, hierzulande erst im Januar 2010 veröffentlichen wollte. Vermutlich hatte diese Entscheidung mit dem starken Weihnachtsgeschäft zu tun. Ich habe mich aber die ganze Zeit gefragt: „Welche tollen Spiele erscheinen denn im Dezember?“ Richtig, nämlich keins, mit ähnlichen Spielen wie Darksiders oder Dantes Inferno ist das kommende Frühjahr sogar wesentlich gefährlicher. SEGA wird dies dann wohl doch ähnlich gesehen haben und hat völlig überraschend den Releasetermin vorverlegt. Einen genauen Termin gibt es zwar nicht, aber seit letzten Samstag ist Bayonetta in den meisten Saturn oder Media Markt Filialen erhältlich und diverse Onlineshops verschicken das Spiel bereits.

Eine ausführliche Review werde ich bald nachreichen, bis dahin muss meine typische Pro/Contra-Liste erstmal reichen. ;)

Pro:
– total durchgedrehte Story
– abgefahrenes Setting
– jede Menge Style
– heiße und zugleich coole Protagonistin
– komplexes Kampfsystem
– abwechslungsreiche Welten und Gegnertypen
– zugängliche Steuerung
– tolle Optik und vor allem ein grandioses Art-Design
– geiler Soundtrack
– interessante Charakterentwicklung dank zahlreicher, erwerbarer Waffen und Fähigkeiten
– spektakulär in Szene gesetzte Bosskämpfe
– ein angenehme Portion Humor mitsamt diverser Anspielungen auf bekannte Videospiele

Contra:
– Schwierigkeitsgrad teilweise unausgewogen
– Setting spricht einfach nicht jeden an, ist für einige viel zu schrill und bunt

Fazit:
Solche bunten und verrückten Spiele bekommt man heutzutage leider nur noch sehr selten zu Gesicht. Bayonetta ist ein absolutes Kunstwerk und für mich zusammen mit Dragon Age und Uncharted 2 das beste Spiel des Jahres! Wow!

Bayonetta Preview

25 Aug

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Viele Privatbesucher waren von dem SEGA Stand enttäuscht, weil dort lediglich Mario & Sonic bei den olympischen Winterspielen gezeigt worden ist. Das lässt die Vermutung aufkommen, dass das Produktportfoilio von SEGA zu wünschen übrig ließ. Dem ist aber nicht so, denn hinter geschlossenen Türen wurden Kracher wie Resonance of Fate, Alpha Protocol oder Bayonetta gezeigt. Zu letzterem Titel möchten wir euch hiermit unseren Eindruck schildern.

Bayonetta ist ein extrem stylishes Hack`n`Slay Abenteuer, welches von Platinumgames entwickelt wird. Es wird oft auch als billige Devil May Cry Nachamung beschimpft, was völliger Unfug ist, weil es zum einen auch viel Neues zu bieten hat und außerdem auch von ehemaligen Capcommitarbeitern entwickelt wird, welche Resident Evil und Devil May Cry erst berühmt machten. Der Spieler schlüpft hierbei in die Rolle der Hexe Bayonetta, deren Wiederbelebung nach über 500 Jahren katastrophale Ereignisse auslöst. Für sie gilt es, den Grund ihrer Auferstehung herauszufinden und die Zukunft der Menschheit zu sichern. Hierfür muss sie unzählige feindliche Engel niedermetzeln und kolossalen Endbossen (der Marke Shadow of the Colossus oder God of War) entgegentreten. Das intuitive Kampfsystem erlaubt es, dass der Spieler unzählige Moves miteinander verbinden kann. Praktisch: Im Ladebildschirm können diese ausführlich geübt werden. Die spektakulären Moves und Zauberkräfte zählen auch zu den absoluten Stärken des Spiels. So können zum Beispiel eine Guillotine oder auch eine Eiserne Jungfrau beschworen werden, was für eine noch überzogenere Action sorgt. Genial ist auch die Inszenierung der Fights, vor allem die grandios in Szene gesetzten Bosskämpfe müssen sich vor einem Primus wie God of War nicht verstecken.

