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Ghostbusters (PS3/X360/PC)

1 Jul

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Pro:
– ES IST GHOSTBUSTERS!
– Charme der Serie wird perfekt rüber gebracht
– viele Schauplätze und Charaktere aus den Filmen
– die Geisterjagd macht unglaublich viel Spaß
– viele lustige Gadgets
– detailverliebte Optik
– der erste Ghostbusters Film auf Blu-Ray wird mitgeliefert (PS3-only)
– spaßiger Multiplayermodus
– Spiel wurde von den Originalsprechern synchronisiert
– benutzerfreundliche Steuerung
– toll in Szene gesetzte Bossfights

Contra:
– viel zu kurz
– Spiel wirkt oft etwas unfertig, daher kommt es zu Patzern im Design, Gameplay und der Technik
– Spiel wird manchmal etwas hektisch, übertriebenes Gegneraufkommen
– wenig Rätsel
– Multiplayermodus nur online möglich und kein richtiger Coop-Mode vorhanden

Insgesamt hat mich die Videospielumsetzung von Ghostbusters doch sehr positiv überrascht. Der Titel wirkt zwar hier und da etwas unfertig, vermittelt den Charme der Filme aber bestens. Und dank dem tollen Fanservice und den Originalsprechern wirkt das Spiel auf einen wie ein spielbarer und guter dritter Teil der Ghostbusters-Serie. Schade nur, dass dieses Abenteuer bereits nach gut 6 Stunden vorüber ist und der Multiplayermodus nicht so sehr zum weiterspielen motiviert, wie er eigentlich sollte. Aber egal, Fans MÜSSEN hier zuschlagen.

8/10

Scene It? – Kinohits Review (XBOX 360)

8 Feb

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2007 bewies Microsoft mit „Scene It? Das Filmquiz – Lights, Camera, Action“ dass es auch interessante Alternativen zum Genreprimus „Buzz“ gibt. Anders als bei dem Sony Kassenschlager geht es hier einzig und allein um das Thema Filme, was den Titel vor allem für Cineasten interessant macht. Mit „Scene It? – Kinohits“ möchte Microsoft an den Erfolg des Erstlings anknüpfen und die Serie auch positiv weiterentwickeln. Im folgenden möchten wir die Neuerungen näher besprechen.

Anders als bei „Scene It? Das Filmquiz – Lights, Camera, Action“ ist der neuste „Scene It?“-Teil wahlweise mit vier Buzzern oder einzeln erhältlich. Besitzer des Vorgängers haben also Geld gespart und können ihr Portemonnaie schonen. Die Buzzer an sich haben sich nicht verändert und werden immer noch kabellos und in einem sehr schicken Design an den Mann gebracht. „Kinohits“ lässt sich aber auch prima mit einem normalen XBOX Controller spielen, auch der Einsatz der Guitar Hero Gitarre oder des Arcade Sticks wären theoretisch möglich, da nur die A, B, X und Y Knöpfe benötigt werden. Jedoch kommt nur mit den schicken Buzzern ein waschechtes Quizfeeling auf. Am Spielprinzip wurde zum Glück nur wenig verändert. Noch immer stehen entweder ein kurzes oder ein langes Spiel zur Auswahl. Neu ist hingegen das so genannte freie Spiel in dem sich der Spieler den Ablauf ganz nach belieben zurecht legen kann. Das macht „Kinohits“ zumindest im Einzelspielerpart attraktiver. Wirklich spaßig wird der Titel aber eh erst mit Freunden oder der Familie, denn was gibt es schöneres, als wenn man mit seinem Wissen angeben kann? Im Gegensatz zum Vorgänger sind nun aber auch Onlinepartien mit bis zu vier Spielern möglich. Außerdem ist „Kinohits“ der erste Vollpreistitel der die neu eingeführten NXE Avatare unterstützt. Gerade online ist das doch eine ziemlich nützliche Sache!

