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Naruto: Clash of Ninja-Revolution 3 – Review / Test

5 Mai

Das Lineup von Nintendos Wii beinhaltet zwar keine Beat`em`Up-Highlights wie Dead or Alive, Street Fighter, Virtua Fighter oder Tekken, dank toller Prügelspiele wie etwa Tatsunoko vs. Capcom, Super Smash Bros. Brawl oder auch der Naruto: Clash of Ninja Revolution-Reihe ist die Konsole aber auch für Prügelfans sehr interessant. Von letzterem erschien kürzlich der dritte Teil der Serie und wir möchten in diesem Test schildern, wie sie sich entwickelt hat.

Nur knapp ein Jahr nach Clash of Ninja Revolution 2 legt Entwickler Tomy bereits den dritten Teil nach und da ist es nicht weiter verwunderlich, dass man sich als Käufer fragt, was sich in dieser kurzen Entwicklungszeit alles getan hat. Um ehrlich zu sein, hat sich auf den ersten Blick gar nicht so viel verändert. Das fängt schon beim Hauptmenü an, wo keinerlei neue Spielmodi dazu gekommen sind. Immer noch stehen Herausforderungen, der Time-Attack-Mode und der Story-Modus zur Verfügung. Letzterer ist wieder mal das Herzstück, welcher erstmals die Shippuden-Staffeln umfasst und neben neuen Stages und Charakteren auch Geld für den Ingameshop freischaltet, wo der Spieler z.B. neue Songs erwerben kann. Mit insgesamt 40 verschiedenen Kämpfer kann sich das Spiel wirklich sehen lassen und die unterschiedlichen Kampfstile der jeweiligen Kämpfer sind sogar deutlich spürbar. Etwas problematisch ist dabei der sehr unausgewogene Schwierigkeitsgrad, der vor allem Anfänger zu Verzweiflung bringen kann. Die Kombination aus Wiimote und Nunchuk steigert das Frustpotential und sollte daher eher gemieden werden. Mit einem Classic- oder Gamecube-Controller ist der Spieler hier einfach wesentlich besser bedient.

So richtig entfalten sich die Naruto-Prügler meist erst im Mehrspielerpart. Hier hatten wir es im Vorgänger auch mit dem größten Manko zu tun, denn einen Onlinemodus suchte man vergebens. Das hat sich aber nun zum Glück geändert und Tomy hat dem Titel einen spaßigen Onlinepart verpasst. Technisch ist dieser aber zum Teil eher mittelmäßig umgesetzt worden und man muss daher mit Verbindungsproblemen und natürlich dem typischen Codesystem von Nintendo kämpfen. Trotzdem ist dies aber immerhin ein guter Anfang und wir sind uns sicher, dass dieses System im Nachfolger ausgebessert wird. Zum lokalen Multiplayer muss man kaum Worte verlieren, denn dieser wirkt wie
fast 1:1 aus den Vorgängern entnommen, macht aber dennoch mit Freunden jede Menge Spaß.

Dass Clash of Ninja-Revolution 3 sich kaum von den Vorgänger unterscheidet, trifft vor allem auf die Optik zu. Auch wenn man mehrmals genauestens hinsieht, wird man keine Unterschiede feststellen. Natürlich weiß der bekannte Anime-Look aber immer noch zu gefallen und die Charaktere und Schauplätze aus der Serie wurden wieder mal prima nachempfunden. Das ganze Spiel läuft stets flüssig und die Effekte bei den Spezialmoves zählen weiterhin zu den optischen Highlights. Unverständlich ist allerdings, wieso das Spiel, über drei Jahre nach Erscheinen dieser Konsole, weder einen 16:9 Modus, noch Progressive Scan unterstützt. Musik und Synchronisation gehen in Ordnung, wobei die japanische Tonspur immer noch fehlt und dem Ganzen einiges an Atmosphäre nimmt.

Fazit:
Auf der Cover-Rückseite wird das Spiel als “Das Beste Kampfspiel für Wii” betitelt, so ganz trifft diese Beschreibung zwar nicht zu, aber auch der dritte Teil der Clash of Ninja-Revolution Reihe darf sich zur Elite der Wii-Prügelgames zählen und wird nicht nur Naruto-Fans jede Menge Spaß bereiten. Viel hat sich, vergleichen mit Teil 2, zwar nicht getan, dafür wurden Fans aber endlich mit einem angemessenen Onlinemodus belohnt.

8/10

Angespielt: Naruto 2 – Broken Bond

2 Sep

Naruto 2: Broken Bond (XBOX 360)
Anfang nächsten Jahres bringt Ubisoft den zweiten Teil zu ihrer erfolgreichen Naruto Umsetzung auf den Markt. Während sich der erste Teil mit den ersten 80 Episoden der erfolgreichen Animeserie befasst hat, erzählt Broken Bond nun die nächsten weiteren 80 Folgen. Spielerisch hat sich hierbei mehr verändert als man es vielleicht erwarten dürfte. Naruto zieht jetzt nämlich nicht mehr alleine in den Kampf sondern bekommt Verstärkung von zwei weiteren Charakteren. Insgesamt kann der Spieler sich bei dieser Team Funktion aus sieben unterschiedlichen Kämpfern das passende heraussuchen.

Natürlich kann im Gefecht dann jederzeit zwischen den drei Charakteren gewechselt werden. Aufgrund der relativ kniffligen Rätsel wird es sogar notwendig sein, sich die Spezialfähigkeiten der anderen zu Nutze zu machen. Neben den Rätselelementen verfügt Naruto 2 aber auch wieder über die sehr schnellen Sprungsequenzen, welche dieses Mal aus der Egosicht ausgetragen werden. Auch an typischen Plattformelementen mangelt es dem Spiel nicht, der Schwerpunkt liegt aber auf den Kämpfen. Und auch hier enthält Broken Bond viel neues. So wurden völlig neue Kampfmoves integriert und die von vielen Fans als lahm beschimpften Bossfights sind nun etwas epischer gestaltet worden. Selbstverständlich enthält Naruto 2 aber auch noch den Fight Modus aus dem Vorgänger, welcher dieses Mal mit bis zu vier Spielern online ausgetragen werden kann.

Insgesamt macht Naruto 2: Broken Bond einen sehr guten Eindruck. Es scheint die Fehler des Vorgängers zu beheben, sieht zudem genau so genial wie sein Vorgänger aus und enthält außerdem einige neue Features. Wenn die Entwickler dieses Spiel mit etwas mehr Umfang ausstatten, könnte das Teil nicht nur für Naruto Fans ein Must-Have werden.