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Die Highlights der E3 2010

16 Jun

Die E3 ist natürlich noch längst nicht vorüber und vielleicht werden noch die ein oder anderen Highlights enthüllt, aber ich möchte hiermit dennoch meine zehn persönlichen Highlights der großen Pressekonferenzen posten. :)


10. The Sly Cooper Collection (PS3)
Den ersten Teil der Sly Cooper-Reihe fand ich grandios, die beiden anderen gingen leider an mir vorbei. Die neu angekündigte Collection ist daher die ideale Gelegenheit, diese Highlights nachzuholen. In diesem Falle dann sogar mit verbesserter Optik, 3D- und Move-Support und Trophies. Was will man mehr?


9. Medal of Honor Multiplayermodus von DICE
Medal of Honor hat mich bis vor kurzem nicht wirklich interessiert. Da jetzt aber bekannt wurde, dass DICE für den Mehrspielerpart verantwortlich ist, bin ich heiß auf dieses Spiel. Ich freu mich auf den Beta-Test, der Ende des Monats starten soll. Call of Duty kann sich warm anziehen.


8. Goldeneye Remake (Wii)
Der beste Shooter und Mehrspielertitel auf dem N64 bekommt ein Remake. Eigentlich ein absolutes Highlight, würde das Spiel noch bei RARE entstehen. Das Remake wird jedoch von Activision entwickelt und daher bin ich noch ein wenig skeptisch. Ich freu mich trotzdem drauf…


7. Kirby Epic Yarn (Wii)
Endlich feiert der süße Vielfrass sein Comeback auf den Heimkonsolen. Das Spiel scheint schon jetzt ein sicherer Hit zu sein, weil es nicht nur optisch, sondern auch spielerisch einen sehr innovativen Eindruck hinterlässt.


6. Need for Speed: Hot Pursuit von Criterion
Zurück zu den Wurzeln lautet hier die Devise und zudem wird der neue NFS-Teil von den absoluten Spezialisten auf dem Gebiet entwickelt. DAS wird vermutlich der beste NFS-Teil überhaupt.


5. Portal 2 für PS3
Klar, Portal 2 ist schon länger bekannt und auch ein Release auf der PS3 ist nicht überraschend. Überraschend war dagegen der Auftritt von Gabe Newell, der ankündigte, dass es sich bei der PS3-Fassung um die beste Konsolenversion halten würde. Wer hätte das nach der ziemlich schlechten Umsetzung der Orange Box erwartet? Und Portal 2 sieht natürlich auch klasse aus, ist auch viel bunter als der Vorgänger und wird spielerisch wieder ein absolutes Meisterwerk.


4. Donkey Kong Country Returns (Wii)
Meine Gebete wurden erhört und endlich kann ich wieder mit Donkey Kong durch den Jungle hüpfen. Dazu wird das Spiel noch von den Retro Studios entwickelt, welche für die geniale Metroid Prime Trilogy verantwortlich sind. Da kann einfach nichts schiefgehen.


3. The Legend of Zelda: Skyward Sword (Wii)
Das neue Zelda für Wii ist natürlich keine Überraschung, viel mehr waren die Fans gespannt darauf, wie es ausschaut und wie es sich spielen lässt. Das von Nintendo gezeigte Material konnte mich überzeugen und die Skepsis bzgl. der Steuerung ist mittlerweile auch verschwunden.


2. Enthüllung des Nintendo 3DS
Ein tolles Gerät. Das Design ist schick, Nintendo hat endlich einen Analogstick hinzugefügt und grafisch ist der 3DS tatsächlich ungefähr auf Gamecube-Niveau. Absolutes Highlight ist aber die 3D-Technik inklusive einer 3D-Kamera. Bin sehr gespannt darauf, dieses Teil in meinen Händen zu halten.


1. Das Line-Up des 3DS
Der Nintendo 3DS ist klasse, aber das richtige Softwareportfolio ist genauso wichtig, wie die Technik. Und hier hat mich Nintendo am meisten beeindruckt. Es ist unglaublich wie viele Publisher dieses Gerät bereits unterstützen und was für geniale Spiele auf einen Schlag angekündigt wurden. Egal ob Mario (Kart), Zelda, Starfox, Kid Icarus, Animal Crossing oder Nintendogs – so ziemlich alle wichtigen Nintendo-Franchises sind vertreten und dazu auch noch bekannte Drittherstellermarken wie Metal Gear Solid, Ninja Gaiden oder Professor Layton. Sensationell.