Doch egal ob offline oder online, der Ablauf bei „Kinohits“ ist natürlich immer gleich. Ziel ist es, am Ende einer bestimmten Rundenanzahl die meisten Punkte auf dem Konto zu haben. Diese werden durch richtig beantwortete Fragen erzielt. Je früher man die Antwort abgibt, desto mehr Punkte erhält man. Auf Wunsch lässt es sich auch einstellen, dass man bei einer falschen Antwort Punkte abgezogen bekommt. Der Fragenkatalog enthält nun an die 2000 neue Fragen und diese sind wiederum in 21 verschiedene Kategorien unterteilt. Noch immer gilt es nicht nur zu erraten, wie ein bestimmter Film heißt, oder wer dort Regie führte. Oft müssen auch Filme chronologisch sortiert werden oder man muss Zitate vervollständigen und Schauspieler anhand von Jugendfotos erraten. Die eher unbeliebten Kategorien aus dem Vorgänger wurden zum Glück gestrichen und durch neue, wesentlich interessantere ersetzt. So gibt es nun auch ein Filmkreuzworträtsel und für alle Gamer ein ganz besonderes Schmankerl. In einer bestimmten Kategorie werden Filme nämlich retrolike als Videospiel dargestellt und der Spieler muss anhand dessen den Filmnamen erraten. Das klingt nicht nur komisch, sondern wurde auch sehr liebevoll umgesetzt. Zukünftig möchte Microsoft zusätzlich auch noch Fragenpakete via XBOX Live anbieten. Das Spiel merkt sich übrigens welche Fragen bereits gestellt worden sind, dadurch kommt es seltener (aber eigentlich immer noch zu häufig) zu Wiederholungen der Fragen. Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad aller Fragen ziemlich hoch angesiedelt. Im Prinzip ist das Spiel nur etwas für echte Filmfreaks, das liegt zum Teil auch daran, dass die im Spiel gezeigten Filme teilweise bis in die 40er Jahre zurückreichen. Zum Glück haben die Entwickler aber auch endlich das Gleichgewicht zwischen Blockbustern, Klassikern und deutschen Produktionen gefunden. Im Vorgänger kamen nämlich zu viele Fragen zu deutschen Produktionen. Dieses Mal ist der Anteil an Blockbusterproduktionen stark gestiegen, wodurch auch jüngere Spieler mehr Siegeschancen haben.

Von Quizspielen erwartet niemand eine technische Bestleistung, darum ist „Scene It? – Kinohits“ in diesem Bereich bestenfalls durchschnittlich gut geworden. Die Präsentation lässt immer noch stark zu wünschen übrig, auch wenn einige Animationen nun verbessert worden sind und man hier und da einige nette Spielereien erkennen kann. Doch es gibt auch etwas überaus positives zu berichten. Der unglaublich nervige Sprecher (und gleichzeitig auch die Synchronstimme von Brendan Fraser) ist nicht mehr von der Partie. Er wurde durch zwei angenehmere Sprecher ersetzt und diese wiederholen sich auch nicht mehr ganz so oft. Allerdings kann man auch bei denen nicht über alle Witze lachen und manches wirkt lieblos abgelesen.

Fazit:
„Scene It? – Kinohits“ ist mal wieder ein absolutes Pflichtprogramm für alle Cineasten und all jene, die es noch werden wollen. Durch einen noch abwechslungsreicheren Fragenkatalog, mehr Humor, den Einsatz der NXE Avatare und einen äußerst spaßigen Onlinemodus hat das Spiel sehr viel Boden auf die „Buzz“-Reihe gut gemacht. Wer eine XBOX 360 besitzt, oft Besuch bekommt und zudem von Quizspielen nicht abgeneigt ist, dem kann man dieses Spiel nur wärmstens empfehlen.

8/10

Banjo-Kazooie: Nuts & Bolts Review (XBOX 360)

10 Nov

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Anno 1998 erschuf die britische Edelschmiede Rare, damals noch Exclusiv-Entwickler für Nintendo, mit „Banjo-Kazooie“ eines der besten 3D-Jump‘n‘Runs in der Videospielgeschichte. Um an den Erfolg des 1. Teils anzuknüpfen, schob Rare Jahre später den direkten Nachfolger „Banjo-Tooie“, sowie zwei Ableger auf dem Game Boy Advance hinterher. Seit der Übernahme durch die Microsoft Game Studios hörte man aber lange Zeit nichts mehr von dem erfolgreichen Duo. Lange Zeit war nicht ganz klar ob die Marke „Banjo“ nicht doch strenger mit Nintendo verbunden ist, als es Microsoft lieb gewesen wäre. Nun hat das Warten aber ein Ende und mit „Banjo-Kazooie: Schraube locker“ versuchen die beiden den Sprung in die Next-Gen. An der grafischen Power der 360 wird der Erfolg der Serie nicht stranden, doch geht das neue Spielkonzept von Rare in der Fortsetzung auch wirklich auf?