Grafisch hat Bayonetta einen erstklassigen Eindruck hinterlassen. Wie man es von Games wie Okami oder Madworld gewohnt ist, kann man auch Bayonetta als eine Art Kunstwerk bezeichnen. Das gesamte Setting ist so herrlich schräg, detailverliebt und kunterbunt, zugleich aber auch extrem stylish und sexy. Kein anderes Spiel dieser Gattung lässt sich mit Bayonetta in dieser Hinsicht vergleichen. Untermalt wird das Spiel von einem Mix aus japanischer Pop/Rock-Musik und stimmigen Orchestralkängen. Die englische Synchronisation ist überraschenderweise gut gelungen, was bei japanischen Produktionen schließlich keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Mit Bayonetta hat SEGA ein ganz heißes Ass im Ärmel. Das Schnetzelvergnügen spielt sich großartig, weiß technisch zu begeistern und ist stilistisch einfach ein ganz besonderes Spiel. Für mich zählt dieses Spiel definitiv zu den besten Titeln der Gamescom und ich sehne schon jetzt das 1. Quartal 2010 herbei, denn dann wird Bayonetta veröffentlicht.

Ersteindruck: genial

SEGA Mega Drive Ultimate Collection Review (X360 / PS3)

16 Feb

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Mit über 30 Millionen verkauften Einheiten ist der Mega Drive (bzw. Genesis) die erfolgreichste Konsole der japanischen Kultfirma SEGA. Vor allem auf dem amerikanischen Markt erfreute sich die Konsole größter Beliebtheit. Fans dieses Systems können sich daher über die bald erscheinende Ultimate Collection freuen, welche nicht nur über 40 Klassiker enthält, sondern diese auch in geschmeidigen 720p darstellt. Wie gut sich die Sammlung aber insgesamt schlägt, zeigt der folgende Testbericht.

In den vergangenen Jahren erschienen, vor allem auf der Playstation 2, bereits viele SEGA Collections. Keine kann jedoch mit dieser Ultimate Collection mithalten. Denn hier drauf befinden sich sage und schreibe über 40 gut ausgewählte Mega Drive Klassiker, die Fans in Erinnerungen schwelgen lassen und jüngeren Spielern die Chance geben, ein Stück Videospielgeschichte nachzuholen. Allein Sonicfans kommen bei dieser Collection voll auf ihre Kosten, denn mit den drei Sonic the Hedgehog Teilen, Sonic 3D, Sonic & Knuckles und Sonic Spinball haben es gar sechs Spiele des blauen Igels auf die Disc geschafft. Rollenspielfans dürfen sich unter anderem über Shining Force 1 & 2, Story of Thor, sowie die ersten vier Phantasy Star Teile freuen. Wer gerne die Fäuste sprechen lässt, dem seien die drei Streets of Rage Teile und der Alltimeklassiker Altered Beast ans Herz gelegt. Möchte man sich jedoch lieber mit Schwert oder Axt durch die Levels prügeln, dann dürften die vier vorhandenen Golden Axe Teile sowie Shinobi III genau das richtige sein! Freunde von gemütlichen Puzzlegames kommen natürlich auch nicht zu kurz. Mit Dr. Robotniks Mean Bean Machine, Flicky oder auch Columns kann man hier sein Gehirn zum glühen bringen. Mit Alien Storm, E-Swat, den beiden Vector Man Teilen oder auch Space Harrier sind auch einige Shooterhits vertreten. Insgesamt kommt bei dieser Auswahl wirklich kein Genre zu kurz und für jeden Spieler dürfte das passende Game vorhanden sein. Diese Auswahl hat es in sich und bis auf Spiele wie Gunstar Heroes oder Thunder Force IV sind auch wirklich die meisten Mega Drive Klassiker vertreten.