Zum Schluss noch eine kleine Kostprobe von Metal Gear Solid 3(DS):

Wahnsinn!

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God of War 3 – Review / Test

25 Mrz

In der griechischen Mythologie ist es eigentlich nie friedlich zugegangen. Immer wieder gab es rund um den Olymp blutrünstige Anfeindungen zwischen den Gottheiten und deren Abkömmlingen. Doch gegen diese göttliche Übermacht zum Angriff zu blasen, hatte bisher kaum einer gewagt.

Kratos, „Sohn des Pallas“, dürstet nach blutiger Rache. Rache für den Verrat, den die olympischen Gottheiten am spartanischen Krieger begangen haben. Doch selbst in der Allianz mit den mächtigen Titanen sind die Gottgleichen nicht so leicht zu bezwingen …

Under pressure … oder die Angst zu versagen
Es ist oft immer dasselbe. Eine talentierte Entwicklerschmiede erschafft eine neue Marke, wird vom Erfolg ihres Machwerks überrannt. Schnell wird der Ruf nach einem Nachfolger laut, die Publisher wittern schon die Gelddruckmaschine und die Fans wollen einfach nur wissen wie es weitergeht. An dieser Hürde sind bisher schon viele gescheitert. Oftmals konnten die Nachfolger nicht den Ansprüchen der Fangemeinde standhalten. Es gibt aber auch Ausnahmen, zu denen sich auch die bisher zweiteilige „God of War“ Serie zählen durfte.

Nun blasen Sony´s Santa Monica Studios zur finalen Attacke und wollen die Trilogie zu einem fulminanten Abschluss bringen. Die alte Hardware wurde schon bei den Vorgängern bis ins Mark ausgereizt. Um beim dritten Teil noch einmal glänzen zu können, war es nur die logische Konsequenz Kratos nun auf der PS3 Leben einzuhauchen. Und wie macht man das am besten? Richtig, man knüpft direkt dort an, wo Teil 2 endete. Im Verbund mit den Titanen erklimmt Kratos nun den Olymp, um seiner Blutlinie das zurückzugeben, was sie ihm angetan haben. Es ist schon sehr imposant, was die Entwickler hier auf unseren Screen zaubern. Im Gegensatz zum PS2 Vorgänger, wo diese Szene im Abspann noch in vorgerenderter Sequenz zu sehen war, ist in der aktuellen Fassung alles in Echtzeit berechnet. Wir bekommen also am Anfang des 3. Teils schon mal eine Kostprobe von dem, was uns im ganzen Spiel erwartet. Großes Kino !!!

Retrospektive
Überhaupt wird sich jeder „God of War“ Fan direkt in der nächsten Generation zurechtfinden. Alle Elemente, die bereits bei den Vorgängern für Verzückungen sorgten, finden sich in der gegenwärtigen Fassung wieder. Während die einen sich über fehlende Veränderungen im Gameplay beklagen werden, freuen sich die anderen einfach darüber, dass sich das Teil genauso spielt, wie seine genialen Vorgänger. Wie sagt man so schön? Never change a winning team. Einzige Ausnahme: Die Steuerung hat eine leichte Verzögerung, woran man sich aber relativ schnell gewöhnen dürfte. Übrigens: Wer die Vorgänger verpasst hat, sollte sich vielleicht mal die God of War Collection zu Gemüte führen, welche auch der LE von God of War 3 beiliegt. Die Grafik ist zwar nicht auf dem Niveau des 3. Teils, doch laufen Teil I & II in wunderschöner 720p Auflösung mit verbesserten Texturen flüssig über den Bildschirm und werden von einem kräftigen 5.1 Sound begleitet. Eigentlich ein Muss für Fans und alle, die es noch werden wollen.