„Banjo-Kazooie: Schraube locker“ knüpft storytechnisch an die beiden ersten Teile an und spielt acht Jahre nach „Banjo-Tooie“. Noch immer streiten sich Banjo und die böse Hexe Gruntilda darum, wer der wahre Besitzer von Spiral Mountain, der Heimat von Banjo und Kazooie ist. Der selbsternannte Lord of Games (genannt LoG) möchte aber nun diesen Streit schlichten, indem er alle Beteiligten nach Showdown Town einlädt, wo er einen offiziellen Wettstreit veranstaltet. Banjo und seine treue Gefährtin müssen nun knifflige Aufgaben in den vom LoG erstellten Welten absolvieren, während Gruntilda die Helden daran hindern soll. Damit dieses Terrain irgendwann mal zur Ruhe kommt, soll der Gewinner dieses Wettbewerbs am Ende zum rechtmäßigen Besitzer von Sprial Mountain ernannt werden.

Zu Beginn des Spiels findet man sich in Showdown Town wieder, welches man als eine Art Zentralwelt bezeichnen könnte. Von hier aus begibt sich das Duo in einzelnen Arenen, kleinere Nebenwelten, in denen denn unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen sind. Allerdings wird der Großteil von „Schraube locker“ nicht mehr zu Fuß absolviert. Während die alten Banjo-Teile vor allem für ihr erstklassiges Jump‘n‘Run Gameplay bekannt waren, versuchen die Entwickler im neuesten Teil etwas vollkommen Neues. Das Duo ist nämlich seiner allseits beliebten Fähigkeiten beraubt worden und muss dieses Defizit durch den Gebrauch der unterschiedlichsten Transportmittel ausgleichen.

Der Clou an der Sache ist, dass sich der Spieler die Fahrzeuge für Land, Wasser und Luft aus hunderten Teilen selber bauen kann. Klingt kompliziert, ist es vielleicht auch. Das Handling des eigentlichen Konstruktionsvorgangs ist relativ simpel, aber die Tücke steckt zumeist im Detail. Die Eigenkompositionen verhalten sich nämlich physikalisch korrekt, d.h. wenn der Spieler den Schwerpunkt der Fahrzeuge nicht genau austariert, werden die Fahrzeuge unsteuerbar. Damit der Spieler nicht vor unlösbare Aufgaben gestellt wird, erwirbt man im Laufe der Zeit immer mehr Konstruktionspläne, in den die verschiedenen Fahrzeugmodelle schon vorkonfiguriert sind. Es ist doch wesentlich überschaubarer Fahrzeuge zu modifizieren, als sie komplett selber zu entwerfen, was allerdings auch möglich ist. Neben den Konstruktionsplänen, erhält man ebenfalls im Verlauf des Spieles immer mehr Fahrzeugteile zum Pimpen des eigenen Fuhrparks. Zu diesem Zweck sind überall in den Welten Kisten verteilt, die man dann in Mumobs Garage einlagern muss. Das Ganze hat etwas von einem virtuellen Legobaukasten, bei dem der Kreativität keine Grenzen gesetzt werden.

Da die unzähligen Aufträge in den sehr unterschiedlichen Arenen meistens sehr speziell sind, wird einem auch öfters das passende Fahrzeug zur Lösung der Aufgabe gestellt. So muss man beispielsweise in der ersten Arena mittels eines Transportfahrzeugs eine tickende Bombe unter Zeitdruck zum Spezialisten zur Entschärfung bringen. Auch stehen des Öfteren kleine Rennparcours auf der Tagesordnung, die ihr mittels eines schnelleren Fahrzeuges zu bewältigen habt. Meistens sind die Aufgaben zeitlich limitiert. Je schneller man den Auftrag erledigt, desto eher bekommt man eine angemessene Belohnung dafür. Doch ganz schadlos kommt man zumeist nicht durch die Welten. Während der Aufgaben stören euch immer wieder kleine rollende Bots und demontieren euch das Gefährt unter dem Hinter weg. Am besten weicht man ihnen aus oder macht sie einfach platt in dem man sie wegrammt.