Hier aber mal eine vollständige Auflistung aller enthaltenen Spiele:
Alex Kidd
Alien Storm
Alien Syndrome (muss freigespielt werden)
Altered Beast
Altered Beast Arcade (muss freigespielt werden)
Bonanza Bros.
Columns
Comix Zone
Decap Attack
Dr. Robotniks Mean Bean Machine
Dynamite Headdy
E-SWAT
Ecco the Dolphin
Ecco the Dolphin 2
Fantasy Zone (muss freigespielt werden)
Fatal Labyrinth
Flicky
Gain Ground
Golden Axe
Golden Axe II
Golden Axe III
Golden Axe Warrior (muss freigespielt werden)
Kid Chameleon
Phantasy Star (muss freigespielt werden)
Phantasy Star II
Phantasy Star III
Phantasy Star IV
Ristar
Shining Force
Shining Force II
Shining in the Darkness
Shinobi Arcade (muss freigespielt werden)
Shinobi III
Sonic & Knuckles
Sonic 3D
Sonic the Hedgehog
Sonic the Hedgehog II
Sonic the Hedgehog III
Sonic Spinball
Space Harrier (muss freigespielt werden)
Streets of Rage
Streets of Rage II
Streets of Rage III
Super Thunder Blade
The Story of Thor
Tip Top (muss freigespielt werden)
Vector Man
Vector Man 2
Zaxxon (muss freigespielt werden)

Doch kommen wir doch mal zur Umsetzung der Klassiker. Denn was bringen alle diese netten Games, wenn man sich bei der Umsetzung nur wenige Mühe gegeben hat? Zum Glück kann ich an dieser Stelle alle Fans beruhigen, die Jungs von Backbone Entertainment (welche auch für viele XBOX Live Aracde Hits verantwortlich sind) haben viel Liebe in dieses Projekt gesteckt. Das merkt man auch schon beim Anblick des stylischen und übersichtlichen Hauptmenüs. Hier können die einzelnen Spiele sogar auf einer Skala von eins bis fünf bewertet und auf Wunsch aussortiert werden. Zu jedem Spiel stehen im Museum eine genau Beschreibung, sowie Bilder der Spielehülle und des Moduls parat. Zusätzlich lassen sich sogar einige weitere Spiele und Entwicklerinterviews freischalten. Die komplette Collection besitzt eine Autosavefunktion und zu jedem Titel können drei verschiedene Spielstände erstellt werden, damit man auch direkt dort weitermachen kann, wo man aufgehört hat. Grafisch laufen die Titel in 720p ab und können wahlweise in 4:3 (mit einem optisch auf das Spiel angepassten Spielrand) oder 16:9 dargestellt werden. Auf Wunsch kann zudem eine Glättung aktiviert werden. Diese macht allerdings nicht alle Spiele hübscher, bei einigen Titeln gehen leider zu viele Details verloren. Titel wie Altered Beast wirken dann eher wie ein Aquarellgemälde. Zum Glück bleibt diese Option dem Spieler aber selbst überlassen. Steuerungstechnisch lässt diese Sammlung auch keine Wünsche hoffen. Die einzelnen Buttons können individuell belegt werden und zusätzlich stehen mehrere Steuerungsschemata zur Auswahl. Alle auf der DVD enthaltenen Spiele basieren auf der amerikanischen Originalfassung, demnach sind auch alle Titel nur in englischer Sprache vorhanden. Mit Ausnahme der komplexen Rollenspiele dürften aber auch jene, die diese Sprache nicht beherrschen, keine Probleme bekommen.

Fazit:
Die SEGA Mega Drive Ultimate Collection ist ein absolutes Muss für jeden SEGA Fan und all jene, die sich für Videospielgeschichte interessieren. Die unzähligen Klassiker wurden nicht nur gut ausgewählt, sondern auch technisch liebevoll umgesetzt. Dank Features wie der Autosavefunktion oder des HD-Supports haben auch Besitzer der Originale einen Grund, die Titel auf ihrer Nextgenkonsole zu spielen. Es gibt nur wenig, was man an dieser Sammlung kritisieren könnte. Vielleicht fehlen noch die ein oder anderen Klassiker und ein Onlinemodus wäre eventuell auch eine interessante Geschichte gewesen, aber sind wir doch mal ehrlich, solche Klassiker spielt man am besten zu zweit vor dem heimischen Fernseher, schließlich möchte man doch an die alten Zeiten erinnert werden.

9/10