Zurück zu Teil III. Ein Charakteristikum der GoW Serie waren in allen Teilen der Kampf gegen übermächtige und alleine schon durch ihre Größe überzeugende Gegner. Das ‚David gegen Goliath‘-Gefühl wird auch im aktuellen Teil wieder in Gänze befriedigt werden. Ohne jetzt spoilern zu wollen, wird Kartos gegen riesige Gegner antreten müssen, die ihn eigentlich wie lästiges Ungeziefer aussehen lassen. Doch vorher meuchelt sich Kratos Stück für Stück immer näher an seinen göttlichen Erzeuger heran. Dabei ist es ihm vollkommen gleich, wer sich ihm in den Weg stellt. Alle, die sich ihm stellen, werden mehr oder weniger brutal (eher mehr) den Weg in den Hades gehen. Diese fulminant in Szene gesetzten Bossfights sind auch im dritten Teil die richtigen Highlights und bekommt man in dieser Form und Qualität in keinem anderen Videospiel zu sehen. In God of War 3 geht es aber nicht ausschließlich ums Schnetzeln. Die Entwickler haben dem Titel einen sehr abwechslungsreichen Spielverlauf verpasst, der von gelegentlichen Rätselpassagen extrem aufgelockert wird. Der Anteil an nervigen Hüpfpassagen wurde dabei erfreulicherweise zurückgeschraubt. Zu Beginn des Spiels können sich die Spieler einen von vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden aussuchen, wobei sogar der niedrigste eine Herausforderung darstellt, dabei aber stets fair ist. Die beiden Vorgänger sind für ihre recht kurze Spieldauer bekannt, bei God of War 3 hat der Umfang zum Glück stark zugenommen und selbst Veteranen sollten zehn Stunden mit dem ersten Playthrough beschäftigt sein. Aufgrund der motivierenden Trophies wird man ohnehin locker doppelt so lange mit diesem Spiel beschäftigt sein.

Die Schattenseiten
Keine Frage, God of War 3 ist ein großartiges Spielerlebnis, welches in den meisten Punkten vollends überzeugt. Aber wie jedes gute Spiel, ist auch Kratos dritte Abenteuer nicht fehlerfrei. Die Mankos lassen sich zwar an einer Hand abzählen und stören den Spielspaß nicht im Geringsten, dennoch sollte man ein paar Worte darüber verlieren. Das kaum veränderte Gameplay stellt vermutlich den größten Kritikpunkt dar, ebenfalls etwas störend ist die viel zu simple und überraschungsfreie Story, die, verglichen mit dem zweiten Teil, nicht mithalten kann. Außerdem ist God of War 3 wieder einmal extrem linear geworden, etwas mehr Freiheiten würden der Serie vielleicht ganz gut tun. Zu guter Letzt wäre da noch das Backtracking, welches dem Spielablauf etwas schadet. Einige Orte werden im Laufe des Spiels einfach zu oft (wiederholt) aufgesucht.

Only possible on Playstation 3?
God of War 3 ist, wie erwartet, eine echte Augenweide, die technisch alles richtig macht. Das Art Design und die Architektur sind überragend, die Texturen extrem hochauflösend, Modelle und Animationen sind Spitzenklasse und die oftmals gelobte Inszenierung/Präsentation lässt die Kinnlade bis zum Boden herunter klappen. Zudem läuft das Game stets butterweich und kommt sogar dank einer Streamingtechnologie ohne Ladezeiten aus. Besser geht es kaum. God of War 3 wurde auch wieder einmal bestens vertont und lässt auch in diesem Punkt keine Wünsche offen. Die Synchronisation ist sowohl in Englisch als auch Deutsch sehr überzeugend und die musikalische Untermalung trägt einiges zur “Epicness” dieses Titels bei. Ein wahrer Ohrenschmaus ist aber die unglaublich wuchtige Dolby Digital Spur, die absolut referenzverdächtig ist. Insgesamt zählt die technische Leistung dieses Titels konsolen- und genreübergreifend einfach mit zum Besten. Es ist durchaus berechtigt, dass hier die Frage aufkommt, ob diese Technik in dieser Qualität auch auf der XBOX 360 möglich gewesen wäre. Wir werden es leider nie erfahren…

Fazit:
Eigentlich müsste God of War 3 im Duden als Beispiel für “episch” aufgelistet werden. Unglaublich, was für ein Actionfeuerwerk die Jungs der Santa Monica Studios hier entfachen. Optisch übertrifft dieses Meisterwerk teilweise sogar Uncharted 2. Was die Inszenierung betrifft, ist das Spiel sowieso der absolute Spitzenreiter. Spielerisch bleibt hier zwar fast alles beim Alten, was aber nicht wirklich stört, ist das Gameplay der Vorgänger doch bereits so gut wie perfekt gewesen und, vielleicht mit Ausnahme von Bayonetta, allen Genrekonkurrenten weit voraus. Viel erfreulicher ist doch nunmal, dass die Story zufriedenstellend abgeschlossen wird und alle Hack`n`Slay Fans mindestens zehn Stunden bestens unterhalten werden. Bravo Sony, hier haben wir es mit einem ganz heißen Game of the Year-Anwärter zu tun!