Erfüllte Aufgaben werden meistens mit einem Puzzleteil dem Jiggi belohnt. Durch das Sammeln dieser Jiggi´s erhält man nach und nach Zugang zu den neuen Spielwelten. Überall in den 6 Welten sind auch die bekannten goldenen Musiknoten verteilt. Diese Noten stellen die Währung in Showdown Town da. Neben speziellen Fahrzeugteilen und Konstruktionsplänen, kann der Spieler damit Informationen kaufen, die Dorfpolizei bestechen und im GYM die Konstitution von Banjo ausbauen.

Der Schwierigkeitsgrad von „Nuts & Bolts“ ist zwar gut zu bewältigen, doch aufgrund der Umstellungen im Gameplay werden sich vor allem Fans der Serie zu Beginn etwas schwerer tun. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase erledigen sich die Startschwierigkeiten aber von selbst und die sehr präzise einfache Steuerung trägt ihren Teil dazu bei. Manchmal hingegen, insbesondere in schmalen Kletterpassagen reagiert die Steuerung etwas zu sensibel.

Neben dem umfangreichen Singleplayer Erlebnis, kann man sich auch noch mit bis zu 8 Spielern in 27 verschiedenen Multiplayer-Leveln vergnügen. Leider waren zum Zeitpunkt der Testung noch nicht genügend Mitspieler online um eine verlässliche Aussage über den Fun Faktor zu geben. Die Aufgaben klingen allerdings schon spaßig. Wir werden diese Lücke in der nächsten Woche zu schließen versuchen.

In technischer Hinsicht kann man an dieser Stelle nur ein großes Lob an die Entwickler von Rare aussprechen. Der Übergang aus N64 Zeiten in die Over-Next-Gen ist ihnen nämlich absolut gelungen. Das Spiel erstrahlt in einer unglaublich farbenfrohen, fantasievollen, innovativen und lebendigen Neuauflaget. Die unterschiedlichen Welten bieten nicht nur jede Menge Freiraum, sondern sind zudem auch sehr abwechslungsreich gestaltet. Die tollen Animationen und die große Detailvielfalt runden das Ganze dann noch mal ab. Der Soundtrack schmiegt sich ebenfalls harmonierend in die Spielwelt ein. Witzig sind auch die Teaser, die die jeweiligen Arenen mit samt ihrer Charaktere vorstellen. Fans von US Serien wie Dallas, Falcon Crest & Denver Clan werden ihre Freude an dieser Persiflage haben. Zum Glück wurde auch wieder auf eine richtige Synchronisation verzichtet, denn die Pseudo-Sprachausgabe passt einfach unglaublich gut zu der kindgerechten Knuddeloptik.

Fazit:
Auch wenn die Fans der Serie eigentlich ein anderes Spiel erwartet haben, dürften sie eigentlich nicht enttäuscht werden. Rare bringt mit Bajo & Kazooie: Schraube locker ein weiteres abwechslungsreiches Game in die übernächste Generation. Es mag zu großen Teilen anders sein, doch deswegen ist es noch lange nicht schlechter. Rare hat versucht das Konzept auf eine neue Stufe zu heben, ist aber in Augenhöhe zu den Vorgängern stehen geblieben. Der neue Teil wird die Videospielgeschichte zwar nicht revolutionieren, doch er wird nicht nur eingefleischte Rare Fans zu begeistern wissen. Wir finden den Übergang in die gegenwärtige Konsolengeneration sehr gelungen, wenn auch gleich die Erwartungshaltung aller Banjo Fans bestimmt nicht erfüllt wird. Aller Änderungen zum Trotz ist das Flair der Vorgänger wieder eingefangen worden und auch der Spielspaß wird sich bei den meisten nach der Adaption ans neue Gameplay rasch wieder einstellen.

8/10

Madden NFL 09 – Review / Test (XBOX 360 / PS3)

22 Sep

Dass die Madden NFL-Serie in Nordamerika zu den erfolgreichsten Videospielfranchises überhaupt zählt, dürfte längst kein Geheimnis mehr sein. EA Sports feiert nun mit Madden NFL 09 den zwanzigsten Geburtstag dieser beliebten Reihe. Blickt man auf den ersten Ableger John Madden Football zurück wird erst deutlich, was für einen unglaublichen Fortschritt dieses Spiel in den vergangen Jahren gemacht hat. Football ist und bleibt aber immer noch eine der kompliziertesten Sportarten der Welt und somit hatten Anfänger bei bisher jedem Madden Teil einen schweren Einstieg. Mit Madden NFL 09 soll sich dies aber nun ändern…

Eines vorweg: Spielerisch haben die Entwickler im Vergleich zu Madden NFL 08 nur sehr wenige Änderungen vorgenommen. Der Schwerpunkt liegt schlicht und einfach darin, dieses Footballgame für Neuneinsteiger zugänglicher zu machen. Hierfür wurden drei neue Features eingeführt, welche auf Wunsch auch abgeschaltet werden können. Gleich zu Beginn des Spiels wird dem Spieler mit „Madden IQ“ das erste jener Features vorgestellt. Anhand von offensiven und defensiven Spielzügen auf einem unterschiedlichen Schwierigkeitsgrad wird für den Spieler ein individueller Schwierigkeitsgrad erstellt. Der ermittelte Madden IQ-Wert ändert sich dann fortlaufend bei dem Gewinn oder der Niederlage eines Spiels. Leider hat das Ganze dann aber auch einen kleinen Nachteil, denn mit der Zeit wird der Schwierigkeitsgrad etwas unausgewogen. Gewinnt man zum Beispiel viele Spiele hintereinander steigt der Schwierigkeitsgrad zu sehr in die Höhe, bei häufigen Niederlagen ist dann das Gegenteil der Fall. Daher ist es vor allem für fortgeschrittene Spieler sinnvoller, einen der vier üblichen Schwierigkeitsgrade zu wählen. Die so genannten „Back Track“-Funktion ist hingegen sowohl für Anfänger als auch Profis eine sehr informative und nützliche Neuerung. Hier werden die Replays in Zeitlupe knall hart von den Kommentatoren analysiert und Verbesserungsvorschläge abgegeben. Leider lässt sich nicht beeinflussen wann diese Funktion eingesetzt wird, dies liegt im Ermessen des Computers. Zu guter Letzt wäre da noch das „Rewind-Feature“. Ähnlich wie in Timeshift, Prince of Persia oder Braid ermöglicht es diese Funktion das Spiel zurückzuspulen. Knifflige Spielzüge können so wiederholt und von Anfängern geübt werden. Erfahrene Spieler dürften mit diesem Feature wohl eher weniger anfangen wollen, schließlich wird der Realismus hier immens herunter geschraubt.

Auch in Bezug auf den Umfang bietet Madden NFL 09 nur sehr wenige Neuerungen. Noch immer sind der Franchise- und der Superstarmodus das Herzstück des Spiels und Mini- oder Quickgames sorgen für schnelle Unterhaltung. Neu hinzugefügt wurden allerdings die „Madden Moments“. Hier gilt es berühmte Momente aus der Geschichte des amerikanischen Footballs nachzuspielen. Es müssen dann bestimmte Kriterien erfüllt werden um diese Herausforderungen erfolgreich zu absolvieren. Unter dem Menüpunkt „Madden Test“ kann der Spieler seinen Madden-IQ verbessern bzw. neu ermitteln. Natürlich stellt Madden NFL 09 aber auch noch einige weitere Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung um z.B. ganze Spielzüge üben zu können. Die Footballlegende John Madden steht auch immer in Form eines Hologramms mit Rat und Tat zur Seite. Anhand seiner sehr informativen Tipps kann noch so mancher NFL-Profi etwas lernen.

Optisch macht Madden NFL 09 mal wieder eine hervorragende Figur. Noch nie vermittelte ein Sportspiel eine so realistische und intensive Präsentation im TV-Stil. Viele neue Anzeigenfenster sorgen nicht nur für noch mehr Atmosphäre, sondern auch für mehr Informationsgehalt. Die ohnehin schon genial gut aussehenden Spieler bekamen zusätzlich auch einige neue Animationen spendiert und die Rasendarstellung zählt auch zum besten in der Geschichte der Sportspiele. Einige neue Kameraperspektiven geben dem Spieler zusätzlich den nötigen Überblick. Getrübt wird der ansonsten überaus positive Eindruck durch gelegentliche Clippingfehler und leichtes Kantenflimmern. Ansonsten ist Madden NFL 09 in optischer Hinsicht nahezu makellos. Beim Sound sieht das auch nicht anders aus. Der Soundtrack ist mit Tracks von Linkin Park und Franz Ferdinand richtig stimmig und der Dolby Digital klang sorgt mal wieder für ein 1a Stadionfeeling. Und auch die Kommentatoren liefern wieder einen überzeugenden Job ab. Störend ist lediglich, dass dieses Spiel mal wieder nicht ins deutsche übersetzt wurde. So wird der ohnehin schon nicht leichte Einstieg noch einmal um ein vielfaches erschwert.