9/10

Gran Turismo Mobile / Gran Turismo 5 Preview

3 Sep

4

Waschechte Racingfans dürften mit der diesjährigen GamesCom wohl vollends zufrieden gewesen sein, denn neben Highlights wie Need for Speed: Shift, Forza 3 oder Colin McRae: Dirt 2 konnte man sogar Gran Turismo Mobile und Gran Turismo 5 anspielen. Welchen Eindruck die beiden Sony-Systemseller hinterlassen haben, zeigt diese kurze Preview.

Wer denkt, dass es sich bei Gran Turismo Mobile nur um eine abgespeckte Fassung des großen Bruders handelt, der irrt sich gewaltig. In Puncto Umfang kann es der Titel nämlich locker mit den meisten Konsolenracern aufnehmen. Unglaubliche 800 Autos werden in der finalen Fassung enthalten sein, insgesamt 60 verschiedene Streckenvarianten werden fahrbar sein. Profis müssen natürlich ohne ein Force Feedback auskommen, können aber beruhigt sein, denn sowohl auf der PSPgo, als auch auf der normalen PSP steuert sich Gran Turismo Mobile gewohnt realistisch. Das Fahrverhalten orientiert sich im übrigen nicht an Gran Turismo 4, sondern an Gran Turismo 5. Je nachdem wie man den Wagen bzw. das Spiel konfiguriert ist es eine echte Herausforderung den Boliden nicht von der Strecke abkommen zu lassen.

Technisch erwartet man natürlich so einiges von Gran Turismo Mobile. Die Entwickler sind zwar Meister auf diesem Gebiet, können aber auch keine Wunder vollbringen. Deshalb erreicht Gran Turismo Mobile nicht ganz PS2-Niveau, stellt jedoch alle anderen PSP-Racer in den Schatten. Die Wagen sind klasse modelliert und auch die neue Cockpitperspektive sieht spitze aus, nur mussten die Zuschauer und die Landschaften darunter leiden. Diese wirken nämlich viel zu steril. Aber das wären auch so ziemlich die einzige Mankos, insgesamt sind wir vom “Handtaschen Gran Turismo” nämlich schwer begeistert.

Fans der Serie sollten sich schonmal den Oktober vormerken. Käufer der PSPgo bekommen den Titel übrigens geschenkt. Zu guter letzt möchten wir uns auch noch ein wenig Gran Tursimo 5 widmen. Hierzu schreiben wir bewusst weniger, weil man das meiste bereits aus der Prologue Fassung kennen dürfte. Neu war allerdings ein verbessertes Schadensmodell, welches uns deutlich besser gefallen hat als bei Forza 3. Ohne Zweifel, der Titel spielt sich prima, wirkt extrem realistisch und sieht zudem auch Bombe aus, aber ob Gran Turismo 5 in all diesen Punkten Forza 3 schlagen wird, muss sich erst noch herausstellen. Hinsichtlich des Umfangs wird Gran Turismo 5 aber definitiv neue Maßstäbe setzen. In jedem Fall werden beide Rennspielfraktionen bestens bedient sein.

Ersteindruck: genial

Die besten Spiele des Jahres – Platz 7

10 Dez

resistance2

Resistance 2 (PS3)
R2 hat allein schon deshalb großen Lob verdient, weil es zu den wenigen Fortsetzungen zählt, die ihren Vorgänger um ein vielfaches übertrumpfen. Der Titel erfindet das Genre zwar nicht neu, ist aber in allen Punkten größer und besser als (das ohnehin schon sehr gute) Resistance 1. Allgemein ist das Spiel spannender und epischer in Szene gesetzt und ich hatte auch das Gefühl, dass die Spiellänge erhöht wurde. Mit dem Mehrspielermodus haben sich die Jungs von Insomniac allerdings selbst übertroffen. Onlinematches sind mit bis zu 60 Spielern möglich und zusätzlich gibt es auch noch einen sehr spaßigen und überraschend komplexen Onlinecoopmodus für bis zu acht Spieler. Dank des sehr motivierenden Rangsystems ist man daher für viele Wochen beschäftigt. Abschließend kann ich Resistance 2 jedem PS3-Besitzer ans Herz legen, denn hier hat man den wohl besten Egoshooter 2008 vor sich.