Natürlich darf auch ein ordentlicher Multiplayermodus in Madden NFL 09 nicht fehlen! Offline wird es den Spielern ermöglicht, mit bis zu vier Spielern packende Matches auszutragen. Online kann hingegen mit bis zu zwei Spielern gezockt werden. Neu ist die Möglichkeit Online-Ligen mit bis zu 32 Teams zu erstellen. Insgesamt hat sich das Onlinespiel im Vergleich zu den Vorgängern ein wenig verbessert. Der Spielablauf ist nicht mehr ganz so laggy wie früher. Für die Statistiker unter uns bietet EA Sports selbstverständlich wieder die Highscorelisten an und neue, herunterladbare Spielinhalte wird es sicherlich auch irgendwann geben.

Fazit:
Jedes Jahr stellt sich der Footballfan die Frage, ob sich die Anschaffung des neuen Madden Teils überhaupt lohnt, oder man bei Vorgänger bleiben soll. Meistens kann diese Frage nie eindeutig beantwortet werden, doch im Falle von Madden NFL 09 lautet die Antwort „Ja!“. Denn dank der neuen Features „Back Track“, „Rewind“ und „Madden IQ“ ist es den Entwicklern endlich gelungen, das Spiel für Anfänger einsteigerfreundlicher zu gestalten. Hinzu kommen einige Neuerungen im Umfang und eine sehr gelungene Onlineliga mit bis zu 32 Teams. Technisch legt Madden NFL 09 die Latte noch einmal höher, wodurch es im Prinzip nur wenig an diesem Titel zu bemängeln gibt. Madden NFL 09 ist, auch aufgrund der mangelnden Konkurrenz, wieder der absolute Pflichtkauf für Fans des amerikanischen Footballs. Einziger Unterschied: diesmal dürfen sich auch absolute Neulinge an dieses Werk wagen.

9/10

Soul Calibur IV (XBOX 360/PS3)

3 Aug


Pro:
– wie immer geniales und komplexes Kampfsystem
– große Auswahl an tollen Charakteren
– nette Star Wars Bonuscharaktere
– umfangreicher und sehr spaßiger Charaktereditor
– bombastische Grafik
– sowohl online als auch offline ein Multiplayerhit
– gelungene Sprachausgabe und toller Soundtrack
– abwechslungsreiche Kampfarenen mit interessanten Interaktionsmöglichkeiten
– coole K.O. Moves

Contra:
– im Vergleich zu den Vorgängern insgesamt eine geringere Spielzeit
– einige Spielmodi wurden raus genommen
– teilweise etwas unausgewogenes Balancing
– zu wenig Onlinespielmodi
– Story lässt zu wünschen übrig

Fazit:

Insgesamt ist Soul Calibur 4 ein würdiger Vertreter dieser genialen Spielereihe. Grafisch ist der Titel auf einem absoluten Topniveau und spielerisch überzeugt SC4 natürlich auch. Die beste Neuerung ist hierbei vor allem der geniale Charaktereditor, der die Langzeitmotivation unheimlich verlängern dürfte. Die Star Wars Charaktere (Darth Vader = PS3, Yoda = 360, Der Schüler = beides) sind zwar eine lustige Abwechslung, für wahre SC Profis sind sie aber ziemlich nutzlos, da sie gegen andere Charaktere auf höherem Niveau nicht den Hauch einer Chance haben. Außerdem ist es etwas störend, dass so viele Spielmodi gestrichen wurden. Gerade online wäre mehr Abwechslung wünschenswert gewesen. Dennoch ist SC4 eines der besten Beat em Ups dieser Generation.

9/10

Guitar Hero: Aerosmith – Review / Test (Wii/X360/PS2/PS3)

27 Jul

Es gibt nur wenige Rockbands, die es über Jahrzehnte hin geschafft haben erfolgreich zu bleiben. Neben Größen, wie den Rolling Stones oder Kiss, muss man auch die Rocker von Aerosmith in einem Atemzug nennen. Sagenhafte 38 Jahre ist die Band rund um Frontmann Steve Tyler erfolgreich im Geschäft und es ist immer noch kein Ende in Sicht. Ein eigenes Videospiel hätten sie sich also mehr als verdient. Das dachte sich wohl auch Activision und bringt nun mit „Guitar Hero: Aerosmith“ eine spielbare Discographie dieser Erfolgsband auf den Markt. Ob sich dieses Spiel aber auch wirklich lohnt, oder nur für waschechte Fans geeignet ist, zeigen die folgenden Zeilen.

Am Titel des Spiels lässt sich bereits erahnen, dass „Guitar Hero: Aerosmith“ kein vollständiger „Guitar Hero“-Teil ist. All jene, die mit der Musik von Aerosmith nichts anzufangen wissen und viel Abwechslung erwarten, sollten einen großen Bogen um das Spiel machen. Das Spiel spricht eher allgemein „Guitar Hero“-Süchtige oder eben Fans von Aerosmith an. Zählt man zu der erst genannten Partei bekommt man eine tolle Überbrückung bis zum vierten Teil serviert. Für Aerosmith-Fans hingegen dürfte das Spiel die reinste Offenbarung sein. So dokumentiert das Spiel den Werdegang dieser erfolgreichen Band von 1970 an, bis hin zur Gegenwart. Viele Videos mit Kommentaren und Eindrücken der Bandmitglieder gewähren dem Fan dann noch einen zusätzlichen Einblick. Das Spiel selbst ist im Grunde genommen ein etwas überarbeitetes „Guitar Hero 3“. Nennenswerte Innovationen gibt es leider keine. Und so gilt es im Herzstück des Spiels, dem Karrieremodus, 31 Lieder auf vier verschiedenen Schwierigkeitsstufen zu meistern. Der Spieler (oder besser die Band) bereist sechs verschiedene Locations. Es werden jedes Mal zwei Lieder von bekannten Vorbands wie z.B. The Clash, Lenny Krevitz oder Run DMC gespielt und danach noch einmal drei Lieder von Aerosmith. Bis auf eine Ausnahme wird das ganze Spiel über auf die nervigen Battles aus „Guitar Hero 3“ verzichtet. Mit dem gewonnen Geld kann sich der Spieler dann neue Charaktere, Outfits, Gitarre oder Bonussongs kaufen. Zählt man diese mit, enthält das Spiel insgesamt 41 Songs von denen 29 von Aerosmith sind. „Guitar Hero: Aerosmith“ kann zwar locker als eine spielbare Discographie bezeichnet werden, aber dennoch fehlen einige bekannte Songs wie etwa „I Don’t Want To Miss A Thing“. Überhaupt bekommt man bei diesem Spiel zu wenig Umfang für sein Geld geboten. Man hätte genauso eine Art Songpacket für „Guitar Hero 3“ zum Preis von 30 Euro anbieten können. Neben dem Karrieremodus gibt es auch leider nichts weiteres zu entdecken aus ein paar nicht weiter nennenswerten Tutorials. Auch wenn „Guitar Hero: Aerosmith“ spielerisch nur auf „Guitar Hero 3“ basiert, so macht es doch immer noch jede Menge Spaß. Wirkliche Frustmomente, wie in den anderen „Guitar Hero“-Teilen, dürfte es vor allem bei „Guitar Hero“-Profis nicht geben. Der Schwierigkeitsgrad ist wesentlich geringer und leider ist es auch viel leichter möglich Gamescorepunkte zu ergattern. Bereits nach dem ersten Durchspielen hat ein erfahrener Spieler 500 Punkte auf dem Konto. Besitzer einer „Rock Band“-Gitarre schauen leider buchstäblich in die Röhre, denn dieses wird leider nicht von dem Spiel unterstützt.

Der Multiplayermodus ist auch in diesem „Guitar Hero“-Ableger wieder ein absoluter Spielspaßgarant. Lokal können Songs sowohl gegeneinander, als auch kooperativ gespielt werden. Und außerdem enthält das Spiel die bekannten Mehrspielermodi aus den vorherigen Teilen. So ist dieses Mal auch wieder der allseits bekannte Battlemode enthälten, der Pro Duell Modus darf natürlich auch nicht fehlen. Und auch Online wird bei „Guitar Hero: Aerosmith“ so ordentlich abgerockt. Hier gelten die gleichen Möglichkeiten, wie bei dem lokalen Zusammenspiel. Selbstverständlich sind aber auch noch Rangspiele enthalten, genauso wie Highscoretabellen. Der Onlinepart wurde überzeugend umgesetzt und technische Probleme gibt es nur sehr selten. Ob es aber neue Songs zum herunterladen gibt, steht leider noch in den Sternen. Die heruntergeladenen Lieder aus „Guitar Hero 3“ sind aber nicht mit diesem Spiel kompatibel.

Grafisch basiert „Guitar Hero: Aerosmith“ auf der „Guitar Hero 3“-Engine. Demzufolge wirkte die gesamte Optik nicht mehr zeitgemäß. Es fehlt dem Spiel einfach an Details und die Animationen wirken nicht mehr ganz so frisch. Dennoch kann für die Präsentation nur ein großes Lob ausgesprochen werden. Das ganze Spiel über fühlt man sich wie auf einem Aerosmith Konzert. Alles wird toll in Szene gesetzt und die Figuren haben nicht nur einen enormen Wiedererkennungswert, sie verhalten sich stellenweise auch wie ihre Originale. So bekommt der Spieler coole Showeinlagen geboten und das Publikum fährt darauf voll ab. Der Sound ist selbstverständlich wieder aller erster Güte. Sämtliche Songs kommen in grandioser Qualität daher und Coverversionen der anderen Bans sind nur selten vorzufinden. Der gut abgemischte 5.1 Sound sorgt für einen gelungenen Raumklang und steigert zudem auch noch die Atmosphäre um ein vielfaches.

Fazit:
Schon im Vorfeld dürfte klar gewesen sein, dass „Guitar Hero: Aerosmith“ kein Spiel für jedermann sein wird. Dieses Spiel ist eindeutig nur für Fans der Band oder für „Guitar Hero“ Süchtige geeignet, denn im Prinzip ist es nur ein teures Addon welches den Werdegang einer großen Band auf gelungene Art und Weise dokumentiert. Egal ob spielerisch oder technisch, dieses Spiel basiert auf „Guitar Hero 3“ und kommt mit keinerlei neuen Ideen daher. Dennoch macht es aber genauso süchtig wie jeder andere „Guitar Hero“ Teil. Vor allem im Multiplayer Modus trumpft das Spiel mal wieder so richtig auf. Im Bezug auf den Umfang wird das Spiel aber leider dem hohen Preis von 70 Euro nicht gerecht. Hier ist es vielleicht doch angebrachter auf „Guitar Hero 4“ zu warten oder zu „Rock Band“ zu greifen.

7,5/10

Battlefield: Bad Company (PS3/X360)

20 Jul


Pro:

– spannende Einzelspielerkampagne
– lustige Charaktere im Einzelspielerpart
– super Synchronisation
– toller Soundtrack
– genialer Multiplayermodus mit bis zu 24 Spielern
– freischaltbare Waffen
– viele abwechslungsreiche Waffen, Fahrzeuge und nützliche Gegenstände
– eine genial zerlegbare Umgebung
– wunderschöne Grafik
– ausführliche Onlinestatistiken
– großartiges Punktesystem welches Online extrem motiviert

Contra:
– stellenweise einige Soundprobleme
– teils nervige Grafikfehler (Kantenflimmern und Clippingfehler)
– bislang nur 1 Onlinespielmodus (ein weiterer wird aber gratis nachgereicht)
– Kampagne leider etwas kurz geraten
– an einigen Stellen etwas frustig (Singleplayer)

Fazit:
Battlefield: Bad Company kann die Genrereferenz Call of Duty 4 zwar nicht vom Thron stürzen, bietet aber dank der erfrischenden Story, einige innovativen Einfällen und einem tollen Onlinemodus eine gelungene Abwechslung. Wer es nicht so ernst mag, dürte dieses Spiel gegenüber CoD4 sogar bevorzugen. Fakt ist, dass die Battlefield Reihe endlich wieder zu bekannter Stärke zurückgekehrt ist und sich wieder einen festen Platz in diesem Genre erarbeitet hat. Aufgrund des sehr gelungenen Singleplayerparts ist das Spiel zudem auch endlich für Solisten sehr geeignet. Technisch liefert dieses Spiel auch eine mehr als respektable Leistung ab. 9/10